Ach deswegen sind die aktuellen Konsolen und PC Spiele die durch Onlineanbindung nicht so ohne weiters zu kopieren sind so "günstig".
Naja, heutige AAA-Produktionen kann man mit den damaligen Blockbustern, wie Giana Sisters, nicht vergleichen. Heutige AAA-Spiele-Produktionen ähneln eher Kino-Produktionen, auch von den Kosten (und dem Risiko) her. Nach allem, was ich mal so zum Thema gelesen habe, arbeiten viele Spiele-Entwickler aber eher am unteren Limit, was Gewinne angeht – bis auf sehr wenige große Labels. Ich glaube, dass die Vorstellung, dass es Dutzende von, in Geld schwimmenden, Spielefirmen gibt, die einfach nur darauf aus sind, noch mehr Geld zu scheffeln, von dem sie nicht wissen, wohin damit, auch eher im Land der Fantasie angesiedelt ist.
Natürlich sind die Preise nicht immer fair – vor allem von der Verteilung her. Normalerweise müssten Konsolen-Titel billiger sein als die PC-Versionen – ich schätze, dass sich erstere viel besser verkaufen (mehr kaufwillige Kundschaft, weniger Sicherheitskopien). Aber es ist umgekehrt – wahrscheinlich weil die Hersteller Angst haben, sonst noch mehr PC-Kunden zu verlieren.
Wie gesagt, ich glaube nicht, dass die Preise komplett unberührt sind von den zu erzielenden Stückzahlen (zumindest hat man sich bei den Smartphone-Games an den zu erwartenden hohen Download-Zahlen beim Preis orientiert). Aber ich habe ja auch schon gesagt, dass es auch andere Preisfindungs-Modelle gibt, als nur die Produktionskosten plus Gewinn auf die erwartete Stückzahl aufzuteilen.
Und ich fasse natürlich auch an meine eigene Nase – ich habe damals auch keine Spiele gekauft und bin davon ausgegangen, dass wohl irgendwer anderes (ältere oder reichere Kunden) die Herstellung derselben finanzieren wird. Ich danke denen nachträglich und zünde auch gerne eine Kerze an. ![]()