Beiträge von Ruudi im Thema „Bleichen ohne UV Licht“

    Ich werd erstmal ordentlich reinigen mit altem, originalen "Armor All" und wenn das nicht hilft, dann noch mit etwas Glykol einreiben, damit der Kunststoff wieder etwas weicher wird. Muss man natürlich vorsichtig mit umgehen (Frischluft, chemiefeste Handschuhe (nix Latex!)), sonst gibts ärztlich verordneten Vollrausch (kein Witz!) oder Leber- und Nierenschaden...

    Aber erst, wenn man sich draussen wieder halten kann ohne Frostbeulen...

    Danke für den Tipp!

    Hmm, ich war ja immer der Meinung, die würden DURCH UV-Licht vergilben, aber hab die Videos vom 8-bit-Guy auch schon gesehen, aber der hat ja immer EDV-Beige gebleicht...

    Da wäre meine nächste Frage:

    Wie lange hält das eigentlich? Kann mich an meine Lehrzeit erinnern, da wurden die vergilbten Büromaschinen auch immer aufpoliert mit Viss und einen Schuss TRI drin, sehr gesundheitsförderlich das Ganze, das Viss stank damals auch so schon penetrant nach Ammoniak, aber mit dem TRI wurds nicht besser...

    Das hielt dann aber nur, bis die Geräte verkauft waren und wieder im Hellen standen...

    Habt ihr schon mal "bunte" Gehäuse, die aber in sich verfärbt waren, erfolgreich "gebleicht" im Sinne von einer GLEICHMÄSSIGEN Farbanpassung auf MÖGLICHST die ursprüngliche Farbe?

    Ich hätte da als "heissen" Kandidaten eine SGI Indy von 1994, die sieht etwa so aus:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Als die neu war (und 12.000 DM kostete ohne Platte und Zubehör..), sah die überall so aus, wie jetzt leider nur noch dort, wo mal Aufkleber waren an der Front. Also teils nachgedunkelt, teils aber auch eher ausgeblichen/ermattet (wo der Bildschirm drauf stand).

    Das Plastik macht einen hochwertigen Eindruck und die "Sprenkel" sind wirklich im Granulat mit drin,nichts ausser dem Schriftzug "I N D Y" ist aufgedruckt, das SGI-Logo und Schriftzug sind erhaben und aus Alu.

    Hätte die gerne wieder optisch im Neuzustand. (technisch bootet sie noch, hat aber div. Wackelkontakte an den Speichermodulen, d.h. steigt ab und an aus).

    Kamera und Tastatur/Maus sind ebenso im "Granit-Look" aber in grau-schwarz gehalten und ebenso unregelmäßig nachgedunkelt.

    (den passenden 19" OEM-Sony-Trinitron-Multisync, ebenso grau im Granitlook habe ich leider mal aus Platzmangel verkauft ;( )

    Ich will da aber keinesfalls was falsch machen und das gute Stück verderben, Ersatz ist nur selten erhältlich, es sei denn als ganze Maschine für 500 EUR zzgl. mehreren Hundert EUR Fracht und Zoll aus USA...

    n.B.: War damals ne Wahnsinns-Investition für mich, aber auch -ähnlich wie der Aufstieg 1989 vom C64 zum 386er-PC mit VGA/SB- wieder ein absoluter Meilenstein. Die konnte 1994 bereits Videoconferencing über IP oder ISDN (!), Videoschnitt in S-Video-Qualität, je nach Grafikkarte bis zu 1600x1200 mit 3D-Beschleunigung mit Z-Buffer bei echter 24bit Farbtiefe und hatte neben min (!) 128MB RAM natürlich auch eine Prozessorleistung, von der Intel zu der Zeit nur träumen konnte... Das Ganze unter Unix mit einer GUI mit frei skalierbaren Fonts und Symbolen, Letzteres kann Windows z.B. erst seit Kurzem und beiweitem nicht so "geschmeidig".

    Das Gehäuse ist in Etwa so groß wie das eines A1000 oder C128D...