Posts by AntonP

    Danke für die Info. Nicht uninteressant.


    Ich bin generell ein Fan von Boards/Projekten, wo auch der eine oder andere "Original"-Teil vorkommt und nicht alles "nur" im FPGA nachgebildet wird.


    Hätte es auch beim Mega65 noch interessanter gefunden, wenn man da zumindest zum Teil versucht hätte, tatsächlich einen C65 nachzubauen (also zumindest mit "echter" CPU und der Möglichkeit, SIDs nachzurüsten).

    Aber da ist eher persönlicher Geschmack und individuelles Retro-Feeling.;-)

    Obwohl ich mit dem TC64 liebäugle und mir wahrscheinlich auch demnächst eines kaufen werde (aber nicht nur wegen dem "Turbo") finde ich es irgendwie schade, dass die SuperCPU nicht mehr neu aufgelegt oder nachgebaut wurde. Inzwischen könnte man das per FGPA lösen.


    Ich denke, da wäre immer noch Nachfrage da und es gibt wenigstens schon ein wenig Software. Ich glaube auch, dass die SuperCPU viel weiter verbreitet wäre, wenn es nicht Lieferengpässe, sehr lange Lieferzeiten und schließlich die vollständige Produktionseinstellung gegeben hätte (ich meine jetzt bei der erneuten Auflage nach CMD). Jetzt gibt es die Karte nur mehr gebraucht und zu Mondpreisen.

    Ich würde mir einen SuperCPU-Nachbau sofort kaufen (wenn der Preis nicht zu astronomisch ist), alleine um Metal Dust zu spielen und mich selbst an der Programmierung zu versuchen.

    Schon richtig, liegt in der Natur der Sache. Wie gesagt, ich will das nicht schlechtreden. Es soll das "Problem" verdeutlichen.

    Prinzipiell hast du recht (und das ist auch der Grund, warum man TC64 auch eigenständig und ohne C64 nutzen kann).
    Allerdings wurde das hier schon genial gelöst: Das Modul "lauscht" quasi am Modulport, was der C64 gerade macht und spiegelt das 1:1 auf den FPGA-C64 im Modul. So hat das Jens Schönfeld zumindest einmal in einem Interview erklärt. So gesehen macht der C64 schon wesentlich mehr als nur I/O und Tastatur.

    Darüberhinaus, kann man auch Features zu- und abschalten d.h. Videoausgabe trotzdem über den Original-VICII machen oder Ton über Original-SID.

    Der C64 war ja daaamals™ nicht als die Daddelmaschine geplant, die alles plattmacht - sondern natürlich offiziell eher für Hausaugaben, Programmieren, Regeln, Messen, etc.

    Also das halte ich für ein Gerücht. Jack Tramiel waren Spiele sehr wichtig, schon beim VC20 wollte er einen Computer auf den Markt bringen, der für einen niedrigen Preis Farbgrafik bot und auf dem man gut spielen konnte. Das war beim C64 nicht anders d.h. Spiele waren da schon ein wichtiger, auch geplanter Faktor.

    Anders bei Sinclair: Sir Clive wollte lange nicht wahrhaben, dass seine Computer zum Spielen genutzt wurden, sein geplanter Einsatz war tatsächlich Programmieren lernen u.ä. ;-)

    Ach herrje, was ist das doch alles kompliziert! :emojiSmiley-33: :emojiSmiley-06:

    Die Tastatur macht den Pi400 zwar größer, aber er ist immer noch klein genug, dass man ihn vor/neben/unter/hinter den TV stellen kann, auch senkrecht. Dann stöpselt man ein wireless Keyboard/Mouse Set mit Minireceiver dran und schon flutscht das wie mit einem herkömmlichen Pi2/3/4. :emojiSmiley-16:

    Klar kann man das so machen, aber dazu brauchst du dann auch keinen Tastaturcomputer, das ginge zum Beispiel auch mit einem Tablet. ;-)


    Aber jedem das seine. Mir persönlich fehlt - wie zuvor schon gesagt - beim Pi400 einfach das wirkliche Alleinstellungsmerkmal und der Zusatznutzen. Würde bei mir nach einer Zeit relativ ungenutzt herumstehen, auch wenn ich die Bauform schon schick finde und der Preis sehr attraktiv ist.


    Ist letzendes aber natürlich eine individuelle Entscheidung. Am ehesten könnte ich mir noch vorstellen, das Ganze als einen dezidierten Amiga- und/oder C64-Ersatz zu nutzen, also mit entsprechender bare-metal Emulation. Aber nachdem ich die Original-Geräte habe, wäre das auch irgendwie Luxus.

    Wenn man aber die aktuellen Neupreise vergleicht, dann steht der Raspi schlicht und einfach unglaublich günstig da. ;)

    Günstig schon (als Komplettgerät), aber längst nicht mehr alternativlos. Es gibt mittlerweile auch auf x86-Basis Pi-ähnliche Boards, da kann man dann neben Win10 auch zahlreiche andere Betriebssysteme laufen lassen.

    Ich will den Pi jetzt auch keinem madig machen, aber ich persönlich werde mir doch keinen kaufen, auch wenn kurz ein "will-haben-"-Effekt aufgetreten ist. Klar ist er günstig, aber (für mich) letztendlich auch nur ein preiswerter, kompakter Linux-PC, der dann wahrscheinlich wenig benutzt wird, weil ich im Prinzip nicht noch einen Computer brauche. Für die meisten Aufgaben habe ich mein MacBookPro, zusätzlich ein günstiges Tablet (auch für die Gattin), für meine Retrogelüste einen "echten" C64, für den in Zukunft auch ein TurboChameleon geplant ist (womit ich dann auch die Möglichkeit habe, weitere Retrosysteme per FPGA zu simulieren).

    Und um wieder auf das Homecomputer-Argument zurückzukommen: Da liebäugle ich mit dem Maximite Color2, kostet als Komplettcomputer (minus USB-Keyboard) auch nur knapp unter EUR 100,- und ist tatsächlich das, was ich mir unter einem modernen Homecomputer vorstelle.

    Siehe: https://geoffg.net/maximite.html

    Das ist ein Begriff aus den 70er/80er-Jahren und bezeichnete Computer, wie den C64 oder den Amiga 500. PETs und DOS-PCs wurden landläufig damals nicht dazugezählt. Ich finde, wenn man den Begriff jetzt wieder herauskramt, dann sollten so bezeichnete Geräte auch ein ähnliches Nutzungsprofil haben, wie die Geräte, für die der Begriff stand. Und wenn ein Rechner hier in den Reviews vorwiegend als PC für einfache Büro-Aufgaben bezeichnet wird, dann passt das halt nicht ganz zum Begriff "Homecomputer", der u.a. auch für Spielspaß stand.

    Sehe ich auch so, darum habe ich zuvor auch geschrieben, dass für mich eher Geräte wie der Mega65 moderne Homecomputer sind (im klassischen Sinne) als der RPi. Natürlich auch mit einer bestimmten Zielgruppe (alte Säcke wie wir ;-)). Heißt aber nicht, dass der Pi 400 nicht interessant ist. Ich befürchte nur, dass der bei mir nach dem ersten "will haben"-Effekt dann doch nur selten zum Einsatz kommt.

    Die Mehrheit hat damals™ (in den 80ern) von einem Homecomputer erwartet, dass einige der o.g. Fähigkeiten besitzt. Man hat ihn mit der Begründung bekommen, dass er einem bei den Schularbeiten helfen kann – und dann glühten die Joysticks. ;)

    Aber frag doch mal die Leute heute, was sie unter einem Homecomputer verstehen. Die sind nicht mit einem C64 aufgewachen, mit dem nur Spielen konnte sondern mit PCs.

    Na ja, so ganz stimmt das mit dem "nur spielen" auch nicht. Für viele (so auch mich) waren klassischen Homecomputer wie der C64 auch der Einstieg zum Programmieren (Betriebsystem nach dem Einschalten verfügbar, man konnte sofort in Basic los programmieren) oder generell, um die Arbeitsweise eines Computers zu verstehen. Klar wurde viel gespielt, aber irgendwann kam der Punkt, wo man auch mehr oder anderes mit der Kiste machen wollte.

    Auch Textverarbeitung oder einfaches DTP (Pagefox, Prinstudio) war in meinem Freundeskreis durchaus verbreitet. War natürlich auch eine andere Zeit damals, da gab es noch eine Trennung zwischen Homecomputer (erschwingliche Computer für zu Hause) und professionelle Systeme, die in Formen etc. eingesetzt wurden (IBM PC, Macintosh o.ä.).

    Heute gibt es auch abseits vom RPi erschwingliche PCs und eine stärkere Spezialisierung: Spielen mit der Konsole, vieles wird am Tablet oder gar Handy erledigt, PCs für Homeoffice/Schularbeiten (natürlich auch mit Überschneidungen, generell sind mehr Devices im Haushalt verfügbar). Die Homecomputer von damals waren mehr Allroundgeräte, die für alles genutzt wurden, was damals möglich war (spielen, programmieren, messen/steuern/regeln, Kreativ sein mit Malprogrammen oder Musikprogrammen, Office etc.). So zumindest meine Erinnerung.

    Ich finde das Projekt sehr interessant und bemerkenswert, aber ich bin leider reiner Anwender bzw. Programmierer, kein Hardware-Bastler. Schade, dass es keine "lötfreie" Variante gibt (also fertig aufgebaut, vielleicht sogar mit Tastatur und Bildschirm, minus der SpezialChips).

    Ein paar Chips in die Sockel zu drücken, bekomme ich gerade noch hin, alles andere wird dann schwierig bis unmöglich. ;-)

    RISC OS ist sowohl "Nostalgie" (Archimedes) als auch "Zukunft", da es auch aktuell noch weiterentwickelt wird.

    Aber für "Zukunft" stelle ich mir vor, dass es irgend einen Benefit oder ein Alleinstellungsmerkmal haben sollte. Läuft da also z.B. eine Software drauf, die es für andere Systeme nicht gibt? Oder kann es besonders schnell 4K-Movies dekodieren? Oder macht es bei der Bedienung etwas anders, was dem User Vorteile bringt – z.B. besonders eine tolle Fensterverwaltung? Nach sowas in der Art suche ich. Einen potentiellen Nachteil bzgl. "Zukunft" hatte ich zumindest gefunden: Es ist noch nicht 64-Bit-fähig (was heutzutage ja eigentlich schon Standard ist).

    Wenn man ehrlich ist bringt RiscOS natürlich keinen Zusatznutzen oder Vorteil im Vergleich zu Linux, sondern leidet wie jedes Nischenbetriebssystem an eingeschränktem Softwareangebot (was "moderne" Software betrifft) bzw. hinkt aktuelle Entwicklungen hinterher (Multicore-Unterstützung, Webbrowser etc.) . Soll heißen: Wirkliche Vorteile gegenüber Linux+Co wird man kaum finden (außer vielleicht, dass OS und Anwendungen generell schlanker sind), im Gegenteil hat man mit Einschränkungen zu kämpfen.

    Man muss sich schon für das OS wirklich interessieren udn ein Fan sein, etwa weil man früher damit gearbeitet hat (Nostalgie-Faktor) oder man generell Spaß am Herumtüfteln mit Nischen-Systemen hat. Ich darf das als AmigaOS4-User sagen, bei "uns" ist die Situation ja ähnlich ;-)

    Was wir schon gleich zu Beginn des Threads alle vermutet hatten: Raspberry Pi 400: The ULTIMATE Amiga Emulation Machine :thumbsup::ChPeace

    Die Emulations-Geschichte ist schon ein interessanter Aspekt bei RPi, speziell die ganzen bare metal Emulationen, wo man quasi direkt in das emuliert System bootet. Das noch in Verbindung mit der Möglichkeit, das System eben mal schnell durch Tausch der SD-Karte zu wechseln, macht schon etwas her.

    In der Hinsicht könnte ich auch schwach beim RPi 400 werden...

    Der Pi 400 ist schon interessant, aber letztendlich auch "nur" ein kompakter PC (statt auf Intel- auf ARM-Basis), auf dem Linux läuft - das aber sehr günstig.

    Für die "breite Masse" stimmt das auch so. Ein "weiterer" Linux-Rechner.


    Allerdings hat der Raspberry mindestens ein (quasi) Alleinstellungsmerkmal, das einzelnen Leute wichtig ist: Er ist die mit Abstand günstigste Möglichkeit nativ(!) RISC OS laufen zu lassen. Das geht selbst auf einem "allerneusten" 3.000 EUR-Intel-Laptop nicht. ;)


    Stimmt, RiscOS hatte ich ganz vergessen. Ist in dem Fall natürlich eine tolle Sache, wenn man am OS interessiert ist oder aus der Archimedes-Ecke kommt (und tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal).

    Aber wie gesagt: Ein moderner Heimcomputer ist für mich persönlich mehr so etwas wie ein Mega65 oder ein ZX Spectrum Next (um einmal über den Tellerrand zu blicken). Die haben beide tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal bzw. einen eigenen Verwendungszweck und machen auch zusätzlich zu einem schon vorhandenen Computer Sinn.

    Beim Pi habe ich halt einen weiteren Computer, mit dem ich auch nichts anderes machen kann, wie mit meinem Hauptsystem (mal abgesehen von der Möglichkeit RicsOS nativ zu installieren). ;-)

    Der Pi 400 ist schon interessant, aber letztendlich auch "nur" ein kompakter PC (statt auf Intel- auf ARM-Basis), auf dem Linux läuft - das aber sehr günstig.

    Für mich sind in der Richtung eher Sachen wie der Maximite Color II oder der Mega65 interessant.

    Lotharek ist ein Geschäftsman....und kein Bastler.
    Seine guten Teile kosten auch gutes Geld. Haben dafür aber eine gute Qualität und guten Service.


    Gruss

    Das bestreite auch keiner, aber wenn das neue MiST nur kompakter ist, aber das selbe kostet, dann wird es wegen der fehlenden "Retro"-Anschlüsse zumindest für mich uninteressant.

    spacer: Vom MiST 1.4 reden wir aber schon länger nicht mehr, sondern vom micro MiST, wo wie es auf FB angekündigt wurde. Da wäre es interessant zu wissen, ob das Board dann auch kostengünstiger angeboten wird. Wenn nicht, dann wäre es wegen der gestrichenen Anschlüsse nichts für mich.

    Dann kauf Dir die große Version zum entsprechenden Preis...?

    Würde ich in dem Fall auch machen. Ausser natürlich, die neue Version wäre tatsächlich deutlich preisgünstiger. Das wurde aber noch nicht bestätigt (du hoffst es ja auch nur).


    Wenn das "neue" MiST einfach nur kompakter ist, aber ähnlich viel kostet, dann gehöre ich sicher nicht zu den Käufern (obwohl es mich grundsätzlich freut, dass Lotharek weiter macht).

    Ich finde es schade, dass DB9 und MIDI nicht mehr dabei sind, das (und die Möglichkeit auch alte RGB-Monitor nutzen zu können) war für mich schon ein Alleinstellungsmerkmal/Vorteil des Systems und bring einfach mehr Retro-Feeling.


    Mir ist auch nicht ganz klar, wo jetzt die Vorteile des neuen Boards gegenüber dem "alten" MiST oder gar dem MISTer liegen (abgesehen von der Größe).