Beiträge von Multisync

    Ich hab auch schon ein paar von den Kisten mit Akkuschaden repariert und schätze den Schaden auch als überschaubar ein. Dennoch weiss man erst - wie bereits mehrfach erwähnt - nach einer Reinigung, ob die Lauge des Akkus (dessen Masse-Lötauge wird wohl ziemlich futsch sein) noch weitere Leiterbahnen in der Nachbarschaft erreicht hat.
    Ich würde in jedem Fall den CPU-Sockel ersetzen, auch wenn der keine grünliche Verfärbung hat. Bei der Gelegenheit kann man die Leiterbahnen, die unter R1000 und folgend unter dem CPU-Sockel durchlaufen, durchklingeln. Eine von beiden geht - glaube ich - zu Pin 40 der CPU.

    Bei Deinem Gerät hätte ich jedenfalls ziemlich sicher auf notwendige 12 V getippt. So kenne ich das auch, dass bei den 5,25"-Diskettenlaufwerken im Allgemeinen 5 V für die Elektronik und 12 V für den Motor verwendet werden.
    Bei 3,5"-Diskettenlaufwerken gibt es aber beides, welche die 5 V und 12 V verwenden und welche die nur mit 5 V auskommen.

    Hier scheint es jetzt wohl so zu sein, dass es bei 5,25"-Laufwerken auch ohne 12 V geht. Sonst dürfte das intakte Gerät ja auch nicht funktionieren.

    Du könntest sonst höchstens noch als Ergänzung prüfen, ob auf den Motoren eines Diskettenlaufwerks etwas von 5 V oder 12 V steht. Dann könntest Du Dir sicher sein.
    Oder hast Du das vielleicht bereits gemacht? Kann aber auch sein, dass auf den Motorennichts steht auĂźer einer Typbezeichnung.

    Das sind Philips-Laufwerke. Ăśber dieses Modell findet man im Netz gar nichts. Die 5V sind stabil, auch wenn das Laufwerk angesprochen wird. Die Versorgungsspannung ist es also auch nicht. Jetzt sind wir wieder ganz am Anfang, irgend etwas mit der Ansteuerung stimmt nicht.

    Es gibt noch die zwei ULN-ICs. Kannst Du denn eingrenzen, ob beide Floppy-Laufwerke an der Platine nicht tun oder nur eins?

    Wenn das Problem definitiv beide betrifft, muss wird es höchstwahrscheinlich etwas sein, was schaltungstechnisch für beide zuständig ist.

    Aber wie Du auch schon weiter oben geschrieben hast: Es könnte natürlich auch eine Diode sein. Das hatte ich schon mal in einer Tastatur zu einem Commodore-PC. Dort hatte ich auch erst alle ICs verdächtigt und am Ende war es eine kleine Diode.

    Da habe ich mich dann unvollständig ausgedrückt, Schmitti. Mit der Aussage, der Victor könne von beiden Laufwerken booten, habe ich gemeint, das er eben von keinem Laufwerk bootet. Es sind also beide Laufwerke gleichermassen betroffen.

    Ok, dann bekommt das Laufwerk Saft und macht seine Initialisierung. Da das Diskettenlaufwerk ja mit der anderen Platine funktioniert, muss folglich etwas in der Ansteuerung des Laufwerks defekt sein.

    Ich wĂĽrde jetzt mal versuchen, herauszufinden, welches IC mit der Ansteuerung des Laufwerks zu tun hat. Das sieht ja so aus, als wenn die Hardware teilweise doppelt vorhanden ist, sprich fĂĽr jedes der beiden Laufwerke separat. Das heiĂźt, Du brauchst Dir erstmal nur den einen Pfad anschauen, von dem Diskettenlaufwerk, das nicht tut.

    Oder kannst Du bereits definitiv sagen, dass beide Laufwerke nicht tun? Wenn das so wäre, würde ich den Fehler in dem Schaltungsteil erwarten, den beide nutzen.

    Der Victor kann von beiden Laufwerken booten. Da muss was defekt sein, was unabhängig von der getrennten Logik ist, was zentrales, weil es beide Laufwerke gleichermassen betrifft.

    Achja, auf dem Bild sind kleine DIP-Schalter auf der Platine. Nur so die Frage: Die sind auf beiden Platinen gleich eingestellt? Nicht dass darin die Krux begraben liegt. Aber das hast Du wahrscheinlich kontrolliert.

    Die Stellung der Dip-Schalter ist identisch.

    Ich habe nochmal zwei "frische" 6522 aus einer funktionsfähigen 1541 entnommen und in U4C und U4F eingesetzt. Ändert nichts, der Fehler muss - wie oben erwähnt zentraler liegen. Den 3090F habe ich ja auch schon gegengetauscht.

    Ich arbeite jetzt mit dem bisher funktionierenden Rechner und dem defekten Floppy-Controller Board weiter, weil ich Angst habe, das mir die Steckplätze ausleiern von dem dauernden Raus- und Rein.

    Ich kann jetzt nur mehr die drei LS-IC's auf dem Foto verdächtigen. Ansonsten weiss ich auch nicht mehr weiter...

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    Ich habe, damals für Geos V2.5, meine Flash 8 und eine 1750 parallel an meinem C64 angeschlossen gehabt. Für die nötige Leistung wurde ein ungebautes 128er-Netzteil verwendet.

    Funktionierte, wie gesagt, eigentlich sehr gut. Wollte später nur umsteigen, da die SuperCPU auch als 128er-Version gab.

    Wird eigentlich hier noch die unterschiedlichen Turbokarten noch verwendet, oder stauben die wie bei mir allmählich ein?

    Das staubt bei mir auch ein, hat nur sammlungstechnischen Nutzen.

    Ich muss mich wohl um die Spannungen kĂĽmmern. In dem Bereich unter der Abdeckung (auf dem Bild der Bereich links oben) befinden sich Kondensatoren mit 400V bzw. 500V. Die haben die doch nicht zum Spass eingebaut.

    Edit1: Doch, haben sie, es kommen definitiv nur 5V auf das Board.
    Edit2: alle vier 6522 kriegen ihre 5V.

    Den Elko unten links habe ich getauscht, der hatte einen feinen Riss, war vom Messen her aber OK.

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    Ok, kann passieren. Welches war jetzt der defekte 6522? Der auf Position U4C oder U4F?

    Was mir als erstes auf dem letzten Bild auffällt, sind die Handverdrahteten Leitungen. Hast Du die verlegt oder waren die ab Werk so?
    Sind die per Hand verdrahteten Leitungen auf Deiner zweiten funktionierenden Platine genauso vorhanden?
    Falls es da eine Differenz gibt, prĂĽf die auf jeden Fall mal nach.
    Ansonsten, wenn die auf der funktionierenden Platine auch so vorhanden sind, kontrollier vielleicht trotzdem mal, ob die Verbindungen noch alle in Ordnung sind oder eventuell sogar eine Leitung fehlt. Solche Sonderleitungen sind oft Quelle für Fehler, da sich da mal etwas lösen kann.

    Vielleicht kommen wir darĂĽber ja weiter.

    Dioe handverdrahteten Leitungen sind auf dem funktionierenden Board identisch vorhanden. Ich habe sie durchgemessen, sind alle funktionsfähig. Auf den Unterseite ist nichts mehr. Der defekte 6522 liegt/lag auf der Schiene IEEE-488/Serielle. Die habe ich mittlerweile alle gegengetauscht und auch in der 1541 getestet.

    Den 3090F habe ich auch gegengetauscht, der ist es auch nicht. Die Leiterbahnen schauen unter dem Mikroskop oben wie unten alle sehr gut aus, keine Kratzer, gar nichts. Bleiben nur noch die ca. 10 Ligik-IC's sowie ein Haufen Widerstände und Dioden. Nur unter die Abdeckung habe ich noch nicht geschaut, vielleicht sitzen da noch Spannungswandler o.ä.

    Den habe ich gesockelt, ein 74LS74, der war an den Pins braun verfärbt. Habe ich gegen einen neuen getauscht. Oberhalb der beiden 6522 hängen auf jeden Fall noch zwei LS04 und ein LS14 dran.


    Ich bin komplett auf dem Holzweg, schmitti. Der Bereich fĂĽr die Floppy-Laufwerke ist hier. Unten sieht man die beiden AnschlĂĽsse. Die beiden 6522 links davon sind fĂĽr IEEE-488- sowie fĂĽr die serielle Schnittstelle.

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    Ein kleiner DIL-IC ist ja auch bereits gesockelt. Den könnte man vielleicht auch relativ leicht testweise mal tauschen. Insgesamt müsste man aber die Leitungen auf der Platine jetzt verfolgen. Auf dem Foto alleine kann ich das so nicht erkennen, ob nd was noch an den 6522 dran hängt.

    Den habe ich gesockelt, ein 74LS74, der war an den Pins braun verfärbt. Habe ich gegen einen neuen getauscht. Oberhalb der beiden 6522 hängen auf jeden Fall noch zwei LS04 und ein LS14 dran.

    Stimmt, das mit den Floppy-Laufwerken geht auf meine Kappe. Das hätte ich rauslesen können.

    Beim Test mit dem MOS6522 ist der IC auch heile geblieben? Falls nein, ist etwas in der Schaltung, dass die 6522 an der Position kaputt macht.
    Die Rockwell 6522 sind ja auch nur die 1 MHz Version wie der MOS6522. Die Geschwindigkeit sollte daher auch passen.

    Ja, dann vielleicht mal die Umgebung des defekten Rockwell 6522 prüfen, ob es dort (warum auch immer) vielleicht noch ein IC erwischt hat. Wäre zumindest ein Ansatz.
    Welcher IC war den Defekt und was ist dort in der Nähe?

    Direkt in der Nähe sind zwei DS75160AN, wohl für die IEEE-488 Schnittstelle zuständig. Die habe ich natürlich nicht da.

    Ich habe mal die Elkos ein bisschen durchgeckeckt, allerdings ohne einen auszulöten. Die, die sich messen lassen, haben teilweise hohe Kapazitäten, weit über dem Nennwert. Ein 100uF hat z.B. 170uf. Die könnte man auch alle wechseln. Gehen aber nur axiale rein, da die Platinen recht eng übereinander sitzen. Muss ich auch erst besorgen.

    hier sind wenigstens Schaltpläne von dem normalen Sirius. Die Floppy scheint ohne eigene CPU auszukommen, hat aber eine MCU zur Steuerung der Motoren. Das GCR ROM habe ich auch gefunden, dass ist der Teil, der Ähnlichkeit zur 8250 hat. Auch der Inhalt.

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    Danke Nicolas, die habe ich auch schon gefunden. Die Platine des Portables unterscheidet sich optisch schon sehr von der des Victor/Sirius Desktops. Das Portable ist auch ein paar Jahre später auf dem Markt gekommen. Allerdings: das Portable ist 100% kompatibel, die Logik muss also die gleiche sein. Die Kiste kriege ich wieder hin, und wenn ich das ganze Board sockeln muss.

    Commodore selbst hat die Rockwell Variante teilweise in der VC1571 verwendet. Allerdings kannst Du die Rockwell 6522 nicht im C64 testen. Der verwendet die nicht. Wenn Du eine VC1541 hast, könntest Du sie darin ausprobieren oder einen VC20 nehmen.

    Die vier Diskettenlaufwerke sind alle in Ordnung? Nicht dass es nur am Floppy-Laufwerk liegt.

    Irrtum meinerseits, im C64 6526, in der 1541 6522. Die Laufwerke sollten OK sein. Ich hab ja die Platine aus dem funktionierenden Rechner in den defekten eingebaut, siehe ersten Post. Der geht damit einwandfrei.

    Ich habe jetzt alle 4 6522 gesockelt und die IC's in einer 1541 getestet. Einer ging nicht, könnte aber auch beim Auslöten zu heiss geworden sein. Jedenfalls, auch ein Ersatz in Form eines MOS 6522 brachte keine Änderung des Zustands. Vielleicht ist ja auch einer der 74LS - IC's defekt, kommt ja bei der 1541 auch vor. Nicht das ich im Schaltplan lesen ein Spezialist wäre, aber schon blöd, Fehlersuche so ganz ohne.