Posts by Asklia

    Allerhöchste Anerkennung!

    Ich wollte, es gäbe irgendwo diese 3D-Teile käuflich zu erwerben.

    Besonders die süsse Frontblende mit dem Floppyteil :-)

    Hallo zusammen


    Ich lasse die kleine Gemeinde mal an der Reparatur meines CBM 8280 8 Zoll Doppelfloppylaufwerkes teilhaben. Leider hat mein Laufwerk etliche Schäden, die sich im Laufe der Zeit auch noch verschlimmert haben. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen, und vielleicht hat gibt es ja auch nützliche Hinweise.


    Das Laufwerk war nicht in der Lage, eine Diskette zu formatieren oder zu lesen, es blieb nach anfänglicher Kopfbewegung und ca. 25 Steps mittendrin einfach ohne Fehlermeldung stehen. Gut möglich, dass das DOS intern selber auf etwas gewartet hat. Ich habe auf die Drehzahl der Laufwerke getippt. Das scheint wohl der Klassiker zu sein. Inzwischen sind alle Kondensatoren auf den Laufwerken ausgetauscht.


    Ein "neues" Tandon Laufwerk hatte leider 24 Volt durch ein eingequetschtes Kabel auf dem Chassis. In der Folge hat dies den Regelchip und einen Kondensator im Netzteil zerstört. Aus den 24 Volt wurden dadurch 36 Volt, die auf Masse gingen. Das mochten so einige Chips nicht, die IEEE Treiber waren auf beiden Seiten des IEEE Busses tot: Sowohl im SX die 75160/161er als auch die drei MC3446 auf der Floppy.


    Der Ersatz des Netzteiles ist hier bereits beschrieben:

    ICE AGE für CBM Netzteile


    Nach dem Ersatz der IEEE Teiberbausteine kann der Computer nun immerhin wieder mit dem Laufwerk reden und den Status abfragen. Der Vesuch, das Inhaltsverzeichnis zu laden, endet im Nirwana. Das LAufwerk braucht einen Reset. Ein Formatierkommando "N0:disk,3c" oder "N1:disk,3c" lässt immerhin die jeweilige Floppy LED aufleuchten, aber weder der Laufwerksmotor noch der Steppermotor für den Kopf bewegen sich. Immerhin kommt eine Disk Error Meldung auf dem Fehlerkanal. Dies auch bei einem Laufwerk, das noch keine 36 Volt verspürt hat.


    Die grossen Bausteine 6502, 6532, 68B10 und WD1797 sind allesamt intakt; dies merkt man am Selbsttest: Fehlt einer, so blinkt das Laufwerk oder bleibt bei der Status-LED gleich auf rot. Weiterer Ersatz ist im Zulauf von ebay.


      



    Interessanterweise haben ein WD65C02 als auch ein CMD65C32 auch auf diesem Laufwerk Probleme, ähnlich wie bei einer 8250 oder SFD 1001. Diese Bausteine funktionieren als Ersatz nur in einer 3040/4040.

    Nun gehts also ans Auslöten der kleinen Logibausteine: Als erstes wohl mal die 7486er Treiber, die den Shugart Bus zur Floppy ansteuern. Es sei den, jemand hätte aufgrund des Schaltplanes eine bessere Idee :-)

    Files

    • 8280sch.pdf

      (627.12 kB, downloaded 6 times, last: )

    8280 continues...


    Während die Bausteine im Versand sind, waren mal die Tandon Laufwerke selber dran. Im Classical Forum wurde ja berichtet, dass bei den Tandons etliche Kondensatoren auslaufen und vermutlich die Drehzahl beeinflussen.


    Bei meinen drei Laufwerken (2 x Original in der 8280, 1 x NOS) war dies nicht der Fall. Allerdings wölbte sich der Boden bei den gelben 33uF Kondensatoren ein wenig nach innen; eventuell ausgetrocknet statt ausgelaufen.


    Also wurden alle Elektrolyten mal vorsorglich ausgetauscht. Hat man nicht diese hübschen "Niederflur-Kondensatoren" mit der geringen Bauhöhe, so muss man ein wenig kreativ sein und die neuen Kondensatoren flachlegen. Das klappt netterweise auch ganz gut.


    Und - Ice Age - der 7812er Spannungsregler auf dem Controllerboard des 8" Laufwerkes wurde bei der Gelegenheit gleich mal durch einen Traco Schaltregler TSR 24120 ersetzt. Das reduziert die Stromaufnahme vom Netzteil. Immerhin musste der gleich ganze 12 Volt in Wärme umsetzen: Von 24 Volt Eingangsspannung auf 12 Volt.


    Neue Kondensatoren nahe dem Motoranschluss


    Ein Traco TSR 24120 als Ersatz für einen 7812.


    Der Metallwinkel musste bleiben. Der trägt an der Stelle auch die Platine.

    Ein weiteres Kapitel in der ICE Age Story für CBM Netzteile: Die 8280 8" Doppelfloppy


    Relativ unfreiwillig habe ich das Netzteil meiner 8280 ersetzen müssen. Die grossen Tandon 8" Laufwerke haben ja durch die Bank Schwierigkeiten. Ich tippe auf die Drehzahl, wei man auch im classic Forum recht bald findet. Und das, obwohl die kleinen gelben Kondensatoren der Motorsteuerung auf den Laufwerken selber bei meinen noch nicht ausgelaufen waren. Aber vielleicht rocken, wer weiss.


    Ich hatte das Glück (oder Unglück), ein angeblich New Old stock Laufwerk von ebay zu erstehen. In der Tat, mit Styropor Verpackung, Service Manual, sogar das Silika Papiertütchen war noch mit in der Plastiktüte. Allerdings, um es vorweg zu nehmen, dieses Laufwerk hatte einen Fehler und damit einiges am LAufwerk und Computer ruiniert.


    Aufgrund eines montagseitig versteckt eingeklemmten Kabels hatte das Gehäuse des Laufwerkes und damit der ganzen Floppy inklusive der Abschirmung des IEEE Kabels 24 Volt. Auf dem IEEE Anschluss an meinem SX-64 wurden Shield und GND dann (endlich) zusammengeführt.


    24 Volt auf GND: Das hat die Sicherung gekostet, und nach dem Trennen vom Computer und ersetzen der Sicherung knallte dann nach einer Minute der kleinere Glättungskondensator im Netzteil: Dort ist der 723 Regler durch und hat dann über den Lasttransistor 36 Volt ungeregelt auf die Leitung und das Gehäuse gegeben. Der Kondensator hatte übrigens eine maximale Spannung von 35 Volt, ein Volt zu wenig!


    "Mitgenommen" haben die 36 Volt nicht nur die Regelung des Netzteiles, sondern auch die IEEE Treiber 75160 und 75161 auf der IEEE Paltine im SX-64. Immerhin wurden durch den Shift der GND Leitung auf 24 und dann 36 Volt die umliegenden Chips mit einer quasi "negativen Versorgungsspannung" von (5 - 36) Volt = -31 Volt "versorgt", wenn auch nur kurz. Das mögen die wohl nicht ;-)


    Ansonsten ist im SX-64 und auf der IEEE Platine alles heile gebleiben, auch der 65C22 nach den Treibern hat es überlebt. In der 8280 hat die Elektronik allerdings auch Schaden genommen. Die grossen Bausteine wie 6502, 6532, der FDC Baustein oder das 68B10 RAM haben allesamt überlebt. Dies merkt man durch den Selbsttest und die Blinkcodes, wenn man die Bausteine herausnimmt. Aber die Bustreiber MC3446 hat es wohl genauso zerstört wie auf der gegenüberliegenden Seite im SX-64.


    Doch nun zum Netzteil: Reparieren oder neu? Ich habe mich für beides entschieden, aber ein neues, leichteres und eniergiesparenderes Schaltnetzteil eingebaut. Ein Meanwell RT-125 hat alle drei benötigten Spannungen: 5 Volt, 12 Volt und 24 Volt. Die 12 Volt sind übrigens gut versteckt: Die alte Reglerplatine hat zwei Regelstrecken mit Leistungstransistoren und Testpunkte für 5 Volt und 24 Volt. Insbesondere die drei Kabelbündel zu den Laufwerken und der Platine haben zwei Farben: Rot (5 Volt) und Orange (24 Volt) - denkt man! Tatsächlich führt die orange Leitung zur FDC Platine nur 12 Volt statt 24 Volt. Dies sieht man bei genauem Hinsehen im Schaltplan. Das orange Kabel zur Platine wurde also umgehend durch ein gelbes Kabel ersetzt.


    Das RT-125 Netzteil passt mehr als perfekt auf den Platzt des alten Netzteils. Auch auf den lauten und starken 220 Volt Ventilator kann nun verzichtet werden: Alte 723-geregelte Netzteile hatten einen maximalen Wirkungsgrad von 41 Prozent, während das Schaltnetzteil 80 Prozent liefert. Also nur ein Drittel der Abwärme. Und das geht bestens ohne den Ventilator, der geschätzte 50 Watt wegpusten musste.


    Ein neuer Netztfilter, bevor es dort auch noch knallt


    Eine neue saubere Verkabelung.


    Das ganze Netzteil mitsamt dem geänderten Kabelbaum.


    Das alte Netzteil: Ventilator, Platine und ein wirklich schwerer Trafo.


    Das untere Laufwerk ist nun auch drin :-)



    Nun muss "nur noch" die Platine repariert werden...

    Ja, der SMD Kondensator hat die Lötflächen grösstenteils unter dem schwarzen Plastik. Also aussen auf dem "kleinen Klecks Lötzinn" mit der Spitze erwärmen. Und etwas frisches Lötzinn hinzufügen, dann benetzt es besser und leitet die Wärme besser von der Lötspitze auf das Lötfeld. Einseitig leicht anheben, dann die andere Seite. Nicht zu stark anheben, sonst reisst gerne mal ein Stück Leiterbahn ab. Und ein 60 - 80 Watt Lötkolben kann nicht schaden.

    Nun, da steht aber nicht die (ganze) Wahrheit?


    Wir haben aktuell nicht einen "trockenen" Kondensator (der lediglich in seiner Leistung nachlässt), sondern einen "nass" auslaufenden Kondensator. Und der zerstört die Leiterbahnen und damit das Produkt. Ob der nun tatsächlich nötig ist oder nicht, ist eine völlig andere Frage. Hier geht es um ein Produkt, das sich gerade selbst zerstört. Und noch immer kommerziell verkauft wird...


    Ein Kondensator ht einen wesentlich niedrigeren Innenwiderstand als eine Batterie. Und liefert damit - für sehr kurze Zeit - höhere Ströme. Gut möglich, dass der tatsächlich der Diode beim "Senden" unter die Arme greift. Deswegen ist der ja auch immerhin 47 uF gross.

    Hallo zusammen


    Ich starte hier mal einen neuen Beitrag: Alles rund um den SX-64: Erweiterungen, Ergänzungen, Umbauten, DX, Reparaturen.

    Dies könbnte ein Sammelpunkt für all die grossen und kleinen Modifikationen am SX-64 werden.


    Ich starte mal mit der heutigen Basteilei:

    Ein Adapter für einen 8565 anstelle eines 6569. Der Adapter ist nicht von mir (habe meine von OliverW.), aber natürlich auch für einen SX-64 sehr nützlich.

    Realisiert als "Niederflur-Adapter" mit der geringsmöglichen Bauhöhe und Chip-ähnlichen flachen Beinchen, die nicht den Sockel dauerhaft aufweiten.


    Oberseite: Teilweise versenkte Sockel, bei denen die Beinchen des Chips in das jeweils hohle Beinchen der Fassung gehen.


    Unterseite: Unterteil eines modifizierten 40pin Kabelquetschverbinders. Die Idee ist ursprünglich von Commodore, die damit ihre 6530 Adapter in den 8250LP und SFD 1001 Floppies gebaut haben. Vorteil: Chip-ähnliche flache Beinchen, die in den Sockel nach unten gehen.



    Und die Gesamtansicht: SX-64 CPU Platine mit dem Adapter und einem 8565. Hier als Fehldruck mit 8656 Beschriftung. Daneben auch einige andere Ergänzungen:

    Der coolen PLAdvanced, einem SwinsSID (weil der so schön Biep macht beim Einschalten), 3-fach ROM-Ersatz, 8500er CPU und die geniale SRAM64 Platine.

    Alles in allem geringerer Stromverbrauch und Last auf den Leitungen.

    Sofort nachgesehen: Meine Fernbedienung hat natürlich den gleichen Auslaufkondensator...


    Der Kranz um das grössere Lötfeld von der Batteriefeder ist Flussmittel: diese Teile wurden von Hand eingelötet. Das Flussmittel ist auch längst wieder fest. Hingegen sind die "Flecken" rund um den Kondensator flüssig; zumindest bei meiner Fernbedienung.


    Beim Ablöten des Kondensators stinkt es auch ganz gewaltig nach Aminen (für Nichtchemiker: Wie im Zoo). Ein untrügliches Zeichen, dass da der Kondensator bereits ausgelaufen ist. Unter meinem war es dann auch schön feucht, aussen ein Fleck, ähnlich den oben gzeigten.


    Woraus für alle Besitzer dieser Fernbedienung wie beim A4000 und anderen Geräten folgt: Baldmöglichstes Ablöten, durch wen auch immer :-)