Beiträge von Ruudi im Thema „Alle Laufwerke wahlweise zwischen zwei C64/128 möglich?“

    Rein IEC und passiv ist kein großes Ding, hol Dir ne X-beliebige alte PARALLELE und MANUELLE (!) Druckerweiche mit SubD25-Anschlüssen *)

    z.b: die hier:

    und die passenden Stecker/Buchsen-Gegenstücke (hier 3x SubD-25 Stecker=male), sowie 2 genügend lange IEC-Kabel, die Du (mittig) durchschneidest, eines ist vorerst Reserve, die anderen drei lötest Du in jeweils gleicher Belegung (Achtung: die Farben können variieren, wirklich durchmessen, um sicher zu gehen!) an die Pins 2-9 der Sub-D25 Stecker, das sind die Datenleitungen der parallelen Druckerschnittstelle und somit IMMER belegt.

    Reset kannst Du weglassen (aber auch gleich die Chance nutzen und einen Taster mit in die Box bauen dafür) und Masse kannst Du auf Pin 18-25 geben, die sollten auch in der Weiche permanent durchverdrahtet sein, das ist allesamt Masse. (mit Ohmmeter testen, ob durchverdrahtet, sonst nachholen IN der Weiche drin!)

    n.B.: Wenn Du die Masse mit schaltbar machst, müsstest du dafür sorgen, dass die Massekontakte der Schalter "voreilen", damit eventuelle Ausgleichströme nicht über die CIA-Ports etc. fliessen. Also besser die Masse fest durchverdrahten. Aufs Gehäuse würde ich sie aber auch nicht legen, denn sie ist ja im Netzteil sekundär und somit nicht schutzgeerdet.


    Natürlich gehen auch manuelle KVM-Umschalter, aber die dürften noch seltener sein und leider passen die DIN-Buchsen der PC-Tastatur ja NICHT für den IEC, sondern von der Form her an den alten VC-20 Videoport, aber auch da dürfte es Belegungs/Schirmungsprobleme damit geben...

    Z.b. so was hier:

    Damit könntest Du immerhin einen Joystickport (natürlich ohne Kreuzschaltmöglichkeit) schon 1:1 durchrouten über den Sub-D9, einen weiteren könntest Du von VGA auf Sub-D9 umrüsten und die DIN-Buchsen gegen passende für den IEC-Bus tauschen, dann hättest Du (bis auf die Kreuzschaltung der Joysticks) Deine Ansprüche damit erfüllt.

    Ne nette Lötübung für nen nasskalten Herbstabend, viel Spass und Erfolg!!! (selbst ist der Mann!)

    Sind übrigens stolze Preise allesamt und die Teile scheinen allmählich auch selten zu werden, kein Wunder, seit Mitte der 90er sind die meisten PCs in Unternehmen vernetzt gewesen und die wenigen Heimnutzer, haben sich dann meist für ne automatische Weiche entschieden, die aber hier nicht ohne Weiteres nutzbar ist...

    *) edit: gerade noch gesehen:

    Das sind scheinbar noch aktuell produzierte Data-Switches für RS232 9pol., aber ebenso rein manuell und passiv. Also entweder ins Gehäuse gleich IEC-Buchsen rein anstelle der SubD9 oder eben wie oben geschildert die Kabel durchschneiden und einseitig auf SubD9 umlöten. Würde die Box dazu öffnen und schaun, ob wirklich alle 9 Pole durchgeführt sind, resp. welche direkt, ohne die beiden Umschalter verbunden sind (das ist dann dediziert Masse/GND), es müssten aber auf jeden Fall genügend viele Leitungen zur Verfügung stehen rein für IEC.


    zur Not tuns auch welche mit "echten" 36pol. Centronics-Anschluss, aber dann am Besten auch gleich passende Druckerkabel mit kaufen, um günstig an die Stecker dafür zu kommen, oder innen umlöten auf IEC DIN-Buchsen, aber ist alles mit Mehraufwand und Kosten verbunden...

    es könnte noch ein bisher unbeachtetes Problem entstehen:

    HD40 über Parallelkabel zusätzlich zum IEC auch an RAMLInk am C128 ???

    Auf das müsstest Du wohl verzichten in dieser Konstellation, oder jedenfalls sehr genau die Handbücher von CMD lesen, was die Einschaltreihenfolge etc. für das anbelangt. Wenn die HD40 laufen darf, wenn RAMLink resp. der daranhängende Computer noch aus ist, dann wäre nur auszuprobieren, was dann beim IEC-Zugriff passiert, sprich ob die Firmware in der HD40 das abfängt und rein über IEC und Jiffy dann arbeitet, oder hängen bleibt...

    Dank Jiffy-Dos ist aber doch der Unterschied nicht mehr sooo gewaltig und eher theoretischer Natur, oder?

    Ich würds weglassen, steigert vermutlich auch die gesamte Systemstabilität.

    Am Besten EIN modernes und leistungsstarkes Netzteil AN BEIDEN Rechner permanent parallel mit entsprechendem Splitt-Kabel (Selbstbau), sämtliche Geräte an einer Steckdosenleiste anschliessen, dann sind schon mal netzseitig keine bösen Überraschungen mehr möglich.

    Ein elektronischer Umschalter wäre einem mechanischen dennoch vorzuziehen!

    Ein solcher geht mit etwas Aufwand sogar "automatisch", es gab sogar Lösungen "Klassenraum-Umschalter"), mit denen ein zeitlich wechselweiser Zugriff mehrerer Computer auf einen Strang an Peripherie möglich war, mit heutigen µCs artet das auch nicht mehr in einem TTL-Grab aus...) Dort könnte man dann auch noch weitere Leitungen mit einbeziehen, am Besten betreibt man die üblichen 4051/52 Umschalt-ICs dazu mit höherer Spannung und sogar etwas negativer Vorspannung, dann wird die Schaltung robuster (z.b. +9V Vcc zu -5V Vee) gegen Störspitzen.

    Noch besser sind natürlich Umschalter, die mit PhotoMOS arbeiten und somit absolut potentialfrei.

    Videosignal geht dennoch nur begrenzt darüber, da die Frequenzen incl. Oberwellen die Fähigkeiten der 40xx überfordern. Hier braucht es wenn dann spezielle Video-Umschalt-ICs, die es aber auch günstig und in großer Auswahl gibt, da solche in den analogen VCRs und TVs lange standardmäßig verbaut waren.

    Aber bei mechanischen Stufen-Schaltern auf jeden Fall welche mit min. 3 Schaltpositionen nehmen und eine Position frei lassen, also Schaltschema:

    C64 - KEINER - C128.

    Die Massepins müssen nicht mitgeschaltet werden, sondern sollten verbunden werden! (das wiederum sollte man auf den Umschalter auch draufschreiben, falls er mal andersweitig verwendet werden soll...) Masse vom Video- und Audioausgang gegebenenfalls zu separaten Masseinseln verbinden, sonst steigen die Störpegel!

    Es gibt zwar aus alten Druckerweichen Stufenschalter mit bis zu ca. 15 aktiven Kontakten günstig gebraucht, aber die Gefahr einer Fehlverdrahtung steigt beim fliegenden Aufbau ungemein und diese Teile waren schon damals nicht sonderlich zuverlässig oder langlebig... (gibt natürlich wie immer Qualitätsunterschiede je nach Hersteller...)

    Will man eine Lösung für die gebräuchlichste Peripherie, bräuchte man im Commodore-Umfeld:

    Seriell IEC: 3 Pins plus Masse (digital)

    Video: 2 Pins + Masse (Video)

    Sound: 1Pin + Masse (Audio) (bei internen Stereo-SIDs: 2 Pins plus Masse)

    Joysticks: 2x 5 Pins + Masse (digital) (kann man dann gleich noch in sich kreuzweise schaltbar machen...)

    Paddles: 2 x 2 Pins +Masse (digital oder Audio, da am SID angeschlossen) können ebenso dann intern kreuzweise schaltbar gemacht werden...)

    Kassettenport: 2 Pins + Masse (digital) + Steuerleitung mit 6V (besser 9V Festigkeit vorhalten!) und Strombelastbarkeit, d.h. nicht über 405x lösbar, aber dafür automatische Umschaltung einfach möglich auch bei zwei eingeschalteten Computern.

    Anstelle des Userports würde ich RS232 noch mit vorhalten, d.h. min. je 4 Leitungen mit RS232-Pegeln und SubD9 Steckverbindern, dann kann wahlweise ein Userport-Konverter oder auch ein schnelles Modem am EXP angebunden und mit umgeschaltet werden. Für volle Handshake-/Wakeup-Möglichkeit eher 6 oder gar 8 Leitungen erforderlich!

    Drucker gehen dann nur über IEC und am IEC hängenden Parallel-Umsetzern, Parallel via Userport würde weitere 12 Pins hinzufügen!


    Wenn man das mal zusammenzählt, kommt man auf 22/26 Pins, die jeweils wechselseitig auf den gemeinsamen Ausgang geschaltet werden müssten, das ist schon eine ganze Menge :S

    Möchte man dann noch mit nur einer Tastatur arbeiten, z.b. der ergonomischen und abgesetzten vom C128D, dann kommen entweder nochmals min. 17 Pins hinzu (C64-Tastenumfang), oder aber man verbaut in beiden Geräten PS2-Tastaturadapter und kommt mit 2 Pins zusätzlich je Port aus und kann dann sogar recht einfach via Tastatur umschalten (C= spezifische Aufkleber für PC-Tastaturen mit allen Sonder-/Grafikzeichen gibts in einigen Retro-Shops...)

    Also durchaus ein mittleres Projekt, insbesondere wenn man bedenkt, dass es wohl selten bei 2 Ports bleiben wird...