Posts by rom_l

    Was ist daran verwunderlich?


    Weil der Arduino zu viele lästige Details verschleiert. Wenigstens sieht das auf meine Entfernung so aus. C und IDE.


    Im Computer-Club gehen sie übrigens noch weiter. Dort ist alles abgemeldet außer ESP8266. Vom Türrigel über Lichtschalter und Effekt-Geräte für Stromgitarre bis zum Media-Center -- alles ESP8266 mit WLAN und Micro-Python. Extrem praktisch, besonders, wenn man die Bibliotheken downloaden kann. Falsch ist das nicht für Resultate, aber ich gucke mir Technik lieber etwas genauer an. (Bei den Funkamateuren geht es in genau die andere Richtung. Seit es Software-Defined Radio gibt, sind sozusagen die mutwilligen Primitivisten die Schneidigsten. Tschechische Radioröhren und Bauteile aus der Mülltonne sind total angesagt.)

    detlef


    Wirklich aussuchen kann ich es mir gar nicht, weil ich, äh... mit 50+ in einer Elektronikabendschule bin -- unter anderem, weil mich Platinenherstellung interessiert hat. Ich wüsste schon mehr, leider kam Corona in den Weg. Die Abendschule ist übrigens besessen von Selbermachen. Metallbearbeitung mit Schweißen und Schmieden gehört für aspirierende Elektroniker zum Pflichtprogramm. Deswegen wundert mich, dass der Digtial-Teil Arduino im Zentrum hat.


    Die Beschäftigung mit vergangener Elektronik wurde uns in einer Ansprache in einem Computer-Club von einer Frau namens Jeri Ellsworth empfohlen, die für ihren c64-Nachbau auf Spartan-Boards berühmt ist. (Augenscheinlich ein Genie.)

    Ich habe mehrere Versuche mit Eisendreichlorid und Schwefelsäure vergeigt, aber in einer richtigen Werkstatt unter Anleitung war das Werk überhaupt kein Problem. Ich habe meine Notizen nicht bei der Hand, aber folgende Komponenten sind anscheinend ausschlaggebend. Der Fachmann konnte auch nicht erklären warum. Anscheinend Elektroniker-Voodoo, das innerhalb der Loge seit Generationen weitergegeben wird.


    1.) Spezialfilzstift (Edding löst sich ab)

    2.) Natriumpersulfat-Lösung mit möglichst genau 40 Grad

    3.) Von unten Luftblasen aus einer Pumpe

    4.) Schmaler, senkrechter Behälter


    Die Leiterbahnen waren ganz genau nachgezeichnet weil sich die Filzstiftlinien nicht abgelöst haben. Die Leiterbahnen sahen aus wie aus einer Fabrik. Die Luftblasen hatten sichtbare Wirkung, allerdings ist unklar, ob chemisch oder mechanisch oder beides.



    Das zeitraubendste sind die Bohrungen. Standbohrmaschine ist angeraten. (Ich hatte zuvor einen manuellen Ritschiratschibohrer für Kinder verwendet. Das habe ich in der Werkstatt natürlich verschwiegen.)


    Für UV-Belichtung ist anscheinend wichtig, dass die Folien während der Belichtung durch eine Art Staubsauger an die Platine angesaugt werden. UV werde ich zunächst nicht machen. Man muss auch das Layout mehrmals über die selbe Folie drucken, um die Linien schwarz genug zu machen.


    Ich hoffe, meine Notizen tauchen wieder auf. Ich kann mich an die Type von Stift nicht mehr erinnern, und an die Konzentration auch nicht.

    Ich schrieb ja, bestell dir OpenCarts


    Sehr nett, sicher sehr praktisch, aber ich bin froh, dass ich elektronisch etwas zu tun habe. Bis jetzt habe ich keine andere Anwendung für den Brotkasten.



    Das wird doch der Stecker niemals überleben


    Mechanisch oder elektronisch?


    Die Verzinnung ist ganz dünn und hat den Stecker nicht gedehnt. Das war mir vorher bewusst, und ich habe darauf geachtet.


    Die Abstände sind 100 mil und genau nach Norm.

    kinzi


    zum Glück weniger fragil als es aussieht -- toitoitoi


    Die nächste mache ich mit Drähten ohne Isolierung, was mehr Platz erfordert. Die Drähte gehören eigentlich gespannt. Der Lerneffekt war jedoch, dass Elektronik für einen Edge Connector überhaupt geätzt gehört.


    Off Topic: Die Tastatur vom c64 hat mehr Qualität als die meisten modernen PC-Tastaturen. Ich sollte eine Cartridge für serielle PS/2-Emulation machen und das Ding als Tastatur verwenden. Von sowas träumen moderne Büromenschen.

    Sehr fachmännisch kommt mir das nicht vor. Ich werde noch eine andere Cartridge auf einer größeren Platine herstellen und mit einer anderen Methode verdrahten. (Hoffentlich kann ich bald anfangen Platinen zu ätzen.)

    Ausprobieren kann ich noch nicht, weil ich

    1.) mich erst mit dem Prommer vertraut machen muss

    2.) noch kein Netzgerät für den c64 habe (wird angeblich am 31. August einlangen)


    Durchgepiepst isses mehrmals; keine Kurzschlüsse; könnte klappen. Der Prommer kann den M27C1001 wenigstens lesen und hat festgestellt, dass der Chip leer ist.


    Sicher funktionieren die. Ist halt wie mit dem Panzer zum Einkaufen fahren. Gehen tut's.

    Ich hätte auch keinen theoretischen Grund gesehen warum nicht, hätte aber gedacht, dass sich meine paar Elektronen von der Leitung verläppern oder so. (Bin sehr vorsichtig geworden mit theoretischen Ableitungen in der Elektronik, anscheinend übervorsichtig.) Guter Hinweis, bin schon gespannt, obs funktioniert.

    Du solltest die Bilder hier hochladen, externe Bilder sind nicht erlaubt.


    Ahaaa... war zu blöd. Ich dachte, auf dieser Website funktionieren NUR externe Bilder. Sowas gibts auf anderen Websites.

    Allerdings! Und obwohl ich selbst immer EEPROMs verwende, muss ich zugeben, dass solch „echte“ EPROMs auf C64 Modulen irgendwie „mehr Stil“ haben.


    Bin aus irgendeinem Grund romatisch mit Eproms. Eproms sind Reichtum!


    Selbst wenn die Hälfte kaputt ist ist der Preis noch super


    Ich habe extra viele 8k-Exemplare genommen, um die womöglich fragile Schottky- Dioden zu sparen, allerdings ist die Idee schlecht, weil dann mehr zu löten ist.


    A propos Schottky. Beim Elektronik-Verkäufer gabs nur "Power Schottky 100V 20A", die vermutlich nicht funktionieren werden. (Richtig?) Ich habe die Dioden mehr zum Vermessen gekauft. Oder eigentlich nur so.


    zmrvgy.png

    @bigby


    Sorry für Fehlattributierung; der Artikel mit dem Schaltplan war von dir, nicht kinzi...


    kinzi



    Quote

    Diese A0..A12-Denke stammt vermutlich daher, dass früher für 16 kB-Cartridges zwei 8 kB-(EP)ROMs verwendet wurden.


    Daher wäre ideal, wenn der Retro-Händler 27128 hätte.

    Die Chinesen auf eBay und AliExpress haben tausende davon.

    Davon wurde mir abgeraten, wegen Qualität oder Betrügern. Zum Retrohändler kann ich zu Fuß gehen.

    Vielen Dank für die geduldige Beschreibung!


    /ROML=0 und /ROMH=1 bei einem Zugriff auf $8000..$9FFF, wenn mindestens /EXROM=0 ist. A13 des Busses ist dann 0. -> Die unteren 8 kB des 16 kB-EPROMs werden angesprochen.


    /ROMH =0 und /ROML=1 bei einem Zugriff auf $A000..$BFFF, wenn /EXROM=0 und /GAME=0 sind. A13 des Busses ist dann 1. -> Die oberen 8 kB des 16 kB-EPROMs werden angesprochen.
    Mission accomplished.

    Das ist mehr oder weniger das, was ich oben versucht habe, auszudrücken, aber anscheinend schlecht.



    /ROM=0 und /ROMH=1 bei einem Zugriff auf $8000..$9FFF, wenn mindestens /EXROM=0 ist. Die unteren 8 kB des 16 kB-EPROMs sollen angesprochen werden. -> A13 des EPROMs muss 0 sein.
    /ROMH=0 und /ROML=1 bei einem Zugriff auf $A000..$BFFF, wenn /EXROM=0 und /GAME=0 sind. Die oberen 8 kB des 16 kB-EPROMs sollen angesprochen werden. -> A13 des EPROMS muss 1 sein.
    Daraus folgt: A13 des EPROMs kann auch mit /ROML generiert werden.

    Das ist die Variante aus deiner oben verlinkten Zeichnung, die ich auch gerne verwendet hätte, aber...



    Der Nachteil der zweiten Methode ist, dass A13 des EPROMs erst gültig anliegt, wenn bereits das /CS generiert wird. Je nach EPROM ( -> Datenblatt!) ist das vielleicht ungünstig. Ich würde die erste Methode verwenden.

    ... in diese Falle wäre ich gegangen. Dein Hinweis ist wichtig, weil ich anscheinend wenig Kontrolle über die EPROM-Auswahl habe. Im lokalen Versand (bin kein Deutscher) gibt es keine mehr, bei Amazon, Digikey und sogar Octopart auch nicht. Ich habe jetzt vier EPROMs, die ich einem Händler abgekauft habe, der seit fünf Jahren seine Restbestände verkauft - es waren die letzten im Sortiment. Ein Retro-Händler hat "eine ganze Kiste, total billig". Dort gehe ich aber erst hin. Für den ersten Versuch ist wohl die robustere (erste) Methode besser.


    Quote

    Datenblatt!

    Muss wohl sein, aber dafür mach ichs ja. c64 ist offiziell ein Spielzeug-Computer, aber die Elektronik ist die eines industriellen Massenprodukts und daher kein Spielzeug. Arduino- und Raspberry-Freunde haben es wohl leichter mit ihren Experimenten, aber die lernen weniger über richtige industrielle Elektronik. Vielleicht mache ich noch mehr c64-Cartridges, dann werde ich mal die zweite Variante verwenden.


    NOCHMALS VIELEN DANK!

    kinzi:


    Quote

    Jetzt mal nur für CBM80-Cartridges, Ultimax ist was anderes. Das war ja aber auch nicht gefragt, oder?


    Von Ultimax habe ich erst im verlinkten Artikel erfahren. Ja, ganz normale c64-Cartridge 8000h-C000h.


    Quote

    Öh, bei einem einzelnen IC sollte es eigentlich reichen, zusätzlich A13 zu verdrahten.


    $8000..$9FFF: A13=0

    $A000..$BFFF: A13=1


    So hätte ich das auch gemacht. Die Entscheidung, ob mit a13 (und den Adressleitungen rechts davon) RAM oder ROM gemeint ist, übernehmen eben ROM_L und ROM_H. Das finde ich angenehm, weil man als Cartridge-Hersteller (ich zum Beispiel) praktisch keine extra Adress-Logik braucht. ABER: im verlinkten Schaltplan (für 16k in EINEM 27128er) ist a13 so verdrahtet, dass ein a13 von ROM_L auf 0V gezogen wird. Das erschien mir eher überflüssig, ABER:


    Rame:


    Quote

    a13 vom EPROM geht auf RL.

    Vielen Dank für die vielen Antworten. Ich bin noch mit der Verarbeitung beschäftigt und tummle mich. Der verlinkte Artikel mit der Schaltung ist schon mal sehr ermutigend, so weit ich das im Moment überblicke. (Meinen c64-Brotkasten habe ich von einem edlen Spender geschenkt bekommen; bin Anfänger, und bei Elektronik auch. Modernes Netzgerät vom Amazon ist unterwegs.)