Beiträge von Ruudi im Thema „C64 an VGA“

    Hättest du dir sie Zeit genommen und die Videos zu Ende geguckt...

    Offen gesprochen habe ich sie mir gar nicht angeschaut, aber vor einiger Zeit Mal was über die erste der beiden Lösungen schon gelesen gehabt.

    Ich hab aber ein Demo-Bild gesehen, das nach deutlich mehr Farben (und eventuell auch Auflösung) aussieht, zielst Du auf das ab?

    Ist dann aber -in diesem Modus- kein C64 mehr, man könnte auch einen Emulator wie Vice sicher so umprogrammieren, dass er die höhere Auflösung und Farbanzahl des Hosts "durchreicht", z.b. nach VESA-Norm, aber was hilft das dann für "normale" C64?

    Au weia! Kunst und Computer, da fällt mir "Arduino" dazu ein und da kann ich gar ned soviel fressen, wie ich k...n könnt!

    Wie sagt man so schön: wenns nix wird, kann man es immer noch als Kunst verkaufen...

    Hmm, Commodore ging 1994 pleite, da kosteten die allerersten Pentium-PROZESSOREN so viel, wie ein Amiga 1200 samt Bildschirm, erschwinglich wurden die erst Jahre später und pleite ging Commodore ja auch nicht, weil sich die -vom C64 ganz zu schweigen- am Ende noch irgendwie verkauft hätten ...

    Na ja, ob man jetzt den ganzen C64 in ein FPGA packt, oder nur den VIC, original ist das zumindest nicht mehr und damit auch nur eine Emulation, eben auf HW-Ebene...

    Zudem werden die 320x200@50Hz interlaced und 16 Farben damit nicht mehr und schneller wird die Kiste damit auch nicht...

    Wenn man den originalen C64 gut abgleicht und nen ordentlich geschirmtes Kabel an nen hochwertigen Marken-TV hängt (egal ob CRT oder TFT), dann kommt auch eine Qualität rüber,von der man damals geträumt hätte.

    Die Streifen, das Flimmern und die extreme Pixeligkeit, die aber dennoch zur Unschärfe neigt, das ist doch grad das, was den Wiedererkennungswert des C64 ausmacht!

    Also am Besten nen alten CRT drangehängt, dann ists authentisch oder gleich auf dem PC emuliert, dann klappts auch mit HDMI (oder VGA, ganz nach Belieben)

    Just my 2 Cents!

    CCS64 war schon immer auch auf Speed optimiert.

    Das war der erste Emulator, für den ich einen Pentium PC benötigte, damit er nicht ins Stocken kommt, und auch der erste Emulator, der sogut wie alle damals verfügbaren Szenedemos einwandfrei spielen konnte. Ob der auf Speed optimiert war, kann ich nicht beurteilen, aber in Sachen Kompatibilität hat er damals deutlich gezeigt, wo die Reise hin geht.

    Wenn ich schon "Szene-Demos" höre... Nutzloses Zeugs ist das :wink: Das läuft doch noch nicht mal auf allen HW-Versionen, die Commodore so im Laufe der Zeit rausbrachte gleichmäßig, in einer Version auf NTSC UND PAL schon gleich gar nicht...

    Soll jeder nach seiner Facon glücklich werden, ich für meinen Teil nutze die Emulation, um die alten Spiele von damals wieder zu erwecken und mit den Spielen auch die teils damals wirklich guten Soundtracks, die dort hinterlegt waren. Zudem ab und an, um meine damaligen "kommerziellen" Programmierungen nochmals vorzuführen und auch meine Facharbeit.

    Retro heisst für mich, der ich damals ja jung und DABEI war, das heute rückblickend nochmals anzusehen, für Junge mag sich das anders definieren, aber ich sehe heute keinen Sinn mehr drin, nach noch nem neuen Effekt von SID & VIC zu suchen oder noch ein paar Farbnuancen mehr raus zu schütteln (im Sinne zittriger, CRT-Horizontal-Endstufen mordender IRQ-Umschalterei)...

    Just my 2 Cents!

    CCS64 ist jedenfalls weit weg von Vice, Denise oder Micro64 wenn es darum geht in allen Aspekten akkurat zu sein. CCS64 war schon immer auch auf Speed optimiert. Kann man nicht mehr mit modernen C64 Emulatoren vergleichen.

    Genau das ist das Problem, aber andersrum, als viele denken: Zuviel Rechenpower verleitet eben zu Ressourcenverschwendung und Multitasking-Systeme ohne RT-Kernal wie es ALLE Windows-Versionen nunmal sind, VERHINDERN Cycle-genaue Emulation per Definition! Denn wenn das Programm grad nicht "dran" ist, oder die Ressource andersweitig belegt, dann ist nix mehr Cycle-genau, egal wie viel GHz und Cores die CPU auch hat, an den minimalen Time-Slices hat sich seit Win3.0 nix mehr geändert...

    Zudem wurden die DOS-Versionen durchaus noch recht lange gepflegt, d.h. das ist nicht Stand 1993...

    Und was den SID anbelangt: der sitzt als ECHTER Chip auf ner ISA-Karte wahlweise, das kann Euer i7 heute nicht mehr 8)

    Hätte sogar im PCMCIA-Slot Platz, aber ich hab nen PCMCIA2ISA "minidock", damit läufts platzsparend genug.

    Und so shice wie ihr alle tut, ist die Emulation des SID auch nicht, vermutlich hattet ihr damals halt nur die falsche Soundkarte im System...

    Und unser Hörvermögen lässt ja auch nach, d.h. was sich über 8KHz so abspielt, das ist mir schon seit einigen Jahren egal...:X

    Denise? War das nicht ein Amiga-Chip?

    OT: hab sogar nen C64 Emulator auf meinem Alltags-Handy Nokia Communicator 9300i (BJ 2007!) laufen, schafft auch 100% speed und der Sound klingt genauso blechern, wie damals(tm) aus dem SX Lautsprecher auch... Das 9300i ist mein drittes Handy seit ich 1995 mir mein erstes 2110i (mit 9600Baud PCMCIA-"Modem"-Card für PC-gestützte sms, BTX-Einwahl und BTX-WWW gateway) geleistet hatte, nach Jahren des Zweifels, ob ich mich so selbst versklaven möchte. So geht Nachhaltigkeit!

    JPK64

    Bei Latenz stellen sich mir zwei Fragen. Wie hoch ist die Latenz? Und ist die Latenz stabil oder variabel?

    Bei Geräten wie dem Retrotink2x und wahrscheinlich seinen Klonen beträgt die Latenz ca. 3 Scanlines.
    ...


    Bei Emulatoren wie dem BMC64, der ohne modernes Betriebssystem im Hintergrund läuft, ist diese Varibilität deutlich weniger zu erwarten, weil der Emulator, ähnlich der Software für Maschinen wie den 64er, besser weiß, wann Abläufe tatsächlich stattfinden. Stichwort Zyklen zählen.

    Zu ersterem Punkt: 3 Scanlines wirst DU als Mensch NIE als Verzögerung wahrnehmen, unsere Reaktionszeit beträgt min. 20ms sensorisch, gar über 100ms bis zu einer aktorischen Reaktion!

    3 Scanlines sind bei PAL aber 1/ (50x 312/3)s = 0,2ms!

    Je nach Art der Umwandlung gibt es aber zw. 1 und 3 Halbbildern a 1/50s delay, jeder Frambuffer mit min 1 Halbbild, meist 2 davon zusammengefasst als "non interlaced" Bild dann mit doppelter Auflösung raus an den LCD, möglicherweise sogar noch mit -falls der LCD kein 50Hz kann- ein paar Bildern "doppelt" zwischen durch, um auf die 60Hz non interlaced zu kommen.


    Zum unteren Punkt:

    Das ist genau der Grund, warum in Sachen C64- oder allgemeiner 8bit-Emulation ein 486DX4 oder besser jeden Win10 PC schlägt, sofern Ersterer unter Dos und mit ner vom Emulator unterstützten Grafikkarte läuft!

    Hab seit Ende der 1990er ein kleines Sub-Notebook von Digital (Hinote U4-CT von 1994) mit -für damalige Verhältnisse- sensationellem TFT Schirm dafür reserviert. Schon damals mit CF-Karte anstelle IDE-Platte und ohne Lüfter: ein absolutes Vergnügen und dank echten Parallel- und Seriell-Ports sowie ISA-Adaptern (über PCMCIA) auch kompatibel mit "echten" Komponenten ausserhalb, wie Joysticks, 15xx- Floppies, Druckern, Modems etc.

    Nimmt kaum Platz weg, ist sicher vor Viren, da offline und ist genau die Art von tragbarem Rechner, von dem ich in den 1980ern geträumt hatte :wink: