Beiträge von sparhawk im Thema „Anzahl Spiele für den C 64“

    Ein damaliger AAA-Titel für 9,99 DM wäre (bei größeren Stückzahlen) denkbar und bezahlbar gewesen.

    Heutige AAA Title kosten mindestens 60€ und werden noch teurer. Und ganz spontan fällt ir da z.B. Xenoblade Chronicles ein, welches in der Cartdrige Version 20€ BILLIGER ist als als Download. Das muss mir mal jemand erklären. Ich glaube jedenfalls keine Sekunde dass die Preise günstiger gewesen wären.

    Andererseits gabs halt dann auch Billigmarken wie z.B. Mastertronic, die halt billig entwicklen liessen, aber die meisten Spiele waren halt Schrott (IMO).

    Da war´s ähnlich, wenn nicht genau so! :drunk:

    Ich war auch einer derer, die sich Spiele holten. Da standen schon mal 6 Leute vor der Türe und drinnen hatte der dann ein paar 64er stehen und nen dutzend LW!!!

    Da glühten die Disketten im Minutentakt!

    Ja, das gab es natüßrlich schon. Ich meinte eher die Verfolgung durch die Polizei war nicht so extrem. Das gabs vielleicht bei welchen die das Professionell gemacht haben, aber ich wüsste nicht dass ich mal gehört habe das jemand tatsächlich hochgenommen wurde. Ich hatte sogar einen Polizisten der sich immer von mir Sachen für seinen Sohn kopieren hat lassen. Dafür hat er mir immer die Strafzettel verschwinden lassen. :D Das war auch der Einzige bei dem ich das gemacht habe, weil mir das viel zu mühselig war wenn sich dann Leute beschwerten dass die Disk nicht funktionieren würde und so. Beim Tauschen unter Freunden gabs das Problem nicht. Wenns nicht funktioniert hat, dann wars halt Pech. :D

    Na 82-83 war, zumindest bei mir am Ort, eine Computerausstattung der Schule der feuchte und unerfüllbare Traum technikaffiner Lehrer und Schüler. Demzufolge gabs da auch nichts weiter zu geben.

    Bei uns war das eher so dass die Lehrer die Schüler angehauen haben ob sie Software haben. :D

    Pauschal zu sagen, S.E.U.C.K.-Spiele seien keine richtigen Spiele, klingt natürlich sehr wichtig, wenn man ein ultrakrasser, szenebekannter Assemblergott ist und sich auf Kosten anderer profilieren möchte.

    Wenn man es spielen kann ist es ein Spiel. ;)

    Ich kannte mal einen der war ein echt schlechter Programmierer und sein Code war echt grausig, aber er blieb einfach immer dran und bekam seine Projekte fertig. Mehr als ich in vielen Fällen von mir sagen kann. :D Also selbst wenn man der "ultrakrasse Assemblergott" ist, heisst das noch lange nicht dass man deswegen auch fertige Projekte auf die Strasse kriegt.

    Mal abgesehen davon, dass die Preise, die verlangt wurden, für die Zielgruppe oft völlig unerreichbar waren, wird es außerhalb der Metropolen sicher auch oft schwer gewesen sein, überhaupt Läden zu finden, die Computerspiele anboten.

    Wien sollte ja gross genug sein, aber da gabs nicht wirklich viel.

    Zitat

    Mich würde mal interessieren, ob Eltern, die ihrem Nachwuchs damals C64 & Zubehör spendiert haben, gewusst haben, was Software kosten kann oder ob vielleicht auch davon ausgegangen wurde, dass die schon irgendwoher kommen würde.

    Also mein Vater hatte sowieso keine Ahnung von Computern. Das man dafür auch Software brauchen wird, war ihm mit Sicherheit nicht klar. Er hatte zwar mit Elektronik zu tun, aber halt Fernseher, Radio, usw.. Die kauft man, oder repariert man und kann sie verwenden, so wie sie da sind. :D Das Computer da anders sind, glaube ich nicht dass ihm das so richtig klar war.

    Ich wusste bis ca. 1986 (also zwei Jahre nach meinem C64-Debut) nicht einmal, dass man Spiele kaufen kann :smile:

    Ging mir auch so. Ich hatte nach diversen Programmen aus Zeitschriften gefragt, aber nirgends gabs die, bis mir dann ein Händler angeboten hatte, dass er mir das "günstiger" besorgen kann. Ich war total überrascht, weil das so billig war. Dass das eine Kopie war habe ich erst viel später kapiert. :D

    Stefan Höltgen hat in seinem Buch "Resume - Hands-on Retrocomputing" die Zahl 30 Millionen aufgebracht. Wenn die Gamebase 27 Millionen listet, halte ich ~30 Millionen durchaus für realistisch.

    Nicht so übertreiben. :D

    Tausende kann ich mir vorstellen, Millionen sicher nicht.

    Auf jeden Fall bin ich aber überrascht. Ich dachte immer ich hätte jede Menge und bin immer auf dem aktuellen Stand, aber da war ich ja weit weg davon.