Posts by Retrofan

    Also habe ich in die Konfigurationsdatei des Servers ein "auth-user-pass password.txt" eingetragen. [...]

    Der 08/15-User wäre an der Stelle ganz schnell wieder bei Windows gewesen...

    Der 08/15-User wäre schon beim ersten Schritt aufgeschmissen gewesen und hätte den Rest gar nicht erlebt. ;)


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    Wenn wir hier schon wieder bei persönlichen Schicksalen und Vorstellungen angekommen sind, kann ich ja mal weitere Sachen abfragen, die ich mir von einem zukünftigen OS wünsche, weil ich mich bei macOS daran gewöhnt habe:


    Die meisten Desktops haben doch oben rechts in File-Browser-Fenstern ein Suchfeld, oder? Kann man das erweitern, um komplexe Suchanfragen zu stellen? Also z.B. zeige mir alle PSDs (Photoshop-Dokumente) aus den letzen 3 Monaten mit der max. Auflösung von 384 x 264 Pixeln, in denen der Text "Drück-mich" vorkommt und denen das Etikett "in Bearbeitung" zugewiesen ist ....


    Sowas benötige ich recht oft und in der Windows-Suche habe ich das noch nicht hinbekommen, während das bei macOS ein Nobrainer ist. Wie sieht das in verschiedenen Linux-Desktops aus?

    Installier dir lieber ein aktuelles damit du den aktuellen Stand mitbekommst.

    Ich wollte eigentlich einfach ein Update vom alten Ubuntu aus fahren. (Obwohl das beim letzten Mal auch nicht ging, weil die Version zu alt war – bei macOS ging das selbst nach vielen Jahren noch). Mal gucken, wie es diesmal ist.


    Außer KDE & Gnome gibt es noch Motif, Sun's Java-Desktop, OpenLook und noch einige andere.

    Solange alle Programme mit allen Oberflächen/Fenstermanagern klar kommen, sollte ja alles OK sein. Ärgerlich wird es nur, wenn der Browser nur mit dem einen will und das Layout-Programm nur mit dem anderen.


    Dieses Verhalten kenne ich nur, wenn das hintere Fenster einen separaten Beachrichtigungsdialog öffnet, welcher aber (nicht sichtbar) hinter dem vorderen verschwindet.

    Ich kenne aus der Vergangenheit ähnlich problematisches Verhalten von Windows-Programmen. Beim Mac gibt es diese nette F3-Taste (das Symbol ist selbsterklärend), mit der alle Fenster verkleinert auf dem Screen angezeigt werden – so bleibt einem nichts verborgen und man kann jedes Fenster ansteuern/killen/verschieben. Apropos: Gibt es das auch für irgendeinen Linux-Desktop?


    Keine Ahnung wo der "mplayer muss man aus dem Terminal starten"-Mythos herkommt.

    Vielleicht von Gerrit:

    Ich empfehle die Verwendung von 'mplayer'. Den muss man zwar erst lernen weil er keine GUI hat sondern aus dem Terminal gestartet wird ...

    ;)


    Mit MacOS hatte ich auch meine Schwierigkeiten. Wie oft ich Alt Q gedrückt habe um ein @ Symbol zu bekommen und sich dann auf einem das Programm geschlossen hat

    Da kann Apple nun wirklich nichts für. MacOS hatte schon den [Q]uit-Shortcut, da wusste Microsoft noch gar nichts über Maus, GUIs oder einheitliche System-Menü-Shortcuts (und du wurdest natürlich vom System gefragt, ob du das Programm wirklich beenden wolltest, wenn noch ein ungesichertes Dokument geöffnet war). Wobei du dann zusätzlich CMD statt ALT gedrückt hattest, sonst erscheint nur ein anderes Zeichen (franz. Anführungszeichen). Bei Windows beendet man ein Programm hingegen mit einem logisch erklärbaren F-irgendwas, oder?


    Dafür jibbet unter Linux den Befehl -> xkill. Den kann man einem Icon verpassen sodas Maustreiber den einfach anklicken können.

    Oder (beim Mac) Rechtsklick auf das Programm-Icon im Dock – ALT – "sofort beenden".

    Heisst: Festplatte aus altem Lappy (bzw PC) raus - in neues Lappy (bzw PC) rein. Neustart. System aktualisieren.

    Läuft. Und zwar mit allen Einstellungen und installierten Programmen.

    Das geht mit macOS auch sehr komfortabel. Ich glaube, ich habe in 20 Jahren erst 2 mal ein System frisch aufgesetzt (um dann alle Programme/Daten/Einstellungen vom Backup zurückzuspielen). Also neu installiert habe ich keine einzige Software, die ich schonmal irgendwann installiert hatte. Selbst den Plattformwechsel von PPC auf Intel haben meine Installationen schadlos überstanden. Gegenüber Windows hat mir das sicherlich schon einige Wochenenden gerettet.


    Ist aber tröstlich zu hören, dass hier Linux durchaus punkten kann.

    Die Apple-Seite sagt doch klar, dass OSX bei Retina-Auflösungen immer in doppelter Auflösung (vierfache Pixelzahl) rendert. Wo ist das Verständnisproblem?

    Das frage ich mich auch. Das von dir zitierte ist das, was ich ich von Retina schon wusste – das ist unstrittig und weitgehend bekannt.


    Es wird einmal (mit Antialiasing) in den Backing Store gerendert und der dann für die Bildschirmauflösung verkleinert.

    Das steht nicht in deinem Zitat. Wo steht da was von "verkleinert"? Wo steht, dass der Backing-Store nicht die gleiche Retina-Auflösung hat wie der Bildschirm? Ich bat dich darum, genau diese Stelle zu zitieren, weil ich sie nicht gefunden habe. Was Retina an sich ist, musst du mir hingegen nicht erzählen. (Jetzt reden wir hier schon wieder so lange um den heißen Brei herum, dass ich in der Zeit doch den Text hätte lesen können – ich dachte, ein sauberes Zitat würde (mir) Zeit sparen).


    Erinnert mich daran wenn man z.B. auf einem 1024x768-TFT eine Aufloesung von 800x600 eingestellt hatte, dann sahen die Schriften auch immer so kaputt aus.

    Das war hingegen wirklich "weichgezeichnet" (weil er ja beim Hochskalieren Zwischen-Pixel hinzuerfinden muss) und hatte nichts mit Kantenglättung zu tun. Wenn das für dich gleich (kaputt) aussieht, dann brauchen wir darüber nicht weiter zu sprechen. Das Prinzip ist komplett anders und das Ergebnis auch. Aber ist auch egal.


    Wie gesagt – sobald sich Hi-DPI auch auf (Nicht-Apple-) PCs durchgesetzt hat, ist die Diskussion komplett Makulatur und die Unterschiede kaum noch zu sehen. Wenn dann jemand aus Nostalgie-Gründen Kantenglättung deaktivieren möchte, kann er es tun – aber ob man das noch sieht bei 4K auf 15"?

    Ich weiß nicht, früher war ich da experimentier freudiger. Ich bin irgendwie total windowsverwöhnt

    Einige deiner ersten Probleme wären allerdings nicht aufgetreten, wenn Linux gleich vorkonfiguriert auf deinem Notebook gewesen wäre. Und auch deine Windows-"Zuneigung" ist natürlich darüber entstanden, dass du dieses System vor Linux kennengelernt hast. Beides kann man als Indizien dafür ansehen, dass vorinstallierte Linux-Books ein probates Mittel wären, um Linux schneller und stärker in den Markt zu bekommen. (was ja eine These von mir in einem anderen Thread war)


    Wenn ich mir jetzt selbst mein Geschreibsel durch lese ist meine Entscheidung gegen Linux irgendwie schon gefallen.

    War sie vielleicht auch schon vorher. Trotzdem danke für deine Mühe. Leider hat deine Erfahrung meine Lust nicht gesteigert, selbst mal wieder die Erfahrung zu machen – vielleicht muss Linux aber auch noch ein paar Jahre "reifen", um für mich interessanter zu werden. Ich kann ja einfach mal wieder eine meiner VM-Installationen (Ubuntu) starten und gucken, ob die noch läuft.


    Also das eine brauch GTK das andere Qt KDE Plasma haste nicht gesehen usw. und jedes Toolkit hat wieder so teilweise sein eigenes Aussehen.

    Sowas mag ich natürlich gar nicht. Bei macOS ist vielleicht der Grad an Konsistenz von allen genannten Systemen am höchsten – und dadurch bin ich auch ein wenig verwöhnt.


    MacOS haut sich selbst aus dem Rennen, da man dafür einen goldenen Käfig betreten muss

    Wenigstens ist er golden. ;) Eine Art Käfig stellt ja jedes OS dar – solange man nicht an die Gitter stößt, scheint ja alles OK zu sein. ;)


    Ich hatte ja in diesem Thread ein paar Wünsche genannt, die ein zukünftiges OS für mich erfüllen müsste. Bis auf die HI-DPI-Unterstützung ist dazu noch nicht viel gesagt worden. Vielleicht kann sich ja mal ein Linuxer dazu äußern?

    Wenn man das noch mit einem nicht-ganzzahligen Retina-Skalierungsfaktor kombiniert ist die Katastrophe quasi garantiert, weil OSX intern immer mit einem konstanten Retina-Faktor rendert und das Ergebnis auf die Bildschirmauflösung runterskaliert

    sagt aber nicht annähernd das gleiche aus, wie:

    OS X refers to screen size in points, not pixels. A point is one unit in user space, prior to any transformations on the space. Because, on a high-resolution display, there are four onscreen pixels for each point, points can be expressed as floating-point values.

    Hier wird das übliche Retina-Prinzip erklärt: Aus einem Pixel bzw. Point werden 4 Pixel. Du sprachst oben davon, dass 2 Mal hintereinander skaliert wird und davon habe ich noch nichts gelesen. Selbst wenn bei unterschiedlichen Skalierungsfaktoren die Screenshots immer gleich wären (wie du ja meintest), muss das nicht automatisch heißen, dass das passiert. Du könntest auch von macOS einen extra Screenshot gerendert bekommen. Also wo hast du deine Info her?


    Lieber ein klein wenig pixelig, aber dafuer schoen scharf und klar, als so ein weichgezeichnetes Genudel was fuer mich mehr nach Kompromiss aussieht.

    Vielleicht liegt meine Vorliebe für kantengeglättete Schrift auch daran (nicht dass ich diese gängige Vorliebe erklären müsste), dass ich einen "vernünftigen" Abstand zum Bildschirm einhalte. Ich sehe den einzelnen Pixel (außer ich will es durch nahes herangehen) nicht wirklich, sondern das Gesamtschriftbild. Bei meinem Abstand sieht der Text halt "fast wie gedruckt" aus, weil die Pixelgröße (selbst ohne Retina) nah an meiner Netzhaut-Auflösung liegt. Und dann möchte ich zum einen die Vorteile ausgeglichener Buchstaben-Formen und Abstände genießen und vor allem auch vernünftige Strichstärken sehen und nicht diese 1-Pixel dünnen Fitzel-Fonts (zudem mit teils zu geringen Buchstabenbständen), die einige hier gut finden.

    Wobei – eines ist wirklich gut bei Hi-DPI-Darstellung: Über Jaggies, Kantenglättung, Cleartype und den ganzen Kram (über den wir uns hier unterhalten) muss man eigentlich nicht mehr diskutieren, wenn die Pixel klein genug sind, um das überhaupt sehen/unterschieden zu können. Wer dann einen pixelig aussehenden Font verwenden will, kann das tun – und nur dessen Form (nicht die Art der Darstellung) gibt vor, wie pixelig er aussieht. Bei 200 oder 300 dpi wird (bei üblichem Bildschirm-Abstand) niemand hier mehr über "unscharfe" oder pixelige Fonts reden können, egal ob Kantenglättung ein- oder ausgeschaltet ist. Bei eingeschalteter Kantenglättung (was ja default bleiben wird) ist die Darstellung nur noch etwas "gefälliger" in den Kurven und Diagonalen, alles andere dürfte weitgehend identisch aussehen.

    on a high-resolution display, there are four onscreen pixels for each point

    Sorry aber beim Überfliegen habe ich deine Aussage nicht wiedergefunden. Kannst du die hier zitieren?


    Und dann benutzt du geglättete Schriften? Merkwürdig.

    Sehe ich nicht so. Ich empfand es (wahrscheinlich wie die Mehrheit, sonst hätte man es nicht so konsequent umgesetzt) als Wohltat, als Schiften nicht mehr computer-mäßig pixelig waren, sondern aussahen, wie "richtige" gedruckte Schrift (wenn auch noch mit deutlich niedrigerer Auflösung, die mit Kantenglättung kompensiert wurde). Darüber hinaus muss ich Schriftdarstellung auch auf dem Bildschirm beurteilen können und dafür ist es hilfreich, wenn sie möglichst dargestellt wird, wie sie vektoriell gezeichnet und erdacht wurde. Ich muss auch kleinste Nuancen in der Strichstärke beurteilen können, die sich über den "Grauwert" der bedruckten Fläche zeigt. Da ist es nicht hilfreich, wenn von der Render-Engine nach gusto Pixel gesetzt oder entfernt werden, weil sie nur noch schwarz oder weiß kennt – auf einem Farbbildschirm mit Mio. von Farben.


    Ermüdet die Augen beim Lesen nicht so.

    Das ist jetzt aber nur so ein persönliches Gefühl, oder hast du dazu eine Studie gelesen?


    WARUM das so ist, war mir klar

    Dann ist's ja gut. Denn der Buchstaben-Abstand ist fast so wichtig wie die Form der Zeichen selbst für einen guten Lesefluss.

    ich verwende gar kein Windows. Der Screenshot ist von meiner Programmierumgebung in Zorin OS (ein Ubuntuableger).

    Sorry, dann tut Zorin das halt. Schalte mal Cleartype und Kantenglättung aus, wenn du keine haben willst. ;)


    Aktuell habe ich grad Gefallen an alten IBM/PC/DOS-Schriften

    :kotz

    Das sieht halt echt fuerchterlich aus aber dafuer sehen alle sonstigen Programme bei mir super aus (bzw so wie ich sie haben will).

    OK, also wenn ich die normale Schriftdarstellung nicht anfasse (also Kantenglättung an ist), dann stellt auch Linux die Schrift im Browser lesbar dar? Dann ist für mich erstmal alles wieder im Lot.

    weil OSX intern immer mit einem konstanten Retina-Faktor rendert und das Ergebnis auf die Bildschirmauflösung runterskaliert

    Hast du für diese Aussage mal eine Quelle?


    Apple hat die Option in 10.14 aus den Systemeinstellungen rausgeworfen

    Wahrscheinlich, weil Subpixel-Rendering bei Retina-Auflösungen obsolet geworden ist (und bei iOS noch nie unterstützt wurde und es bei manchen Subpixel-Anordnungen (AMOLED) auch gar keinen Sinn macht). Apple liefert ja schon seit Jahren keine Geräte mehr ohne Retina-Auflösung aus, wofür also "Cleartype"? Für die paar Leute wie mich, die "Retro-Hardware" verwenden? ;) (ich bin allerdings weiterhin mit 10.13 unterwegs, passt besser zu meiner alten Hardware)


    Vermutlich fällt Retrofan das auf seinem Mac auch deswegen nicht so auf

    Sorry – aber mir fällt ALLES auf, was optischer Natur ist. ;) Das ist zwar häufig mehr Fluch als Segen aber es ist so.


    technisch mag das vielleicht der korrektere Begriff sein

    Nicht "der korrektere", sondern "der einzig korrekte" – der andere ist schlicht falsch. Da wird nix geblurrt, was zuvor scharf war.


    Nur im Browser herrscht halt Wildwuchs, da passiert es auf einigen Seiten dass die Schriften wirklich grauenvoll aussehen...

    Das wäre für mich ein KO-Kriterium. Ist das wirklich so?

    Ich habe mir z.B. zum Coden den Atari ST Systemfont als Schriftart gewählt

    Wobei du da eine Art Misch-Darstellung hast, siehe Vergrößerung:


    (klick mich für Vergrößerung)


    Schon beim normalen Schnitt versucht Windows (edit: dein OS) Cleartype anzuwenden (zu erkennen an den hellblauen und bräunlich/rötlichen Kanten) und bei bold und italic hast du dann das volle Kantenglättungs-Programm (was natürlich bei fett gruselig aussieht, weil der passende Schriftschnitt fehlt).

    Aber weichgezeichnete Schriften in GUIs gefallen mir einfach nicht.

    Bitte sag nicht "weichgezeichnet". Das entspricht dem englischen "blur" (z.B. in Grafikprogrammen) und damit hat Kantenglättung (antialiasing) rein gar nichts zu tun. Da wird nichts weichgezeichnet, sondern Pixel, die beim Rendern in die Bitmap weder schwarz noch weiß wären, werden dann halt grau dargestellt. Das sorgt dafür, dass die ursprüngliche Form der Zeichen (z.B. auch die Strichstärke) erhalten bleibt. Noch besser sieht das aus, wenn man Subpixelrendering zuschaltet (MS-Sprech: Cleartype, Apple: LCD-Schriftglättung), um die Auflösung (horizontal) zu verdreifachen. Eine leichte "Unschärfe" (die kein "blur" ist) akzeptiere ich lieber als diese fizzeligen 1-Pixel-dünnen Schriften aus alten Windows-Versionen. Richtig gruselig wird pixelige Font-Darstellung bei (kleinen) kursiven Schriften – wer Treppenstufen mag, könnte allerdings in Verzückung geraten. ;)

    Auf dem Mac musste ich die Auflösung mit Freeware Tools tweaken, da Apple da keine vernünftige Settings Tools bereitstellt.

    In aktuellen Systemen werden, glaube ich, 4 Skalierungsfaktoren angeboten. Es fehlt aber die native Auflösung, weil Apple wohl glaubt, die Darstellung wäre dann zu kleinteilig. Wenn man die haben will, muss man ein Dritthersteller-Tool verwenden (oder das Terminal bemühen). Dafür funktioniert die macOS-Skalierung aber in allen Anwendungen – da habe ich bei Bekannten unter Windows (allerdings noch Version 7) schon ganz andere Gruseligkeiten gesehen.


    Ich habe auf dem MacBook Pro auch ein Linux Mint per Boot USB ab und zu im Einsatz, aber die Hi-DPI nach dem Start verhindern das Lesen des Screens.

    Man kann aber die Fontsize als Faktor einstellen und dann ist es brauchbar.

    Mir persönlich ist aber das Hi-DPI Feeling unter Windows 10 angenehmer.

    Warum genau?

    Ich habe jetzt doch mal die Pixel-vs.-Kantenglättungs-Diskussion in einen neuen Thread verschoben, weil das schon sehr weit weg vom Thema "kann man Linux gebrauchen?" ist. Ich habe aber versucht, die Diskussion um die GUI-Skalierung hier zu belassen, weil es schon interessant ist, ob Linux das gut kann.

    Muss wohl, denn mit Cleartype sieht es schlechter weil unschärfer aus.

    Können wir deine persönlichen Befindlichkeiten hier mal zurückstellen? Das bringt uns hier überhaupt nicht weiter. Du magst halt Terminal und 80er-Jahre Pixelfonts. Die Mehrheit mag GUIs und kantengeglättete Schrift. Gehen wir also lieber mal von der Mehrheit der User aus und diskutieren an der Stelle weiter.

    Mach mal Cleartype an.

    Er mag nun mal Jaggies. Da würde ich jetzt keine weitere Energie in Überzeugungsarbeit investieren.


    Aber seine persönlichen Vorlieben ändern nun mal nichts daran, dass Vektorgrafik (und das sind nun mal fast alle heutigen Schriften) beliebig skalierbar ist. Und wenn die Auflösung steigt (Hi-DPI), wird die Text-Darstellung (bei gleichbleibender Größe) schärfer, nicht unschärfer – und zwar auch schon bei 137%, nicht erst bei glatten 200%. Und das ist sogar unabhängig davon, ob man Kantenglättung eingeschaltet hat oder nicht. Trotzdem würde ich sie immer einschalten – und bei Hi-DPI sowieso. Bei vielen Sachen, bei denen es auf Lesbarkeit ankommt, wie z.B. PDFs kann man die Kantenglättung wahrscheinlich gar nicht mal abschalten.

    Hier ein Beispiel... Die Beschriftung der Tabs oben ist knackscharf, die Schrift mit der Datum und Uhrzeit rechts neben der Uhr ausgegeben werden ist hingegen unscharf.

    Den Unterschied zwischen Jaggies und Kantenglättung kenne ich. Ich würde letztere immer vorziehen, aber das mag Geschmackssache sein. (Geh mal etwas vom Bildschirm weg und versuch beides zu lesen – da "trennt" die kantengeglättete Schrift deutlich besser.) Aber ich dachte, du hättest ein Problem mit putty bei der Skalierung der pixeligen Schrift? Die sollte doch nach deiner Aussage "unscharf" geworden sein.


    Achja, bitte nicht mit dem Anzeigetool auf Windows laden

    Ich käme nie auf die Idee.

    Dann ist das unter Windows 10 allerdings nirgendwo korrekt implementiert, denn mir fallen die Probleme auf.

    Das kann gut sein – im Detail halten viele MS-Produkte nicht das, was sie auf der "Verpackung" versprechen. (Meine Erfahrung)


    Microsofts TrueType-Font-Hinting funktionierte z.B. (sehr) gut, als man eine feste Pixelzahl je Schriftgröße vermuten konnte. Weil die MS-Designer quasi für jede Größe neue Hinting-Vektoren angelegt haben, um bestimmte Pixel zu "treffen". Wenn der feste Zusammenhang zwischen Schriftgröße und Pixelzahl aber verloren geht, bekommt man bei dem Verfahren Probleme. Wie weit MS da heute ist, weiß ich leider nicht. Apples favorisiertes Hinting funktioniert über Regeln, nicht über zusätzlich Korrektur-Vektoren – das sollte auch bei den verrücktesten Auflösung noch funktionieren.


    Mach doch mal einen Screenshot, dann kann ich evtl. erraten, wo das Problem liegt.


    Aber wie gesagt, Vektoren benötigen keine ganzzahligen Skalierungsfaktoren, um sauber dargestellt zu werden. Schrift sollte bei skalierter Darstellung eigentlich immer sauber und knackscharf sein.


    Und wenn eine Anwendung aus welchem Grund auch immer nur Bitmaps mitbringt, ja mei, dann schaut das kacke aus. Liegt in der Natur der Sache.

    Aber auch bei Bitmaps gibt es Unterschiede. Zum einen kann man die in verschiedenen Auflösungen anbieten (wie das z.B. bei Datei-Icons seit Jahrzehnten gemacht wird) und die Zwischenstufen dann jeweils aus der nächst höher aufgelösten generieren. Und dann gibt es natürlich unterschiedliche Skalierungs-Algorithmen, von denen bessere auch mit Vektor-Umrechnungen oder Pixel-Art-Verfahren arbeiten.


    Warum verwendet ein Laptop eigentlich eine so hohe Auflösung, die ohne Skalierung nichts mehr erkennen lässt?

    z.B. um die Schriftdarstellung und damit Lesbarkeit zu verbessern. Guck dir mal im Vergleich ein Retina-MacBook zu einem vorherigen an (der Wechsel war 2012). Oder ein iPhone 4 gegenüber einem 3GS – das ist schon ein himmelweiter Unterschied, was die (skalierte) Darstellungsqualität angeht. Hat man einmal Hi-DPI gehabt, will man wahrscheinlich nicht zurück. Und die Laufzeit hat sich bei den genannten Geräten nicht verschlechtert, also ist das in den Griff zu bekommen. Nur hat Apple von Anfang an nicht den Fehler gemacht, bei hohen Auflösungen (per default) die Darstellung winzig klein zu machen, sondern die Größen gleich gelassen und die Auflösungs-"Feinheit" ver-4-facht (kann man aber auf dem Mac zugunsten von "mehr Fläche" in Stufen anpassen). Meines Erachtens ist DAS die richtige Richtung, nicht umgekehrt. (Wie soll jemand, der die Schrift kaum lesen kann, die Skalierung einstellen und wie soll ein Noob darauf kommen, dass das überhaupt geht?)

    Der war wegen Antialiasing schon immer unscharf und ja das fällt mir auf.

    Wer heutzutage noch Treppenstufen bei Schrift als Vorteil empfindet, mit dem diskutiere ich nicht über Darstellungs-Qualität. Mit Subpixel-Rendering (und gutem Hinting und vernünftiger Schriftgröße) bekommst du bei kantengeglätter Schrift besser lesbare Ergebnisse als bei den alten Bitmap-Fonts. Ich persönlich würde mir nie wieder Quelltexte in 10pt Courier Pixelschrift angucken wollen (außer vielleicht auf dem C64).


    Aber selbst ohne Kantenglättung: Wenn du eine gut gehintete Schrift verwendest (die gute Entscheidungen trifft bei kritischen Fällen), sollte selbst die in feinen Stufen (z.B. um 25%) gut skaliert werden können – und unscharf darf die überhaupt nicht werden, sondern im schlimmsten Fall unschöne Formen bilden (wenn schlecht gehintet).


    Deine Aussage bleibt also, wie man es auch wendet, falsch!


    Und weshalb ich beim XFCE (puh, gerade nochmal On-Topic gekommen) schon positiv überrascht war, dass man da auch völlig krumme DPI-Zahlen einstellen kann. Genau so groß, wie ich es haben will, trotzdem scharf. So muss das.

    Richtig, so soll das sein. Warum tun hier einige so, als wäre der Wunsch an den Haaren herbeigezogen? Die Betriebssystemhersteller arbeiten seit Jahren daran, dass das vernünftig funktioniert (da die Hardwarehersteller hier nach vorne geprescht sind und immer feinere Auflösungen anbieten) und einige hier meinen, der Wunsch nach lesbarer Textdarstellung wäre exotisch.

    deshalb benutze ich auch in Word die Tastatur wo es sinnvoll ist und die Maus nur wo es nicht anders geht. Ist deutlich fixer als jedesmal zur Maus umzugreifen.

    Das mache ich ähnlich. Aber deshalb gleich ganz auf Maus und GUI verzichten und ohne Not mit Terminal-Apps arbeiten? Ich weiß nicht.


    So bootet mein Raspberry Pi.

    Wie die Textdarstellung beim Booten ist, wäre mir noch ziemlich egal. Aber wenns ums tägliche Arbeiten geht, dann sollte natürlich alles eine angenehme (für jeden individuell einstellbare) Größe haben. Das man das überhaupt hier diskutieren muss, wundert mich ein wenig.


    Das lerne ich einmal, ab da bin ich schneller unterwegs.

    Richtig. Aber du lernst das für jede App neu, weil jede andere (spezielle) Kürzel kennt. Und so ab der hundertsten wird es dann doch manchmal etwas konfus. Ich habe hier zum Testen 5 Media-Player – soll ich von jedem alle Shortcuts lernen? Mit der Maus hingegen bedienen sie sich fast gleich.