Beiträge von Kunitoki im Thema „Samples zur Emulation von Laufwerks Geräuschen gesucht“

    Da ich ja Tonmeister und kein Programmierer bin, schreib mir doch bitte einfach mal eine einfache Liste, was für Geräusche du genau benötigst.

    UND: Wollen wir das Motoren-Laufgeräusch von den Steps und sowas trennen? Kannst du beide parallel abspielen? Also trennen wir Steppermotor und Antriebsmotor?

    Anders würde ich das nicht sehr sinnvoll finden...

    Für die Simulation hier werde ich dann alle Laufwerke in der Datenbank direkt vergleichen und die Geräusche auswählen, die gefühlt "am häufigsten" vorkommen. So kann man Laufwerke, die akustisch aus der Reihe tanzen, direkt ausschließen und bekommt wahrscheinlich Geräusche, wie sie die meisten kennen.

    Das klingt schon nach sehr viel Aufwand und Arbeit. Mitunter wird das Laufwerksgeräusch als "Gesamtereignis" auch deutlich von der verwendeten Diskette beeinflusst. Wenn man das dann auch noch berücksichtigen wollen würde... :schreck!:

    Naja, das bringt mein Beruf als Tonmeister ja so mit sich, und wie schon erwähnt, ich habe ja eine riesige Datenbank mit allen möglichen Geräuschen, die alle mit Metadaten versehen und sortiert sind. Als Commodore-Fan dann noch eine kleine Datenbank dafür anzulegen, ergibt dann ja irgendwie Sinn... 🙂

    bauen wir eine Datenbank auf... Mit Jahreszahl, Laufwerkstyp, Art der Mechanik... lol...

    Nein, ernsthaft, übertreibt es jetzt nicht...

    Das finde ich ist eine wirklich gute Idee. Im Ernst.

    Ich werde alle meine Laufwerke detailliert aufnehmen und eine eigene Datenbank erstellen.

    Technisch leicht umzusetzen, ich hab ja durch meinen Job schon ein 70TB Geräuscharchiv mit Millionen von Geräuschen zur Filmvertonung, alles sortiert und mit drei Klicks abrufbar.

    Danke für den Tipp.

    Für die Simulation hier werde ich dann alle Laufwerke in der Datenbank direkt vergleichen und die Geräusche auswählen, die gefühlt "am häufigsten" vorkommen. So kann man Laufwerke, die akustisch aus der Reihe tanzen, direkt ausschließen und bekommt wahrscheinlich Geräusche, wie sie die meisten kennen.

    Spätestens übernächste Woche sind die Geräusche dann fertig 🙂

    Ohne Spaß jetzt... aber wie wäre es mit 35/40 Waves, also jeder Trackstep hat echt das korrekte Geräusch? Der Speicherplatz dürfte ja nicht das Problem sein für so kurze Töne. Also wirklich komplett authentisch jeder Trackstep wirklich sein eigenes Geräusch.

    Kann man ja auch mit zwei Laufwerken machen oder drei und sich dann das beste aussuchen.

    Dieses ganze simulieren und emulieren und tüfteln könnte man dann weglassen, einfach die richtigen Geräusche und gut ist.

    Ich fand das bei diesen ganzen simulierten FloppyGeräuschen immer furchtbar, dass jeder Track komplett gleich klingt. Das hat die ganze Illusion immer kaputt gemacht für mich.

    habe gerade an einer echten 1541-II eine Disk formatiert.

    Das Step Geräusch wird ab Track 16 zunehmend leiser, ab Track 28 jedoch wieder lauter.

    Meine Erfahrung ist, dass alle anders klingen. Manche werden leiser, manche werden lauter, da ist alles dabei. Manche bleiben gleich. Manche sind von Anfang an laut, manche von Anfang an leise. Auch das Motoren-Geräusch klingt bei vielen irgendwie anders. Auch wenn sie dasselbe Modell sind. Wie gesagt, das ist nur mein bisheriger Eindruck, und ich habe weit über 100 Commodore Laufwerke in meiner Sammlung. Von 1541 über 1570, 1571 bis 1001, 2031 und die ganzen anderen wie 2040/3040/4040/8050 und 8250. Da klingt irgendwie gefühlt keines wie das andere, auch wenn augenscheinlich die selben Komponenten verbaut sind.

    Hast du einen Wave Editor? Sprich, kannst du den Tonschnitt selbst machen? Dann würde ich alles einfach sauber aufnehmen mit Fleisch vorne und hinten und du kannst ja dann die Stücke rauspicken, und herumexperimentieren.

    ich habe mit "Audacity" ein paar Schnitte zwecks Anpassung der Programmierung vorgenommen.

    Ok ich versuche den Schnitt hinzubekommen. Vielleicht brauch ich deine Hilfe beim Aus Schneiden des Dreh Geräusches des Spindel Motors mit dem Ziel diesen derart in einer Schleife abzuspielen, dass dies auch unbemerkt bleibt.

    Ich kann das schon schneiden, kein Problem..

    Kriegst dann aber auch noch n ungeschnittenes Wave, falls du was "basteln" willst.

    Loop mach ich dir.

    Die Step WAV's sollten sehr kurz sein: ca 14,5 ms (knapp 700 samples )

    Andernfalls funktionieren die Knatter Effekte nicht, z.B. wenn man die Disk während des Ladens auswirft.

    Hast du einen Wave Editor? Sprich, kannst du den Tonschnitt selbst machen? Dann würde ich alles einfach sauber aufnehmen mit Fleisch vorne und hinten und du kannst ja dann die Stücke rauspicken, und herumexperimentieren.

    Das heißt, es wird nie vorkommen, dass links und rechts an irgendeiner Stelle mal zu einer Spur zusammengemischt werden?

    In VICE sind 2 Stepper WAV's im Einsatz, eines für Tracks kleiner 18 und eines für höhere Tracks. Zudem wird die Abspiellautstärke der Steps mit zunehmenden Tracks gesenkt.

    Werden die Step Geräusche tatsächlich leiser beim Steppen zu höheren Tracks ?

    Ja, bei den meisten Floppys ist das tatsächlich so. Die höheren Tracks hört man dann manchmal gar nicht mehr.

    Allerdings klingen die Laufwerke sowieso alle irgendwie anders. Ich habe bestimmt 50+ 1541 Laufwerke, aber keines klingt wie das andere. Weder der Stepper, noch der Antrieb.

    Longboard, Shortboard, Alps, Mitsumi, Newtronics...

    Dass Floppys mit Longboard und Shortboard anders klingen, ist logisch. Die Platine ist beim Short halb so lang wie beim Long, und viel mehr von der Mechanik ist frei beim kurzen Board. Beim Longboard ist ziemlich die ganze Mechanik abgedeckt. Das heißt ich behaupte jetzt einfach mal, von der Logik her, dass beim Shortboard die Unterschiede zwischen den oberen und unteren Tracks größer ausfallen werden im Sound.

    Das heißt, wenn Stereo, dann muss das auf jeden Fall eine monokompatible Mikrofonierung sein, kein AB oder so.

    Wir können ja mal mit einer Mono-Aufnahme anfangen, und schauen, wie sich das anhört, ob das in die richtige Richtung geht. Darauf kann man dann ja aufbauen.

    Je nach Wiedergabesystem kann der Raumeindruck ja dann auch beim Abspielen einer Monoaufnahme entstehen.

    im üblichen Hörabstand von 0,5-0,8 Meter

    Ist das schlau? Bei der Wiedergabe wird der Lautsprecher ja vermutlich auch in etwa diesem Abstand stehen. Für Kopfhörerwiedergabe wäre es natürlich so am besten.

    Das Mikrofon wird natürlich nicht unbedingt 80cm weit weg stehen. Allerdings auch nicht direkt dran. Faustregel ist immer erst mal halber Abstand.

    Der Sound muss sich ja "entfalten", da muss man dann mit verschiedenen Abständen und Positionen experimentieren. Wenn du eine Geige aufnimmst, brauchst du auch einen gewissen Abstand, damit das Klangvolumen voll da ist. Sonst hörst du nur den Direktschall der Saiten und nicht die volle Resonanz des gesamten Instruments.

    Der Raum sollte natürlich möglichst neutral (aber nicht ganz schalltot) sein und bei der Aufnahme größtenteils rausgehalten werden, also keine Kugel als Mikro nehmen sondern eher ein MKH 40 oder MKH 50. Ich glaube es wird das 50er.

    Ein anderes Problem wird natürlich das Wiedergabegerät sein. Also der Lautsprecher. Ob der das volle Spektrum der Aufnahme entfalten kann, oder ob das dann einfach blechern und billig klingt wie im Ultimate II. Da könnte man auch über eine Stereo-Aufnahme und -Wiedergabe nachdenken, damit das nicht so spottig klingt sondern wie ein ganzes Gerät., was ja auch eine gewisse Größe und auch einen großen Resonanzkörper hat in Form des halbleeren Gehäuses hat.

    Das heißt dann 48kHz bei 16bit. Das ist DAT-Qualität.

    Ich nehme standardmäßig immer alles in 48kHz/24bit auf, das passt also.

    Das wandelt man dann in 16bit am Schluss.

    Ich werde dann die Aufnahmen sowieso behalten, das heißt man kann sich hinterher noch etwas anderes daraus wandeln, falls nötig.

    Das Laufwerk und das Mikrofonierung-Setup werde ich mir auch merken, sodass man bei Bedarf vielleicht noch mal ein extra Geräusch aufnehmen kann im selben Setting.

    Bin Filmtonmeister und habe ein Tonstudio.

    Kann ich gern mal machen.

    klingt gut, danke.

    Wie hättest du es gerne? Im schalltoten Raum, im Zimmer, mit Gehäusedeckel drauf, oder ohne Gehäusedeckel?

    Im Sinne der Authentizität und Hörgewohnheiten würde ich eine Aufnahme mit geschlossenem Gehäuse in einem normalen nicht ganz schalltoten Raum im üblichen Hörabstand von 0,5-0,8 Meter ansetzen, Winkel von vorne, Laufwerk auf Tischplattenhöhe, mit glatter, etwas reflektierender Tischplatte. Dann dürfte es so klingen, wie es die meisten User in Erinnerung haben von ihren eigenen Geräten.

    Was meinste?