Posts by Asklia

    Ist ein SX Netzteil bei Dir defekt?


    Man kann einfach nach und nach alle aktiven und dann passiven Bauteile vom Eingang bis zum Ausgang tauschen.


    Und "natürlich" nicht von den tödlichen 350 Volt Gleichspannung beeindrucken lassen und entsprechend vorsichtig arbeiten. Die sind übrigens auch Minuten nach dem Abschalten noch auf dem Hauptkondensator - da ist kein Entladewiderstand eingebaut.
    EDIT by FXXS: wie gesagt ein Elektriker sollte das selber wissen und ein Laie sollte es lassen.


    Ich habe das Netzteil stets mit Lastwiderstand (bei mir eine alte CPU Platine) getestet, damit es im Leerlauf nicht hoch läuft und abbrennt.


    Aber Vorsicht: Bei mir waren auch nur "klassische" Bauteile defekt. Wenn tatsächlich mal einer der Übertrager durchgebrannt ist, wüsste ich nicht, woher einen neuen nehmen. Ausser neu wickeln :~)

    Reparatur eines SX-64 Schaltnetzteiles
    EDIT by FXXS: Solche Arbeiten sollte nur ein Elektriker machen....


    Bei einem kleinen Missgeschick habe ich neulich auf der 12 Volt Leitung an meinem SX vermutlich einen Kurzschluss verursacht. Ein wenig Rauch, und die Spannungen waren weg :-(


    Da SX-64 Schaltnetzteile rar sind und eine spezielle Bauform haben, musste repariert werden. Den Schaltplan des Netzteiles gibt es ja erfreulicherweise im Netz (http://zimmers.net/anonftp/pub…ters/c64/sx-64/index.html). Es ist aber ärgerlicherweise nicht im SX-64 Service Manual enthalten.



    Die folgenden Bauteile waren defekt:


    - Sicherung im Sicherungshalter auf der Rückseite des Gussgehäuses
    - Schalttransistor Q1 Typ C2792. Aktuell lieferbarer Ersatztyp: C3460
    - Taktgenerator IC1 Typ MB3759. Ist aktuell noch immer lieferbar; es gibt auch spannungsfestere Äquivalente.
    - Basis- und Emitterwiderstand R4 und R5 des Transistors Q1. Entgegen dem Schaltplan war R5 wie R4 ein 22 Ohm statt 10 Ohm Widerstand.


    Der Übertrager T3 zur potentialfreien Ansteuerung des Transistors in Reihe mit R5 hat ebenso überlebt wie der "grosse" Übertrager T1, der aus den ca. 350 Volt Gleichspannung durch Taktung auf der Sekundärseite die 12 Volt erzeugt. Der zweite Taktgenerator MB3759 für den 5 Volt Zweig hatte auch überlebt. Allerdings werden die 5 Volt bei diesem Netzteil ja aus den 12 Volt erzeugt.


    Die 9 Volt Wechselspannung für den Userport kommen bei dem SX-64 Schaltnetzeil ebenso wie eine Hilfsspannung zum Starten des Taktgenerators aus einem kleinen Transformator.



    Wie habe ich die Fehler gesucht und gefunden? Die Sicherung war trivial. Der Schalttransistor war einigermassen einfach: Die ca. 350 Volt Gleichspannung nach dem Primärgleichrichter lag am Kondensator an. Der Schaltransistor hatte auf zwei Beinchen aber bidirektionalen Durchgang - klarer Fall. Transistoren leiten nicht in beide Richtungen. Die Freilaufdiode war hingegen unbeschädigt.


    Die beiden Übertrager T1 und T3 haben übrigens (ausgelötet) sehr geringe Innenwiderstände von unter 1 Ohm in jeder Wicklung; davon darf man sich nicht täuschen lassen. An einem zweiten SX-64 Netzteil gegengemessen - Erleichterung: Ein Übertragerschaden wäre ein Totalschaden gewesen :~(


    Dennoch tat sich nach Ersatz des Transistors nichts: 350 Volt Gleichspannung, aber keine Sekundärspannungen. Der der Transformator für die 9 Volt und ca. 21 Volt Hilfsspannung wurde dafür "riechbar" warm: Statt 9 Volt Wechselspannung waren auch weniger als 8 Volt auf der Leitung. Ursache: Der Taktgenerator IC 1 hatte auf mehreren Leitungen Kurzschluss und belastete den Hilfstransformator über Gebühr.


    IC 1 also ebenfalls bestellt (Geist Elektronik, DE, versteht sich auf Beschaffung von seltenen Bauteile) und ersetzt. Nun geht immerhin die Taktspannung am Fusspunkt des Übertragers T3 zur Ansteuerung des Transistors hoch - aber höher als bei einem funktionierenden Netzteil. OK: Das Voltmeter ist kein RMS Voltmeter, sondern zeigt bei höheren Frequenzen einfach eine höhere Spannung an. Also der Taktgeber gab sich mit maximaler Frequenz alle erdenkliche Mühe, aber das bewirkte am Schaltransistor (noch) nichts.


    Ursache: Der Ansteuer- und Parallelwiderstände am Schaltransistor in Reihe nach dem Übertrager - dem meine Sorge galt - waren auch durchgebrannt. Äusserlich dennoch unversehrt? Ausgelötet, und aha: Unten drunter war dann doch ein kleines Brandloch. OK - keine Ansteuerung, keine Taktung, keine Spannung nach dem Haupt-Übertrager T1.


    Mit neuen Widerständen (nun etwas höher belastbar als 0.5 Watt wie angegeben) läuft das Netzteil nun wieder wie zuvor. Und bei der Gelegenheit natürlich full recapping für alle Kondensatoren - Geist Elektronik sei Dank!


    Ein SX-64 von 1983 wieder gerettet :-)

    Sehr nett. Was mich von Ali/baba/express etc. abhält:


    Seller Guarantees: On-time Delivery 39 days


    Und "natürlich" soll man wieder mal einen Account anlegen, nix Guest Mode.


    Gruss



    P.S.: Warum bin ich nur so misstrauisch? Zuviel Schlange aus dem Dschungelbuch? "Vertrau mir, hör auf mich..."

    Ein GALEP5 kennt einen MX25L4006E von Macronix.


    Auf der LCD-Platine ist dies der Chip U102. Es soll diesen als SOIC mit 150mil und als SOIC mit 210mil geben: Für beides gibt es einen jeweils passenden Adapter von Conitec. Der Grösse des 2x4 Beiners nach müssen es wohl 150 mil sein.


    Nebenbei um 180° andersherum aufgelötet als der IC 101, das EEPROM 24C16K.


    Pin 1, Masse. Pin 8: VCC; Pin 7: Hold# (aktiv low) liegt mit Pin 8 auf VCC
    Pin 3 WP# (aktiv low) hat einen Pullup R120 (10E?) auf VCC und eine offene Lötbrücke auf Masse. Den Write Protect kann man also schon mal bequem verändern. J101 nebem dem IC ist übrigens nur ein Lochfeld für einen Stecker mit VCC und Masse.


    Pin 1, 2, 5, 6 gehen über ein 4fach Widerstandsnetzwerk direkt auf 4 Beinchen vom MST703: 41-44.


    Die Leitungen SDA und SCL von den Lötaugen darüber gehen über zwei Widerstände auf zwei andere Beinchen (47, 48) vom MST703; dies sind die oben erwähnten seriellen TXD_SDA und RXD_SCL Aus- und Eingänge.


    Soweit die "kurzsichtige" Betrachtung :-)


    Gruss

    Fantastische Arbeit, liebe Kollegen!


    Vielleicht kann ich auch helfen: Ich habe auch einen 5er und auch ein Display (und natürlich gleich ein zweites bestellt :-)


    Leider kann ich auf meienr Platine die Bezeichnungen von einigen der kleinen 8-Beiner nicht lesen: Den 24C16k kann ich lesen; aber der kleine darüber ist unlesbar. Den hat der Lötstopplack unlesbar gemacht. Ist das der fragliche Chip?


    Gruss

    Die TMS2564 sind ja als ROM-Ersatz auf mancherlei CBM Platine verbreitet.


    Aber gerade der schöne GALEP-5 Universal-Eprommer hat diese nicht in der Bauteile-Liste. Der Hersteller Conitec wird diesen Baustein nun mit dem nächsten Update freundlicherweise in die Bauteile-Liste aufnehmen.


    Hat gerade mal zwei 2564 gekostet :-)


    Gruss

    "Die Quellen zum CP/M-BIOS (und zum BIOS65) sind veröffentlicht und können auch angepasst werden. Denn dort stehen die Sektor-Zugriffe drin."



    Für das 8250/SFD1001 Format ist in den Listings des 8 MHz CP/M Projektes das BIOS65 bereits angepasst. Dies könnte als Vorlage für weitere Laufwerke dienen.


    Gruss

    Nix Wackel.


    Man kann die Pins aussen auf dem 6522 festlöten. Das ist der Musteraufbau für meinen SX mit zwei Laufwerken. Die WDC65C22N von Mouser sind soeben eingetroffen; dann wird wieder gelötet.


    Im übrigen sitzen die Flachkabelverbinder recht fest auf dem 6522. Aber mit oder ohne Löten am Chip: So muss man nicht die Platine "anfassen" oder einen Zwischensockel bauen. Klappt auch bei einer 1541-II mit wenig Platz und eingelötetem 65C22.


    Und die Stiftleiste am SX-Userport halte ich weiterhin für elegant.

    Interessant: Keine Kommentrae. Hätte gedacht, dass den einen oder anderen die elegante Bauform mit dem Flachkabeladapter auf dem 6522 noch interesiert.


    Offenbar hat wohl schon jeder einen Parallelanschluss - für welchen Speeder auch immer :-)

    Sind die Speeddos Schnelladerroutinen im Floppyrom jemals disassembliert und kommentiert worden? Ich traue mir das zwar nicht zu. Aber ich könnte es lesen: Der interessante Teil ist ja, ob nach Beendigung des Transfers die Daten- und die Steuerleitung des Parallelkabels wieder auf Input gesetzt werden.

    Mir geht es ja auch nicht um den Parallelbetrieb von Druckerfunktion und einem Floppylaufwerk. Mehrere gleiche Leitungen auf Input wären nicht das Problem.


    Mir geht es um den Parallelbetrieb von zwei Laufwerken resp. 6522er Portbausteinen am Speeddos-Parallelkabel. Und da liegen die gleichen Output-Handshake Leitungen parallel. Und eine muss dabei die stärkere sein. Und nach meinem Kenntnisstand waren ausgerechnet das keine Open Collector Ports mit einem Pull-Up.


    Aber vielleicht irre ich mich ja auch :-)

    Ja, beim Drucken mit emulierter Centronics Schnittstelle am User-Port parallel zum alten Speeddos Parallekabel wurden aber auch andere Handschake Leitungen verwendet als beim Paralleltransfer.


    Meine Sorge gilt den zwei Handshake Leitungen der beiden 6522, die nun parallel liegen: Vertragen die ganz kühl den Low Pegel resp. Pull Down des jeweils anderen Ports?


    "Funktioniert" kann auch heissen: "Funktioniert eine Weile" gegen das ursprüngliche Chip-Design - wie die 5 Volt 85er VIC Chips in den alten C64 Platinen im 65er Sockel mit 12 Volt ;-)

    Hallo zusammen


    Hat jemand Erfahrungen mit Speeddos resp. Dem Parallelanschlusskabel mit zwei 1541 gemacht? Funktioniert das, ohne das die Portbausteine der beiben 1541 gegeneinander arbeiten?


    Gruss

    Das original Commodore CPM braucht nur Sektorzugriffe. Für die 8 MHz Variante wird ein Schnellader ins FD Laufwek übertragen. Zudem kann man duch umformatieren mit dem Hilfsprogramm FORMAT40 den Sektorversatz der 1541 auf 2 kürzen. Weiss noch jemand, wie der Original Wert war? Ich meine das war 13 bei der 1541 und 6 bei der 4040.