Beiträge von Claus im Thema „Welches Headset taugt was?“

    Ich habe meine Polster mal einfach im Waschbecken mit normalem Waschmittel gereinigt. Das hat optisch etwas geholfen. Irgendwann wird man die Polster aber tauschen müssen, da sie ihre Dicke einbüßen. Dauert aber (je nach Hygienebedürfnis) schon einige Zeit und Ersatzpolster kriegt man ohne Probleme.

    Man sollte auch überlegen, ob es einem wichtiger ist, gut von der Umwelt isoliert zu sein (also einen geschlossenen Hörer zu verwenden), oder eben gerade nicht. Ich sitze wirklich viel und lange in Videokonferenzen und bin froh über mein offenes Headset, denn im Homeoffice ist es eher ruhig.

    Bei mehr Ohm ist es schwerer für den Verstärker, die feineren Klänge durchzudrücken, dafür ist im Klang für manche Ohren aber spürbar besser zu hören, was genau wo im akkustischen Raum gespielt wird. Der DT mit 80 Ohm ist aber auch schon absolute Sahne. Wenn man mit guten Kopfhörern die alten Musikstücke hört, kommt's einem so vor, als hätte man garnicht bemerkt, das man eigentlich eine Brille brauch. Man erkennt viele Details die vorher an einem vorbei gingen.

    Um dem mal einen technischen Unterbau zu verpassen ;): hochohmige Hörer belasten die Ausgangsstufe des Kopfhörerverstärkers mit weniger Stromstärke, was (z.B. Intermodulations-) Verzerrungen durch thermische Effekte in der Ausgangsstufe reduziert. Verzerrungen führen in der Tat zu einem "verwaschen" klingenden Sound, das ist wohl was Jammet mit "was wo im akustischen Raum gespielt wird" meint.

    Wie relevant das heute bei hochwertigen Verstärkern ist, sei mal dahingestellt, aber Soundkarten etc. haben hie und da natürlich auch mal eher miese Verstärker eingebaut (ob die dann aber die nötige Spannung für eine angemessene Lautstärke produzieren?).

    Das ist alles für Sprache aber m.E. völlig irrelevant, da geht es ja um Verständlichkeit. Wenn man so sieht, wie z.B. Sprache im Radio verarbeitet wird, hat das mit Hifi herzlich wenig zu tun.

    EDIT: ah, noch einen Artikel gefunden: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.. Höhere Impedanz geht auch mit einer geringeren bewegten Masse (weil leichtere Spule) einher, das kann natürlich dann auch zu Klangverbesserungen führen (zumindest hat es einen Einfluss auf das Resonanzverhalten).

    Je höher der Ohmwert, desto stärker muss normalerweise der Kopfhörerverstärker sein. Studiokopfhörer haben zum Teil 660 Ohm, die sind z.B. am Handy dann oft einfach zu leise. 80 Ohm ist aber noch im normalen Bereich.

    Ich arbeite in einer sehr audioaffinen Firma, und da haben sich in COVID-Zeiten natürlich etliche Leute etwas mit separatem Kopfhörer und Großmembranmikrofonen gebastelt. Ist leider weit störanfälliger als ein normales Headset, und die Qualität der Mikros geht im Processing der Konferenzsoftware verloren. Tolle Basswiedergabe brauche ich für stundenlange Telefonate auch nicht, das einzige das zählt ist Sprachverständlichkeit. Insofern würde ich persönlich immer ein USB-Headset vorziehen.

    Wozu ANC? Willst Du das Headset unterwegs verwenden, oder wenn der Fernseher läuft oder ähnliches? Mein Headset gibt es leider nicht mehr, sonst würde ich es empfehlen. War ein Jabra, für den mehr oder weniger professionellen Einsatz (aber hat um die 45 € gekostet). Vorteil: es ist leicht, komfortabel und die Sprachverständlichkeit in beide Richtungen ist hervorragend. Nachteil: offen (also nichts für laute Umgebungen) und für Musik völlig ungeeignet ^^.