Die Schnarchnasen von ASUS haben mich heute fast wahnsinning gemacht, aber letztendlich kam ich aus der Falle wieder raus...
ASUS, das waren mal die "Größten" unter den Boardherstellern, aber gut, aus eigener Anschauung weiß ich, dass diese Hersteller noch nie die Besten in Sachen "begleitende Software" waren, auch mein ehemaliger Brötchengeber MSI (das ist aber jetzt auch schon über 20 Jahre her) hat sich schon damals in diesem Nebenschauplatz manch einen Patzer geleistet. Aber warum kauf ich auch ein Board vom "Feind"? Weil die Specs besser passten und Arlt in Frankfurt es da hatte (bin lange aus dem Thema in der Tiefe raus und brauchte ein bisschen Beratung von Leuten die da noch am Ball sind) ... 
Denn ich musste letzte Woche meine geliebtgehasste Dell Precision 5820 Xeon Workstation zu Grabe tragen, das Biest war tot... Naja, vorher noch alles brauchbares rausgerissen, unter anderem natürlich alle Laufwerke, die 128 GB DDR4 RDIMM, die CPU und alle Erweiterungskarten. Das war mein Heimrechner für fast 5 Jahre und die hätte eigentlich noch weiter halten sollen, aber das Mainboard hat halt die Grätsche gemacht, alle SATA-Porrts tot, konnte zwar noch Notbetrieb über eine PCIe-SATA-Karte machen, aber das war halt auch nix, weil ich da nicht alle Laufwerke andocken konnte, 4 SATA-Ports ist halt nicht viel, und freie Slots hatte die Kiste nicht mehr, 2 doppeltfette Grafikkarten brauchen Platz... 
Also musste was neues her, schnell. Schnell nach Frankfurt zum ARLT, (so weit ich weiß) einziger noch verbliebener Laden dieser Art weit und breit. Immerhin hatte ich noch ein Chieftec Bravo Gehäuse mit passendem Netzteil im Keller. Also flugs ein neues Board und CPU gesucht, festgestellt, dass ich die RDIMMs mit AMD Ryzen oder neuen Core-i-CPUs nicht verwenden kann, also auch RAM mit genommen, wobei es jetzt nur noch 64 GB sind, reicht auch, aber noch größere DIMMs sind ja teuer ohne Ende... Es wurde dann ein ASUS Prime B550 mit einer Ryzen7 CPU. Also dann, alles in den Bravo-Tower rein geschraubt, Win 11 bootet, schnüffelt die Hardware und nach Reaktivierung der Lizenz war erstmal alles soweit gut, Performance ist sogar höher als mit dem Xeon, wobei beide je 8 Kerne mit Hyperthrading haben. (Ich weiß, bei AMD heißt das anders) Aber 7 Jahre technische Weiterentwicklung machen sich halt bemerkbar und ich durchbreche im Boost-Modus der CPU erstmalig die 4 GHz Schallmauer... (ja ich bin technisch immer etwas hinterher, muss nicht das allerfetteste sein, "schnell genug" ist halt Ansichtssache, und unsere geliebten 6502, Z80, 68000, 8086 usw. sind ja noch viiiiieeeel langsammer) 
Dann erstmal die ganzen Intel- und Dell-Tools und -Treiber deinstalliert, mir von AMD neueste Chipsatztreiber und für die beiden Radeons das Neuste runtergeladen und installiert. Ja, und dann ist da die DVD die dem Board beilag... Was ist da drauf, was kann man damit anstellen? Also, druff demit, RGB-Leds auf Board und Lüfter steuern, nett, und was nicht taucht, kann ja wieder runter... 
Doch was war das, Windows meckert, es mag asio.sys nicht laden, weil nicht vertrauenswürdig? Naja, dann halt nicht. Das Problem wurde aber richtig scharf, nachdem der Rechner rebootet hat, Tastatur und Maus machten unter Windows nix mehr, Anmelden impossible. Und jetzt??? 
Geistesblitz... 
Hab ja Remotedesktop freigeschaltet, nutze ich seit vielen Jahren regelmäßig, um die Kiste auch mal vom Sofa aus per Notebook zu benutzen. Also Remote drauf, und Ursache gesucht, der Asio.sys Treiber wird weiter angemeckert, aber im Gerätemanager sehe ich, dass alle USB-Controller im System (onboard und eine PCIe-Karte) mit (?) angezeigt werden, zwar erkannt, aber nicht betriebsbereit. Also erstmal recherchiert, was das mit dem asio.sys sein soll, und fündig geworden... ASUS eigener Treiber für direkten Hardwarezugriff, wird von Windows 11 24H2 (das gibts schon 1 Jahr!) aus zwei Gründen abgelehnt: 1. SHA1 signiert, 2. direkter Hardwarezugriff wird seit 24H2 aus Sicherheitsgründen von Microsoft nicht mehr toleriert. Sehe ich ein. Also den Treiber erstmal in c:\windows\sywow64 und dessen Unterordner drivers identifiziert und umbenannt, außerdem die Registry nach asio.sys durchsuchen lassen und den ganzen Zweig rausgelöscht, damit der Dreck ja nicht mehr geladen wird. Reboot. 
Tastatur und Maus weiterhin 'tot', USB weiterhin mit (?) im Gerätemanager. Was nun? Ich kann die Mühle doch nicht nur Remote nutzen? Schließlich hatte ich die rettende Idee: Wiederherstellungspunkt, und tatsächlich den ersten Wiederherstellungspunkt nach dem Booten auf dem Board gefunden, ausgewählt, Kiste macht und tut, 30 Minuten oder länger, Reboot, Kiste kommt hoch, Anmeldung klappt wieder! Nochmal die runtergeladenen Treiber installiert, die DVD weg gelegt, und so läuft die Kiste jetzt. 
Ohne Remote auf die Mühle drauf zu kommen und den Wiederherstellungspunkt auszuwählen wäre ich komplett aufgeschmissen gewesen, habe auch einige Software (für Fotobearbeitung usw.) gekauft, das wäre ein riesen Rattenschwanz gewesen, das alles wieder zu installieren und die Lizenzen wieder da drauf zu bekommen. 
Aber vielleicht will/muss ich mal ein BIOS-Update machen? Oder doch mal den CPU-Lüfter nur rot statt regenbogenbunt leuchten lassen? Ohne den asio.sys Treiber scheint das bei ASUS nicht zu gehen? 
Und überhaupt, wie kann ASUS 1 Jahr nach Einführung von Windows 11 24H2 noch Boards mit DVD mit dem asio.sys Treiber (von 2012) ausliefern? Was sind das für Schnarchnasen dort? 