Posts by manfred.moser

    Der Vollständigkeit halber...


    Das Bodenteil fürs Gehäuse von Board #1 ist jetzt auch fertig geworden.

    Nach 10Std 21Min war der 3D-Drucker fertig und hatte grade mal noch ca. 10cm Restfilament. :roll:

    Glück gehabt, denn sonst wäre es vergeblich gewesen... :puhh:


    Also #1 auch fertiggestellt und getestet:


    Hier jetzt die Galerie der glorreichen 5, mal draußen fotografiert :applaus:


    Bin Megastolz auf meine 5 Schönheiten :ChPeace

    Viele Grüße

    Manfred

    Gehäuse- und Labelarbeiten:


    Während der ganzen Bestückungsorgie, lief mein 3D-Drucker auf Hochtouren. Die Boards wollen natürlich alle in ein standesgemäßes Gehäuse eingebaut werden :)

    Ein Gehäuse hatte ich ja von Anfang an schon gedruckt. In dieses wurde Board #2 eingebaut (sieht man auch schon weiter oben beim Kurztest).


    Für die Board #1 und #3 bis #5 waren bis Ende Woche vier Gehäuse gedruckt... ähm, fast, ... das Bodenteil vom letzten Gehäuse fehlt noch und die Filamentrolle ist schon verdächtig leer. Hoffe das reicht noch. Neues schwarzes PLA ist aber bestellt.


    Das Gehäuse besteht aus 4 Teilen. Boden, Deckel und für die Tastatur noch 2 Teile.



    Zusammengesetzt sieht das dann so aus.


    Die Platinen #3 bis #5 mussten noch mit einem Stecksockel für den Tastaturanschluß versehen werden, dann konnten die Gehäuse montiert werden.

    Der Schönheit wegen, hab ich die Gehäuse noch mit Labeln versehen und die zwei Tape-Buchsen beschriftet.

    Sieht jetzt so aus:




    #1 wartet noch auf sein Gehäuseunterteil


    Hurra! :juhu: Bin jetzt stolzer Besitzer von 5 funktionierenden ZX81+38 (na ja eigentlich erst nach Lieferung der Ersatz-CPU für #5) :thumbsup:

    Mein Dank geht an dieser Stelle auch nochmal an bigby , der die Tastatur und das Gehäuse erstellt hat. :thnks:

    Sein Blog auf Hackup.net hat mich zum Bau dieses legendären Retro-Computers animiert.


    Nächste Woche will ich mal die Tapeanschlüsse testen. Hab schon mal ein paar Spiele runtergeladen, die werden in WAV-Dateien konvertiert und auf Tape (oden Handy) gespielt.

    Mal sehen, ob ich einige der legendären ZX81-Spiele zum laufen bekomme. Ah ja, ein Joystickanschluß ist ja auch schon eingebaut, den muss ich dann auch noch testen...


    Viele Grüße

    Manfred

    Weiter geht's mit der Bestückung der Platinen #3 bis #5.


    Wenn man mehrere Platinen auf einmal bestückt, spart man Zeit, weil die Bauteilsuche nur einmal stattfinden muss.

    Zuerst habe ich - wie üblich - mit den niedrigen Bauteilen begonnen. Widerstände die flach montiert werden, Dioden und Kondensatoren.



    Anschließend wurden die IC-Sockel eingelötet. 17 Stück 14er, 2 Stück 16er, 3 Stück 20er, 2 Stück 28er für RAM und ROM und natürlich der 40polige für die Z80-CPU.

    Leider gingen mir die 14er-IC-Sockel aus, weshalb ich es riskiert habe in Platine #5 die Logic-ICs direkt einzulöten, also ohne Sockel.


    Dann kamen die vielen senkrecht einzulötenden Widerstände. Die machen auch nochmal einiges an Arbeit. Zuletzt die Buchsen und der Quarz, den ich steckbar gemacht habe.


    Es waren jede Menge Lötstellen (pro Board so ca. 700 -800), aber an einem verregneten Nachmittag bekommt man das hin :loet Na ja, ein paar Kaffeepausen zwischendurch waren dann doch nötig um den geschundenen Rücken und die Augen zu entlasten.


    Als nächstes waren die Tastaturplatinen an der Reihe... je 40 Taster à 4 Lötstellen, macht 160 Lötstellen je Tastaturplatine, Pinheader und LEDs kommen noch hinzu... reine Fleißarbeit :saint:

    Schließlich sah das Ergebnis so aus... Links die beiden schon aufgebauten Platinen #1 und #2, Rechts die neu bestückten Platinen #3, #4 und #5



    Die Platinen #3 und #4 liefen auf Anhieb. Der Cursor und das "K" erschien auf dem Bildschirm.


    Für Platine #5 hatte ich ja keine Sockel. Nur CPU, ROM und RAM habe ich gesockelt.

    Für die 74er-Logikbausteine hab ich es dann so gemacht, dass ich alle ICs aus den Sockeln von Platine #4 verwendet habe.

    Nachdem ich wusste, dass Platine #4 läuft, mussten die ICs ja alle in Ordnung sein. Diese lötete ich also dann ungesockelt direkt in Platine #5 ein.

    Platine #4 erhielt einen neuen Satz 74er-ICs, mit denen die Platine auf Anhieb wieder lief.


    Platine #5 wollte zunächst nicht laufen. Ein schwarzes Bild mit Sync erschien. =O

    Ich dachte Schei*benkleister, ausgerechnet die Platine ohne Sockel...:cry:

    Dann wurden nacheinander RAM, ROM und CPU getauscht... und siehe da... eine CPU von den fünfen war defekt... die war zum Glück gesockelt.

    Mit der CPU von Platine #4 lief das Board. :puhh: Glück gehabt. Eine weitere Z80-CPU ist bestellt, die sind ja nicht teuer.


    Alle 5 ZX81+38 - Boards laufen nun :thumbsup:

    Weil ich ja je 5 Platinen (Mindestmenge) erhalten habe, wollte ich die #3 bis #5 auch noch aufbauen. Die Bauteile dafür hatte ich ohnehin auch schon da, weil man ja beim Chinesen seines Vertrauens meist 10 Stück (Mindestmenge) von den 74er-Logikbausteine nehmen muss.

    Das hab ich im Laufe der Woche auch geschafft.... aber der Reihe nach...


    Hier wird zunächst der CPU-clk-Fix beschrieben. Die CPU-Pin6 erhält aus Timinggründen dabei einen invertierten Takt:

    Zuerst hab ich an allen 3 Platinen den Fix-CPU-clk vorbereitet. Man muss dazu 3 Leitungen auf der Platinenoberseite trennen und eine weitere auf der Platinenunterseite.

    An die Trennstellen auf der Platinenoberseite kommt man nicht mehr dran, wenn die Bauteile/Sockel bestückt sind, deshalb wird das vorher erledigt.

    Die Verbindungen können dann nach der Bestückung von der Platinenunterseite duchgeführt werden.

    Man braucht so keine Pins vom Sockel wegbiegen, wie ich das bei Platinen #1 und #2 gemacht hatte.


    Die 3.25MHz-Taktleitung von U24 zur CPU wird aufgetrennt.


    Da die Taktleitung von der CPU Pin 6 auch noch zum Expansionsport durchgeschleift ist, wird an einer gut zugänglichen Stelle auch diese Leitung aufgetrennt.

    Oberhalb zwischen CPU und ROM ist eine Durchkontaktierung auf der Platinenoberseite, die durchgetrennt werden kann.


    Jetzt wird das bisher ungenutzte FlipFlop von U18 (74HC74) vorbereitet um den CPU-Takt zu invertieren.


    Zuerst wird Pin 1 von U18 auf der Platinenoberseite befreit (der lag vorher auf +5V, soll aber nun mit der Taktleitung verbunden werden)

    Die beiden Pins14 von U19 und U18 müssen später wieder überbrückt werden, sonst erhält U18 keine 5V-Versorgungsspannung.


    Dann noch Pin4 von U18 auf der Platinenunterseite befreien (lag voher auf +5V, muss aber mit Masse verbunden werden).

    Pin 4 wird anschließend mit Pin 3 durchverbunden (Masse).


    Damit ist die Vorbereitung der Platinen für den CPU-clk-Fix abgeschlossen und die Platinen können bestückt werden.

    Weil es hier aber grade reinpasst, hab ich auch noch ein Bild von den Durchkontaktierungen auf der Platinenunterseite nach der Bestückung eingefügt.


    Hier sind neben dem CPU-clk-Fix auch noch die Tapeanschlüsse gefixt.

    Dadurch wird erst der vorderste Ring vom 3,5mm-Klinkenstecker mit dem Signal durchverbunden. Wichtig, für Load- und Save-Befehle fürs Tape.

    Nachdem die F1-Taste heute ankam, hab ich meinen Neuzugang fertiggestellt.


    Wo ich den Brotkasten aufgrund der Reinigungsaktion schon mal auseinandergeschraubt hatte wurde erst mal ein Testdurchlauf gestartet.


    Huch Fehleranzeige bei "Control Port" und "6581 U18" 8\|. Deutet auf einen Fehler am SID hin. (Leider kein Bild vom Bildschirm gemacht :schande:)

    Dann mal testweise einen anderen SID aus einem "Known-Good"-Brotkasten eingesetzt. Damit wurde der Test bestanden.


    Der Tausch-SID musste natürlich zum Spender zurück. Den ursprünglichen SID wieder eingebaut und die Fehler bei "Control Port" und "6581 U18" waren wieder da.

    Der SID bringt zwar Sound, aber scheinbar gehen die Pot-Eingänge nicht. Naja gut, wer nutzt schon Paddles und Mäuse... :saint:


    Bei der Oberschale hab ich noch die 2 abgebrochenen Haken (Mitte und Rechts) mit 3D-Druckteilen repariert.


    Dann die Tastatur mit der F1-Taste von ADAC komplettiert und den C64 wieder zusammengeschraubt. :hammer:

    Sieht nach der Reinigung wieder Tip-Top aus. :thumbsup:

    Es fehlt nur noch das C64-Emblem. Und dann ist da noch ein kleiner Farbunterschied bei der F1-Taste (na ja, jammern auf hohem Niveau).


    Viele Grüße

    Manfred

    Frage an manfred.moser : Ne NMOS-CPU hast Du jetzt nicht wirklich mal verbaut gehabt, oder?

    Nein, leider habe ich gar keine NMOS-CPU, sonst hätte ich das sicher auch mal getestet.

    Hab 4 Stück hier und dann noch eine hier eingekauft. Damit kann ich die 5 vorhanden Platinen bestücken.

    Sind aber alles C-MOS-Versionen (zumindest lt. Aufdruck... man weis ja bei den Chinesen nie so genau, ob das stimmt was draufgedruckt ist).


    Mir ist schon klar, dass man NMOS und CMOS nicht mischen sollte, aber ich hab mich bei den Bestellungen halt weitestgehend an die BOM und die Verfügbarkeit gehalten.

    Da die meisten ICs (incl. CPU) bei meinem Board vom Typ CMOS sind ist es ja auch gar nicht so falsch. Pegelunterschiede bei HCT und HC jetzt mal außen vor gelassen.

    Inzwischen läufts ja auch und daran lags ja eigentlich auch gar nicht. Es war eher eine grundsätzliche Designschwäche.


    Hätte ich von Anfang an gewusst, dass selbst der Entwickler noch kein V1.6er-Board aufgebaut hat, wäre ich vlt. etwas vorsichtiger gewesen.

    Aber da die Teile nun schon mal da sind, werden sie auch verbaut.

    Machst Du dann auch noch ein bischen was mit dem zx81 ? Vielleicht paar kleine Programmierprojekte, die man hier im Forum zeigen könnte?

    Ich muss zugeben, dass ich nicht so der Software-Crack bin. Die Hardware macht mir mehr Spaß. :)

    Aber wer weiß... wenn ich mich in den ZX81 eingearbeitet habe.. vielleicht geht dann ja doch was in der Richtung :nixwiss:



    manfred.moser Glückwunsch zum laufenden Board und Respekt für Dein Durchhaltevermögen! :thumbup:

    Vielen Dank für die Glückwünsche. Bin auch froh, dass es schließlich doch noch geklappt hat.:puhh:

    Es lässt mich halt einfach nicht los... je schwieriger das Problem wird, desto größer die Herausforderung... und ich liebe Herausforderungen :saint:


    Mit demselben Workaround läuft inzwischen auch das zweite Board.:applaus:

    Hab mal testhalber alle von Kessler gekauften HCT/LS-Versionen wieder gegen die ursprünglich eingesetzten HC-Typen getauscht. Beide Boards laufen jetzt auch mit denen.

    Testweise auch mal ein RAM-Baustein gegen einen, der vorher nur das Quadrat brachte, getauscht. Und auch damit kommen die Zeichen jetzt ohne Probleme.

    War scheinbar also wirklich ein Timing-Problem und dabei passiert dann halt Unvorhersehbares.


    Der 3D-Drucker läuft inzwischen fürs zweite Gehäuse und dann kann ich - wenns zeitlich passt - ja auch noch die drei restlichen Boards in Angriff nehmen. :hammer:

    So Leute, ich hab eine Lösung gefunden. :thumbsup:

    Der User "Sascha Ittner" in diesem Thread aus mikrocontroller.net hatte exakt dasselbe Problem wie ich und hat Dank besserer Messausrüstung und besserem Verständnis ein Workaround gefunden.


    Die Zeichen-Pattern während des Refreshzyklus kommen nicht richtig im Schieberegister an.

    Bei der Messung hat er festgestellt dass, das EPROM zu schnell angesprochen wird (bei ihm 21ns)

    Der Workaround besteht darin, der CPU einen invertierten Takt zuzuführen, dann hat das EPROM ca. 150ns Zeit und das reicht dann um die Zeichendarstellung korrekt zu adressieren.

    Ein ungenutztes FlipFlop in U18 (74HC74) wird dazu als Inverter missbraucht um das zu bewerkstelligen.


    Ich hab das bei meinem Board #1 gleich mal Quick&Dirty nachgebaut.

    Bei U18 Pins 1 und 4 hochgebogen. Pin 1 mit dem 3.25MHz Takt verbunden. Pin4 mit Masse.

    Bei der CPU Pin 6 (Takteingang) hochgebogen und mit Pin6 von U18 durchverbunden.

    Das sieht dann so aus.


    Dann kam der Moment der Wahrheit....

    ... und tatsächlich das ersehnte "K" erschien auf dem Bildschirm und ich konnte ein erstes Programm eingeben. :applaus:


    Das dunklere Bild im unteren Bereich ist übrigens nur vom Abfotografieren mit dem Smartphone. Ist in echt alles gleich hell.


    Hurraaaaaa, das Board läuft endlich.:juhu:

    Mein Gott, das war eine schwere Geburt, aber wichtig ist immer, dass man nicht aufgibt. Wie sagte ein früherer Chef mal zu mir:

    "Wenn man nicht auf dem geraden Weg zu einer Lösung kommt, muss man halt einen Umweg gehen. Wichtig ist, dass man das Ziel erreicht!". Wie wahr.


    So... ich werde jetzt dann noch ein wenig rumexperimentieren welche Chipvariationen laufen (RAM-Bausteine, HCT/LS vs. HC- Versionen) usw.

    Das Problem mit dem "Quadrat" statt Zeichen (Verhalten von Board #2) bedarf auch noch einer Lösung.

    Mal sehen ob ich das zweite Board auch noch zum laufen bekomme.


    Vielen lieben Dank an alle guten Hinweisgeber in diesem Thread vor allem an kinzi, bigby , 1570, ADAC und die anderen. Ohne Euch wäre ich nicht so weit gekommen. :thnks:


    Es zeigt sich hier, dass die Version 1.6 des ZX81+38-Boardes doch noch einiges an Verbesserungspotential hat.

    Ich denke ich werde mich im mikrocontroller.net anmelden und mich bei Sascha Ittner bedanken und meine Erfahrungen auch dort einbringen.

    Er hat übrigens ein Redraw von Mahjongg's Entwurf mit einigen Änderungen/Verbesserungen erstellt. Siehe hier


    Viele Grüße

    Manfred

    Hab heute die Lieferung von Kessler electronic erhalten.


    - An Board #1 zuerst U6 74HC125 gegen ein 74LS125 (Leitungstreiber 4-fach Tristate) getauscht. Keine Änderung.


    - Dann U4 74HC574 gegen ein 74HCT574 (Select One of 64 possible Characters from ROM; D-FlipFlop 8-fach) getauscht. Auch keine Änderung.


    - Als nächstes war U9 dran. Das vorhandene 74HC165 gegen ein 74LS165 (Pixel Shift register; Schieberegister 8bit parallel) getauscht. Damit waren auf dem ersten Board die korrumpierten Zeichen weg, aber es verhielt sich nun exakt wie Board 2, also es gab nur noch ein Quadrat als Cursor, aber keine Zeichen mehr.

    Komischerweise funktionierte die Auswahl der Bordercolor mit JP6 (den ich inzwischen bestückt habe) mit dem LS165 nicht, aber mit dem HC165, deshalb hab ich den wieder zurückgetauscht.


    Damit war das Board exakt so bestückt, wie vom Entwickler vorgesehen. Leider hat sich meine Hoffnung somit nicht erfüllt, so zu einer funktionierenden Zeichendarstellung zu kommen.


    Hab zusätzlich auch noch ein HCT393 als Ersatz für U7 bestellt, weil das auch an der Zeichendarstellung beteiligt ist (count colomn of displayed characters).

    Aber es spielte keine Rolle, ob das HC oder das HCT eingesetzt war.


    In der Folge hab ich noch etwas rumprobiert und in der Bastelkiste vorhandene Bausteine probehalber getauscht.

    Das HC86 gegen ein LS86 getauscht, aber es ergab keine Änderung.

    Auch die HC74 Flip-Flops gegen HCT74 getauscht aber es spielte keine Rolle.


    Dann hab ich das RAM mal gegen die vorhandenen getauscht. Dabei hat sich herausgestellt, dass es auch vom verwendeten RAM-Baustein abhing, ob die Zeichen korrumpiert dargestellt werden (wie in Board #1) oder nur als Quadrat (wie Board #2).

    7 RAMs hatte ich da. 4 davon zeigten das Quadrat, 2 davon hatten das Verhalten wie Board #1 (korrumpierte Zeichen), einer ging gar nicht (kein Bildaufbau).


    Dann hab ich noch 1 HM62256 extra aus einer funktionierenden Universal Cardridge (UC 1.5) von Diddl ausgebaut und in die Platine eingesetzt.

    Es zeigte das Verhalten mit dem Quadrat.

    Übrigens zeigt auch das Board #2 dasselbe Verhalten, je nachdem welches RAM man einsetzt.


    Noch was, was mir aufgefallen ist...

    Wenn ich U4 74HCT574 (Select One of 64 possible Characters from ROM; D-FlipFlop 8-fach) gar nicht eingesetzt habe, bleibt das Verhalten des Boardes gleich.

    Also auch mit unbestücktem U4 verhält sich das Board gleich, wie wenn es bestückt ist. Da scheint irgendwo der Hund begraben zu sein.

    Leider verstehe ich nicht ganz, wie die Zeichenselektion beim ZX81 funktionieren soll.


    Alles etwas seltsam, vor allem das Verhalten bei verschiedenen RAM-Bausteinen.

    Nur leider bin ich bis jetzt noch nicht zu einer funktionierenden Zeichendarstellung gekommen.


    Ich glaube inzwischen fast, dass das Verhalten mit dem Quadrat das richtige Verhalten ist, nur dass halt die Auswahl des Zeichens aus dem ROM nicht funktioniert.

    Das bekanntermaßen funktionierende RAM aus der UC1.5 hatte jedenfalls auch dieses Verhalten an den Tag gelegt...

    - JP12: da steht unten auf dem Board, man solle den "changen", also vermutlich die Vorbelegung durchtrennen und den JP als Brücke dann auf der bislang unverbundenen Seite bestücken, wenn 32KB RAM verwendet wird. HM62256 ist 32KB RAM, aber JP12 ist jungfräulich...

    So wie ich das verstanden hab wird von dem HM62256 nur 16KB RAM verwendet. Es gibt ja auch kaum Software für den ZX81, die mehr als 16KB verwendet.

    Trotzdem wurde ein 32KB RAM eingebaut, weil das am besten erhältlich und damit preiswert verfügbar ist.

    Der Entwickler hat mit JP12 aber trotzdem die Möglichkeit hardwaremäßig vorgesehen die vollen 32KB RAM zu verwenden, was aber nur mit Anpassungen im Basic funktionieren würde.

    Standardmäßig ist JP12 so gesetzt, dass nur 16K verwendet werden.

    Überhaupt sind alle Jumper so vorbesetzt, dass man mit der Bestückung von der BOM (die ich ja weitgehend verwendet habe) zu einem funktionierendem System kommen sollte.


    Zitat vom Entwickler (aus dem Thread von mikrocontroller.net):


    - gelb-schwarzes Kabel, das an den Elko unterhalb des Edge-Connectors geht: Ist das eventuell die aktuelle Stromversorgung, oder wird über USB eingespeist? Zuwas dann dieses Kabel? Denn -wenn die PCB keine Innenlagen hat- wären die Leiterbahnen für Versorgung schon sehr sehr dünn gewählt, d.h. fällt da min. einiges an Spannung ab und die Impulsfestigkeit leidet natürlich auch...

    Das führt zu einem Reset-Taster. Der überbrückt C5. Den hab ich mal hinzugefügt um zu sehen, ob das Board mit einem manuellen Reset startet. Siehe Post #15

    Könnte ich jetzt entfernen, da das Board ja inzwischen korrekt startet. Bei meinem Board #2 hab ich den Reset-Kondensator übrigens von 1µF auf 3.3µF erhöht um einen sichereren Start zu gewährleisten.


    - Reinigung der PCB nach Lötarbeiten: man sieht teilweise erhebliche Harz-Rückstände und sogar "Lötnebel" auf der PCB, wenn diese Luft-Feuchtigkeit ziehen, kann das zu Fehlfunktionen führen...

    Ja, Danke für den Hinweis, werde ich noch machen. Glaube aber nicht, dass das den Fehler behebt.


    - CD4002 Baustein

    ... ist so vom Entwickler vorgesehen. Hab ihn deshalb auch eingebaut. Funktioniert z.B. bei bigby 's Board ja auch.



    - einige Lötstellen sehen "eingefallen" aus, wurde beim Bestücken an den eng an eng liegenden Sockeln überprüft, ob da kein Lötzinn oben auf der Bestückungsseite rausgeflossen ist und nun möglicherweise Kurzschlüsse verursacht?

    Aus dem Grund hab ich gestern eine zweite Platine aufgebaut um Lötfehler auszuschließen. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass auf 2 Boards an derselben Lötzinn oben auf der Bestückungsseite rausgeflossen ist und dort dann zu demselben Fehler führt.


    Leute, vielen lieben Dank für Eure Vorschläge, hat mir auch schon ein ganzes Stück weitergeholfen.

    Aber ich werde jetzt erst mal die Lieferung von Kessler abwarten und die vom Entwickler vorgesehenen Bausteine 1:1 verwenden. Hoffe, dass es damit klappt.

    Bei bigby 's Boad läuft es so ja auch. Das bekräftigt mich in dieser These.


    Eine Frage hätte ich noch an die Leute, die das Board bereits erfolgreich aufgebaut haben.

    Es betrifft das Widerstandsnetzwerk RP2.

    Laut Schaltplan soll hier 8x10K eingebaut werden. Lt. BOM aber 8x22K. Ich habe 8x22K bestückt.

    bigby : Was hast Du da bestückt?

    Könnte hier evt. der Fehler begraben sein?

    So, hab den verregneten Nachmittag genutzt um eine zweite Platine aufzubauen.:hammer:


    Links der zweite ZX81, rechts der bisherige


    Detailaufnahme von #2


    Natürlich hab ich auch bei #2 die falschen HC-Versionen von U4 (74HC574 statt 74HCT574), U6 (74HC125 statt 74LS125) und U9 (74HC165 statt 74LS165) drin.

    Da hatte ich vom Chinamann ja je 10 Stück erhalten (Mindestbestellmenge...)

    Die richtigenIC-Versionen sind bei Kessler bestellt.


    Postiv:

    Der ZX81 #2 lief auf Anhieb, so dass ein Bild mit Cursor erschien. Der Oszillator startete also auf Anhieb mit der korrekten Frequenz.

    Hier auf dem Commodore Monitor 1702 mit schwarzem Bild (weiß funktioniert auf diesem Monitor auch mit ZX81 #2 nicht).


    Negativ:

    Wieder ein Zeichenproblem, diesmal aber etwas anders.

    Es ist wieder kein Zeichen erkennbar, diesmal aber ist der Cursor stets nur ein Quadrat (sollte eigentlich nach dem Booten ein "K" sein)

    Auf Eingaben von der Tastatur reagiert der Cursor und bewegt sich dann nach rechts, aber es erscheinen keine Zeichen, auch kein korrumpierten.

    Hier nach Eingabe von "Print" (also nach ZX81-Manier die Taste "P" gedrückt). Das Quadrat wanderte 6 Zeichen nach rechts.

    Eigentlich sollte da jetzt "Print " stehen... :roll:


    Wollte ausschließen dass weitere Lötfehler auf Platine #1 zu dem Zeichenproblem führten.

    Das ist es scheinbar nicht, denn auf zwei verschiedenen Platinen ist es sehr unwahrscheinlich, dass derselbe Lötfehler passiert.


    Das 27C256 mit 4xROM-Abbild und das 27W512 mit 8xROM-Abbild hab ich mal zwischen #1 und #2 getauscht.

    Beide Platinen zeigen weiterhin denselben Fehler wie vorher (also #1 weiter die korrumpierten Zeichen und #2 das Quadrat)


    Mal sehen, was geschieht, wenn ich die korrekten IC-Versionen von Kessler erhalte...

    Würd mal alles auf LS oder wenigstens HCT umstellen

    Die "Mischbestückung" hatte mich auch gestört - ich glaube kaum, dass das original war beim ZX-8x?

    Ich hab jetzt erst mal die ICs bestellt, damit es so bestücken kann, wie vom Entwickler vorgesehen. Dort und bei bigby lief es ja so auch.

    Mal sehen bis wann Kessler liefert... dann wissen wir mehr...


    Hab übrigens einen interessanten Artikel aus microcontroller.net dazu gefunden. Bezieht sinch zwar auf die Vorvorversion 1.4, aber erklärt die Funktionsweise gut.

    Zum Thema HCT vs HC steht dort:

    Zitat:

    Code
    1. > (...) Ich frage
    2. > mich auch warum HC bauteile anstatt HCT, die HCT sind genau so schnell
    3. > and stromsparend.
    4. Statt HCT kannst Du auch HC nehmen, wenn die gerade herumliegen. Aber nur an Stellen wo die Eingänge von HC oder HCT getrieben werden. HC-Eingänge funktionieren nicht an NMOS-Ausgängen (Z80, EPROM ohne "C" im Namen) und theoretisch nicht (praktisch aber oft) an TTL-Ausgängen (74, 74LS).
    5. HC braucht >3,3 V als High und <1,6 V als Low. LS und HCT brauchen >2,4 V als High und <0,8V als Low.



    Es scheint, der Clone-Erfinder hat(te) auch Probleme mit dem Oszillator:

    Ja, die hatte ich Anfangs auch, aber inzwischen läuft der Oszillator bei mir stabil und ich bekomme ja auch ein Bild.

    Trotzdem sollte das verbessert werden, da stimme ich zu.


    Hochauflösendes gutes Bild von der Lötseite?

    Bestückt, Oben und Unten:


    Unbestückt, Oben und Unten:

    Hier die Signale von U7B


    Pin 13 nHSync konnte ich nicht vernünftig vom Oszi abfotografieren, weil das Bild zu langsam aufgebaut wird (Timebase bei 5ms).

    Es waren 3 oder 4 50 Hz Nadelimpulse dargestellt


    Pin 12 VSync


    Dann die Ausgänge: Links Pin11 Row0, Mitte Pin 10 Row1 und Rechts Pin 9 Row2


    Sieht vernünftig aus, denke ich. Weis aber nicht genau, ob das so richtig ist :nixwiss: