Posts by Korodny

    Was gar nicht nötig ist, da der 2te Feuerknopf bereits Feuer 2 und Feuer 3 ist, wenn man die C64-Variante bestellt hat, näheres habe ich mal hier geschrieben: Joysticks Shop?

    Er will auf dem zweiten Knopf aber nicht Feuer 2 oder Feuer 3 haben, sondern "Joystick hoch" - natürlich muss er dann neu verdrahten.


    Auch wenn ich das Geweine der Joypad-Jünger, dass es keinen Sinn mache "hoch" zu drücken wenn man "hoch" will, nie nachvollziehen konnte - echte Kerle spielen mit einem Joystick: einen zweiten Feuerknopf als "hoch" zu verdrahten macht beim C64 vermutlich mehr Sinn als Feuer 2. Letzteres wird auf dem C64 nur sehr, sehr spärlich unterstützt. Im Wesentlichen nur von einer Handvoll C64GS-Titel, meine ich.


    Allerdings verstehe ich nicht, wie das beim ArcadeR funktionieren soll: mit der "Feuerknopf-Hand" ist der zweite Feuerknopf ja kaum zu erreichen, da muss ich massiv umgreifen um den zu erreichen. Also entweder mit dem kleinen Finger der Joystick-Hand auslösen, oder mit der Feuerknopf-Hand jedes Mal weite Wege gehen? Das erscheint mir beides wenig praktikabel. Bei den Monster-Joysticks, wo beide Feuerknöpfe auf der selben Seite des Sticks liegen, ist das was anderes.

    Scrollt die Routine zeilenweise? Dann würde ich eher Cursor up/down und 2/8 für zeilenweises Scrolling benutzen, Space/DEL für seitenweise.


    6 Bildschirmseiten in einem Rutsch sind ein etwas merkwürdiges Format - wie wäre es, das aufzuteilen? Ein Menüprogramm, dass dann eines von mehreren fertig verlinkten Text+Scroller-Binaries lädt und startet. Die Programme laden nach "Q" oder "STOP" wieder das Menüprogramm. So könnte man ein kleines "Diskmag" realisieren, bspw. mit Editorial, Leserbriefen, Kontaktanzeigen, Kurzanleitungen zu den Programmen usw. - jeweils mit bis zu sechs Seiten pro Kapitel.

    Anstatt jetzt neue Hardware aufzulisten, die er sich kaufen soll, würde ich viel weiter vorn ansetzen: Warum "braucht" er einen stromsparenden PC? Aus ökologischer Sicht ist es erst mal Unsinn, ein funktionierendes Gerät wegzugeben und Neuware zu kaufen. Und selbst wenn ich rein ökonomisch denke: ich müsste mit den Ersparnisse beim Stromverbrauch ja erst mal den neuen Rechner finanzieren - da muss das Gerät schon sehr viel laufen.


    Je nachdem welche Grafikkarte drin steckt ("Spiele-PC"), bringt es vermutlich schon viel, die einfach auszubauen und die Onboard-Grafik zu nutzen. Da Lautstärke oder Größe ja nicht als Argument genannt wurden, sehe ich eigentlich keinen Grund für weiteren Aktionismus.

    Die Freude an stundenlangem Herumfrickeln am Betriebssystem verstehe ich nicht.

    Dann hast du dir schlicht den falschen Rechner gekauft. EIn Raspberry Pi ist ausdrücklich fürs "Herumfrickeln" gedacht, und die Mainstream-Distributionen, die das von dir ersehnte Nutzungserlebnis bieten wollen, laufen darauf schon mal gar nicht. Wenn das wirklich mit LXDE ausgeliefert wird, ist das natürlich eine kalte Dusche.


    Wenn der Windows-7-Rechner noch läuft und eine brauchbare CPU hat, installier da drauf Virtualbox und probier Ubuntu und Linux Mint aus. Ein Raspberry Pi ist so ungefähr das letzte, was du brauchst.

    Der Freezer der FC3 war m.W. sowieso der mit den meisten Problemen - ich meine dazu gab es sogar mal einen Vergleichstest in der 64'er. Wer öfter mal freezen will, ist mit Action Replay, Nordic Power oder Super Snapshot besser bedient.

    Einstellungen werden alle im eigenen Home-Verzeichnis gespeichert, die sind bei einem Distro-Wechsel nie gefährdet. Von Ubuntu auf Elementary zu wechseln könnte klappen: apt eine Liste der manuell installierten Pakete generieren lassen, diese Liste dann unter dem neu installierten Elementary wieder an apt übergeben. Prinzipiell solltest du aber m.E. von dieser Vorstellung des Distro-Hoppings wieder wegkommen - viel Arbeit und viel Risiko für wenig Ertrag.


    Der wesentliche (einzige?) Unterschied zwischen Ubuntu und Elementary - abgesehen von der oft veralteten Software in Elementary - ist der Desktop Pantheon. Der sollte auch für Ubuntu verfügbar sein. Wenn nicht direkt in den offiziellen Ubuntu-Repositories, dann als zusätzliches Repository von einer dritten Partei - die hinzuzufügen ist unter Ubuntu besonders einfach, auch wenn man mit sowas eigentlich möglichst sparsam sein sollte.

    Was sind denn allerdings die "recht heftigen" Einschränkungen? Wenn man sich die VDC Demos anschaut, sieht das doch alles richtig klasse aus.

    Naja, im Grunde ist der VDC ein VIC-II, der nur Text- oder Bitmap-Modus in Hires kann - sonst nichts: kein Multicolor, keine Sprites, keine Rasterinterrupts.Das schränkt dich bei der Entwicklung von Spielen schon stark ein. Dazu kommt dass er seine Register nicht im Adressbereich des 6502 einblendet: Programmiert werden kann er nur durch zwei Speicheradressen im C128 ("ich will Wert X in Register Y schreiben").


    Er kann dafür ein paar andere Dinge, die der VIC-II nicht kann: er hat einen einfachen Blitter ("Block-Copy"), kann blinkende Zeichen darstellen und zwei Zeichensätze gleichzeitig anzeigen. Außerdem - auch wenn das für Spiele eher uninteressant sein dürfte - kannst du die Auflösung und/oder die Ausmaße der Zeichen relativ frei umdefinieren. 64 KB VDC-RAM und einen entsprechenden Monitor vorausgesetzt, kann der C128 sogar an die 800x600 Pixel in Interlace darstellen.


    Insgesamt kein Chip, der sich besonders für Spiele eignen würde - aber vielleicht eine interessante Herausforderung.

    Könnte ich dann einfach irgendwo sagen, dass er bitte schön die 731 zuvor heruntergeladenen Pakete einfach nochmal installieren soll, damit ich dann schnell wieder auf dem gleichen Stand bin?

    Das ist das, was ich mit "größtenteils automatisieren" meinte - ein Paketmanager generiert und exportiert dir natürlich liebend gerne ein Übersicht, was installiert ist bzw. was du manuell installiert hast. Distributionsübergreifend funktioniert das aber nur, wenn beide Distributionen die gleiche Bezeichnung für alle betroffenen Pakete verwenden und vor allem auch die gleichen Versionen in ihren Repositories haben - speziell von zusätzlich benötigten Bibliotheken u.ä.


    In 99% der Fälle haut das hin, aber manuelle Kontrolle braucht es trotzdem. Und bei deinen 4000 Anwendungen sprechen wir hier von 8000 Paketen (Bibliotheken, Zeichensätze...) - 1% davon wären dann 80 Problemfälle...

    Und hier und anderswo liest man halt auch – dann nimm halt eine andere, wenn dir was nicht passt. Deshalb meine vorsorgliche Frage, was denn damit verbunden wäre.

    Das ist Nerd-Geschwätz - hier hat auch schon jemand Tiling Window-Manager erwähnt, solche Leute werden auch in der Linux-Szene misstrauisch beäugt ;)


    In der Praxis ist der Unterschied zwischen Distributionen für einen Anfänger gar nicht so leicht erkennbar - was er an Unterschieden wahrnimmt, sind in erster Linie Unterschiede zwischen verschiedenen Desktop-Umgebungen. Das einzige, was mir jetzt spontan einfällt, wäre der Paket-Manager - aber selbst der ist oft gleich (Ubuntu. Mint, Debian).

    Also knapp: Anderer Window Manager oder Desktop: Null Arbeit, runterladen, starten, alles läuft identisch weiter und sieht höchstens anders aus. Andere Distro: Ne Menge Arbeit, eher nicht zu empfehlen für Noobs. Korrekt zusammengefasst?

    Richtig, wobei "runterladen" Windows-Sprech ist. Du startest den Paketmanager und teilst ihm mit, du willst Desktop X installieren. Ein paar Minuten später kannst du dich ausloggen und beim Login den neuen Desktop auswählen.

    Der C128 hat drei Vorteile gegenüber dem C64: 80 Zeichen, 2 Mhz, 128 KB RAM. Dazu kommt bei manchen Nutzern ein schnelleres Diskettenlaufwerk.


    C64-Software auf den 40-Zeichen-Modus zu portieren, macht meist wenig Sinn - da fallen ja zwei der drei genannten Vorteile bereits weg. Und die 128 KB RAM sind nicht so einfach zu nutzen, wie der eine oder andere sich das offenbar vorstellt. Im Gegenteil, da muss man einiges an Hirnschmalz investieren, um eine sinnvolle Speicherverwaltung hinzubekommen. Und im Gegensatz zu den Behauptungen hier im Thread lässt ja niemand die C128-User im Stich, wenn er sein Programm nicht portiert - jeder C128 kann (beinahe) jedes C64-Programm problemlos ausführen...


    Der 40-Zeichen-Modus eignet sich deswegen m.E. hauptsächlich für Spiele oder Anwendungen, die dann mehr in kleine Blöcke aufteilbare Daten (die Level eines Spiels, Disk-Sektoren bei einem Kopierprogramm) oder zusätzlichen Code (Ingame-Musik bei Ultima V, Druckertreiber bei GEOS) gleichzeitig im Speicher halten können. Das ist halt einfach nicht so super prickelnd, dass es einen Programmierer wirklich reizen würde.


    Die Idee von Retrofan mit kombinierter 40/80-Zeichen-Darstellung finde ich charmant - ich kenne nur das Adventure "Sword of Honour", das so arbeitet. In der Praxis scheitert der Ansatz IMHO aber schnell an der verfügbaren Hardware: Die meisten C128-Anwender hatten entweder keinen 80-Zeichen-Monitor, oder einen Kombi-Monitor wie den 1084, den man zwischen 40 und 80 Zeichen umschalten musste. Zwei-Monitor-Setups waren und sind m.E. ziemlich selten.


    Was bleibt, ist der 80-Zeichen-Modus. Da gibt es eine gute Auswahl an Anwendungsprogrammen, die von den 80 Zeichen profitieren - Spiele sind hier aber ziemlich Mangelware. Bei den recht heftigen Einschränkungen des VDC ist das verständlich - aber das wäre der eine Bereich, wo ich noch Neuland für eigene Versuche sehen würde. Von den eingangs erwähnten "Portierungen" ist man dann aber natürlich Lichtjahre entfernt.

    Wobei es mir da schaudert. Ich habe alleine auf meinem Smartphone immer so 600 bis 1000 Apps gleichzeitig, je nach Speicher und Laune. Ich möchte gar nicht dran denken, was auf meinem Computer herumschlummert. Ich tippe auf eine niedrige bis mittlere vierstellige Zahl von Anwendungen, Games und Tools für alle Lebenslagen.

    Es gibt natürlich Methoden, um das (zumindest größtenteils) mit Hilfe eines Shell-Scripts zu automatisieren - schließlich wird im Regelfall alle Software über den selben, auch vom Terminal steuerbaren Paket-Manager installiert. Das ist dann aber schon für Fortgeschrittene.


    Du kannst es natürlich auch so machen wie du es von Mac OS und Windows gewohnt bist und die Distribution einfach nicht wechseln, wenn du dich mal für eine entschieden hast.

    Wobei "weil mir das mein Nachbar empfiehlt" ein ziemlich dämlicher Grund für einen Distro-Wechsel wäre

    Hast recht. Ich will ja nicht die gleiche "doofe" Distro, wie mein Nachbar – ich will eine bessere.

    Nein. Du wechselst deine Distribution nicht, weil "dein Nachbar dir was neues empfohlen hat", sondern weil dich an deiner jetzigen Distibution etwas stört - darauf wollte ich hinaus. Die Distribution zu wechseln ist zeitaufwendig und arbeitsintensiv. Es gibt Leute, denen das Spaß macht, das ist dann halt Teil ihres Hobbys. Wenn du einfach nur damit arbeiten willst, suchst du dir eine Distro raus und arbeitest mit der.


    Die Vielzahl von verfügbaren Distributionen ist (aus Anwendersicht) entweder ein Segen, eine nette Spielerei oder komplett überflüssig. Sie zu einem Nachteil umdeuten zu wollen, erscheint mir aber überzogen. Wenn dich die Vielfalt stört, ignorierst du sie einfach.


    Oder anders ausgedrückt: Mac-User fragen in einem Forum ihrer Wahl ob sie Ubuntu, Mint oder Debian installieren sollen, entscheiden sich für eins und werden glücklich (oder nicht). Wenn sie glücklich werden, aber anfangen sich über kleinere Dinge zu ärgern (Software zu aktuell/zu alt? Zu viel/zu wenig EyeCandy? Zu viel/zu wenig Handarbeit nötig? Zu viel Bloat?), schauen sie nach 1-3 Jahren ob sich was findet was ihnen besser passt.

    Zwischen Distros wohl eher nicht. Aber natürlich z.B. zwischen Fenstermanagern, die ja nicht von einer bestimmten Distro abhängen.

    wenn ich jetzt von Ubuntu zu Linux Mint wechseln möchte, weil mir das mein Nachbar empfiehlt, was müsste ich dann tun?

    Dein Home-Verzeichnis sichern, neu installieren, Home-Verzeichnis zurückspielen und fehlende Software schrittweise per Paket-Manager nachinstallieren.


    Wobei "weil mir das mein Nachbar empfiehlt" ein ziemlich dämlicher Grund für einen Distro-Wechsel wäre ;)

    Eine Diskussion darüber, welches System "einfacher" zu bedienen ist, ist ziemlich überflüssig. Zum einen weil es nicht das Linux mit der Bedienung gibt, sondern zig verschiedene Desktops mit zig verschiedenen Ansätzen.


    Zum anderen hat m.W. noch niemand abschließend geklärt, was denn nun der Großteil der Durchschnittsbevölkerung als "einfach" definiert. Sind Ribbons wirklich besser als klassische Menüs oder hat MS bloß ein Argument gebraucht um Firmenkunden weltweit zum Kauf neuer Office-Pakete zu zwingen? Ist die Touch-Bar die dämlichste Tastatur-bezogene Erfindung aller Zeiten oder gibt es außerhalb von Apple-Fanboi-Kreisen tatsächlich Leute die das Konzept sinnvoll finden? Sprach-Assistenten auf Desktop-Rechnern? "Cloud"-Integration? Wer definiert "einfach" und bewertet dann die Konkurrenten?


    Was die Linux-Desktops nicht sind, und sicher auch nie sein werden, ist "innovativ". Das hat zwei Gründe: Erstens ist kommerzieller Wettbewerb tatsächlich ein Motor der Innovation - ich muss den Leuten Gründen liefern, warum sie mein Produkt bzw. ein Upgrade meines Produkts kaufen sollen - deswegen Ribbons, Touch-Bar, Sprach-Assistenten... Kommerziellen Wettbewerb - und damit Investitionswillen - gibt es bei Linux aber nur abseits des Desktops (Server, embedded...).


    Zweitens benötigen Innovationen im UI-Bereich - zumindest wenn sie nicht das Niveau von Karl Klammer haben sollen - erhebliche Ausgaben in die Forschung bzw. in Tests der Konzepte, die ich einführen will. Apple ist eine grausige Bude - aber das Thema handhaben sie regelmäßig korrekt, weswegen viele Apple-Innovationen tatsächlich zu Standards geworden sind. Linux-Desktops können einen solchen Prozess weder finanzieren noch organisieren - weswegen dort zwangsläufig das Prinzip vorherrscht, das zu übernehmen, was sich anderswo bewährt hat. Gnome hat vor 10 Jahren probiert, selbst mal innovativ tätig zu werden - das Resultat war fürchterliches Chaos und ein Desktop, der Jahre gebraucht hat, bis ihn selbst die Anhänger des neuen Konzepts halbwegs ordentlich nutzen konnten.


    Aber Linux will gar nicht "einfacher" oder "so einfach" (LOL) wie Windows sein. Forderungen dieser Art kommen meist von Leuten, die Linux gar nicht einsetzen und das auch nicht ernsthaft vorhaben: "höchstens wenn's genauso funktionieren würde wie [mein jetziges OS] und die gleichen Anwendungen drauf laufen würde" ist gleichbedeutend mit der Ansage "ich gehöre auf gar keinen Fall zum Zielpublikum von Linux".

    So wie ich sparhawk verstanden habe, muss man den Code ja nicht mal veröffentlichen, sondern nur auf Nachfrage dem Käufer oder Nutzer der Software zur Verfügung stellen. In 99,9% der Fälle wird der den nicht haben wollen.

    Richtig. Die Anforderung stammt aber aus Zeiten als Code noch auf Disketten verschickt wurde. Heutzutage packt man den Code irgendwo ins Internet und verlinkt in der Dokumentation darauf.


    Prinzipiell ist freie Software in erster Linie eine Ideologie ("teilen") und hat nur deswegen rechtliche Positionen (sprich: Lizenzen), weil Menschen nun mal nicht alle Idealisten sind. In dem Moment wo ich anfange darüber nachzudenken, welche Closed-Source-Spiränzchen die Lizenz mir vielleicht noch erlaubt und welche nicht, stehe ich den Idealen der GPL-Autoren ziemlich im Weg. Dann muss ich mich halt mit Lizenztexten herumschlagen - in vielen Fällen immer noch besser als den Code komplett selbst schreiben zu müssen.

    Vielleicht als persönliches Fazit zu dem Thread: So toll und gut ich es finde, dass es für wirklich viele Bereiche sehr gute Opensource-Lösungen gibt, so bedauerlich finde ich persönlich es, wenn dann so ein Code mit einer Lizenz verknüpft ist, die eine "unkomplizierte" Verwendung für den "Normalsterblichen" erschwert.

    Nochmal: du komplizierst die Angelegenheit, weil du deinen/euren eigenen Quelltext nicht ebenfalls veröffentlichen willst - das kannst du unmöglich der (L)GPL anlasten.
    Passende freie Lizenz wählen und Spaß haben - so einfach ist das.


    Große Teile der OpenSource-Bewegung haben sicher kein Problem damit, wenn jemand freien Code nutzt ohne selbst etwas zurückzugeben - aber den Prozess auch noch möglichst einfach zu gestalten, hat für die sicher keine Priorität. Und ganz bestimmt nicht für die Free Software Foundation, die die GPL-Lizenztexte herausgibt - das sind traditionell die Free/Libre-Software-Nazis.


    Aber ich glaube, du hast einfach etwas zu viel Respekt vor der angeblichen Komplexität der LGPL. Du hast sie bereits auf der ersten Seite komplett kapiert, meine ich.

    Die GPL schreibt mir allerdings vor, dass auch MEIN Code, den ich in dem Gesamtprojekt erstellt habe, wieder unter die GPL muss (wenn ich es richtig verstanden habe).

    Die GPL ist eine sogenannte "Copyleft"-Lizenz - sie versucht die Abwesenheit von "Copyright" langfristig zu garantieren und macht deswegen detaillierte Vorschriften was du darfst und was nicht. Sie geht dabei sehr weit - die dahinterstehende Argumentation ist, dass die "Gegenseite" das ja ihrerseits auch tut - weswegen sie sich für Dinge wie Bibliotheken nicht wirklich eignet. Dafür gibt es ja auch die LGPL, die eben diesen viralen Effekt ("alles was mit GPL-Code in Berührung kommt, wird selbst GPL-Code") vermeidet und dementsprechend für Bibliotheken verwendet werden sollte.


    Und wie bereits jemand angemerkt hat: Lizenzen sind immer fürchterliches Gewürge, ich empfinde die GPL da nicht als schlimmer als die Konkurrenz, eher im Gegenteil: schau doch mal das End User License Agreement von irgendeinem proprietären Titel an, den du installiert hast - dann reden wir nochmal über "kompliziert".

    Und genau daran happert es meiner Meinung nach schon ... Ich kann die Bibliothek in einem Projekt nutzen, wenn x,y, und z.

    Derjenige, der mit den komplizierten Bedingungen angefangen hat, bist aber du: "ich möchte freien Code nutzen, ohne dass mein eigener Code frei wird". Sich dann zu beschweren, dass die Situation schnell unübersichtlich wird, ist ein bisschen unfair.


    Du hattest eingangs einen "Verein" erwähnt. Wenn das ein eingetragener Verein ist, macht es doch keinerlei Sinn IP anzuhäufen? Das Resultat einfach unter irgendeiner GPL-kompatiblen Lizenz veröffentlichen, und es gibt keinerlei Lizenzschwierigkeiten mehr.