Beiträge von Face im Thema „1541 mit unbekanntem Floppyspeeder“

    Moin moin,


    um mal wieder auf den Eingangspost zurückzukommen, hier ein kurzer Reparaturbericht.


    Gerät geöffnet und diverse Kabel / Schalter vom Gehäuse getrennt. Der Vorbesitzer hatte eine Schaltlitze vom Trafo nach vorne gelegt, um die Floppy vorne mittels Kippschalter ein- und ausschalten zu können. 230V unisoliert im Bereich der Frontblende an einem 0.014mm2 (?) fand ich zu prickelnd, wurde zuückgebaut.
    Geräteadressenumschalter zurückgebaut.

    Microschalterkonstrukt, der eine eingelegte Diskette erkennt, zurückgebaut.

    Schreibschutzschalter - ihr ahnt es schon - zurückgebaut.

    Dann Platine und die beiden Gehäusehälften in der Dusche geschrubbt. Mit Isopropanol über Nacht getrocknet.

    Die Mechanik und den Kopf umfangreich mit Pinsel, Tüchern, Wattestäbchen und viel Isopropanol gereinigt. Der Vorbesitzer hatte das Gerät gut gefettet, nach 35 Jahren war es leider so verharzt, daß der Kopf fest war, die Diskette nicht ausgeworfen wurde und auch der Arretierungshebel sich nur sehr langsam bewegte.


    Der Dauerläufer wurde schließlich mit Hilfe von Oszi und Logiktester behoben:

    CPU defekt, VIA defekt, Sockel für CPU, VIA und Hi-ROM defekt.

    Am Parallelkabel vier Präzisionssockelpins getauscht und eine abgerissene Leitung wieder angelötet.


    Jetzt wurde es spannend …. (viel Text bis hier…):


    Unbekannter Speeder wieder eingebaut, C64 mit dem passenden ROM versorgt und …


    … ProfessionalDOS läuft :thumbsup:

    Da steppt der Bär Steppermotor. Das Ding ist nochmal ein bisschen schneller als PrologicDOS - wow.


    Die ganze Aktion hat Spaß gemacht und ich danke Euch für die Tips - ihr lagt goldrichtig.


    Der nächste C64 / 1541 kann kommen zur Reparatur…


    Grüße aus der Werkstatt.

    Moin moin,


    heute ist wieder Schraubertag. :D

    Ich habe mir gerade den Doppelpack angeschaut und es spricht einiges dafür, daß das Sandwich wie folgt aufgebaut ist:

    Unten ein RAM Chip 28-polig (glänzende Oberfläche), 1:1 im gesamten Sockel

    Oben auf den RAM Chip aufgelötet ein 27128, 26 Pins 1:1 auf dem RAM, Pins 20 (/CE) und 22 (/OE) nicht mit dem darunter liegendem RAM verlötet, sondern beide via grüner Litze mit der Platine.


    Ich hoffe, weder das PROM noch das EPROM leiden nach 35 Jahren schon unter Gedächtnisverlust wie ihr neues Herrchen….


    Werde jetzt erstmal die völlig ramponierten Sockel von UC3 tauschen und den Drahtverhau zurückbauen. Lötstation läuft, Kolophoniumduft verbreitet sich… welch schöner Sonntag …


    :thumbsup:

    Hi Gerrit ,


    Sorry, kann sein, daß unter dem EPROM doch ein RAM ist. Das Rätsel werde ich wahrscheinlich erstmal nicht lösen, das die beiden Chips sehr solide aufeinandergelötet sind. Lediglich zwei Pins sind nicht parallel verlötet. Mal schauen, wenn ich es wieder zum Laufen bekomme, lasse ich es so. Wenn nicht wird es wohl weiter zerlegt.

    Wer auch immer auf die blöööööde Idee kommt, Chipbezeichnungen unkenntlich zu machen.


    Vielen Dank Euch für den Support!

    Super - vielen herzlichen Dank!


    ProfessionalDOS hatte ich mir immer schon gewünscht. Dann hoffe ich, dass ich die Floppy wieder ans Laufen bekomme. Gestern Abend hatte ich schon mal den via Kippschalter nach vorne verlegten Netzschalter zurückgebaut, das Gehäuse & Board geschrubbt, …


    Ich freue mich im Kreis…. :thumbsup:

    Hallo Gemeinde,


    ich habe mir heute Abend gerade per EKA aus der Nachbarschaft etwas zum Hegen und Pflegen besorgt: Eine 1541.

    Das Gerät ist in einem bedauernswerten Zustand, verdreckt, zerknackt und verbastelt - kurzum, genau das, was ich suche. :thumbsup:

    Interessantes Feature vor dem Kauf war ein Parallelkabel-Platinchen für den Userport, hier bin ich mal von einem normalen SpeedDos-Clon ausgegangen. Nach dem Öffnen zwecks Diagnose (erster Test: Dauerläufer) strahlte mich neben dem Parallelanschluß auf UC3 noch ein unbekanntes Platinchen in UC4 an.

    Diese Platine besteht aus einem Sockel für den 6502, vier abgeschliffenen TTLs, einem Sockel mit einem Huckepack-Doppelpack von zwei 27128er und einem weiteren TTL im Epromsockel. Das EPROM ist handschriftlich mit 35140A beschriftet, die Platine professionell gefertigt.


    Ich habe jetzt viele Seiten durchgeschaut, aber keinen vergleichbaren Speeder gefunden.


    Hat jemand von euch eine Idee, um was es sich handelt?


    Viele Grüße aus der Werkstatt,

    Face


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