Posts by Schmitti

    Infineon (oder ein anderer Hersteller) kann solche Chips nicht herstellen. Dazu werden viele technische Unterlagen benötigt und der richtige Prozess. Beides ist nicht vorhanden. Wenn die technischen Unterlagen vorhanden wären, könnte man immerhin ein Redesign starten (wenn dazu viel Geld auf den Tisch gelegt würde, so etwa ein 6 bis 7 stelliger EUR-Betrag).

    Die Kompatibilität lässt sich am besten beurteilen, wenn du auch den Hersteller der RAM's mit angeben könntest. Das lässt sich dann genauer sagen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die 4264 RAM's durch 4164-Typen ersetzt werden können. Sind die 4264'er von Micron Technology?

    Hi finchy,


    die Commodore PC's gehören mit zum Hobby und ich habe mich auch mit denen sehr intensiv beschäftigt bzw. deren Historie verfolgt. Habe auch mal bei C= gearbeitet. Von daher kenne ich das alles recht gut. Mein erster PC war bzw. ist einer der allerersten PC 10-II, den ich inzwischen auf das eigentlich technisch machbare "aufgebohrt" habe und der sich immer noch sehr wacker schlägt. Hätte gerne noch ein paar Slots mehr in dem Gerät.
    Der erste PC, also der PC 10 wurde übrigens in Deutschland entwickelt. Der PC 10-II ist von der Technik im Prinzip gleich, es wurde quasi nur die zweiteilige Hauptplatine in eine einteilige Hauptplatine geändert. Aus meiner Sicht und Erfahrung ein sehr zuverlässiges und solides Gerät.
    In meiner Auflistung habe ich übrigens noch ein Gerät vergessen, dass Commodore auch selbst entwickelt hat:
    - Commodore PC 1


    Gruß, Schmitti

    Ein Problem gibt es zum Beispiel bei der Verwendung eines Reset-Schalters, der als Stecker für den seriellen Bus ausgeführt ist. Das würde dann die Verwendung eines anderen Reset-Steckers (zum Beispiel für den User-Port) erforderlich machen.

    Teilweise hat Commodore seine Boards selbst entwickelt und teilweise zugekauft.
    Selbst entwickelt hat Commodore die Board in folgenden PC's, die in Deutschland verkauft wurden (weitere gab es in den USA):
    - Commodore PC10
    - Commodore PC10-II
    - Commodore PC10-III
    - Commodore PC20
    - Commodore PC20-II
    - Commodore PC20-III
    - Commodore PC30-III
    - Commodore PC35-III
    - Commodore PC40-III
    - Commodore PC45-III
    - Commodore PC60-III
    - Commodore T486-25
    - Commodore T486-50
    - Commodore Amiga A1060
    - Commodore Amiga A2088
    - Commodore Amiga A2286
    - Commodore Amiga A2386


    Die Boards in den folgenden Rechnern hat Commodore zugekauft:
    - Commodore PC-AT
    - Commodore PC40
    - Commodore PC60
    - Commodore PC50-II
    soweit ich weiß auch alle neueren Boards aus der Commodore PC-Linie

    MOS hat das mit den TTL-IC's wahrscheinlich gemacht, da sie die verkaufen konnten, nämlich an Commodore. Warum die abweichende Bezeichnungen haben hängt sicherlich von der Firmenphilosophie ab. Andere Firmen bauen auch funktionsgleiche IC's die abweichende Bezeichnungen haben. Die Bezeichungen auf den MOS-TTL-IC's können natürlich auch ein spezieller Kundenwunsch von Commodre gewesen sein. Das wird man aber wahrscheinlich nicht mehr genau herausbekommen.

    Die Verlustleistung eines IC's wird nicht einfach durch "Shrinken" geringer. Das ist in erster Linie von der Stromaufhnahme abhängig. Zummal beim Shrinken nicht übermässig viel herauskommt, da der größte Teil vom MOS6581 (der ja jetzt hier favorisiert wurde) ohnehin auf analoger Schaltungstechnik beruht.
    Da wäre dann eher ein komplettes Redesign (mit dem entsprechenden Aufwand) erforderlich.

    Die Frage nach der Maskenanzahl ist sicher erstmal interessant. Wenn nämlich nicht klar ist, wieviele der Halbleiterprozess hatte, helfen die 6 auch nicht weiter, wenn noch einige wichtige fehlen. Heutige Halbleiter in älteren Prozessen haben etwa 14 - 20 Masken. Die Anzahl hängt davon ab, welche Optionen im Prozess genutzt wurden. Deshalb gibt es keine feste Anzahl. Da die Commodore-ASIC's noch älter sind, werden es aber eher weniger Masken sein. Um die Schaltung aus den Masken heraus zu bekommen, benötigt man sicher auch nicht alle Masken. Aber halt die entscheidenden, die die aktiven Strukturen darstellen sowie die Metallebenen. Die anderen sind vielleicht nicht erforderlich.
    Des weiteren wirde es vermutlich die alten Halbleiterprozesse nicht mehr geben. Das bedeutet mit den alten Parametern aus den damals verwendeten Prozessen muss das ganze auf neue Prozesse transferiert werden. Theoretisch ist das auch machbar.
    Ich vermute, dass hier im Forum keiner mit solcherlei Thematik bis jetzt Kontakt hatte und ich kann nur sagen, dass das ganze eine schöne Idee ist. Problem bei der Sache ist jedoch, dass ohne die ganzen (und hier meine ich auch wirklich alles) technischen Unterlagen zu den Commodore-ASIC's mit den analogen Schaltungsteilen kein Nachbau sinnvoll möglich ist. Selbst wenn alle Daten vorhanden sind, benötigt man häufig mehr als einen Versuch, bis das IC das tut, was es soll und häufig sind dann auch noch Kompromisse dabei, die anderweitig technisch gelöst werden. Dabei spielen die physikalischen Eigenheiten vom Prozess gerade bei den analogen Komponenten sehr stark mit rein. Ohne Träume zerstören zu wollen, geht das an der Realität vorbei, da der Markt für eine Reproduktion viel zu klein ist.
    Etwas anders sieht es ja bei den rein digital arbeitenden ASIC's aus. Die kann man mit viel Aufwand nachbauen. Ob sich jemand dafür aber die Zeit nimmt, ist eine andere Sache. Diese könnte man dann zumindest mit Adapter in einem FPGA einsetzen. Eine professionelle Reproduktion wird es hier sicherlich aus wirtschaftlichen Gründen ebenfalls nicht geben.
    Das zeigt heute zumindest die Realität in dem Geschäftsbereich der Halbleiterentwicklung. Da stehen immense Kosten dahinter. Es kann also eigentlich nur sinnvoll sein, die IC's, die noch existieren, sorgsam zu behandeln und vermehrt Schutzschaltungen einzusetzen, die Commodore damals aus Kostengründen einfach nicht realisiert hat. Dazu gehört als allererstes ein vernünftiges Design um die Festspannungsregler der 78xx-Serie, die zum Beispiel im Commodore 64 direkt und seinem Netzteil eingesetzt werden. Das habe ich hier im Forum ja auch teilweise schon in einem anderen Beitrag in der Bastelecke beschrieben.

    @ Dmaster: Wenn der Akku oder eine Batterie eine grünliche Flüssigkeit absondert, sollte der bzw. die schnell entfernt werden. Die Flüssigkeit (kann auch ziemlich klar sein) zeigt, dass der Akku/die Batterie nicht mehr dicht ist und ausläuft. Die Flüssigkeit ist in der Regel recht aggressiv und greift das Umfeld an.
    Deshalb schnell entfernen. Ersatz kann später auch noch eingebaut werden.

    Den Commodore VC1520 gab es im Normalfall mit 220 VAC bei uns. Es gab aber mal eine Serie mit 110 VAC, die von Völkner (heute Conrad) ohne Garantie "verramscht" wurde. Der könnte als daher stammen, wenn er nicht aus den US mitgebracht wurde.

    Ein unscharfes Bild liefert ein Monitor oder Fernseher auch, wenn die Konvergenz nicht optimal eingestellt ist. Das ist neben einem dejustierten Fokus am Bildschirm die häufigste Ursache für ein schlechtes Bild. Am besten das auch gleich einstellen, wenn der Monitor einmal offen ist.
    Monitore sind analoge Geräte, die für eine optimale Bildqualität im Prinzip regelmäßig abgeglichen werden müssten. Dann liefern die auch ein tolles Bild. Nur machen das natürlich die wenigsten Leute und deshalb sehen die meisten Röhrenbildschirme nach ein paar Jahren nicht mehr besonders brilliant in ihrer Bildqualität aus. Das kommt einfach durch die normale Alterung der elektronischen Bauteile.

    Von der Commodore VC1541 kannst du nur den Trafo unten aus dem Chassis nehmen. Das Netzteil ist bei der 1541 mit der restlichen Elektronik auf einer Platine "verheiratet". Das würde nur mit einigen Lötarbeiten funktionieren. Am besten nimmst du eine anderes Netzteil einer Commodore VC1570. Ansonsten ist der Hinweis mit dem Kältespray sicherlich sehr gut, um den Fehler zu finden.

    Der 65C256 -10 und der D43256AC -10L sind 32k x 8 SRAM's und kompatibel. Der zweite ist vermutlich von NEC. Die anderen sind wie auch schon gesagt EPROM's und gehören in eine andere Klasse von IC's.
    Wenn jemand übrigens 32k x 8 SRAM's benötigt, habe ich preiswert welche abzugeben.