Posts by c64user

    Man muss beim Einsatz von Linux von der Pieke auf alles neu erlernen. Alles ist komplett anders als unter Windows oder Mac.

    Das ist nun auch quatsch und soll bestenfalls davon ablenken, dass Linux auch seine Macken hat. Das ist ein unixoides System mit einem GUI drüber – wie bei macOS. Da sind Fenster, da ist meistens ein Dock oder eine Taskleiste (je nachdem, ob der User zuvor einen Mac oder Windows hatte), da ist Mausbedienung und die Programme sind weitgehend bekannt von Mac oder Windows. Was soll da bitteschön "komplett anders" sein? "Komplett anders" ist vielleicht ein Auto oder Pferd oder Rasenmäher oder eine Kaffeetasse ;)

    • keine laufweksbuchstaben
    • usr/bin vs. usr/sbin vs. usr/local/bin
    • Dateisystem
    • Rechtekonzept
    • X11s Client/Server Struktur
    • Und dergl. mehr

    Es ist einfach illusorisch zu denken, man könne irgendein Wissen aus Windows beim Einsatz von Linux anwenden.

    Nein. Man muss beim Einsatz von Linux von der Pieke auf alles neu erlernen. Alles ist komplett anders als unter Windows oder Mac.

    Ich kenne zum glück einen Professionellen Linuxtrainer, den ich auch mal fragen konnte aber manchmal habe ich mich gefühlt wie anfang der 90er wo ich manchmal geweint habe, weil ein DOS-Spiel oder Windows 3.1 (nicht 3.11) nicht lief.


    Außerdem behaupte ich mal, dass selbst heute ohne gute Englischkenntnisse kein eigenständiger Einstieg möglich ist, weil einem >90% der Informationen im WWW verschlossen sind.


    Nachdem ich aber sattelfest war, weiß ich zu Schätzen, dass Konfigurationsdateien Textdateien sind, die Kommentare und Beispiele enthalten anstelle von HKEY_LOCALMACHINE\{003840923849082394834909238490}\Preferences\HKA\swift.


    Auch ist das System und seine Dateistruktur extrem logisch aufgebaut, sobald man diese Logig erstmal durchschaut hat (war schwer ist).


    Besonders gut gefällt mir auch, dass Fehlermeldungen detailierter sind als "Es ist ein Problem aufgetreten, versuchen sie es später erneut".


    Der Automatisierungsgrad ist mittels Scripts (ähnlich .bat-Dateien) auch extrem hoch. Zwar hat Windows die Powershell aber damit habe ich mich nie auseinandergesetzt, weil ich nicht die Gewissheit habe, dass das Powershell-Wissen in 3-5 Jahren noch gültig ist oder ob dann wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.


    Ansonsten gilt: Wenn jemand mit Windows glücklich ist (nicht im Sinne von "kleinstes Übel") ist es doch gut. Nicht nachvollziehen kann ich jedoch Leute, die Auf Windows und Microsoft Schimpfen wie ein Rohrspatz, sich aber jeglichen Alternativen verschließen.

    Um mal OT zu bleiben: Warum verwendet ein Laptop eigentlich eine so hohe Auflösung, die ohne Skalierung nichts mehr erkennen lässt? Läuft das nicht eigentlich dem EINZIGEN Ziel eines Laptops zuwider: Stomverbrauch mininieren? Mehr Transistoren müssten doch auch linear mehr Energie verbrauchen; oder bin ich da auf dem Holzweg?

    Als ich noch Windows genutzt habe (Windows 2000) habe ich irgendwann bemerkt, dass ich aus Geldmangel eigentlich ohnehin fast ausschließlich Freeware oder OpenSource-Programme verwendete. Und nachdem auch immer mehr Wndows-Programme (meine Scannersoftware beispielsweise) nicht mehr die Fensterdekorationen von Windows nutzten sondern ihr eigenes fancy GUI Ding machten, war es zumindest bei den Anwenderprogrammen (Gimp, Internet, Audioplayer) keine große Umstellung.


    Zum finden von Alternativer Software (auch "nicht Systemübergreifend") nutze ich übrigens gerne http://alternativeto.net/

    Und wie gesagt, wenn ich den Lautsprecher ganz runterregle, verschwindet das Geräusch. Meist ist auch direkt beim Einschalten Stille, dann simuliert das Modul das Anlaufen der 1541, und wenn das durch ist, dann “bleibt“ das Brummen.

    Vllt. ein virtueller "Dauerläufer" ;-)


    Spaß beiseite: Ich kann dazu wenig sagen weil ich meinen Lautsprecher zu den Öffnungen hin mit etwas Watte abgedichtet habe und diesen Tipp hier gerne weitergeben möchte. Mir ist nämlich Lautstärke 1 noch deutlich zu laut und so kann man die Lautstärke viel feiner justieren, weil die Wattedämmung für ein geringeres Lautstärke-Grundniveau sorgt.


    Einen weiteren Hack, den ich vorgenommen habe, ist die lichtleitenden Plexiglasröhrchen mit etwas Toilettenpapier (unbenutzt) voneinander abzuschirmen, da bei mir immer die Leds auf die anderen übergesprochen haben.

    Damit weißt Du aber nicht ob trotzdem welche auf dem System vorhanden sind. ;)

    Das "nicht vorhanden sein" von Viren lässt sich mit keiner AV-Software der Welt bewerkstelligen.

    Hab hier unter Linux auch nur "clamav" ohne Hintergrundscan installiert wegen DSGVO und Banking.


    Mich nervt in der WinX VM schon der Defender, der ständig meine PS2 Management Tools als Bedrohung einstuft.

    Was habt ihr immer wieder mit Computer kontrollieren. Sitzt ihr da gebannt vorm Monitor und lauscht, was das Betriebsystem gerade macht? Ich mein, das BS ist da, damit ich meine Programme starten kann und gut ist. Was soll ich da noch nebenbei kontrollieren? :nixwiss:

    Nein, natürlich nicht. Mit kontrollieren im Sinne von "die Kontrolle haben" sind solche Sachen gemeint:

    • Dass ich bestimmen kann, auf welcher Platte oder SSD mein Profilordner liegt.
    • Dass ich nicht die Candy Crush Kacheln im Startmenü nach jedem Major-Update aufs neue löschen muss.
    • derg. mehr

    Meine Erfahrung, die ich nach fast 20 Jahren Linux gemacht habe:

    • oft funktionieren die billigsten Chinag-Peripheriegeräte, die sich 1:1 am Referenzdesign orientieren am besten
    • wenn es für einen Gerät einen Treiber im Kernel gibt, ist der meist stabiler als der Herstellertreiber für Windows
    • wenn ein Gerät einmal funktioniert, kann man sich in der Regel darauf verlassen, dass es das auch in Zukunft ohne Probleme tun wird

    Ziel ist das Gerät in neuem oder nicht davon zu unterscheidenden Zustand zu haben.

    Von der fehlenden Orignialverpackung mal agbesehen: Was lässt einen C64, der regelmäßig abgestaubt und nicht mit Chipsfingern bedient wird eigentlich "benutzt" aussehen? Die Tastaturbeschriftung ist haltbarer als bei vielen PC-Tastaturen und die Peripheriegeräte sind extern (also kein öffnen nötig).


    Möbelstücke (auch einzelstücke von Schreiner) werden durch die Nutzung ja nicht schlechter, sofern man aufpasst. Ja, ich weiß das mit dem Aufpassen ist so ein Thema. Schließlich passieren alle großen und kleinen Unglücke dieser Welt weil irgendwo irgendwann irgendemand nicht aufpasst ;-)

    Wo im BGB oder Grundgesetz steht nochmal genau, dass ich auf meinem so gekauften Tablet, Toaster, Fernseher, Notebook, Handy, Herd, Kühlschrank oder Auto unbedingt alternative Betriebssysteme von Drittherstellern installieren können muss?

    Das muss es gar nicht. Im gegensatz zu Staaten wie dem Iran, in dem alles verboten ist, was nicht erlaubt ist, ist bei uns alles erlaubt, was nicht verboten ist.


    Ich denke, wir haben einfach einen zu engen Blickwinkel durch unsere EDV-Affinität.


    Mainstream ist doch eher, dass viele gar keinen PC mehr haben und sich keinen Deut mit ihren Geräten auseinandersetzen. Das ist auch völlig in ordnung, solange sie damit glücklich sind. Stoßen sie jedoch an eine Grenze, die uns lächerlich erscheint, sind sie komplett aufgeschmissen => unmündig.


    Wie viele erwachsene unseres Alters wissen gar nicht, dass man auf dem Smartphone Apps selbst hinzufügen kann und nicht auf die mitgelieferten (Facebook, Youtube, Whatsapp) beschränkt ist.


    Oder dass man sich einen Werbeblocker mit drei Klicks installieren kann.


    Allein die mir oft begenende Annahme die Geschwindigkeit des Rechners würde sich umgekehrt proportional zum Füllstand der Festplatte verhalten.


    Wir sind eben mehrheitlich durch unsere Jahrzehntelange Erfahrung auf einem ganz anden Wissensstand und können uns (bzw. ich kann mich) nur schwer in die oben skizzierten Szenarien hineinversetzen.


    Auch wird fast immer angenommen wir könnten bei PC-Problemen "die Antwort aus dem Ärmel schütteln". Nein: Wir müssen bei Problemen auch erst suchen; wir wissen eben nur, wo wir "stochern" müssen und wo nicht.

    Ist es nich eher so, dass viele Windows-Anwender die grundlegendsten Funktionen von Windows gar nicht kennen (STRG+C, STRG+V, und dergl. mehr) sondern einfach mittels "learning by doing" und "trial and error" einen weg für sich gefunden haben, mit den gegebenen Mitteln und Kenntnissen ihr gewünschtes Ergebnis zu erreichen, teilweise unter Zuhilfenahme der krudesten Workarounds?


    Jeder von euch wird sicher jemanden kennen, der verwirrt bis frustiert ist, wenn ein Desktop-Icon nicht mehr am selben Platz ist wie gewohnt oder sich die Farbe/Form geändert hat.


    Dieses Problem gibt es bei Linux anscheinend nicht, weil eben diese Windows-Anwender noch nie etwas von Linux gehört, geschweige denn es ausprobiert haben (es könnte ja der Rechner explodieren).


    Als ich vom C64 auf einen 486er gewechselt bin, war das für mich auch alles ein Mysterium. Was ist z.B. eine Festplatte und warum muss man Spiele "installieren"? Dass man in Spielen Speichern kann war mir auch erstmal befremdlich. Und das obwohl sich bis auf die Rechnerarchitektur nichts verändert hat. Das Funktionsprinzip des 486er war dem des C64 immer noch sehr ähnlich. Befehle gab ich halt nicht mehr in BASIC sondern in der command.com von DOS ein.


    Was ich damit zum Ausdruck bringen will? Keine Ahnung. Bildet euch selbst eure Meinung ;-)