Posts by Freudentaumel

    Achja, Wie weit seid ihr eigentlich bei Wonder Boy gekommen? Das hat ja nun wirklich fast jeder von uns damals ab und an mal gespielt. Ich hab nur vier Endgegner geschafft, dass das Spiel insgesamt sieben hat, habe ich erst Jahre später im Netz erfahren :)

    Ich hatte damals keinen C64, aber ich habe das bei einem Freund gespielt. Eines Tages hatten wir unendlich Leben, was für uns (und auch seine gesamte Familie) völlig unerklärlich war. Wir haben das dann ewig gespielt, um möglichst weit zu kommen (habe extra zuhause angerufen, und bei meinem Freund zu abend gegessen), weil wir wussten, wenn wir das Spiel ausschalten, haben wir nie wieder unendlich Leben.

    Haben es aber trotzdem nicht geschafft, es durchzuspielen.

    Aber ich glaube, wir waren auch einfach sauschlecht. Ich habe das viel später nochmal gespielt, und habe festgestellt, dass die Welten und Gegner, die uns damals wie unfassbare Errungenschaften vorkamen, gar nicht so schwer zu erreichen sind.

    Es scheint zum Normalfall zu gehören, keine Ahnung ob das in Europa anders wäre. Also das Dauerverhandeln, der Umgang mit Kunden, einseitige Preisänderungen und die Bindung von Produktionsmitteln an den erstbesten der sich daran klammern kann ... scheint alles Taktik zu sein an die man sich leider gewöhnen muss.

    Das ist schon anders in Europa, die Tastatur vom Mega65 ist perfekt, und das Team hat immer nur gut positiv die Zusammenarbeit mit Please login to see this link. gesprochen.
    Das ganze hat natürlich seinen Preis, und darum kostet der Mega halt auch, was er kostet.

    Vermute mal die Erben von Chris Yaneff in der EU sich auf die Urheberrechte am Logo berufen könnten, und verlangen das es bei der "original" Firma bleibt. Zumindest in der EU, und dann wär die Sache geritzt. Das Logo weist sicher eine gewisse Schöpfungshöhe, und auch wenn Vertraglich alle Rechte bei dem alten Commodore lagen, kann das "Copyright" nur dann an andere übergehen, wenn der Urheber dem zustimmt.

    In den USA ist das nicht so, und Yaneff Erben wissen das wohl nicht, und ob Peri und die anderen old Commodres das wissen ist auch fraglich.

    Das ist in der Tat ein interessanter Aspekt, den ich noch gar nicht bedacht hatte. Was meinst Du denn mit "in den USA ist das nicht so"?

    In den USA ist Urheberrecht übertragbar, in Europa nicht. Anzunehmen ist, dass das alte Commodore Yaneff damals das Urheberrecht für die USA abgekauft hat, und für Europa das Nutzungsrecht.
    Das heißt, dass die Logoverwendung von Luigicomm in Europa eine Urheberrechtsverletzung ist, völlig unahbhängig davon, wie die Sache bezüglich der Markenrechte aussieht, es sei den Luigi hat sich diesbezüglich mit Yaneffs Erben geeinigt.

    Allerdings bringt Pericomm das zunächst mal nichts, denn gegen die Urheberrechtsverletzung können nur Yaneffs Erben vorgehen, und warum sollten die sich den Stress eines Rechtsstreits geben, es sei denn Pericomm gibt ihnen ordentlich Kohle dafür.
    Aus dem gleichen Grund verlangt z.B. die Open Software Foundation, wenn man zu GNU-Software etwas beisteuert, dass man das Urheberrecht für die USA an die OSF überträgt (ansonsten wird kein Pull-Request akzeptiert). Denn ansonsten könnte die OSF nicht gegen irgendwelche Firmen vorgehen, die gegen die Lizenzbedingungen der GPL verstoßen.

    Man kann den Mega65 mit einem C65 ROM betreiben, das zeigt ja, dass auf dem Mega65 Software laufen kann, die für den C65 gedacht ist.
    Aber es kann natürlich sein, dass man auf dem Mega was entwickelt, was dann auf dem C65 nicht läuft. Ebenso kann es sein, dass man für den C65 etwas entwickeln könnte, was dann auf dem Mega65 nicht läuft.
    Der VIC-III-Kompatibilitätsmodus vom Mega65 bildet z.B. den kompletten Grafikmodus ab, der von den Basic10-Grafikbefehlen verwendet wird. Es gibt aber, wenn ich mich richtig erinnere, einen VIC-III-Grafikmodus (Bitplane hochauflösend?), der im Mega65 nicht implementiert ist.

    Ich meine, das müsste bei mir so Ende der Grundschulzeit gewesen sein...grob 1985/86/87. Natürlich konnte ich da kein Englisch. Aber das TOHUWABOHU war überdeutlich zu verstehen. Das erwähnte "Gemurmel" davor, war womöglich englisch. :) Ich schließe C64 aber aus.

    Das Wort "Tohuwabohu" deutet aber mMn eher auf ein deutsches Release hin. Im Englischen ist mir das Wort noch nie begegnet, und ich denke es ist aus dem Jiddischen ins Deutsche eingewandert.

    ABER die Dinger gehen weg wie die warmen Semmeln.

    Genau gleich geht's mir mit dem SID. Ich möchte in meinem echten C64 eigentlich keine Emulation stecken haben. Das ist in keinster Weise rational, ist mir bewusst. Mich hätten sie jedenfalls direkt als Kunden, wenn's preislich im Rahmen bleibt.

    Genau darum geht's.

    Mein Vater kannte mal den Inhaber eines kleinen Plattenlabels, der hatte bei Aufnahmen das komplette Equipment doppelt, einmal in modern und einmal mit Röhrentechnik. Von den Röhrentechnikaufnahmen wurden dann die Vinylplatten gepresst - für die entsprechende Kundschaft war das sehr wichtig, dass er ihnen versichern konnte, dass keinerlei Digitaltechnik mit ihrem Klangerlebnis in Berührung gekommen ist.

    Wer heute 18 Jahre alt ist, wurde 2007 geboren. Der C64 kam 1982 raus.

    Als ich 18 war, habe ich mich sicherlich nicht intensiver für Technik interessiert, die 25 Jahre vor meiner Geburt benutzt worden ist. ;)

    Also ich habe als Teenager mit dem Elektronikbaukasten meines Vaters aus den 50ern gespielt, und nicht mit einem aktuellen, obwohl wir davon auch zwei im Haus hatten.

    Allerdings war da die Technik ja prinzipiell die gleiche, und der aus den 50ern war einfach hochwertiger, von daher ist das wohl nicht ganz zu vergleichen.

    Ich wüsste nicht, welchen Mehrwert ein C64U für mich hätte. Mir fällt kein einziges Szenario XYZ ein, bei dem ich sagen würde, "hoffentlich kommt der C64U bald, damit ich endlich XYZ machen kann".

    Ich habe allein an Hardware aktuell vier C64, einen C128, FPGA-Core im SiDi (MiST-Klon), irgendwo sogar noch einen TheC64 mini, paar Floppys, Pi1541, ... keine Ahnung, welche Lücke ein C64U hier bei mir noch schließen sollte? Für mich ist er schlichweg überflüssig.

    Ich würde sagen, er hätte den gleichen Mehrwert wie dein zweiter, dritter und vierter C64. :P

    Wenn ich mich recht entsinne, war Kaiser auch in Basic geschrieben ... da könnte ich mich aber täuschen.

    Ja, Kaiser wurde von einem Schüler in Basic geschrieben und war ein Klon/Plagiat von Santa Paravia, was sein Lehrer in der Informatik-AG hatte. Es ist auch auf etwas krummen Wegen aus der Bubble des Schülers gekommen und er hat hat 3000 DM Festpreis dafür bekommen.

    Gibt ein nettes Interview mit ihm: Please login to see this link.

    Wenn Du den Programmierer kanntest, ist halt die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass es das Spiel nie aus eurer Bubble rausgeschafft hat. Dann ist es auch kein Wunder, dass es sich im Netz nicht finden lässt.

    In dem Falle wäre wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, die Leute von damals wiederzufinden und da zu fragen, wer noch was rumliegen hat (was ja auch eine ganz nette Aufgabe ist).

    Falls es dir auf diesem Wege tatsächlich gelingen sollte, das Spiel wieder aufzutreiben, würden sich hier sicher auch eine Menge Leute darüber freuen, wenn Du es mit uns teilst.

    Also, beim C128er gibts auch kein Rücksprung vom C64er zum C128er Modus.

    Ja, aber das entspricht ja genau dem, was ich meine: Wenn man auf dem Mega65 mit GO64 den C64-Core aktivieren würde, wäre das Resultat ungefähr so wie auf dem C128. Weil der C65 aber explizit nicht so designed ist, kann man da zurückspringen.

    Verstehe ich nicht. Wenn ich GO64 eingebe, gibt es kein zuück. Weder beim C128 noch beim M65.

    SYS 58552

    Kompatibler zu was ? Zum 64er ? Ich hatte im M65 Thread mal angefragt ob es möglich ist, vom M65 Core in den C64 Core zu springen. Es ist möglich (go 64). Warum sie das nicht machen weiß ich nicht.

    Dann wäre die Kompatibilität gegeben. Das einzige Manko wäre, das man im C64 Core keinen Zugriff mehr auf den VIC-IV und das zusätzliche RAM hat. Ich glaube, die das vermissen würden, kann man an einer Hand abzählen.

    Das ist ja praktisch das, was der C128 macht - sobald man GO64 macht, ist alles, was den 128 ausmacht, weg. Deswegen ist das auch viel kompatibler als beim 65.

    Der C65 ist ja ganz explizit nicht so designed - offensichtlich war zumindest irgendjemand bei Commodore der Meinung war, es sei eben doch besser, wenn man aus dem GO64-Modus heraus Zugriff auf die erweiterten Möglichkeiten des C65 hat.

    Und der Mega65 macht es eben so, wie es für das Vorbild vorgesehen war. Ich finde das auch nachvollziehbar - wenn man z.B. ein C64-Spiel geschrieben hat, kann man theoretisch für den Mega einige VIC-IV-Features aktivieren und relativ einfach eine aufgebrezelte Version produzieren. Wenn GO64 in den anderen Core springt, muss man immer eine aufwendige Portierung machen, wenn man eine Mega65-Version rausbringen will.

    Ich denke auch, dass dein Vorschlag nicht mal ZeHas Kritikpunkt ausbügeln würde, denn der Bruch in der Experience wäre ja immer noch da (Core fühlt sich anders an), und ein Rücksprung wäre auch nicht möglich, d.h. der nahtlose Übergang, den sich ZeHa wünscht wäre immer noch nicht da.

    Ja, das sage ich ja. Die Verbreitung muesste groesser sein, dies wuerde aber nur funktionieren, wenn der "neue C65" zum C64 100% kompatibel waere, so wie der Spectrum NEXT (von dem ja inzwischen rund 7000 oder so verkauft wurden) zu den alten Spectrums kompatibel ist. Daher glaube ich dass das mit dem MEGA65 schwierig wird, weil er einfach schon der "MEGA65" ist. Wuerde man da nochmal frisch ansetzen und einen neuen C65 entwickeln, der mehr Kompatibilitaet zum Vorgaenger bietet, koennte das vielleicht funktionieren. Das ist aber wiederum ein Mordsaufwand, von daher auch nicht unbedingt realistisch.

    Ich glaube nicht, dass das einen wirklichen Unterschied machen würde. Die meisten Leute stört es nicht, dass wirkliche C64-Kompatibilität nur über den Extra-Core gegeben ist. Das ist dein "Spezialproblem" (nicht böse gemeint, ich kann das schon nachvollziehen), dass das nicht im 65er-Core gegeben ist. Ich habe noch nie jemand anderen gehört, den das so sehr stört wie dich. Andere, z.B. ubik hätten lieber mehr Kompatibilität geopfert für andere Verbesserungen, z.B. ein besseres Basic. Ich kann ja beide Sichtweisen irgendwie nachvollziehen, aber das Problem ist halt irgendwie unlösbar.

    Ich glaube, das größere Problem ist ja eh, dass die potentielle Kundschaft schon den C64U kauft. Dann noch nen Commodore Mega 65 kaufen werden eh nicht so viele machen, ganz unabhängig davon, wie kompatibel das ist. Ich denke das größte Verkaufsargument wäre noch "Generelle Commodore-8-Bit-Maschine" mit den verschiedenen Cores, aber da ist ja die Frage, ob Commodore das will, da man sich damit selbst das Wasser für evtentuelle spätere "Ultimates" abgraben würde.

    Ich denke auch das der Mega 65 jetzt eine große Chance hat

    Das hängt davon ab, ob das MEGA-Team Interesse daran hat, unter die Marke Commodore zu gehen. Vermutlich haben sie das nicht, was ich auch nachvollziehen kann, weil sie ja die ganze Arbeit hatten und jetzt natürlich ungern sozusagen die Show gestohlen haben wollen. Andererseits könnte man es aber auch so betrachten, dass der MEGA65 damit die Aufmerksamkeit bekäme, die der Computer verdient. Denn toll gemacht ist das Gerät allemal, auch wenn ich noch nach dem Einsatzzweck suche, so viel Ehrlichkeit muss auch sein.

    Also so wie ich den letzten Post im Discord zu dem Thema verstanden habe, reden die im Moment mit Commodore darüber.

    Das Mega65-Team hat auch von Anfang an (lange vor dem neuen Commodore) gesagt, dass sie jeden unterstützen würden, der eine günstige Version des Mega65 bauen will. Sie können kein Geld verlieren, weil sie eh keins verdienen, und es würde der Plattform ja gut tun, wenn sie etwas weiter verbreitet würde. Und "Ehre" würden sie ja auch keine verlieren, sondern gewinnen. :thumbup:

    Das heißt jetzt natürlich nicht, dass das kommt, aber möglich ist das schon.

    Ich weiß nicht, aber ich würde die Kosten für die Matrize für die Gehäuse nicht als Produktionskosten bezeichnen, und auch das Gehalt des Platine-designers von Trenz würde ich nicht zu den Produktionskosten zählen.

    So weit ich weiß, hat der Platinendesigner das in seiner Freizeit für lau gemacht und wird deswegen auch überall als Teil des Teams gelistet (antti). Die Kosten für die Gehäuseformen wurden über die Spendenkampagne bezahlt und gehen deswegen nicht in die Verkaufskosten ein.

    Dass das Entwicklungsteam kein Gehalt erhalten hat, bedeutet nicht, dass die beteiligten Unternehmen umsonst arbeiten. Trenz muss beispielsweise seinen Mitarbeitern, die an der Mega65 gearbeitet haben, ganz normal ein Gehalt zahlen. Das Gleiche wird auch für das Unternehmen gelten, das das Gehäuse herstellt.

    Ja, aber das sind ja keine Entwicklungskosten, sondern Produktionskosten. Dass die in Vergleich zu China-Produkten sehr hoch sind, bestreitet niemand. Für board, fpga, etc. sind keine Entwicklungskosten entstanden. Evtl für Tastatur und Gehäuse, deswegen schrieb ich auch kaum und nicht gar keine.