Posts by Wolfi78

    Ich bin da anderer Meinung. Luft ist ein guter Isolator, siehe Daunendecken, Schichtbekleidung, ... da das Gehäuse dicht ist, kann keine Zirkulation entstehen. Die Wärme muss zuerst vom Trafo an die Luft abgegeben werden, dann durch die Luft durch, dann von der Luft ans Gehäuse und schließlich vom Gehäuse wieder an die Umgebungsluft abgegeben werden. =O
    Außerdem vermute ich stark, dass Commodore die Netzteile nicht wegen "Nachbauschutz" o. ä. vergossen hat, sondern genau aus diesem Grund. Ich nehme auch an, dass es Vergussmasse gibt, die eine wesentlich bessere Wärmeleitfähigkeit als Luft hat bzw. darauf optimiert wurde. :/

    Hallo Kinzi,


    Ja, da hast Du völlig recht:
    Epoxydharz hat einen 10x besseren Wärmeleitkoeffizienten als Luft. Siehe Wikipedia. Mit Füllstoffen z.B. Glasfasern kann man diesen sicher noch weiter verbessern.


    LG
    Wolfgang

    Das Netzteil ist in Ordnung, der Schluss ist im Rechner (das war aber schon seit dem Eingangspost klar)


    Gruß, Gerd

    Dem kann ich leider nicht uneingeschränkt zustimmen. Warum?


    Also das mit dem Bügeleisen war wohl nicht die beste Idee von mir. Ich hätte gedacht so ein Ding hätte mind. 2000 Watt, dann wäre der Widerstand bei etwa 25 Ohm. Wenn die 170 Ohm stimmen, dann hätte das Bügeleisen nur 300 Watt (kommt mir sehr schwach vor). Man bräuchte ein Gerät, das richtig viel Leistung zieht, Toaster, Griller, Heizstrahler, ...)


    Nehmen wir mal an die Messungen von Delitzscher sind richtig, dann würden mit dem Bügeleisen gerade mal 30 mA vom Netzgerät abverlangt. Wenn dann die Spannung schon auf 4,77 V zusammenbricht, dann ist da was faul. Die Spezifikationsgrenze der Chips im C64 liegt bei 4,75 V!! Der C64 zieht aber schon im Normalfall 600 bis 800 mA. Das wird nicht funktionieren!


    Für weitere Fehlersuche muß erst mal das Netzgerät über alle Zweifel erhaben sein.


    @Delitzscher
    Bitte nochmals nachprüfen, ob die Messungen stimmen. Dann bitte einen niedrigeren Widerstand suchen und das Netzteil nochmals belasten. Das Netzteil muß schon 1 A bringen, ohne, daß die Spannung merklich unter 5 V absinkt, sonst wird der C64 nicht stabil laufen.


    LG
    Wolfgang

    Hallo zusammen,


    ich vermisse hier eine systematische Vorgehensweise und möchte daher nochmals auf den Eingangspost zurückkommen.


    Wenn das Netzteil im Leerlauf Spannung liefert, dann aber wenn der C64 eingeschaltet wird zusammenbricht, dann ist entweder das Netzteil defekt oder der C64 hat intern einen Kurzschluß.


    Um ersteres auszuschließen muß die Netzteilspannung unter Last gemessen werden. Dazu einen 5 Ohm Widerstand an das Netzteil anschließen und den Spannungsabfall am Widerstand messen. Dieser sollte bei etwa 5 Volt liegen, sonst ist das Netzteil defekt. Achtung: Der Widerstand muß eine Leistung von mind. 5 Watt haben, sonst brennt er durch! Besser sind 10 oder 25 Watt, dann wird er auch nicht so heiß. Zur Not kann man auch ein Bügeleisen anstelle des Widerstands nehmen.


    Ist das Netzteil als Fehlerquelle ausgeschlossen, muß man sich auf die Suche des Kurzschlusses am Board begeben. Das wird dann mühsamer. Ein erster Ansatz wäre den C64 einzuschalten und zu schauen, welche Bauteile am schnellsten heiß werden. Diese muß man dann auslöten und dann immer wieder die Spannungen prüfen.


    Das ganze macht man aber bitte ohne zusätzliche Peripherie, sofern man diese nicht auch ins jenseits befördern möchte.


    LG
    Wolfgang

    Hallo Christoph,


    ich habe vor Jahren mal ein Diskettenkonvolut für den C64 gekauft. Es waren auch etliche Disketten mit der mir lange Zeit unbekannten Aufschrift "Alphatronic" dabei, welche für den 64er nicht lesbar waren. Diese habe ich beiseite gelegt. Manche waren mit verschiedenen Spielen für den C64 überschrieben. Nun sehe ich endlich mal, wie so ein Alphatronic ausgesehen hat, danke für das Hochladen des Fotos.


    Erst vor kurzer Zeit habe von den nicht lesbaren Disketten einige auf einem alten PC mit einem 5.25" Laufwerk sichern können. Die Daten sind für mich nicht sehr spannend. Sieht vieles wie ein frühes DOS aus. Turbopascal ist auch dabei. Auf Wunsch kann ich Dir diese Sicherung gerne zukommen lassen. Das Weitere dazu per PN.


    Hier mal ein Foto von ein paar Beispieldisketten (ist leider nicht sehr gut geworden, da mit dem Tablet gemacht):



    Einige Disketten sind auf dem C128 unter CP/M zumindest lesbar, mit einigen konnte ich bislang nichts anfangen. Vielleicht sind sie auch über die vielen Jahre schon unlesbar geworden.


    Vielleicht kann mir jemand verraten, wie ich diese Daten transferieren kann. Ich bin diesbezüglich nicht sehr erfahren.


    LG
    Wolfgang

    Hallo Frenetic,


    ich habe die Sollwerte der Widerstände des Schreib- und Lesekopfes gerade nicht griffbereit, aber die angegebenen Werte sollten schon ungefähr passen. Ein paar Ohm +/- sind schon ok. Der Stecker kann von der Platine einfach abgezogen werden, dann ist die Messung kein Problem. Bei Abweichungen ist der Lesekopf defekt.


    Meine Erfahrung sagt mir, daß die Knebellaufwerke anfälliger sind für Ausfälle des Lesekopfes. Bei den Alps-Laufwerken hatte ich noch keinen Ausfall gesehen. Die Symtome kommen mir sehr bekannt vor. Leider habe ich keinen Rat, einen solchen Fehler zu beheben. Ersatzköpfe sind ja kaum zu bekommen.



    Nachtrag - Ich habe das Service Manual auf meinem Rechner gefunden:


    Widerstand rot -blau soll: 32,4 Ohm
    Widerstand rot -weiss und blau - weiss: 16,3 Ohm (2x gleich)


    Hinweis: Wenn der Lesekopf verschmutzt ist, funktioniert keine Diskette die auf einem anderen Laufwerk ok ist. Man kommt um eine Prüfung also nicht herum.

    Bei Dir hat der größere Elko unter dem Kühlblech 470 µF/25V - bei mir sind 330 µF/25V aufgelötet und im Schaltplan steht er mit 4700 µF/25V - sind ja kaum Unterschiede... ;(;(

    Ob 330 µF oder 470 µF spielt wahrscheinlich keine große Rolle. Bei Commodore hat man wohl genommen, was da war. Ich würde aber die 470 µF bevorzugen, da Elkos über die Lebensdauer eher Kapazität verlieren als dazugewinnen. Die 4700 µF aus dem verlinkten Schaltplan sind vermutlich ein Fehler. Ein derart großer Kondensator hätte an der Stelle gar nicht Platz.

    Ich konnte in der Zwischenzeit noch ein paar Fotos vom Netzteil machen und so die Bauteile identifizieren. Ich habe im Bild die Kapazitäten und Spannungen der Elkos eingetragen.



    Als Schaltplan dürfte am besten dieser hier passen. Im Detail scheint es immer kleine Abweichungen zu geben. Vermutlich gibt es kaum 2 Netzteile mit komplett gleicher Bestückung.


    Gruß
    Wolfgang

    @Boulderdash64


    danke fürs Nachschauen wegen der LED-Verkabelung. Bei mir ist die Verkabelung etwas stümperhaft zusammengestöpselt. Ich kann ich sagen, ob das ab Werk so war oder erst später jemand herumgebastelt hat. Vermutlich trifft aber ersteres zu.


    1,2,3 sind ziemlich sicher Entstörkondensatoren der Klasse X oder Y, je nach dem wie sie geschaltet sind. Für diese Kondensatoren gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen, da sie an der Netzspannung hängen und gehen selten kaputt!
    WICHTIG: Bei Ersatz nur Kondensatoren gleicher Spezifikation verwenden! Falls wirklich defekt, besser weglassen, als ungeeigneten Ersatz einbauen! --> Lebensgefahr!


    Leider habe ich von der Bestückungsseite damals keine Fotos gemacht. Ich habe das Gerät momentan nicht bei mir und komme aber erst in 2 Wochen dazu. Bei Bedarf schaue ich aber gerne nochmal nach, was tatsächlich verbaut ist.


    Gruß
    Wolfgang

    Hallo Hucky,


    das Netzteil von Greisi ist so augelegt, daß man sowohl die 9V~ als auch die 5V= mit 1,6 A belasten kann. Das passende Gehäuse (Bopla EG 1560 L) ist in der Stückliste enthalten. Bezüglich der Sammelbestellung mußt Du Dich mit Bobbel in Verbindung setzen. Vielleicht hat er noch Restmengen.


    Gruß
    Wolfgang


    Mhm...darf ich denn hier direkt am Stecker/Klemme messen und die Spannung mit ein wenig Aufschlag (+0,1 V) einstellen oder ist ohne angeschlossene Last eh keine richtige Einstellung möglich? (Ist zwar kein Schaltnetzteil, aber...)


    Wo gemessen wird, ist nicht so tragisch. Wer es ganz genau nimmt, kann die Spannungen so einstellen, daß auf den IC's im C64 genau die 5V sind.
    Im Normalfall ist der Spannungsabfall über Klemmen, Kabel, Stecker und Schalter gering. Die 0,1 V als Aufschlag sind schon ok. Zwingend notwendig ist das nicht. Der C64 läuft auch mit 4,9V stabil. Der digitale Schaltregler (Traco) funkioniert sehr gut. Die Spannung bleibt über den gesamten Lastbereich relativ stabil. Das hat Greisi in seinem Video auch schön dokumentiert.

    Noch ein wichtiger Hinweis zum Aufbau:


    Die Zenerdioden bitte erst am Schluß einlöten, wenn die Spannungen für die 5V / 12V schon eingestellt sind. Wenn die Trimmer im Anlieferzustand ungünstig eingestellt sind, könnte die Diode (Schutzfunktion) einen Kurzschluß verursachen und die Sicherung auslösen. Das wäre lästig, wenn man keinen Ersatz auf vorrat hat.

    Mal ne blöde Frage. Beim C64 Netzteil bleiben viele Teile weg. Kommen die nur beim 1541-Netzteil zum tragen?

    Ja das ist richtig. Beim C64 Netzteil kommt die 2. Spannung (Wecheselspannung) direkt vom Trafo. Sie muß nicht mehr gleichgerichtet und heruntergeregelt werden. Deshalb werden nur die Drahtbrücken benötigt.
    Die Platine ist universell gestaltet, das hat in der Kleinserienfertigung oder Hobbyprojekt Preisvorteile. In Großserienfertigung würde man die Platine optimieren. Siehe auch Eco-Variante von Greisi.

    Ich habe erst kürzlich einen 128er mit dem gleichen Netzteil erstanden. Bei mir war leider die Platine gebrochen. Die mechanische Kontstruktion des Netzteils ist eine Katstrophe! Im Nachhinein wundert mich nicht, daß die Firma pleite ging. Je mehr Commodore Teile ich öffne, desto größer wird mein Staunen!


    Ist das Kabel zur Power LED ebenfalls mit einer Verlängerung versehen?


    Auch wenn Commodore viel Murks gemacht hat, die Elkos hat wahscheinlich doch ein Bastler reingefrimmelt!? So stellt man sich die "Elko-Kur" vor. :thumbsup:

    Das aus dem Thread Ersatznetzteil auf Amazon gefunden hier im Forum. Der Thread ist leider dicht, so dass dort die Messergebnisse nicht postbar sind.


    Ich finde das echt schade, daß Threads ohne Vorwarnung einfach dicht gemacht werden. Ich wollte zu meiner Äußerung Stellung nehmen. Als Neuling möchte ich aber hier nicht herumstänkern. Meine Aussage, wie sie jetzt dort steht ist aus heutiger Sicht natürlich falsch.


    Zwei Anmerkungen:
    "Wurde am Küchentisch zusammengebastelt": Die Adresse des Verkäufers scheint das zu untermauern. Bitte nicht als Pauschalurteil zu verstehen, natürlich können Firmenanschriften auch in Wohnsiedlungen liegen.


    Die CE Kennzeichnung kann man hier mal vergessen. Der mißbrauchte Schutzleiter ist nur das offensichtlichste Detail, daß Normen nicht erfüllt werden. Lose Bauteile und mechanisch ungesicherte Lötstellen sind weitere, ...


    @markusC64
    vielen Dank für die Mühe! Ich finde das wirklich großartig.

    40 - 50 EUR für ein Netzteil in Massenfertigung ist schon ein Wort, da dürfte man schon Qualität erwarten.
    Nur mal zur Einordnung: Ein ordentliches Netzteil in Einzelfertigung (siehe Greisis Netzteil) kommt auf ca. 70 EUR (Arbeitszeit einmal nicht eingerechnet)


    Bin echt schon gespannt, wie das Netzteil von innen aussieht. Außen finde ich es mal nicht so berauschend. Die schwarze Farbe harmoniert nicht sehr mit den Braun- oder Grautönen der 64er. Die Guß-Qualität des Gehäuses - na, ja...
    Gut das Netzteil steht meist unsichtbar unter dem Tisch.

    Also das Laufwerk sieht doch sehr gut aus. Aus meiner Erfahrung sind diese Alps-Lautwerke aus Japan sehr zuverlässig. Ich würde maximal den Staub entfernen, den Lesekopf reinigen und ggf. die Mechanik schmieren. (Vorsichtig mit einer Nadel oder einem Uhrenöler und nicht blind mit einer Spraydose in das Laufwerk hineinsprühen!)
    Ich denke nicht, daß hier schon herumgelötet wurde, zunehmend stelle ich fest, daß Commodore selbst sehr viel herumgebastelt hat, teilweise auch sehr unprofessionell. Das Lötbild entspricht übrigens der damaligen Zeit.


    Den Umbau auf 240 Volt halte ich für sehr sinnvoll, sollte aber nur von jemanden gemacht werden, der weiß was er tut.


    Zum Elko-Tausch: Das scheint ja ein neuer Volkssport geworden zu sein. Ein Tausch ist m. E. angesagt, wenn die Toleranz deutlich mehr als 20% abweicht (~50%) oder im Betrieb heiß werden (Hinweis auf Leckströme).


    Allerdings die Nichicons die hier verbaut sind, sind von bester Güte, sind meist heute noch besser als Standard-Neuware. Ich mußte noch nie einen wechseln.


    Freu Dich über dieses schöne Laufwerk!


    Gruß
    Wolfgang

    Hallo kinzi,


    ich nehme an, die Meßwerte in der Tabelle von Beitrag 2 betreffen den 5 Volt Zweig?


    Mich würde interessieren, wie Du gemessen hast, spezieller Zwischenstecker?
    Ich hatte kürzlich den 9V~ Zweig gemessen, da kann man sich einfach anstelle der Sicherung reinhängen.


    Gruß
    Wolfgang