Die Schnittstelle war nicht nur einfach da, es war sehr gut umgesetzt. Denke mal nicht Midi gleich Midi ist, weil es ja digital ist.
Es gab keine Lösung für den Amiga, die die Qualität der ST Midi Schnittstelle erreichte. Es geht dabei um Jitterabweichungen. Irgendwo haben wir das auch schon hier diskutiert. Der ST erreichte deshalb PPQN Werte im Sequenzer, die kein Amiga oder andere Computer Lösungen zu der Zeit erreichte.
Sowas tritt im Unterschied bei aufwendigen Arrangements auf und ist tatsächlich wichtig.
Nicht wenn man ein Keyboard zum Hobby dran hat, um irgend etwas hinein zu klimpern, ist es sicherlich egal.
Der ST war da nicht nur der erste, er war auch noch prof. in dem Bereich und lange der einzige.
Das war jetzt kein Hexenwerk, weil Atari sehr einfach von Motorola das gekauft hat, was Motorola für Midi ausgetüftelt hat. Aber das war eben gut. Besser als die Bastelllösungen.
Ich vermute mal ganz stark, dass die Tramiels das vermutlich einfach als Bonbon mit Motorola mit verhandelt haben. Wenn man halt über den Preis nicht mehr reden kann, gibt es halt die Fussmatten dazu.
Das ist doch generell aber mal eine interessante Frage, warum gab es denn keine Hersteller die mal einfach vom CPU Hersteller das gleich mit eingekauft haben, was sich dieser Hersteller für seine CPU so ausgedacht hat?
Bei Midi sieht man ja, dass es wohl auch Vorteile hat.
“I was a bit shocked when I saw people use the Atari ST for things other than music. I almost forgot that it was a home computer.”
Per Martinsen