Beiträge von advotax im Thema „Assy 250407, Blackscreen, Deadtest hängt sich auf“

    Frage nicht ... mit dem Rückenmark vermutlich ... :bgdev

    Ich dachte, bei euch heißt das Steiermark? Aber ich war nie gut in Geometrie. :hatsoff:

    Das Low über /CS soll sicher dazu dienen, dass der Datensatz $EA nur auf dem Datenbus erscheint, wenn KERNAL angesprochen wird? Ich würde aber "ohne alles", also nur CPU, PLA, VIC und NOP-Generator im KERNAL-Sockel testen. Wird dann der Adressbereich von KERNAL beim Überlauf von $FFFF nach $0000 verlassen, hängt der Datenbus nicht in der Luft. Sind aber die anderens ROMs und CIAs und wer weiß was noch drin, können die eventuell den Fehler provozieren. Um aber die CPU in freier Wildbahn (also in der Arbeitsumgebung) zu testen, sollten möglichst alle weiteren Fehlerquellen rausgenommen werden. Somit würde ich auch die beiden RAM-Multiplexer (U13, U25) rausnehmen.

    Wenn sich dann am Adressbus normales Verhalten zeigt, kann die CPU - was das betrifft - als Fehlerquelle ausgeschlossen werden. Dann müsste der Dead Test in diesem Zustand (nur CPU, PAL, VIC; keine Multiplexer) einen RAM-Fehler per Blinkcode anzeigen.

    Wie auch immer, was würde denn dann passieren wenn ich die Widerstände wie geschrieben einbaue?


    Dead Test läuft weiter?

    Nein mit Dead Test würdest du den NOP-Generator übergehen. Der wird als KERNAL-"Ersatz" genommen, um die CPU in einem Endlos-Loop laufen zu lassen. Die bekommt so nach dem Reset/Einschalten immer den Opcode $EA (=NOP) geliefert und macht dann entsprechend nichts (No OPeration) und springt dann zum nächsten Opcode, der dann wieder NOP ist usw.

    Damit kannst du die Bewegung auf den Daten und Adressleitungen untersuchen und das Umfeld ist definiert, du weißt also was die CPU macht bzw. machen müsste und kannst das beobachten. Die geht dann den ganzen Adressbereich durch.

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    Geburtstagskinzi war schneller. Wie macht er das nur in seinem Zustand??

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    Es dürfte ja inzwischen eine Menge gesockelt sein und wohl alles(?), was an A12 hängt. Wenn du das alles rausnimmst und (irgendwo, am besten überall) A12 gegen GND misst, müsstest du exakt 0V bzw. "nichts" messen. Liegen da aber ca. 5V an, dann weißt du, dass da irgendwo eine Verbindung ist, die nicht sein darf. Natürlich im eingeschalteten Zustand unter Spannung. :) Alternativ natürlich Durchgangsprüfung A12 zu +5V im ausgechalteten Zustand.

    Das kann eine mikroskopisch kleine Lötbrücke zweier benachbarte Pins oder Lötpads sein. Schon gehabt und nur durch Zufall und mit Lupe gesehen, war unter einer Fassung.

    Verdachtskandidaten, wegen der räumlichen Nähe könnten dann die Stützkondensatoren sein (z.B. C31, C46, C7, C51), die auch gern mal beim Verbiegen durch vielfaches Umdrehen und Hantieren andere Kontakte berühren oder bei U17 ist direkt neben A12 auch +5V.

    [EDIT]

    Korrektur und Ergänzung:

    RP4 (am Expansionsport) ist ein Pullup, der u.a. A12 auf 5V zieht. Das heißt, du wirst 5V messen. Aber bei der Durchgangsprüfung oder Widerstandsmessung im ausgeschalteten Zustand müssten dort 3.3kOhm zu messen sein, jedenfalls kein Durchgang.

    [EDIT]

    Ich habe mich jetzt entschlossen zum x01ten Male den Schaltplan zur Hand zu nehmen und erstmal jeden Sockel durchzuklingeln, egal ob von mir oder vom Vorbesitzer eingelötet.

    Falls du es nicht schon gesehen hast, hier (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.) hat bwack neben dem github zum 407-Replica auch eine interaktive BOM veröffentlicht. Damit kannst zu die Leiterbahnen und alle damit verbundenen Punkte anzeigen lassen. Muss noch nicht 100%ig sein und ist auch nur für die Rev.B, wobei die Unterschiede nicht so dramraisch sind, aber gewährt auf jeden Fall einen anderen Blickwinkel und ist nicht so abstrakt wie ein Schaltplan.

    Das geht mit der Funktion "Durchgangsprüfer". Sollte die nicht vorhanden sein, auch mit dem Diodentest.

    Stell dir eine Leiterbahn als ein Stück Draht vor, was sie im Prinzip auch ist. Eine Messspitze an das eine Ende, die andere an das andere Ende. Wenn der Draht nicht unterbrochen ist, piept und/oder leuchtet es. Das nennt man auch "klingeln".

    Klingelt es nicht, sollte es es aber laut Schaltplan -> Unterbrechung zwischen den zwei Messpunkten.

    Mehr ist das nicht.

    Aber wo sollte da der Schaltplan in die Irre führen?

    Zugegeben, ich war jetzt natürlich beeinflusst und habe nach dieser Verbindung gesucht, aber wenn man nicht so genau hinsieht, kann man die Verbindung PLA - 257 mit der dicht daneben verlaufenden DMA-Leitung verwechseln und dann biegt man falsch ab zum LS08 (U27). Ich nehme mal an Ramirez hat den Schaltplan so um die x00 mal angesehen in den letzten Tagen. Da kann mal was verschwimmen. :)

    U13 (LS257 bzw. MOS 7708) kommt für A12..A15 noch in Frage. Wenn der draußen ist, müsste der Deadtest zumindest wieder blinken, weil dann RAM-Fehler vorliegen.

    Ansonsten nicht vergessen, alles, was schon ok war immer mal wieder prüfen (Spannungen, Reset, Takt), ob es noch da ist. KAnn ja durchaus sein, dass da zwischenzeitlich was anderes nach- bzw. aufgibt bei der intensiven Begutachtung. :)