Beiträge von Zipcom im Thema „Anzahl Spiele für den C 64“

    Zipcom wo du gerade Schule erwähnst, es war damals auch üblich das Lehrer ihren Schülern von sich aus die teure Lernsoftware kopierten damit man zuhause damit üben konnte.

    Na 82-83 war, zumindest bei mir am Ort, eine Computerausstattung der Schule der feuchte und unerfüllbare Traum technikaffiner Lehrer und Schüler. Demzufolge gabs da auch nichts weiter zu geben.

    64er / Happy Computer haben Spiele vorgestellt, die ASM nix anderes

    Als ich begann gabs eine 64er und die RUN. Mehr war nicht. Und auch die waren recht teuer. Spiele wurden natürlich vorgestellt aber das war anfänglich eher so ein 4-Seiten Einschub. Das meiste drehte sich um Hardware. Aber natürlich war diese Seiten die Inspiration dafür wonach man seine Fühler ausstrecken musste.

    es gab ja einige Lehrer, die computer-affin waren und darüber zu den Schülern gerne sprachen

    Als ich '83 an der VHS für 20 Mark zusammen mit einem Kumpel einen Computerkurs auf dem Apple IIc mitgemacht habe, einfach weil das die einzige Quelle in unserer Gegend war wo man etwas über Computer lernen konnte, da saß der Rektor meiner Schule eine Bank weiter neben mir. Der hat irgendwie nie Anstalten gemacht sich mit mir über das Thema zu unterhalten :D

    Mal abgesehen davon, dass die Preise, die verlangt wurden, für die Zielgruppe oft völlig unerreichbar waren, wird es außerhalb der Metropolen sicher auch oft schwer gewesen sein, überhaupt Läden zu finden, die Computerspiele anboten.

    Über das kaufen von Software hab ich Anfang und Mitte der 80er nicht mal nachgedacht. Die Preise waren für mich komplett aus der Welt. Natürlich war mir klar dass man Spiele sogar kaufen konnte, man las ja Computerzeitschriften die zu 20% aus Werbung bestanden. Aber bei mir in der Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern gab es genau ein Elektrogeschäft das leere Disketten verkaufte. Als ich nach ca. 3 Jahren C64 mir endlich eine Floppy kaufen konnte hab ich mir die Leerdisketten einzeln gekauft. Schon der 10er Pack war unerschwinglich.

    Mich würde mal interessieren, ob Eltern, die ihrem Nachwuchs damals C64 & Zubehör spendiert haben, gewusst haben, was Software kosten kann oder ob vielleicht auch davon ausgegangen wurde, dass die schon irgendwoher kommen würde.

    Die meisten Eltern wussten doch gar nicht dass man Software braucht. Die Datasette war nach Aussage der informierten Kinder nur da um die eigenen Werke abzuspeichern. Der Begriff Raubkopie hat sich nur so allmählich in Erwachsenenkreisen verbreitet. Und dann wussten die meisten immer noch nicht was damit eigentlich gemeint war. Nur dass das ganz schlimm ist :D

    Würde ich die üblichen Diskettenladezeiten einer 1541 voraussetzen dann wären innerhalb von 2 Minuten die meisten Spiele noch nicht mal gestartet. Geschweige dem getestet und beurteilt :D

    Aber jedem sei sein Wochenendvergnügen gegönnt.