Farben werden im Auge als Differenz (oder Verhältnis?) verschiedener Zäpfchen "berechnet". AFAIK sind da schon im Auge spezialisierte Zellen für da, es geht gar kein RGB (+Helligkeit) ins Hirn.
Vor dem Hirn passiert noch viel mehr als die Differenzen der Signale der Sensoren zu berechnen (rezeptive Felder, als Folge JNDs, Kontrastverstärkung etc.) -- schon alleine wegen der Informationsreduktion (von vielen "Sensoren" auf "wenige" Signale Richtung Gehirn). Aber Ausgangspunkt sind 3 Typen von Zäpfchen, auch oft als LMS bezeichnet nach hauptsächlicher Empfindlichkeit in long, middle, short wavelengths (klar alle mit überlappenden Spektren).
Diese Verschaltung im Auge ist wohl fest auf 3 Werte in Richtung Hirn festgelegt, echte Tetrachromaten können Menschen damit nicht sein.
Tetrachromaten haben einen 4. Typ Zäpfchen, die dann auch verschalten werden. Die sind beim Menschen eben nur so selten (ich habe mal gelesen, man geht von einer "Hand voll" Menschen aus!), dass die nie in einem Buch zu Perzeption bzw. in Modellen auftauchen 
Stäbchen haben auch eine spektrale Empfindlichkeit.
IM PRINZIP wären also eh 4 verschiedene Sensoren im Auge, was Tetrachrmatik erlauben müsste.
nicht ganz. Stäbchen sind für skotopischen Sehen (= nachts, bei nur ganz wenig Licht -- dann sind die Zäpfchen aber nicht aktiv und umgekehrt). Nur in einem Übergangsbereich (mesopisch, Dämmerungssehen) sind beide aktiv, aber ich habe noch nie gehört, dass man da von tetrachromatischem Sehen ausgeht. Vermutlich ist es einfach zu wenig Reiz für die Zäpfchen.