Posts by dl1av

    Ach ja, erwischt. Erst wollte ich 51xx schreiben, hab von diesem Gerätetyp noch gar keine Ahnung. Ich glaube aber, das ist der mit der ..6 hinten, also 5156 oder so. Das war ein Notverkauf von einem Kumpel vor einigen Wochen, aber weil ich im Moment keine Zeit und keinen Bock drauf habe, ist der zu den anderen "offenen" Projekten in den Keller gewandert. Wenns nicht dringend gewesen wäre, hätte ich den wohl nicht genommen, aber was solls...


    Zunächst einmal ist wohl das Netzteil tot, das kommt angeblich bei diesen Geräten recht häufig vor. Schaltnetzteile sind ja oft nicht sinnvoll zu reparieren, aber vielleicht kann ich mir die nötigen Spannungen anders zusammen stellen. Vielleicht kann man das Board auch mal anders testen und sehen, ob das ein Totalschaden ist.


    Aber bevor ich mich damit näher beschäftige, ist erstmal der portable 486er mit diesem Plasmaschirm dran. Der hat immer super funktioniert, bis mir vor einigen Wochen auch das Netzteil (hoffentlich nichts anderes) gestorben ist. Der macht keinen Mucks mehr, nur der NT-Lüfter geht an, das sieht nicht gut aus. Schnueff.


    Und aktuelles Spontanprojekt ist eben der Thinkpad, den hab ich vor einer Woche zusammen mit einem Philips-Cassettendeck von 1975 für insgesamt 25eur vor einem echt fies aussehenden Trödelladenhändler gerettet *ggg*
    So langsam sieht das hier wie eine Auffangstation für vernachlässigte Alt-PCs aus.

    Ach, cool mit dem PC-Dos. Zwar nicht für den ThinkPad, aber das merke ich mir mal für ein anderes Projekt (die IBM-5116-Portable-Sache, der muss aber erst repariert werden).


    Die ThinkPads von um 2000 rum waren gruselige Hardware. Die sind nicht wirklich zum damals üblichen Taiwan-Industrie-Standard kompatibel.


    Damals hatte ich einen Nebenjob an der Uni und sollte auf den Instituts-Notebooks ganz neu Linux und eine spezielle Netzwerkanwendung installieren. Das war gruselig, wir haben alle wochenlang daran gesessen. Linux war damals noch relativ neu und fing erst an, sich zu verbreiten. Warum hat der Chef nicht ganz normale Billig-Notebooks aus Taiwan gekauft, statt dieser edel-ThinkPads?


    Damals konnte man sich bei jedem Computerschrauber sein noname-Taiwan-Notebook aus Wunschkomponenten zusammensetzen lassen, war auch nicht so teuer und wäre so einfach gewesen.


    Ich hatte privat so ein noname-Ding und darauf liefen SUSE-Linux und die Anwendung nach drei Tagen. Auf den Think-Pads dagegen....


    Wir mussten und fast einen komplett neuen Kernel schreiben, weil bei denen nichts kompatibel war. Nicht die Speicherverwaltung, nicht das BIOS (kein Phoenix/Award-BIOS oder sowas anderes gängiges).


    An diese Zeit werde ich jetzt wieder erinnert, aber das passt schon. Bleibt der kleine Neuzugang eben bei Win2000 und ein bisschen FreeDOS (das anscheinend im Kernel auch eine eigene Speicherverwaltung mitbringt und himem.sys nur bei der Installation vorschlägt, sieht vom look-and-feel auch alles sehr nach Linux aus). Vielleicht finde ich noch eine Linux-Mini-Distri die mir gefällt, das funktioniert prinzipiell ja auch.

    Aha, es gibt ein Ergebnis. Auch ohne mit der Festplatte extern irgendwo rum zu loadern...


    Der Rechner stürzt bei den modernen DOS-Speichermanagern immer ab (ThinkPad eben). Deswegen ging das auch mit DOS3.3 sofort.


    Ich habe dann auf den Novell-DOS-Startdisketten HIGH und UMB raus genommen, dann ging das anstandslos
    Auch das Firmware-Update mit dem DOS-Loader konnte ich so von der Diskette starten.


    Inzwischen ist FreeDos installiert, da kann man auf der Install-CD mit F8 einzelne Optionen auswählen. Ohne high und umb installiert der sich prima und hat trotzdem hinterher 638k free.


    Mit FreeDOS habe ich mich allerdings noch nicht so richtig angefreundet. Es gibt wohl einige Kompatibilitätsprobleme, der PCMCIA-Treiber von Cirrus/IBM geht nicht, weil das mit den speziellen Speichermanagern von FreeDOS nicht zusammenpasst. Mal sehen, ob Win3.11 installierbar ist. Mal sehen, ob der Kernel wirklich gut ist. Viele der externen Commands, die man von DOS kennt, sind zwar vorhanden, aber nur rudimentär umgesetzt und stürzen auch manchmal ab.


    Wahrscheinlich werde ich doch Novell-DOS installieren, wenn das nur 500kB free bringt, ist das auch egal.



    Win95 konnte ich mit diesem Trick zwar installieren, aber ich kann es nicht starten. Der High/UMB-Loader lässt sich anscheinend nicht umgehen.


    Windows2000 funktioniert aber einwandfrei (NT hat ein ganz anderes Speichermanagement), über diesen Weg kann ich auch meine Installpakete von PCMCIA-Flashkarten in die DOS-Area kopieren.


    Tja, einige Kenntnisse aus den 90ern aufgefrischt, aber so richtig rund ist das noch nicht nach der ersten Woche.
    Eins ist wie früher: Jeden Tag mindestens zweimal die Partition formatiert *ggg*

    Standardmäßig ist das anscheinend nur ein Bootloader fürs Netzwerk, aber es gibt auch eine Vorlage für mehrere Disketten. Das probiere ich dann vielleicht mal auf dem 486er, wenn ich den am WE aufgebaut hab.


    Dafür steht aber schon alles bereit: ein kaputter Highscreen-386sx-Desktop mit Akkuschaden. Ich halte da nicht viel von, in einer Multilayer-Platine nach irgendwelchen Chemieschäden zu suchen, so selten sind die 386er auch nicht. Also kommt ein neues 486er Board rein, das hier auch noch liegt. Wenn das alles geht, kann ich mit dem ThinkPad weiter machen.

    Um die Festplatte geht es wohl gar nicht. Da hab ich auch schon vorher partitioniert/nicht partitioniert, alles probiert.


    Gestern hat es mich dann doch noch interessiert und ich hab mir mal die BIOS-Update-Diskette erzeugt. Die startet aber natürlich auch nicht, weil sie einen DOS-Bootloader hat (nur io.sys, msdos.sys, command-interpreter und update-loader, wahrscheinlich ein DOS6.2)


    Jetzt bin ich ziemlich out of options und hab den Rechner erstmal ohne Akku und BIOS-CR1220 beiseite gelegt. Am Wochenende stelle ich mir dann mal die Festplatte in einem externen 486er zusammen (den ich auch erst aufbauen muss).


    Wenn dann auch nichts bootet (sollte es aber, denn WINme mit seinem DOS-Loader auf der originalen Platte ging auch), bleibt es eben beim W2K, das hier erstaunlich schnell läuft. Schneller als auf meinem Libretto mit ähnlicher CPU und sogar etwas mehr RAM.


    Ach ja: Ich hab gestern auch mal den 32MB SO-DIMM raus genommen, die eingelöteten 16MB sollten für DOS genügen. Ging aber auch nicht, scheint wirklich etwas am Chipsatz oder im BIOS zu sein. Eine CMOS-RAM-Reset-Funktion habe ich nicht gefunden, auf das BIOS hat man, bis auf die einzustellende Bootreihenfolge, bei den ThinkPads keinen Zugriff.


    So einen Fehler hatte ich noch nie, ThinkPad halt...
    Aber das wird schon, ich bräuchte bloss mehr Zeit für das Projekt :)



    PS: Trinux ist ja süss, kannte ich gar nicht. Das will ich unbedingt mal ausprobieren, danke für den Hinweis :)

    *ggg* Nein, die DOS-Partition ist schon da woe sie hin gehört: Ganz vorn, allein auf der leeren Platte. Aber so weit kommt der ja gar nicht.


    Das mit dem BIOS könnte ich nochmal probieren. Wirklich mal einen Total-Reset. Der Rechner hat das vorletzte BIOS drin, es kam kurze Zeit später noch eine allerletzte Version, die habe ich aber nicht für nötig gehalten, weil da nur irgendwas für W2K gefixt werden soll (hatte mir das am Sonntag gleich mal angesehen). Bootfähig von CD ist auch die vorletzte BIOS-Version.


    Aber das probiere ich nochmal, zumal beim BIOS-Update sicher auch ein Total-Reset durchgeführt wird.
    Das Thinkpas-BIOS ist ja nicht vergleichbar mit einem normalen PC-Bios. Man hat da keinen richtigen Zugriff drauf, kann nur die Boot-Reihenfolge einstellen und die Hardware testen.


    Die Idee hört sich aber sehr gut an, das ist das einzige, das vielleicht noch Sinn macht, ein BIOS-Update. Werde ich noch machen, bevor ich das Kistchen wieder aufschraube. Vielleicht gehts dann wirklich.

    Ja, dieser 380 ist das. Bei mir sind 16(eingelötet)+32MB drin und original die 5GB-Platte (doppelte Bauhöhe).


    Nun ist die 20GB-Toshiba drin, mit einer kleinen Anfangs(Einzel-)Partition von 1,5GB. Das sollten diese DOS-Versionen aus den 90er Jahren allesamt schaffen.


    In einem Forum hatte ich gesehen, dass um 2006 rum mal einer eine 30GB-Platte erfolgreich eingebaut hat. Mit der Platte insgesamt gibt es auch anscheinend keine Probleme.


    Der Start (mit Fehler) läuft z.B. so ab:


    Novell-DOS-Diskette1 eingelegt, eingeschaltet. "Novell-DOS wird gestartet..." dann nach ein paar Sekunden "Division by zero" und das System hält an.


    Oder mit der bootfähigen Win98-CD: Einlegen und einschalten, der Bootloader startet "Wollen Sie von der CD oder von der Festplatte starten?" Ich hab dann "CD" ausgewählt. Nach ein paar Sekunden bleibt der Rechner einfach stehen, "divZero" wird hier nicht angezeigt.


    Bei der Free-DOS-CD ist es ähnlich. Da startet der der Linux-Bootloader noch einwandfrei (Knoppix geht ja auch fehlerfrei), aber dann landet er in einer Schleife und schreibt den Bildschirm mit "illegal Opcode" voll. Weiter gehts auch nicht.



    Einzig der NT-Bootloader funktioniert und installiert in meinem Fall ein fehlerfreies W2K samt frei einzurichtender FAT32-Partition.



    Ich vermute wirklich, dass da der Chipsatz einen Schlag weg hat und irgendeine Leitung fest hängt. Es betrifft ja nur diese eine Sorte Bootloader (DOS-Varianten aus den 90er Jahren, die sind ja auch bei W95/98 am Start).


    Und ich will DOS aus den 90ern. *ggg*

    Das werde ich auch nochmal probieren, wäre das einzige, das noch "von aussen" möglich wäre, ohne am Mainboard zu löten.


    Ich habe noch kleine NB-Platte mit ein paar hundert MB, das kann ich am WE auch nochmal schnell probieren, wenn der eh offen ist. Das ist nämlich etwas fummelig, an die Platten-Bay heran zu kommen.


    Allerdings wäre mir das auf Dauer zu klein, das mit der 512MB-Platte wäre nur mal zur Ursachenforschung. Wenn es mit einer 20er oder 40er (GB) mit extern aufgespielten DOS-Bootsektoren nicht geht, dann kommt eben ein W2K für ein bisschen DOS-Feeling und alle üblichen Programme drauf. Auf eine zweite Partition schiebe ich dann irgendein kleines Linux, das nach und nach immer nach Bedarf ergänzt werden kann. Alte Netzwerkkarten mit W2K-Treibern hab ich auch noch.


    USB hat der noch nicht, für Transfer nehme ich bis jetzt eine 1GB-CF-Karte. Angeblich soll das aber der erste von IBM mit 32bit-PCMCIA sein, dann kann ich eine USB-Karte rein stecken.


    Da ist noch viel ausprobieren angesagt, so eindeutig ist das alles nicht, was man an Informationen findet, und ich hab ihn auch erst seit dem WE.

    Ich hab das mit der aktuellen Freedos 1.2 (full) versucht. Das wäre noch eine Idee, mal eine ältere Version.
    Eigentlich soll das mit Freedos oder zumindest mit dem NW-DOS problemlos funktionieren, aber es gibt ja so viele Versionen von diesen Rechnern.


    Wundern tut mich halt wirklich, dass er den ntldr von W2K problemlos von der Platte und auch von CD lädt und ansonsten bei diesen ganzen DOS-loadern von W95/98 oder moderneren DOS-Varianten einfach stehen bleibt.


    Nur mit den alten DOS-Loadern funktioniert es, also vor MS-DOS 3.3


    Das Verhalten sieht so eigentlich nach einem Speicher- oder Chipsatzproblem aus, aber da ist ein ganz normaler SO-DIMM und ein 430er drin. Bin da etwas ratlos, am WE nehme ich die Kiste nochmal komplett auseinander und hänge eine separat komplett bespielte DOS-Festplatte rein. Dazu muss ich mir vorher erstmal schnell noch einen 486er aus Einzelteilen aufbauen.


    Wenn der Thinkpad dann wieder hängen bleibt, weiss ich auch nicht, dann bleibt es halt bei W2K. Im Grunde geht das ganz flockig, aber ich wollte mal wieder einen Rechner für ältere Systeme einrichten.


    Ach ja: Knoppix 1.3 hat auch funktioniert, der hat allerdings eine Stunde gebraucht, bis die Live-CD stand *gg*

    Mir ist hier ein noch ganz gut erhaltenes Thinkpad mit Pentium-MMX und 430er-Chipsatz in den Einkaufsbeutel gehüpft. Oder ich hab das aus den Krallen des fiesen Trödlers befreit, wie mans nimmt...


    Irgendeiner hatte mal ein nacktes WinME auf die Originalplatte gespielt (wahrscheinlich die Recovery-CD, kurz vor dem damaligen einmotten), das hat auch funktioniert. Nun war mir zu wohl und ich hab erstmal eine schnellere 20GB-Platte eingebaut, weil ich ein paar Systeme probieren wollte.


    Als erstes Win2000, das hat sich einwandfrei von der Boot-CD mit FAT32 installiert. Soweit kein Problem.


    Allerdings wollte ich als erste Partition ein DOS einrichten, hatte ich lange nicht mehr. Also eine kleine 1,8GB-FAT32-Partition auf der leeren Platte abgegrenzt und freeDOS-CD eingelegt. Die hat einen Linux-Bootloader, der auch startet. Anschliessend kommt aber ein böser divZero-Fehler und es ist zuende. Andere übliche FAT-Betriebssysteme (win95/98) starten gar nicht, da fährt nur die CD hoch, vielleicht noch eine Zeile Meldung, ob ich von CD/Platte booten will, dann bleibt der Rechner stehen.


    Das einzige, das ich booten konnte, waren alte Disketten mit MS-DOS3.2 oder SCP3.2. Hier komme ich bis zum a:\ und weiter hab ich nicht probiert, weil ich den Rest-Diskettensatz nicht mehr gefunden habe.


    Meine ganzen Novell-DOS-Diskettensätze bleiben auch nach dem Laden des Bootloaders von der Diskette stehen (divide-by-zero).



    Meine Frage ist jetzt, ob ich irgendetwas übersehen habe? Kaputt scheint der Rechner ja nicht zu sein, der Speichertest aus dem BIOS(F1) läuft auch einwandfrei durch. Ich kann mich nur an Thinkpads aus der Jahrtausendwende erinnern, die waren immer extrem fummelig, wenn man was anderes installieren wollte, die Hardware ist wohl nicht so ganz standardmäßig.


    Am WE muss ich mal meinen 486er zusammenstecken, die Platte da rein hängen und das DOS rüberziehen. Aber vielleicht kann mir jemand noch einen anderen Tipp geben?

    Grundsätzlich finde ich die Idee sehr gut, gerade mit Blick auf die vielen Floppies mit kaputter Platine. Ich würde für mich die Lösung mit komplett eigener Elektronik bevorzugen. Das soll ja nicht original sein (obwohl, man könnte ja zur Steuerung nicht einen Arduino, sondern einen EMUF nehmen, früher wurde gewerblich auch mit speziell gebauten Stationen kopiert).



    Wo ich das Problem sehen würde, ist die Sache mit der Laufwerkskalibrierung.


    Wenn man sich schon eine professionelle Disketten-Herstellungs-Station baut, sollten die Produkte auch der ursprünglichen Neu-Kalibrierung entsprechen. Bekommt man das auf den alten Mechaniken überhaupt noch hin, zumal wenn sie schneller betrieben werden, als vorgesehen? Hatten die Disketten-Hersteller damals spezielle Laufwerke?

    Aber viel machen tun die wohl nicht mehr. Nur noch Ersatzbeschaffung. Es wird auf die gängigen Distributoren verwiesen, allerdings auch nur für die Chips.


    Die Bastel- und Entwickler-Kits gibt es erstmal gar nicht (mehr), oder vielleicht höchstens auf persönliche Anfrage hin.


    Obwohl diese Boards ja ganz interessant aussehen, wie ein alter 6502-EMUF (von der Funktionalität her). Aber eine große Angebotsanfrage möchte ich jetzt auch nicht starten, höchstens, wenn hier noch ein paar mehr Leute interessiert sind.




    Noch ein Nachtrag: Das sind wohl aktuell gar keine "Kits" für Entwicklungszwecke mehr, sondern nur die descriptions zum Einbrennen in gängige FPGA-Boards. Sehr modern, schade....

    Sind die wirklich noch im Geschäft? Die Webseite wurde laut date-counter zum letzten mal in 2016 erweitert.


    Ich wollte jetzt mal schauen, ob man so ein development kit oder so ein controller module bestellen kann. Dazu gibts aber keinerlei Informationen, nur den support zum download.


    Das einzige, das man (über diverse Distributoren anscheinend - nur Restbestände?) bestellen kann, sind diese embedded controller im PLCC-Gehäuse.


    Lebt dieser Mr. Mensch überhaupt noch?

    Ich hab auch noch einen - der ist sogar öfter in Betrieb. Einen C64 hab ich gar nicht mehr, aber den VC20 finde ich irgendwie interessant, weil er noch so ein bisschen die einfach-klassische Homecomputerarchitektur vom Ende der 70er repräsentiert. Da gab es einiges in der Art, unabhängig von gewählter CPU (z.B. erinnert der VC20 mich immer von der Overall-Performance her an den TRS80, der hierzulande extremst selten war).


    Als Anschaffung steht demnächst mal die "Penultimate-Cartridge" an. Hat die jemand hier? Das ist so ein konfigurierbarer Speichermodul-Ersatz für sämtliche mögliche Speicher-Konfigurationen.

    Stimmt schon, das Problem ist halt, dass der Ausfallgrund in einem Einzelfall nicht sicher zu ermitteln ist, das geht nur über Statistiken.


    Sind in den Homecomputern wirklich diese schnellen Transientenschutz-Dioden verbaut? Ich kann mich da eher an eine Vielzahl von 4148/4001 (-clones) in den Schaltplänen erinnern - und die sind auf jeden Fall für wirkliches ESD zu lahm.


    Klar, schaden tut das Bändchen, Teppich, Klimaanlage bestimmt nichts und es trägt sicherlich zu einer prozentualen Verbesserung der Fertigungsqualität bei, aber zumindest bei mir im Bastelbetrieb (und auch bei den Fehlerbeschreibungen durch andere habe ich so den Verdacht) handelt es sich in den allermeisten Fällen um Potentialunterschiede - also letztenendes Handling-Fehler. Meine eigene Blödheit also.


    Abschliessend klären können wird man das nicht. Es gibt höchstens Hinweise im Einzelfall unter dem Elektronenmikroskop und auch die könnten erst in größerer Zahl irgendeine Aussage belegen.


    Vor jedem wie auch immer gearteten Umstecken kurz innezuhalten und zu überlegen "was hat das für Auswirkungen" hat bei mir schon sicher mehr Geräte gerettet.
    Leider vergisst man das auch mal.. ;)

    Ist das eigentlich wirklich sicher, dass diese Bauteilschäden wirklich durch ESD (also statische Elektrizität) auftreten? Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen und glaube eigentlich nicht, dass mir dadurch jemals ein Bauteil gestorben ist.


    In der Fertigungsindustrie wird da ein ziemlicher Kult drum gemacht, aber auch nur, weil es dort grosse Stückzahlen betrifft und andererseits solche Fehler empirisch betrachtet nicht unbedingt zum sofortigen Totalausfall des Bauteils führen müssen, sondern eine erhebliche Lebensdauerverkürzung verursachen können. Sowas versucht man fertigungstechnisch natürlich auszuschliessen.


    Aber im normalen Bastelbetrieb bei mir kann ich mich an solche ESD-Ausfälle nicht erinnern, egal wie ich mit den Fingerchen auf die Teile getatscht habe.


    Vielmehr sind bei mir diese Ausfälle (klar, ist mir leider schon in verschiedensten Szenarios passiert) allesamt auf simple Potentialunterschiede zurückzuführen gewesen. Also sozusagen eigene Blödheit, irgendwelche Gerätekaskaden in der falschen Reihenfolge ausgeschaltet, so dass der Strom plötzlich in die andere Richtung floss, oder Masseprobleme.


    Oder der IC ist schon vorgealtert (das Bonding hält auch nicht ewig).


    Aber niemals durch das einfache Zusammenstecken völlig stromloser Geräte.



    Gegen solche Potentialunterschiede können auch diese Schutzdioden helfen, während sie gegen echte ESD-peaks viel zu lahm sind.

    Nett, dass du geantwortet hast und diesen Thread aus der Versenkung geholt hast. Ich hab das nämlich auch total verdrängt.


    Vor einem jahr hatte ich noch versucht, den alten Herrn zur Zusammenarbeit zu bewegen. jede Woche angerufen. Aber immer war irgendwas. Mit der Katze, der Yacht hier am Harkortsee, dem BMW (der hat wirklich alles dabei gehabt, was man für perfektes Re-enactment des Jahres 1985 braucht, dieses Auto sah innen auch super aus mit dem schwarzen Leder und orangenen Nacht-Design-Displayanzeigen, ein echtes 5er-Sammelstück), aber irgendwann habe ich es dann aufgegeben. Muss ich mich jetzt nach dem Karneval (das ist hier eine Hochburg dafür) mal wieder dran machen - falls er noch lebt und das Zeug nicht schon längst im Müll liegt.


    Schade wäre es drum. Das ist sicher eine einmalige Gelegenheit. Eigentlich müsste man mit dem 7,5tonner vorfahren und alles einladen (einschliesslich des halben 6er BMW in Einzelteilen *lol*), das wäre dem wohl auch am liebsten gewesen. Aber dazu hab ich einfach keinen Platz und keinen Lebensabschnittsplan.
    Wahrscheinlich hat der mich immer abgewimmelt, weil ich mir nur ein System von ihm zusammenbauen lassen wollte und er den ganzen Trödel am liebsten am Stück los geworden wäre.


    Vorschläge? Interessenten?



    Wenn ich mir die Fotos jetzt nach einem Jahr so ansehe.... das wäre schon was :)



    John, was waren denn das für Systeme? Wahrscheinlich hatten die so eine diskret aufgebaute bit-slice-TTL-CPU und fielen grob unter den Begriff "Minicomputer" (so wie ne kleine VAX oder sowas?)


    Klar kannst du die Fotos verwenden. Den alten Herrn wird das schon nicht stören.


    Wäre wirklich super, wenn man da noch was retten könnte.

    Ja, Abschirmung und sowas ist heute wirklich überflüssig, das kümmert eh keinen mehr. Bei meiner 8050 hab ich den zerknallten Netzfilter auch nicht mehr ersetzt.


    Seit ein paar Jahren ist bei mir zuhause auch kein KW-Betrieb mehr möglich, die Störungen gehen hoch bis 150MHz und stören teilweise auch den UKW-Empfang. Anfangs hab ich mal den Störungsdienst bemüht, aber hat man einen Plasma-TV ausgehoben, steht 3 Wochen später irgendwo der Powerline-Adapter.


    Seitdem kümmert mich das auch nicht mehr und ich verwende die billigen, sendenden China-Steckernetzteile und leiste meinen Beitrag zur Frequenzvermüllung. Die Störstrahlung der alten Kleinleistungs-CPUs ist damit verglichen eher minimal und Einstrahlprobleme in den Rechner rein gibts heute auch nicht mehr, seit alle Netze kleinzellig sind und die alten Grosssender abgeschaltet.


    "Nicht einschalten" trägt übrigens auch nichts zur Lebensdauer bei, gerade ohne Strom gehen bestimmte Bauteile gern mal kaputt und man bekommt das gar nicht mit. Solange man es nicht probiert, ist dann der Rechner gleichzeitig kaputt und heile (die Katze.... *ggg*)