Beiträge von Retro

    Und hier noch schnell nach Durchforstung meiner Sourcen eine Auflistung der hinzugekommenen Kommandos bzw. Funktionen:

    Goodies:
    * Schneller Reset am C64 mit Autostartunterdrückung etc.
    * Floppy Kommandos per @ Befehl
    * Funktionstastenbelegung
    * Floppymotor läuft beim Einlegen einer Diskette an (Zentrierung)
    * 35/40/41/42 Spur Betrieb
    * Korrigiertes @: (Save + Replace) Kommando beim Speichern
    * Directory laden und anzeigen ohne Programmverlust (Funktionstaste)
    * Load direkt aus dem Directory
    * "Old" Kommando zur Wiederherstellung von Basic Programmen nach einem Reset
    * Anhalten des Bildschirmscrollings (natürlich nur im Textmodus) bei Auflistungen (LIST, Directory etc.)
    * Ausgabe von Start- und Endadresse eines Programms bei LOAD

    Funktionstastenbelegung:
    F1 ... Directory laden und anzeigen ohne Programmverlust
    F2 ... Schreibt "SYS 4096*" in die Console
    F3 ... LIST
    F4 ... OLD
    F5 ... LOAD, entweder direkt aus dem Directory, oder ohne Filename das erste Programm auf Diskette
    F6 ... SAVE
    F7 ... RUN

    Weitere C64 Funktionen:
    <SHIFT> + <RUN STOP> ... Laden und starten des ersten Programms auf Diskette
    RESET + <RUN STOP> ... Unterdrückung des Autostarts eines angeschlossenen Moduls oder Programmes
    RESET + <C> ... Löscht den Speicher (z.Bsp. um lästige Autostart Programme loszuwerden)
    RESET + <T> ... Verschiebt den Inhalt der Zeropage auf die Adresse $7000 und kann nach dem Reset begutachtet werden
    Scrolling + <linke SHIFT/SHIFT LOCK> ... Anhalten eines LIST oder DIR, mit <rechter SHIFT> kann fortgesetzt werden

    Floppykommandos:
    @ ... Floppy Statusabfrage
    @<command> ... Einfache Möglichkeit zum Senden von Floppy Kommandos (entspricht OPEN 1,8,15; PRINTBitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ...), z.Bsp. @I zum Initialisieren der Floppy
    @FL:<filemask> ... "Lock" der in <filemask> angegeben Files
    @FU:<filemask> ... "Unlock" der in <filemask> angegebene Files
    @V- ... Abschalten des Verifies für Schreiboperationen (Speichern, Formatieren)
    @V+ ... Einschalten von Verify für Schreiboperationen (standardmäßig an)
    @VF ... Abfragen der Verify Einstellung
    @D+ ... Aktivierung des 40 Spur Betriebs (bei anschließendem Formatieren einer Diskette wird diese auf 40 Spuren formatiert)
    @D++ ... Wie "D+" nur mit 41 Spuren
    @D+++ ... Wie "D+" nur mit 42 Spuren
    @D- ... Wiederherstellung des 35 Spurbetriebs
    @DF ... Aktuellen Spurbetrieb abfragen

    Ich habe euch ein paar Fotos von den notwendigen Schritten zum Einbau des Speeders in die Floppy zusammengestellt.
    Für den C64 gibt's nur das EPROM, das ihr in einen geeigneten Adapter oder eine Umschaltplatine stecken müßt.

    Floppy Einbau:
    Bild 1.
    Hier seht ihr alle Teile des Speeders, die Floppy Platine, das EPROM für den C64 und das parallele Verbindungskabel zwischen der Floppy und dem User Port des C64. An diesem Parallelkabel hängt auch der Schalter für das Ein-/Ausschalten des Beschleunigers in der Floppy.

    Bild 2.
    Ein Ausschnitt der Floppy Platine. Der rot eingekreiste IC ist der 6502 Prozessor. Dieser Prozessor war meines Wissens eigentlich in allen 1541-1 Modellen gesockelt. Mit einem Schraubenzieher muß dieser 6502 Prozessor aus dem Sockel gehebelt werden (vorsichtig, damit die Anschlußbeinchen sich nicht allzu sehr verbiegen).
    Die blauen Kreise markieren Stellen, an denen sich möglicherweise recht große Plattenkondensatoren zur Entstörung der nebenliegenden ICs befinden. Auf meiner Floppy habe ich diese mit einem Seitenschneider herausgezwickt, um Platz für den Einbau des Speeders zu schaffen.

    Bild 3.
    Der leere Sockel mit der darunter sichtbaren Bezeichnung "IC1" dient zur Aufnahme des aus der Floppy herausgehebelten 6502 Prozessors.

    Bild 4.
    Hier wird der Prozessor aus der Floppy in die Speeder Platine eingesetzt.
    Wichtig - die Kerbe des Prozessors zeigt in die gleiche Richtung wie sämtliche Kerben der anderen ICs auf dem Speeder auch !

    Bild 5.
    Der Floppy Beschleuniger besitzt an der Unterseite der Platine einen 40 pol. Stiftadapter. Damit wird die Beschleuniger Platine in die Floppy an der Stelle des ehemaligen 6502 Prozessors eingesetzt.
    Das Parallelkabel kann an einem der beiden vorgesehen IC Sockel Positionen (auf der Platine als CON2 und CON3 gekennzeichnet) eingesteckt werden, welcher von beiden verwendet wird ist egal.

    Bild 6.
    Das Parallelkabel muß am C64 derart angeschlossen werden, daß das Kabel den Stecker auf der rechten Seite verläßt.
    Außerdem sieht man hier auch nochmal den Schalter für das Ein-/Ausschalten des neuen ROMs in der Floppy 1541. In der "Aus" Stellung entspricht das Kernal ROM und die Hardware Umgebung in der Floppy zu 100% dem Original.

    Die neuen Speeder ROMs im C64 und der Floppy 1541 sind nicht aufeinander angewiesen, d.h. ihr könnt entweder nur im C64, nur in der Floppy oder natürlich in beiden Geräten die Beschleuniger ROMs aktiviert haben um Programme zu laden/speichern etc.. Auch bei abgestecktem Parallelkabel kann ein normaler Floppybetrieb stattfinden (z.Bsp. notwendig wenn am Userport ein anderes Gerät angesteckt wird).
    Die volle Geschwindigkeit gibt's natürlich nur bei aktivierten Beschleuniger ROMs in C64 und Floppy sowie angestecktem Parallelkabel.

    WICHTIG
    Schaltet beim An-/Abstecken des Userport Kabels C64 und Floppy lieber ab, mir sind bei eingeschaltenen Geräten in den letzten beiden Wochen zwei 6522 Portbausteine kaputtgegangen.

    x1541
    Habe das Teil gerade verpackt und mit der Anschrift von Tim versehen. Bin selber schon neugierig auf den Eindruck eines Außenstehenden ;).
    Wenn Tim den Speeder satt und noch nicht weggeworfen hat, dann kann er ihn ja weiterschicken :tongue:.

    So, nach anfänglichen Problemen mit meinem dritten Exemplar ist er nun aber betriebsbereit, inkl. EPROM für C64 und Verbindungskabel (ich mußte den ROM Sockel wieder auslöten da ein Stift gefehlt hat, hab's erst beim Einlöten entdeckt, als der Sockel schon zu 3/4 drinnen war, nach dem Zusammenbau ging aber nix mehr, weil das Entlöten die Platine leicht beeinträchtigt hat).

    x1541
    Wie ist das, hast Du mit timeschuer oder anderen hier persönlichen Kontakt und könntest von ihm den Speeder holen, um Deine Tests durchzuführen ? Es geht mir um die Frage, wer hat den günstigsten Standort um es am leichtesten den anderen weiterzugeben ? Ich könnte es timschuer schicken, da er schon Freizeit und den Willen zum Testen angeboten hat und ohnehin Professional DOS auch Ende dieser Woche in die Mangel nehmen will.

    User
    Bist natürlich auch willkommen das Ding zu testen. Allerdings habe ich im Moment nur ein Testexemplar, zwei behalte ich für mich, damit ich auch den Betrieb einer zweiten Floppy ausprobieren kann.
    Platinen muß ich erst nachbestellen um weitere Exemplare anfertigen zu können.

    Nochwas Ernüchterndes:
    Ich habe auch eine Preiskalkulation aufgestellt, nachdem ich schon eine Anfrage dazu bekommen habe. Mit meinem Hauptbauteilelieferanten komme ich auf einen Preis von 122.- EUR inkl. Zusammenbau und Test (ca. 2 bis 2,5 Stunden).
    Nachdem dieser Preis aber schon jemanden abgeschreckt hat, habe ich mich am Wochenende nach alternativen Bauteilanbietern umgesehen und könnte dann das Ding zu 99.- EUR anbieten (natürlich auch inkl. Zusammenbau und Test).
    Das wollte ich gleich hier anbringen falls jemand mit dem Ding liebäugelt und es daher testen will.

    Mein Urlaub geht auch leider zu Ende, ich werde aber das dritte Exemplar noch dieses Wochenende zusammenbauen. Mal sehen wie weit ich mit meinen eigenen Tests kommen werde, aber vielleicht kann ich Dir schon nächste Woche das Teil schicken. Rotationsverfahren klingt nicht schlecht, je mehr es begutachten und vor allem mit den anderen Speedern vergleichen können, umso besser.

    Sobald ich alles fertig habe melde ich mich.

    Ich habe den Speeder übrigens "sunrise" getauft - hoffe, es geht für den Anwender von dem Teil die Sonne auf ;).

    Habe heute meine Platinen bekommen und auch schon zwei bestückt.

    Diesmal ist im Layout kein Fehler und der Deckel paßt auch noch auf die Floppy :].

    Wollte auch meine zweite 1541 mit dem Speeder bestücken, damit ich mal testen kann, wie sich zwei Laufwerke mit Beschleuniger verhalten, aber leider ist sie kaputt (einer der beiden Brückengleichrichter scheint mir defekt zu sein).

    Insgesamt habe ich drei Platinen bekommen, d.h. ein Exemplar könnte ich schon an einen Interessierten abgeben.
    Ich würde mir vorstellen, daß dieser Jemand den Speeder mal ausprobiert und mir oder hier im Forum seine Erfahrungen schildert.
    Außerdem sollte dieser Jemand in Besitz einer Kernal Umschaltplatine im C64 sein, da ich zwar eine Platine für die Floppy liefern kann, aber für den C64 vorerst nur ein EPROM (2764).

    Allerdings werde ich selbst noch einige Tests durchführen bevor ich mein drittes Exemplar dann weitergebe.

    Wer Interesse hat bitte melden, die Bedingung ist allerdings, daß er mit einem 2764 EPROM für den C64 auskommt, für die Floppy 1541-I gibt's eine Platine.
    Der Einbau in der Floppy geht relativ einfach, Prozessor aushebeln, Prozessor auf Speeder stecken und Speeder in den Prozessorsockel wieder einsetzen. Eventuell müssen einige Entstörkondensatoren (Plattenkondesatoren) eliminiert werden, die direkt unter dem Speeder liegen, damit dieser vollständig in den Prozessorsockel gesteckt werden kann - das Problem müßten aber andere Speeder auch haben.

    Ein Foto von einem fertigen Exemplar gibt's natürlich auch noch.

    x1541
    Ich glaube auch die einfachste Lösung für das RAM Problem ist es erst gar nicht zu verwenden ;). Wie Du es auch beschrieben hast, am besten das onboard RAM im unteren Speicherbereich einblenden.

    Als ich meine 1541-II offen hatte, habe ich auch schon vermutet, daß meine 6522 nur für 1 MHz ausgelegt sind (nur nackte 6522 Aufschrift).
    Am Schaltplan sieht man, daß die Dinger mit dem PHIout des 6502 getaktet werden, d.h. sobald man den Prozessor auf 2 MHz beschleunigt, könnten die schon Schwierigkeiten kriegen, ohne daß man auf sie zugreift.

    Übrigens meine ersten beiden Prototyp Platinen sind schon in Ausarbeitung, kriege ich noch vielleich Ende dieser Woche :D.

    Habe nun einen Schaltplan von der 1541-II gefunden und ein wenig studiert.

    Der mögliche Verursacher des Problems ist der U10 Gate Array Baustein, der für die Takterzeugung des 6502s zuständig ist, zwar dessen R/W Signal als Input nimmt, aber an den RAM Baustein sein eigenes XRW weitergibt. D.h. wenn man auf das RAM zugreift, sollte die Taktung des Prozessors vorteilhafterweise mit dem aus U10 generierten Signal erfolgen.
    Bei Verwendung meines eigenen erzeugten 1 MHz Taktes gibt's vielleicht Schwierigkeiten mit der Phasenlage oder so.

    Muß mir das in der Praxis bei Gelegenheit mal ansehen x1541, danke für den Hinweis ;).

    x1541
    Das muß ich natürlich gleich ausnutzen, wenn Du Dich bei der Hardware der 1541-II auskennst ;).

    Bei Deiner letzten Antwort bez. der Taktung RAM und Prozessor bin ich nicht ganz mitgekommen.

    In der alten 1541 war ja ein statisches 2k RAM 6116 eingebaut. Die Ansteuerelektronik dieses RAMs nutzte doch einige Prozessorsignale wie PHI1out, PHI2out bzw. R/W. Diese Signale wiederum sind abhängig vom externen Takt am Prozessorpin PHI2-IN, welchen ich in meiner Schaltung variiert habe (PHI1out, PHI2out und R/W leite ich wieder zurück in den Original Prozessorsockel).

    Wurde nun in der 1541-II diese Elektronik für die RAM Ansteuerung derart verändert, daß sie nicht mehr auf den PHI bzw. dem R/W Signalen des Prozessors aufbaut ? Gibt es eine Art asynchrone Ansteuerelektronik für das RAM, aber die RAM Zugriffe müssen ja über die Prozessor Signale koordiniert werden. Eine "Taktung" eines statischen RAMs wird ja nur über ein Chipselect, R/W und vielleicht OutputEnable vorgenommen, ein reiner Takt erzeugt durch ein Quarzmodul kann sowieso nicht verwendet werden. Ich komm' da nicht ganz mit ?(?

    Gibt's dazu auch Infos in einer 64er, denn dann beginne ich mal mit dem Entstauben der ganzen Dinger ?

    Danke für Deine Infos und Geduld x1541 !

    x1541
    Danke für die Infos.

    ad 1:
    Die Idee mit dem Flachbandkabel hatte ich auch, aber gefiel mir nicht besonders.

    ad 2 und 3:
    Aha, mit speziellen "ultraflachen" Stiftplatinen Adaptern habt ihr es reinbekommen. Hat euch der Baustein, ich glaube es ist das ROM gleich neben dem Prozessor von der Bauteilhöhe her gestört, denn bei meinen beiden 1541-II war dieser Baustein bereits auf einem Sockel ?

    ad UltraDOS:
    Hab' gesehen, daß ihr da ein 32kB RAM und ich glaub' es waren 128kB FlashEPROM eingesetzt habt. Würde ich heute meinen Speeder neu entwerfen, würden sicher auch Flashes zum Einsatz kommen, die alten UV EPROMS waren für die Entwicklung ziemlich umständlich.

    ad Professional DOS:
    Die Ergebnisse variierten abhängig von der Hardware ? Habt ihr auch C128 etc. getestet ? Mich würde vor allem der Test auf einem C64 bei eingeschaltenem Bildschirm interessieren.
    Welche verschiedenen Einstellungen könnt ihr bei Prof. DOS noch vornehmen, die das Ergebnis derart verändern (Bildsschirm on/off) ?

    Ohne überheblich klingen zu wollen, aber ich hatte bei meinem Speeder und den 3.8 Sekunden immer gedacht, schneller geht es wirklich nicht mehr, da ich alles an Optimierungen rausgeholt habe. Ich habe zwar noch zwei Ideen zur Verbesserung, aber bei der ersten bin ich mir nicht sicher, ob sie überhaupt noch etwas bringen kann und die zweite ist mit Ausweitung der Hardware verbunden.
    Wenn ihr also das Ergebnis von 3.3 Sekunden auf einem C64 mit eingeschaltenem Bildschirm erreicht habt, dann macht ihr mir Angst ;).

    ad 1541-II RAM:
    Wußte ich auch nicht mehr, daß die 1541-II einen lahmen RAM eingebaut hat der nicht mit 2 MHz umgehen kann.
    Aber mein Speeder könnte es bewerkstelligen, da er durch meinen als MMU eingesetzten 2764 EPROM eine automatische Taktumschaltung aufgrund der Prozessoradresse durchführt, d.h. wenn mein Speeder auf das Original RAM zugreift (z.Bsp durch Zero Page oder Stackoperationen), erfolgt dieser Zugriff automatisch mit 1 MHz, nur wenn er auf mein neues RAM im Bereicht von $8000-$9FFF oder den neuen ROM Bereich von $A000-$BFFF stößt, dann arbeitet er mit 2 MHz.
    Ehrlich gesagt weiß ich heute aber nicht mehr, warum ich damals dieses automatische Verfahren unbedingt haben wollte und nicht explizit per Software die Taktung ändere :rolleyes:. Aber es heißt auch, sollte ich mal Zeit haben und die Lust verspüren für die 1541-II meinen Speeder zu adaptieren, dann habe ich ein Problem bereits gelöst ;).

    @silbertroll
    Ich habe mir mittlerweile auch schon ein paar 1541-II "ebayed" um mich damit zu beschäftigen, aber das Problem, das ich dabei sehe, ist der mangelnde Platz in dem Ding. Gibt es eigentlich Speeder mit üppiger Hardware für die 1541-II ? Von x1541 habe ich etwas von einem Dolphin und Prospeed DOS gelesen, wie haben die ihre Hardware in dem Ding untergebracht ? Ist es notwendig bei diesen Speedern den Prozessor aus- bzw. umzustecken ?
    Meine eher unhandliche Variante wäre, den Prozessor auszulöten und mit einem 40 Pin Flachbandkabel sowie einem DIL Adapter "nach außen" zu führen, aber davor schrecke ich noch etwas zurück ;).

    x1541
    Hab' mir die kurzen Sockel angesehen, werd' sie mir im Hinterkopf behalten.
    Das Ultra DOS, ist das eine Erweiterung für die 1541, womit man mehrere Systeme in einer Hardware halten kann (serielle Speeder, Speeder die das SpeedDOS Kabel benutzen) + zusätzlicher Speichererweiterung ? Oder gibt's ein spezielles dafür - hab' leider keine Infos darüber gefunden ?

    Aprospos, sind schon Speed Test Ergebnisse von Professional DOS bekannt, bin schon sehr neugierig darauf ?

    Habe gestern und heute ein wenig mit Eagle rumgespielt und ein Layout für den Speeder erstellt. Ich werde es noch ein wenig prüfen, aber der Auftrag für die Platine wird wohl in den nächsten Tagen rausgehen.

    Hab' euch den Bestückungsdruck reingestellt für einen ersten Blick auf das Ding.

    Der Trick von Professional DOS mit der Platzierung der kleinen TTL Bausteine unter den größeren gefällt mir, hab' ihn natürlich auch gleich verwendet ;).

    tischuer
    Worauf ich mich beziehe ? Ich habe auf Deiner Seite unter Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. unter "Arbeitsweise" gelesen, daß Prof. DOS eine Spur in einer Umdrehung lesen, dekodieren und übertragen kann ohne sie im Cache zwischenzuspeichern. Deshalb kam die Vermutung auf, daß dabei der VIC abgeschaltet sein muß.
    Wenn ich mich recht erinnere, gab es ja immer auch einen Glaubenskrieg, der eine schwor auf das System, der andere auf ein anderes ;).

    In der Zwischenzeit habe ich mir ein wenig das ROM Listing von Professional DOS angesehen und dabei etwas interessantes entdeckt, was meine bisherigen Vermutungen bestätigt. Es existieren tatsächlich zwei unterschiedliche Verfahren zum Einlesen des Datenblocks. Das eine liest-dekodiert und schreibt in den Cache, das andere liest-dekodiert und überträgt es mittels des VIA direkt an den C64. Wann welches Verfahren angewendet wird, habe ich noch nicht genau entschlüsselt, aber es scheint mir mit der ID des Datenblocks eines Sektors zusammenzuhängen.
    Da beim Verfahren mit direkter Übertragung keine Berücksichtigung des Handshake erfolgt (es wird nur auf den VIA Port $1801 geschrieben ohne festzustellen, ob der C64 das Byte schon geholt hat), bin ich mir nun sehr sicher, daß bei diesem Verfahren der Schirm am C64 aus ist.

    @Hardware GCR Dekodierung
    Also nur per Hardware erfolgt sie nicht, aber das beschreibst Du eh auch auf Deiner Seite ;). Nur das Bit Shifting wird durch die Hardware ersetzt, welches notwendig ist, um aus 5 GCR Bytes 4 Datenbytes zu erzeugen. Die eigentliche Dekodierung erfolgt in der Software mittels Index Zugriff auf Codetabellen (siehe z.Bsp. $6118, $6121 etc.).
    Ich verwende solch ein Verfahren auch bei meinem Speeder, muß allerdings das Bit Shifting per Software erledigen.

    128er-Man
    Ich hatte vor die Speederplatine so zu gestalten, daß damit mehrere Laufwerke zugleich am C64 anschließbar sind. Da ich am C64 den User Port belege erfolgt der Anschluß einer 2. Floppy dann an der 1., die 3. an der 2. usw., analog zum seriellen Bus.
    Unterstützt wird im Moment nur die alte 1541, ob ich vielleicht auch noch andere Modelle einbinden werde, weiß ich noch nicht, damit warte ich dann auf die ersten Echos ;).
    Die Unterstützung eines IEEE-488 Busses hatte ich eigentlich nicht vorgesehen, leider.

    Danke für Deine Infos tischuer !

    Hmm, also wenn Professional DOS den Bildschirm während des Ladens nicht abschaltet, dann glaube ich nicht an die "Track einlesen - dekodieren - und ohne cachen übertragen" Variante. Ich glaube mich nämlich zu erinnern, daß der VIC den Prozessor im C64 solange unterbricht, daß die Floppy in der Zwischenzeit mehr als 1 Byte (dekodiert) gelesen hat.
    Bei den Burst Nibbler Kopierprogrammen mit Parallelkabel wurde ja auch aus diesem Grund der Schirm immer abgeschalten, weil die Daten so schnell anfallen, daß die VIC Unterbrechung ein paar Bytes "verschludern" würde. Zwar fallen bei den Burst Nibbler Programmen auch mehr Daten an als bei unseren Speedern, da es noch die unkodierten GCR Bytes sind, aber trotzdem ist der VIC für die Datenkonsistenz tödlich würd' ich mal sagen.
    An ein kurzzeitiges Caching glaub' ich auch nicht, da für den Code dazu keine Zeit ist ;).
    Auf Deinen angegebenen Seiten habe ich schon geschmökert, allerdings zu diesem speziellen Modus von Professional DOS keine wirklich handfesten Aussagen gelesen.
    Wenn er existiert, dürfte er nur mit "Bild aus" machbar sein.
    Auf Wolfgang Mosers HP ist auch ein kurzer Auszug aus dem ROM Listing, das allerdings nur das Lesen des Sektorheaders und das Dekodieren dazu zeigt. Interessant wäre ein Auszug aus dem Lesen des Datenblocks ;).

    Kann mich gar nicht mehr erinnern, daß Professional DOS wirklich als der Paradespeeder gegolten hat, wie es auf Deinen Seiten zu lesen ist. Ich habe in Erinnerung, daß die drei Professional, Prologic und Dolphin immer in etwa gleich auf waren, auch wenn in der einen oder anderen Werbung mal was anderes stand. Aber es ist auch alles schon eine zeitlang her ;). Werd' auch mal die erwähnten 64er Zeitschriften ausgraben um nachzulesen.

    Bis zum 64er "Speed Test" Programm habe ich alle handgestoppten Messungen immer mit Vorsicht genossen. Erst dieses Programmerl hat dann anhand der Computermessung wirklich klare Werte und Beweise geliefert, und war auch für mich ein nützliches Werkzeug.

    Mit der Platine werde ich mich beeilen, habe allerdings zuvor noch eine Steuerung zu machen.

    Ich merke, wie mich das Thema Speeder auch heute noch am 64er begeistert, bin wieder Feuer und Flamme dafür :D.

    Dein Arsenal an Speedern scheint ja sehr gut bestückt zu sein. Habe selber nur ein 64er DOS (allerdings nur mehr im Rechner) und natürlich meinen.

    Den Bildschirm beim Laden abschalten wollte ich nicht, es sollte möglichst alles so wie gewohnt ablaufen. Wie ist das bei Prof. DOS. In dem speziellen Modus mit Interleave 1, schaltet der auch den Schirm dunkel, ist Dir sowas aufgefallen ?
    Hab's leider vergessen, wie oft und wie lange blockiert der VIC im C64 den Prozessor ?

    Die 2 MHz andauernd laufen zu lassen ist aber sehr ungeschickt. Bin auf den Fehler bei meinem aber auch gleich reingefallen. Zuerst denkt man, super Idee, dann wird alles gleich viel schneller, aber die ganzen selbstgestrickten Ladesysteme mancher Programme gehen dann aufgrund des veränderten Timingverhaltens nicht mehr. Abgesehen von der zusätzlichen Wärmeentwicklung.

    Speed Test formatiert die Diskette als erstes beim Test, ja das stimmt schon. Nur bin ich mir nicht sicher, ob Du nicht vielleicht per DOS Kommando den schnellen Modus zuvor noch extra aktivieren mußt ? Worauf ich hinaus will ist, wie stellt der Speeder später fest, daß er die gelesenen Daten gleich zum Rechner schicken kann und nicht erst im RAM cachen muß ? Ich glaube nicht, daß diese Feststellung dynamisch passiert, d.h. während des Einlesens des ersten Sektors und einer Prüfung der Verkettung (die Zeit dafür ist etwas knapp).
    Eine Variante wäre z.Bsp. die Sektor ID (nannte man die so), die im Original Format $2A ist bei der Formattierung abzuändern und es daran zu erkennen - ist aber natürlich nur gerade so ein Gedanke von mir, da ich es bei mir zur Feststellung der max. Anzahl der verfügbaren Spuren so mache.

    Also das würde mich nun wirklich sehr interessieren, was Deine Versionen von Speedern für Ergebnisse bei dem 64er Speed Test liefern.

    Ich sag mal, wenn Professional DOS einen ganzen Track in einer Umdrehung einlesen, dekodieren und gleichzeitig auch noch übertragen kann, dann muß er meinen Speeder schlagen. Bei mir entsteht eine Verzögerung durch die Übertragung zum Rechner bevor ich den nächsten Track lesen kann.

    Meine gemessene Zeit mit dem Speed Test Programm für 202 Blocks sind 3.8 Sekunden. Nach den Ergebnissen müßten demnach

    Dolphin DOS - 4.7 sec
    Professional DOS - 4.6 sec und
    Prologic DOS - 4.4 sec

    brauchen.

    Aber wenn Professional DOS eine niedere 3 Sekunden Zeit schafft, dann Hut ab. Rein theorethisch vermute ich müßte es möglich sein (obwohl die Diskette dafür speziell vorbereitet werden muß - so einfach kann ich das ja nicht hinnehmen ;)).

    Habe mich in der Zwischenzeit ein wenig über Professional DOS schlau gemacht.

    So wie es aussieht, muß bei Prof. DOS die Diskette speziell formatiert bzw. ein spez. Save Mode aktiviert werden, damit der Speeder noch schneller wird ? Ich würde ja annehmen beides sogar. Wenn Prof. DOS den Inhalt einer Spur ohne zwischenzuspeichern direkt an den Rechner übertragen will, muß der Sektorversatz beim Speichern gleich 1 sowie der Sektorversatz zwischen den einzelnen Spuren auch abgestimmt sein, sonst kann der Schuß nach hinten losgehen.

    Weiß jemand genaueres zu diesem Detail von Prof. DOS ? Ich habe zwar schon Erläuterungen zur Hardware und Funktionsweise gefunden, aber beide Thesen zusammen wurden noch nirgends bestätigt.

    Der Speeder wird kaum wärmer als normal.

    Ja, ich takte den 6502 auch mit 2 MHz, anders war die GCR Dekodierung während des Einlesens nicht zu schaffen. Die Umschaltung auf 2 MHz erfolgt automatisch, je nachdem in welchem Speicherbereich der Prozessor arbeitet.
    Ich habe den zusätzlichen ROM Bereich von $A000-$BFFF gelegt, sowie das RAM in den Bereich von $8000-$9FFF. Wenn der Prozessor in diesem Speicherbereich unterwegs ist, läuft er mit 2 MHz, außerhalb mit den üblichen 1 MHz.

    Professional DOS ist der schnellste Speeder, wirklich ?
    Ich vetraue eigentlich auf das Speed Test Benchmark Programmerl aus der 64er. Davor hatte ich einige Werbeartikel von Speeder Herstellern gelesen die sich rühmten, für 202 Blocks unter 4 Sekunden Ladezeit zu kommen. Laut den Benchmarks hat es aber in dieser Speed Test Computermessung keiner geschafft, bis auf meinen :D. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren ;). Vielleicht gab's bei Prof. DOS nach 6/88 ja doch noch ein paar Verbesserungen, die nicht in dem Test aufscheinen ?

    Zu Rundkabel anstatt Parallelkabel:
    Mit geschirmtem Rundkabel meinst Du ein Kabel, das nach wie vor alle Leitungen des Flachbandkabels enthält ? Ist vermutlich ein wenig Bastelarbeit, aber das könnte der eine oder andere schon machen. Benötigt werden in Summe 10 Leitungen, 8 für Daten und 2 für Handshake.

    Habe heute mal den Brotkasten angeworfen und das 64er Speed Test Programmerl über meinen Speeder drüberlaufen lassen.

    Um euch den Mund ein wenig wässrig zu machen, habe ich auch aus dem 64er Magazin 6/88 die Ergebnisse der Vergleichstest der Speeder von damals inkl. meinem in ein paar Balkendiagrammen dargestellt.

    Ok - in die Schranken verwießen habe ich die anderen vielleicht nicht in allen Disziplinen, aber er schneidet alles in allem glaub' ich recht gut ab :D.
    Die Balken geben übrigens den Beschleunigungsfaktor gegenüber einer normalen 1541 an. Der ROTE Balken stammt von meinem Speeder ;).

    Kleine Frage an die Eingeweihten unter euch:
    Weiß jemand, ob die ganzen Speeder nach dem Jahr 1988 noch verbessert wurden oder ob der Test in der 64er 6/88 den aktuellen Stand darstellt ? Demnach müßte der Prologic Speeder so ziemlich der beste gewesen sein, wenn man von der Roßmöller Turobtrans RAM Disk mal absieht ?

    Noch eine kleine Ergänzung, natürlich hat auch mein Beschleuniger eine Reihe von Goodies eingebaut wie Funktionstastenbelegung, schneller Reset, Reset mit Autostart Unterdrückung, Floppy Kommandos mit @, Motoranlauf bei einlegen einer Disk, 40/41 und 42 Spuren Unterstützung und noch ein paar, die mir gerade nicht einfallen.

    Ja, den Schaltplan hatte ich schon immer ;).

    Aber Du meinst sicher, ob ich das Ding in einem CAD Programm erfaßt habe.
    Vor einigen Jahren habe ich das Ding im Eagle eingegeben und auch schon eine Platine erstellt, aber leider dabei ein paar kleine Fehler gemacht - ich hatte Stifleisten für den Anschluß des Parallelkabels vorgesehen, nur leider ging dann aufgrund der Höhe der Deckel der Floppy nicht mehr zu :rotwerd: . Aber auch beim Anschließen der TTL ICs habe ich zwei Leitungen vertauscht - die Platine konntest schmeißen.

    In der Zwischenzeit habe ich mich nach den notwendigen ICs umgesehen, sind ja fast schon vom Markt verschwunden.

    Aber WDC stellt den W65C22S her und auch einen W65C02S, beide geeignet bis Frequenzen an die 14MHz !!! Die Opcodes vom W65C02S habe ich mal kurz überflogen, sieht aus wie der übliche 6502 Code mit ein paar Erweiterungen. Die Pinkompatibilität habe ich noch nicht überprüft bzw. würde ich gleich die kleineren (PLCC bzw. QFP) Varianten einsetzen.
    Denke außerdem, man sollte die Fortschritte in der Halbleiterentwicklung ausnutzen. Für die mögliche höhere Taktrate hätte ich schon eine Idee um dem Beschleuniger noch eines draufzusetzen.

    Hat schon jemand Erfahrung mit diesen ICs gemacht ?