Moin moin,
um mal wieder auf den Eingangspost zurückzukommen, hier ein kurzer Reparaturbericht.
Gerät geöffnet und diverse Kabel / Schalter vom Gehäuse getrennt. Der Vorbesitzer hatte eine Schaltlitze vom Trafo nach vorne gelegt, um die Floppy vorne mittels Kippschalter ein- und ausschalten zu können. 230V unisoliert im Bereich der Frontblende an einem 0.014mm2 (?) fand ich zu prickelnd, wurde zuückgebaut.
Geräteadressenumschalter zurückgebaut.
Microschalterkonstrukt, der eine eingelegte Diskette erkennt, zurückgebaut.
Schreibschutzschalter - ihr ahnt es schon - zurückgebaut.
Dann Platine und die beiden Gehäusehälften in der Dusche geschrubbt. Mit Isopropanol über Nacht getrocknet.
Die Mechanik und den Kopf umfangreich mit Pinsel, Tüchern, Wattestäbchen und viel Isopropanol gereinigt. Der Vorbesitzer hatte das Gerät gut gefettet, nach 35 Jahren war es leider so verharzt, daß der Kopf fest war, die Diskette nicht ausgeworfen wurde und auch der Arretierungshebel sich nur sehr langsam bewegte.
Der Dauerläufer wurde schließlich mit Hilfe von Oszi und Logiktester behoben:
CPU defekt, VIA defekt, Sockel für CPU, VIA und Hi-ROM defekt.
Am Parallelkabel vier Präzisionssockelpins getauscht und eine abgerissene Leitung wieder angelötet.
Jetzt wurde es spannend …. (viel Text bis hier…):
Unbekannter Speeder wieder eingebaut, C64 mit dem passenden ROM versorgt und …
… ProfessionalDOS läuft ![]()
Da steppt der Bär Steppermotor. Das Ding ist nochmal ein bisschen schneller als PrologicDOS - wow.
Die ganze Aktion hat Spaß gemacht und ich danke Euch für die Tips - ihr lagt goldrichtig.
Der nächste C64 / 1541 kann kommen zur Reparatur…
Grüße aus der Werkstatt.