Beiträge von ZeHa im Thema „Preis für PC-Hardware und .... oder.... besser eine Konsole? (OT aus RP400-Thread)“

    Bei Doom gibt es das definitiv nicht, das kommt einem nur so vor, weil die Levels einfach richtig geschickt designt wurden. Es ist auch recht einfach daran zu erkennen, indem man sich die Map anschaut - die ist komplett 2D und es ist nie moeglich, an ein und der selben Stelle "zweimal" zu sein.

    Bei Duke3D kenne ich die Details nicht so gut, das was ich geschrieben habe mit dem "Teleportieren" ist im Prinzip die technische Umschreibung - gut moeglich dass das so geloest ist, dass man das "nahtlos" auch von aussen betrachten kann, da fehlen mir aber die Details zur Technik wie das genau funktioniert (habe auch nie mit dem Editor gearbeitet - denkbar ist aber auch, dass der Editor das ebenfalls vor dem User "versteckt").

    @kitchen coder Ist schon richtig dass Doom und Co keine "richtigen" 3D-Engines sind, sondern man sagt "2.5D", weil man zwar ein 3-dimensionales Bild angezeigt bekommt, die Leveldaten aber in 2D vorliegen und keine Raeume uebereinander zulassen (auch keine Bruecken usw). Durch geschicktes Leveldesign ist das einem aber damals gar nicht so richtig aufgefallen. Bei Duke3D hingegen wurde da nochmal mehr getrickst, da wurden einfach mehrere Level-Abschnitte gebaut und diese per "Teleporter" verbunden (natuerlich fuer den Spieler unsichtbar), sodass man z.B. in einem Treppenhaus nach oben ging und unbemerkt in den anderen Abschnitt teleportiert wurde, der dann das Obergeschoss darstellte.

    Aber das alles hat ja nichts mit dem "Look" zu tun, um den es hier gerade geht. Tomb Raider 1 war bereits eine "richtige" 3D-Engine, genauso wie Virtua Racing, Virtua Fighter, selbst Quake obwohl mir das damals schon nicht mehr gefallen hat, aber die Ur-Version hat wenigstens noch keine Textur-Filterung. Mag sein dass es bei Half-Life aus Deiner Sicht passt, es ist ja zugegebenermassen auch Geschmacksache. Ich kann mich aber erinnern dass ich das damals furchtbar fand (und ich war damals noch nicht "alt und grau" oder so, sondern als Half-Life rauskam war ich gerade mal 14, also noch definitiv innerhalb der Zielgruppe die moderne Sachen eigentlich toll finden muesste). Meine Kumpels hat das nicht so gestoert, aber ich fand die Grafik echt schlimm. Andererseits koennte man natuerlich sagen, genauso wie die Grafik kein Argument FUER ein Spiel sein sollte (sondern vielmehr der Spielspass), sollte auch Grafik kein Argument GEGEN ein Spiel sein, und bestimmt ist Half-Life auch ein tolles Spiel (habs selbst nie gespielt aber es wird ja regelrecht gelobt ueberall). Aber fuer mich ist es Augenkrebs und das war es auch schon damals als es rauskam. Wenn man das ohne Filterung spielen koennte (vielleicht gibts ja ne Engine bei der man das abschalten kann), dann wuerde ich das definitiv nur so tun.

    Genau, nur weil krampfhaft mehr Story irgendwo reingepumpt wird, ist das noch lange nicht tiefgründiger als damals. Die meisten Spiele sind doch im Kern eigentlich weitgehend die selben, selbst bei den Filmen ist das doch heute oft so dass mehr geremaked und recyclet wird. Nur halt mit modernerem Look.

    Andererseits hätten sie die Spiele damals vielleicht auch schon so produziert, wenn sie die Möglichkeit gehabt hätten. Die Ideen damals waren doch meist die selben. Selbst VR wurde ja schon in den 90ern oder sogar 80ern probiert. Würde mich nichtmal wundern wenn das Konzept bereits in den 60ern oder noch früher in irgendwelchen Romanen oder Filmen vorkam.

    Damals (tm) habe ich auch aufgehört mit Spielen. Übelst fand ich Spiele auf dem N64.

    Auch das war bei mir genau gleich :D auf dem PC ab Quake, bei den Konsolen ab dem N64 :D

    Wobei ich Quake dann Jahre spaeter doch mal gespielt habe, mit einer moderneren Engine, aber natuerlich mit abgeschalteter Textur-Filterung. Somit hatte ich FullHD-Aufloesung, aber superscharfe Pixeltexturen. Da konnte ich es dann doch mal geniessen. Trotzdem konnte es mich nicht ansatzweise so sehr begeistern wie Doom oder Wolfenstein.

    Ich hatte schon mal irgendwo erwähnt, das mein Gehirn mit forcierter Abstrakion mich viel schneller in einen Bann/Tunnel ziehen kann, als es die beste/realistischste Grafik vermag.

    Ja, ich finde auch dass Spiele ein stueckweit abstrakt sein SOLLTEN. Deshalb finde ich Minecraft auch so gut - im Grunde ist das ein vollstaendiges Abbild unserer realen Welt. Allerdings genau an der richtigen Stelle abstrahiert. Naemlich da, wo die Welt zu kleinen Wuerfeln wird, sodass man sie beliebig gestalten kann, und die Physik (z.B. Wasser) wurde auch etwas vereinfacht. Aber somit wird die Welt zur Spielwelt, und man kann darin agieren. Man stelle sich nur mal vor, man muesse ein Haus wie im echten Leben bauen, so mit Stuetzen im morschen Grund und Statik und verschiedensten Materialen, die sich nur mit Hilfsmitteln irgendwie verbinden lassen - es waere ein Graus.

    Ein anderes gutes Beispiel finde ich "Fire Watch", eine wunderschoene Abbildung eines Nationalparks, aber schoen comic-artig, sodass nur die wesentlichen Details ins Auge fallen. Trotzdem fuehlt man sich, als waere man dort. Weil die Stimmung einfach perfekt rueberkommt. Ich denke, es ist wichtiger, dass das Hirn die fehlenden Details ergaenzt, als dass diese einem stuemperhaft (mit haesslichen Texturen/Kanten) serviert werden.

    Schon klar, hab die Zeit ja selbst miterlebt. Ich empfand die Grafik aber damals im Vergleich zu Doom und Duke3D usw eher als Rueckschritt, waehrend alle anderen der Meinung waren, das sei doch total gute Grafik. Heute sagen diejenigen vermutlich selbst, dass es grottig aussieht. Die technischen Gruende sind mir natuerlich schon klar, ich spreche hier rein aus aesthetischer Sicht. Mir waren die groben Pixel von vorherigen Spielen einfach deutlich lieber. Dass aber auch Polygon-Grafik (in meinen Augen) gut aussehen konnte, zeigte z.B. Tomb Raider 1, da gab es nicht so ein Wischiwaschi, sondern alle Texturen wurden ungefiltert angezeigt und bekamen durch ihre Pixeligkeit meiner Meinung nach mehr "Echtheit", auch wenn das vielleicht im ersten Moment seltsam klingen mag. Aber wenn die Textur schon grob ist, dann lieber pixelig als weichgewaschen, denn ersteres wirkt "kerniger", realer.

    Jo, sehe ich auch so, das hat nix mit 8-bit zu tun. Wobei ich Aliasing noch besser finde als schlechtes Anti-Aliasing, ganz furchtbar fand ich die ganzen Spiele so um die Unreal, Half-Life Zeit herum - messerscharfe Polygon-Kanten (weils halt zu wenige Polys gab), aber eine Textur drauf zum Brechen. Aufs uebelste ge-antialiased, irgendein braun-graues Wischiwaschi... fuerchterlich

    Hingegen fand ich die Grafik von Doom und Duke3D super, die war zwar pixelig aber dafuer einfach besser am Ende. Fuer mich war das kein Fortschritt, diese Polygon-Zeit. Dann lieber untexturierte Polygone, oder halt Texturen ohne Anti-Aliasing (z.B. Tomb Raider 1).

    EDIT: Hier mal ein Beispiel dafuer, dass Polygon-Grafik OHNE TEXTUREN ziemlich cool aussehen kann:

    Bitte melde dich an, um dieses Medienelement zu sehen.

    Das ist fuer mich das aequivalent zu Pixelgrafik - es sieht nach Computergrafik aus, aber ist halt polygonbasiert und nicht pixelbasiert. Hingegen diese o.g. Wischiwaschi-Texturen sehen fuer mich nicht nach Computergrafik aus, sondern nach Muell.

    Ich finde es generell falsch, dass scheinbar viele Spiele heutzutage eher als "interaktiver Film" produziert werden - man fragt sich, warum eigentlich? So als waere das irgendwie ein "natuerliches Gesetz", dass ein Spiel letztendlich auch irgendwie sowas wie ein Film sein muss. Nein, da lobe ich mir die vielen Indie-Games, die zum Glueck auch anders daherkommen "duerfen" und sich nicht an irgendwelche "Hollywood-Regeln" halten muessen.

    Klar, es gibt Spiele, zu denen das passt. Aber nicht jedes Spiel muss ein interaktiver Film sein. Man dreht es ja auch nicht um, und sagt, dass jetzt jeder Film irgendwie interaktiv werden muss, nur weil Spiele momentan so populaer sind.

    Was Spiele und Storys generell angeht, habe ich meine Meinung bzw. meinen Geschmack ja schon kundgetan, aber man koennte vielleicht auch sagen: Die besten Storys sind fuer mich die, die man in einem Satz zusammenfassen kann :D

    Kannte ich noch nicht ;)

    Aber im Ernst, es gibt doch zig Spiele ohne Story, oder zumindest ohne nennenswerte Story. Im Gegenteil finde ich es in heutigen Spielen eher nervig, wenn zu viel Story drin ist. Ich meine wer braucht eine Story fuer Spiele wie Boulder Dash, Pacman, Tetris, Oil's Well, Shadow Switcher, Frogs, Shotgun, selbst bei Giana Sisters ist die Story in einem Satz zu beschreiben und fuer den eigentlichen Spielspass auch ueberhaupt nicht wichtig. Und das ist es eben, worauf es MIR ankommt: auf den Spielspass.

    Klar gibt es Spiele, die von ihrer Story leben - z.B. Adventures. Was waere Maniac Mansion oder Monkey Island ohne Story?

    Aber ganz furchtbar finde ich es, wie heutzutage oft in solche simplen Spiele wie ich gerade oben aufgezaehlt habe, unnoetig Story reingeballert wird. Das endet dann nur darin, dass man zwischen jedem Level und jedem Titel- oder Score-Screen erstmal noch 20x Feuer druecken muss, um irgendwelche behaemmerten Dialoge zu ueberspringen, ohne die das Spiel genauso viel Spass machen wuerde.