Posts by spock-79

    Der CPU Sockel, der ROM Sockel und die Widerstandsnetzwerke mussen mindestens raus, ich wette irgendwo wird man dann auf zerfressene Leiterbahnen treffen. Den Kleinkram rechts neben dem Akku würde ich gleich mit erneuern.

    So gut es geht reinigen, ich nehm Bauteile die von dem Schmodder unterwandert wurden immer mit runter um auch dort reinigen zu können. Schau dir auch genau die Rückseite des Boards an, ab und ann läuft der Kram auch durch die VIAs und macht auf der Unterseite vom Board noch weitere Schäden.

    Die Kerkos hat es damals in den Werten warscheinlich noch nicht alle gegeben, und natürlich der Preis.


    Trotzdem finde ich das die ollen Commodore Rechner erstaunlich lange funktionieren, man muss sich nur mal die "Haltbarkeit" von moderner Technik vor Augen führen. Die Ausfallqoute nach zwei bis drei Jahren dürfte höher sein als damals, gefühlt ist es jedenfalls so.

    Warum sollte man auch? Kerkos funktionieren im A1200, A600, CD32 und A4000 einwandfrei solang man die Spezifikationen beachtet. Allein die Menge an Boards die ich umgebaut habe sollte dafür als Beweis reichen, und ich bin eher ne faule Socke die nicht wirklich viele Boards annimmt.. Im laufe der Jahre getestet mit allen möglichen und unmöglichen Hardwarekonfigurationen, und das bisher ohne Probleme die auf fehlerhafte Kondensatoren schließen lassen.


    Ja, es gibt ein Problem mit dem Composite Ausgang da an dieser Stelle scheinbar das Verhalten eines Kerkos zuweit von einem Elektrolyt Kondensator abweicht, interessiert mich aber nicht die Bohne und tritt auch lange nicht bei jedem Board auf. Wenn ich Boards umbaue weise ich auf dieses Problem hin, bisher war es einer Person nicht egal.. Wer einen komplett originalen Amiga in SMD Technik will darf aber auch keine Polymer Kondensatoren oder Low ESR Kondensatoren einbauen, die waren ab Werk schließlich auch nicht verbaut, und verhalten sich ebenso nicht wie die original Elkos.

    Einer meiner 1200er läuft auch völlig problemlos mit den Reichelt Kerkos, immerhin schon seit 2009.. Ich wusste es damals einfach nicht besser, seitdem mir diese Tatsache aber bewusst ist verwende ich dann doch lieber die passenden Kerkos.

    Bei den Kerkos ist die Spannungsfestigkeit ein Problem, die 100µF Kerkos z.B bekommst du bei Reichelt nur mit 6,3V und das ist zuwenig. Je näher die angelegte Spannung an der angegebenen Spannungsfestigkeit vom Kerko ist, desto kleiner wird seine Kapazität.


    Falls du auch im A1K Forum unterwegs bist kannst du beim user halbvier einen passenden Satz Kerkos bestellen.

    Ich nehm immer Kerkos, die Dinger haben sich in den SMD Amigas einfach bewährt, sind einfacher zu verlöten, man muss nicht auf die Polarität achten, und sie halten "ewig".


    Aber egal wofür man sich entscheidet, die Dinger müssen runter! Alles ist besser als die alten Elkos drauf zu lassen.

    Wenn Du alle drei erhalten willst, lass an allen drei die Elkos wechseln! Ich hatte bestimmt seit zwei Jahren kein A600 Mainboard mehr in den Fingern wo noch alle Kondensatoren dicht waren, und ich hab so einige überholt.


    Wenn die Boards noch fehlerfrei laufen, sollte sich der Schaden bei allen drei in Grenzen halten, da sollte so ein Elkotausch auch nicht die Welt kosten. Der Materialwert dürfte je nach verwendeten Kondensatoren irgendwo zwischen 5 und 11€ liegen, wenn ich innerhalb der Community solche Dienste anbiete bezahlt man auch genau den Materialwert und nichts anderes.

    Die Elkos solltest Du schleunigst wechseln/wechseln lassen! Ich würde einiges drauf wetten das bei dem Board auch schon einige Elkos leck geschlagen haben. Oft merkt man es erst beim auslöten an dem charakteristischen "Fischgeruch".


    Ich hab schon viele Boards überholt, seit mehreren Jahren hab ich KEIN Board mehr hier gehabt wo ausnahmslos alle Kondensatoren noch dicht waren. Dazu muss es auch keinerlei Untersuchungen geben, die Bauteile haben schon vor mehreren Jahren ihr Lebensdauer überschritten...



    Da Du ein leichtes Netzteil hast wird es sich um ein Schaltnetzteil handeln, die geben beim ausschalten gerne mal ein fiep Geräusch von sich.

    aesi:


    Im A1k Forum gibt es einen thread zu den Dingern, auch mit aussagekräftigen Bildern. Mechanik soll top sein, die Verarbeitung vom Gehäuse soll nicht so der Brüller sein, die Metallteile vom Gehäuse sollen sehr scharfkantig sein und stehen teilweise über, bei dem Preis für mich dann eher ein uninteressanter Stick.. Beide User die den Stick bestellt haben reden ausserdem über eine sehr lange Lieferzeit.

    Auch im Audiobereich kann man bedenkenlos die passenden Kerkos verwenden, einen hörbaren Unterschied wird es für die meisten Menschen nicht geben, und ich bin immer noch überzeugt die Leute die einen Unterschied hören, bilden es sich ein :D .. Der beschriebene Fehlerfall legt aber nah das die ausgelaufenen Elkos noch mehr zerstört haben. U15 und Umgebung werden z.B häufig sehr stark angegriffen, wenn die Pins von U15 schon grün oder grau angelaufen sind würde ich ihn auslöten. Ich hatte unter U15 schon mehrfach unterbrochene Leiterbahnen. Auch auf der Unterseite vom Board kommt es häufig zu Schäden die durch ausgetretenes Elektrolyt der beide Elkos auf der Oberseite (C304, C304 beim Rev. 1.5 Board) entstanden sind. Meistens sind dann C302, C303 und R348 (wieder Rev. 1.5 Board) auf der Unterseite betroffen.

    Natürlich aus Kostengründen... ist selbst heute noch so, außerdem gab es zu der Zeit Kerkos in den größen noch garnicht, oder nicht zu annehmbaren Preisen. Es ist richtig das man Elkos nicht pauschal durch Kerkos ersetzen kann, sieht man ja selbst beim Amiga z.B wenn einige A12000 oder A600 probleme am FBAS Ausgang bekommen. Für mich überwiegen die Vorteile trotzdem, und im Amiga kann man mittlerweile meiner Meinung nach sagen: Kerkos sind kein Problem wenn man weiß was man tut (bezüglich FBAS Problematik und Spannungsfestigkeit).


    Nur mal als Beispiel, in den letzten Jahren hab ich sicher 60 Boards umgebaut, alle auf Kerkos, es gab bei zwei Boards Probleme. Board Nummer eins war ein A600, dort kam es zu Problemen am FBAS Ausgang, Board Nummer zwei war mein eigenes CD32 Board, das lief zwar einwandfrei aber dadurch das Kerkos einen sehr niedrigen Innenwiderstand haben lief das Netzteil (Nachbau von Vesalia) in eine Schutzschaltung, das original Commodore Netzteil hatte damit keinerlei Probleme. Im Audiobereich hatte ich noch nie Probleme und es hat sich im Bezug auf Audio nie wirklich jemand beschwert. Ich denke die Leute die meinen dort einen Unterschied zu hören haben entweder verdammt gute Ohren, oder was wahrscheinlicher ist, sie bilden es sich ein..

    Lustig.. Zum genauen defekt schweigst du dich jetzt bei ebay genauso aus... jetzt ist ja nichtmal mehr ein Bild vom defekten PAL zu sehen. Reparierbar mit Aufwand mag rein technisch gesehen stimmen, realistisch gesehen wird aber wahrscheinlich niemand seine funktionierenden PALs zur Verfügung stellen. Mir zumindest wäre die Gefahr das beim Versuch sie auszulesen meine PALs ebenfalls ins Nirvana gejagt werden viel zu groß.

    Intensity: Dein Widerstand ist ein Kondensator. Wofür der da ist und welche Werte er hat kann warscheinlich nur Jens sagen. Wenn die Pads noch auf der Karte sind sollte eine Reparatur recht einfach sein, ohne die Pads wird es entsprechend schwieriger aber sicher nicht unmöglich.


    Es steht allerdings schon im Wiki zu der Karte das man die Pins eventuell nach oben biegen muss um den Jumper zu setzten.

    So einfach degradiert man den 500+ nun auch nicht. Ja man kann Jumper umsetzen, um ihn aber zu einem A500 zu machen an dem dann nachher auch die 512kb RAM-Erweiterung im Trapdoorslot läuft, muss zumindest der 74F139 ausgelötet werden. Denn darunter verstecken sich auch noch zwei Lötjumper.


    ECS ist in den meisten fällen sicherlich kein Problem, ein paar Spiele (hörensagen) und einige Demos (selbst erlebt) gibt es aber die sich auch daran stören.