Beiträge von Schmitti im Thema „FYI: Mining-Farmen decken sich mit HDD/SSDs ein“

    Geiz ist Geil = 100% Just in Time ist natürlich billiger als Lagerwirtschaft

    Ansonsten begrüße ich das ja, ich habe in meiner Grabelkiste 3 Jahre alte Fritzboxen liegen, die ich als reine Repeater nutze. Die haben dafür natürlich

    einen haufen Ballast an Bord, aber für durchschn. 6 € inkl Versand in der Bucht, da schlägt man gerne zu

    Billiger vielleicht, nur wenn das Lager leer ist, kann der Verkäufer auch nichts verkaufen, macht damit auch keinen Gewinn. Was am Ende besser ist, läßt sich wohl schwer sagen.

    Ansonsten tut es auch oft eine ältere Fritzbox oder Router eines anderen Hersteller, wenn man auf das Prestige des aktuellsten Modells verzichten kann. Oder man wartet, bis etwas wieder lieferbar ist. Hat auch den Vorteil, daß manche Geräte jetzt ein längeres Leben vor sich haben. Ökologisch jedenfalls wertvoll.

    Ne, meine persönliche (vielleicht nicht repräsentativ) ist anders: Ich habe letztes Jahr für 50 Euro 12 ausrangierte Desktop-PCs von einem Entrümpler übernommen, ohne HDD, aber noch RAM drin. Alles identische Geräte mit Dual-Core Prozessor. Jede Kiste kann max. 8 GB RAM DDR3 schlucken. 8 GB RAM DDR3 bezahle ich so ca. 15 Euro mit Versand. Ich habe die Geräte gereinigt und in der Verwandtschaft verschenkt, jeder kloppt dann eine HDD/SDD rein wie ihm gefällt. Mein Vater nutzt so einen Rechner nicht nur fürs Surfen, sondern auch für CAD-Berechnungen. Er ist sehr zufrieden damit, es läuft alles sehr flüssig. Die Rechner sind ca. 10 Jahre alt. Ich würde sogar die Wette eingehen, dass die auch noch fürs Gaming nutzenbar sinbd mit einer gebrauchten, betagten Graka. Muss ja nicht immer gleich High-End-Gaming sein.

    Rein subjektiv würde ich meinen DX2 aus den 90ziger qualitativ nicht höher einschätzen als diese ausrangierten Kisten.

    Der Markt sollte es nicht zulassen dürfen, dass ich für immer noch gut nutzbare PCs umgerechnet 5 Euro / Stk bezahle.

    Super gemacht und eine einwandfrei Idee. Klar, die Rechner reichen für den Alltag aus. Und wenn es mal eng wird, nimmt man halt eine ältere Software-Version oder gar einfach ein schlankes Programm, dass einfach nur auf den Zweck ausgelegt ist, wofür man es braucht. Die meiste Software schleppt ohnehin viel Ballast mit, den man im Normalfall überhaupt nicht braucht.

    Was früher oft haltbarer war, ist das bleihaltige Lötzinn. Bleifreies Lötzinn hat auch viele Nachteile und andere Inhaltsstoffe, die ungesund sind. Fällt nur nicht so dem Normalo auf, da Blei halt als schlechtes Element publik ist. Ohne Blei heißt aber nicht automatisch Öko.

    Grundsätzlich ist die Wertschätzung gefühlt gegenüber Gegenständen in der Bevölkerung nach meinem Empfinden aber deutlich gegenüber früher zurückgegangen. Das merkt man auch daran, wenn was defekt ist, wird es weggeschmissen und etwas neu gekauft. Qualität interessiert auch weniger Leute, das gilt meistens Hauptsache neu.

    Das mag ja sein, dass die PCs und Teile damalsTM teuerer waren, aber die waren ja nicht ohne Grund auch sehr schwer. Die QUalität war schon um Welten anders.

    Heute ist der PC Schrott genau so gebaut dass es hält, wie es die Gesetzliche Garantie verlangt, bevor es dann am Garantieende X +1 Tag auseinanderfällt.

    Insofern finde ich die Preisentwicklung absolut schlecht für die Normalos, die einfach was zusammenbauen wollen oder für die normale Verwendung kaufen.

    Dann achten die Leute vielleicht wieder mehr auf Qualität, wenn die Sachen teurer werden. Allgemein finde ich auch die Verhältnisse zwischen Preis für Material und Arbeitszeit stark verschoben zum Nachteil für die Ökologie. Daher wird auch schnell weggeschmissen und nicht mehr repariert.

    Das ist wohl wahr - je weniger Geld der Gegenstand/Dienstleistung kostet, desto kleiner die Wertschätzung. Schlecht für die Umwelt. Gut für Menschen wie uns, die mit abgehangener Ware gut umgehen können.

    Ja, das dürfte in den meisten Fällen sicher zutreffen.