Beiträge von LogicDeLuxe im Thema „Open World?“

    Vielleicht ist diese Erläuterung zum Begriff "Open World" hilfreich?

    Die Aufgaben in Kategorien einzuordnen trifft wohl kaum auf C64-Spiele zu. So umfangreich wie heute waren die schließlich nicht, und die Aufgaben beschränken sich auf sehr wenige, die man wohl eher nicht kategorisieren würde. Was die Minigames betrifft, wäre da evtl. sogar mal eine eigene Liste interessant, ohne Berücksichtigung, welchem Genre man die Spiele einordnen würde, denn allzu viele dürfte es davon auch nicht auf dem C64 geben.

    Ist den Lazy Jones open world? Es besteht praktisch nur aus Minigames, aber eine Aufteilung mit Primär- und Sekundäraufgaben sehe ich da nicht. Es steht ja auch da, daß es keine exakte Definition gibt. So ist diese "Definition" eher als genretypisch zu verstehen, aber wohl nicht als Voraussetzung.

    Wobei ich bei OpenWorldSpilen schon akteptiere, wenn Teile ausgeschlossen sind - es muss sich halt aus der Storry ergeben.

    Da habe ich dann auch kein Problem mit. Die Spielmechanik muß sich halt danach anfühlen, daß man ansonsten uneingeschränkt die Welt erkunden kann. Zeitweise abgesperrte Gebiete haben sogar sehr viele moderne Openworld-Spiele.

    Im Level frei bewegen würde ich auch nicht als Open world bezeichnen. Wenn die Welt in Level aufgeteilt ist, in die man nicht mehr zurück kehren kann, sobald man sie verlassen hat, ist eher das Gegenteil davon. Deswegen würde ich Encounter auch nicht als Open world einordnen. Genausowenig die Turrican-Spiele, die zwar riesen Level mit Erkundungspotential haben, aber eben immer in sich abgeschlossen sind. Bei den von mir genannten Beispielen, ist aber stets das gesamte Spiel erkundbar.

    Bei der Dehnung des Begriffs "Open World Spiel" würde ich noch Choplifter und Chessmaster in den Ring werfen...

    Bei Choplifter lasse ich das gelten. Aber bei Brettspielen sowie Spiele, die nur aus einem festen Screen bestehen, ist das nun wirklich sehr weit hergeholt.

    Neben Choplifter wären natürlich auch die artverwandten wie Fort Apocalypse und Airwolf open world, die immerhin auch richtige Landschaften haben in denen man sich praktisch frei bewegen kann, und die in alle Richtungen scrollen.

    Bei Pitfall 2 bekommt man ebenfalls eine offene Welt, in der man sich frei bewegt, was bei Jump'n'Runs doch eher selten ist.

    bei Encounter :love: habe ick och nie ne Spielfeldbegrenzung jefunden

    Eine Begrenzung zwar nicht, aber groß ist das Spielfeld auch nicht gerade. Es reicht in etwa so weit, wie das Radar und darüber hinaus hat man sehr schnell den Planeten umrundet, wie man unweigerlich feststellt, wenn man das spielt. Auf jeden Fall ist es schon beeindruckend, wie die trotz der bescheidenen Hardware von damals schon ein actionreiches Spiel flüssig in die Ego-Perspektive gebracht haben.

    aber "Mercenary" zählt zu den Urvätern der Sandbox-Spiele.

    Unter Sandbox verstehe ich eher Spiele, wo man ohne wesentliche Einschränkungen und vorgegebene Ziele frei bauen kann, wie z.B. Sim City. Moderne Aufbauspiele haben meistens neben Kampagne einen Sandkastenmodus, der eben genau das bietet. Open world ist Mercenary aber auf jeden Fall, und es hat durchaus ein paar Eigenschaften, die sich viel später in den GTA-Spielen wieder finden.