Nach erstem Ansehen sehen 00 und 11 gleich aus, bei den anderen sehe ich noch Unterschiede v.a. zwischen den beiden hellen gelb/grünen Feldern auf der rechten Seite.
Beiträge von ius im Thema „C64-Farben und Farbsehschwäche“
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Jetzt habe ich es mal an der Röhre probiert.
Ich habe die ganze Farbreihe den Tasten nach hintereinander eingegeben, immer mit unterschiedlichem Abstand. Ich glaube, Zeile 3 hat einen Fehler, ist aber auch egal.
Wenn man die Zeilen von A-P zählt und die Spalten von 1-16, dann habe ich hier (auf der Röhre betrachtet!) "Farb-Alarm"-Treffer auf diesen Plätzen:
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J & K 1
J & K 12
F & G 9
N & O 1
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Guter Punkt mit RHW, müßte ich glatt auch mal testen!
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Okay, also am schlimmsten nach Deiner Numerierung 9 mit 11 sowie 3 mit 15.

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Bei Rot-Grün-Schwäche würde ich darauf tippen, dass grün/hellrot das größte Problem darstellt, gefolgt von violett/orange. Aber vielleicht gibt es noch weitere Problemfälle. Das werden hier die Farb-Fehlsichtigen am Besten beantworten können.
Ich hab' das mal numeriert:
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1 & 10 sind identisch, 9 und 18 auch, gemessen am Photoshop.
7 und 16 sind sich äußerst ähnlich, die 9 und die 14 sind von der 16 unterscheidbar, aber nicht sehr, während beide gut voneinander zu unterscheiden sind.
Die 3 und die 11 sehen sich aus der Ferne auch sehr ähnlich (fast identisch!), aus der Nähe aber nicht mehr so.
Der Rest ist gut voneinander zu trennen.
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Hier auf die
Schnelle ein Beispiel

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(sorry, ist schon verkauft!
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btw Beim Tetrachromat-Test sehe ich 39 Farben, grau natürlich nicht mitgerechnet. Glaube aber, dass ich nur normale RGB-Augen hab.
Und dieser Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ist für'n Eimer, weil ich die Zahl auch schon bei 0% Sättigung aufgrund der Verteilung der Kreise sofort erkennen konnte.
Der Tetrachromatentest ist auch Quatsch.
Steht ja auch drunter, jedenfalls bei ersten Google-Treffer.Aber bei mir sind es 37, da verschmelzen slso mehrmals nebebeinanderliegende Linien zu einer dicken.
Der r/g-Test haut bei mir aber voll rein. Ich kann vorher kein Muster erkennen, evtl. hast Du eine andere Kontrasteinstellung o.ä. am Monitor.
Die 23 erkenne ich bei ziemlich genau 50% erst.
Und ius, controlport2, u.a., habt Ihr denn so eine Brille?
Bloß nicht! Ich oute mich hier mal als in der falschen Branche tätig, ich bin nicht nur r/g-schwach sondern auch noch schwerhörig und ärgere mein Umfeld schon damit, dass ich die Hörgeräte quasi nie benutze. Viel zu umständlich für die 10 Sätze, die andere doppelt sagen müssen.
Durch die Arbeit im Medienbereich habe ich keine wirkliche Hörentwöhung, ich muss nur z.B. für Abnahmen Kopfhörer nehmen, weil es über Lautsprecher vom Pegel her wie auf'm Rockkonzert wäre.
Und eine Brille nehm' ich nur zum Löten. Der eigentliche Trost bei der Sache ist, dass ich von allen Leuten, die ich regelmäßig sehe, die beste Sehschärfe habe, auch im Vergleich mit den Kindern. Die r/g-Schwäche ist so unbedeutend, ich würde deswegen nicht noch irgendwas mit mir rumschleppen wollen. Wie gesagt, im Ernstfall hilft auch viel, viel Licht.Vielleicht ist es ja auch nur Einbildung oder eine andere Form von optischer Täuschung, dass bei Sonnenschein die Farben satter sind.
Nee, das ist so.
Mach' mal an einem trüben Tag schöne Fotos vom Auto, das Du verkaufen willst.
Da kannst Du noch so viel dran rumdrehen. Sogar bei einem grauen Auto! Da spiegelt sich die Umgebung drin.
Auch die Glanzlichter, alles ist schöner. Kannst Du im Prinzip auch im Photoshop nachmessen.
Ich such' mal Beispiele raus..
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Ja, ich denke, ich weiß, was er meint. Wenn doch die Iris sich so weit zusammenzieht, dass die gleiche Intensität an Licht einfällt wie in einer etwas dunkleren Umgebung, wo sie weiter aufgeht, wäre es ja logisch, wenn auch das Farbsehen identisch wäre. Ist es aber nicht. Das Spektrum verändert sich anscheinend, und, wie wir ohnehin wissen, der Streulichtanteil. Möglicherweise wird die Farbe generell intensiver, aber ab einer bestimmten Sättigung übersteuert die Wahrnehmung bzw. signalisiert früh Vollsättigung, während bei den r/g-Schwachen die Vollsättigung bei r/g nicht oder später erreicht wird. Viele mögliche Ansätze.
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Ich hab für mich noch keine Erklärung gefunden, warum mehr Licht für sattere Farben sorgt.
Die HSL-Sättigung ist das Verhältnis von stärkstem zum schwächsten Farbkanal.
Doppelt so viel Licht ändert ja nichts am Verhältnis - und trotzdem wirkt es satter.
Hat da jemand ne schöne Erklärung für?
Sowas wie "bloß nicht linear die Photonen vergleichen, sondern für die Sättigung vorher ne Kurve anwenden" oder sowas.Ich denke, es hat auch was mit dem Lichtspektrum zu tun. Meine Lieblingsschwester im Zivildienst z.B. war wahnsinnig enttäuscht, dass ich ihre neue Haartönung (leicht rötlicher Kastanienbraunton) auf der Station nicht sehen konnte und darüber sehr enttäuscht. Für mich waren die Haare schwarz wie immer. Dann waren wir nach Feierabend draußen, und die Nachmittagssone schien ihr direkt auf den Kopf, und da konnte ich es auf einmal ganz deutlich sehen. Das war so eine Art Schlüsselereignis. Später, als ich dienstlich 50polige Kabel an ihre Stecker gelötet habe, kam mir das sehr zugute. Da habe ich dann ordentlich Licht draufgegeben, dann konnte ich bis auf 2 Adern alles unterscheiden. Was nicht ging, waren 2 in einer Farbe (bzw. 2 Farben
), die ich als 'Ringeltaube' bezeichnen würde.. eine Art mittelhelles Blaugrau, einmal wohl mit leichtem Rotanteil. Den konnte ich beim besten Willen nicht erkennen, aber in dem Fall kann war es mit Durchklingeln getan. -
Habe mal Fragen an alle, die eine Störung beim Farbsehen haben. (z.B. cp2)
• Was sind so die größten Schwierigkeiten? Lassen sich bei einigen die Farben gar nicht zuordnen oder nur mühsam?
• Wie ist es z.B. bei der Rot-Grün-Schwäche? Hellrot und Grün haben ja dieselbe Helligkeit. Deswegen also besonders schwierig zu unterscheiden?
- Geht's mit Dunkelrot und Grün besser? Wie sieht man das überhaupt? Blass, grau, beige, oder beide orange? Oder verliert man gar "den Plan" von Farben?
• Hilft es denn nicht, wenn man einfach die Farbsättigung stark aufdreht? Oder auch individuell für Rot, Grün oder Blau?
Hier jetzt noch ein Nachtrag.

Selektiv Farben aufzudrehen funktioniert nicht, weil dann der gesamte Farbeindruck kaputt geht. Bei rot/grün-Schwäche muss eine Mindestsättigung erreicht sein, um die Farbe zu sehen, der ästhetische Gesamteindruck ist ansonsten normal. Am ehesten wäre also eine gradadionskurvenartige Anpassung der Sättigung angebracht, wo geringe Sättigungen hochgezogen werden, aber schnell eine fast lineare Entwicklung zu gemeinsamen 100%-Werten erreicht wird. Leichtes Lila (also Blau mit sehr geringem Rot-Anteil - nicht auf die Gesamthelligheit oder -Sättigung bezogen! Also auch Tiefblau mit geringem Rotanteil!) erscheint z.B. komplett blau bzw. es erscheint einem ein Blau, das gestalterisch/ästhetisch ein wenig zu dunkel wirkt, weswegen man als Betroffener einen Lilaton erraten kann, ohne ihn zu sehen. DOS-ANSI-Hellgrün sieht fast identisch aus wie gelb. DOS-ANSI-Braun sieht wie ein Dunkelrot aus. Ich habe früher etwas ANSI-Art gemacht und, bevor ich eine Tabelle gemacht habe, Wikinger mit grünen Haaren oder einen Coca-Cola-Schriftzug auf Braun produziert.
Eine unlösbare Herausforderung sind z.B. Karten im Atlas mit 20 Farben, darunter mehrere Farbtöne mit verschiedenen Sättigungen und Helligkeiten. Die sind einfach unlesbar. Da helfen nur Schraffuren. Schraffuren sind bei r/g-Schwäche generell eine Riesenhilfe, insbesondere bei Überlagerungskarten, denn die aus den Überlagerungen der Farbtöne resultierenden Farben sind auch wieder schlecht zuzuordnen. Unterschiedliche Schraffuren in verschiedenen Richtungen und Körnungen und Unterbrechungen lassen sich dagegen gut überlagern.
Reines Rot und Grün lassen sich oberhalb einer bestimmten Intensität gut unterscheiden. Die Probleme mit reinen Farben gehen im (auch im gestalterischen!) Alltag gegen 0.
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Hm, kann ich helfen? Ich hab' eine leichte rot/grün-Schwäche, zumindest reicht es, um durch alle rot/grün-Tests zu fallen. Bin allerdings auch im gestalterischen Bereich beschäftigt und kann meine Wahrnehmungen ganz gut verbalisieren. Am ehesten, finde ich, kann ich es mit dem HSL-Modell beschreiben. Die Helligkeit der Farbe ist für das Entstehen des Farbeindrucks nicht entscheidend. Es ist die Sättigung. Unterhalb einer bestimmten Farbsättigung entsteht bei zarten rot/grün-Tönen kein Farbeindruck, dafür wirken mittlere Grautöne in einer kontrastarmen Umgebung u.U. grenzwertig grünlich. Der Farbeindruck lässt sich z.B. im hellen Sonnenlicht oder bei extremem Halogenlicht herstellen, wenn das Auge die Helligkeit kompensiert, aber die Farbsättigung erhöht ist.