Posts by RobertK

    Wahnsinn, 8 Jahre ist das schon her, die Zeit vergeht. Leider ist unser User Nilquader - ein profunder Kenner des Euro PC - inzwischen verstorben. :(

    Soweit so gut, nun kann er sich tatsächlich auch wieder die BIOS Einstellungen merken. Das einzige was leider nicht geht, ist Datum und Uhrzeit. Er kann sich diese zwar merken, läuft aber nicht weiter. D.h. wenn ich diese einstelle und später wieder nachgucke, bleibt es bei der zuvor eingestellten Zeit. Ich gehe davon aus, das der Quarz defekt ist. Das ist doch das silbrige Zylinderförmige Ding in der Nähe der Batterie, oder? Weiß jemand was das genau für einer ist (KDS 8A?) und wo man den herbekommt? Finde leider kaum was darüber im Netz.

    Wenn du in DOS "time" eingibst und die Uhrzeit richtig stellst, und eine Minute später nochmal "time" eingibst, ist die Uhrzeit dann korrekt weitergelaufen?

    Ich vermute: ja. Mit diesem Problem lebe ich schon seit 8 Jahren (siehe ebenfalls Antwort #15), das ist nicht so schlimm, man muss Datum und Uhrzeit nur 1x nach dem Einschalten einstellen, bei Reboots bleibt die Uhrzeit korrekt, denn im laufenden Betrieb läuft die "Software-Uhr" des Betriebssystems.


    Ich habe mir zwar damals gleich einen neuen Quarz (und ich glaube auch den 22pF-Kondensator) gekauft, aber bis heute immer noch nicht eingebaut. Ich bin gespannt auf dein Ergebnis....


    Bei #15 sieht man, das auch der Widerstand R16 abgeknipst wurde. Sollte man das oder geht das auch ohne? Denn von dem stand hier in dem Beitrag nichts.


    Doch, siehe das hatte ich hier erklärt:

    Der Widerstand R16 war der Batteriehalterung im Weg, dadurch ließ sie sich nicht flach auflegen. Da dieser Widerstand aber nach dem Entfernen der Lade-Diode D3 ohnehin nutzlos geworden ist (er diente nur zur Begrenzung des Ladestroms), konnte ich auch ihn bedenkenlos abzwicken.

    Fazit: man kann ihn entfernen, man muss aber nicht.

    Jetzt ist mir erst bewusst geworden: ich Dummi muss damals das Signal eines der beiden Stecker (was auch immer das für ein Signal war) per Adapterkabel irrtümlich an den Audio-Eingang angeschlossen haben - anders kann der Ton ja nicht kaputt geworden sein.


    Von daher kann ich jetzt doch nicht sagen, ob ich bei korrektem Anschluss nicht vielleicht doch ein Bild gehabt hätte....


    Andererseits halte ich ein Composite-Signal bei einer EGA-Karte irgendwie für unwahrscheinlich, denn da müsste ja der 640x350-Textmodus nochmal mit einer passenden Frequenz und Auflösung erzeugt worden sein. Aber wer weiß...

    Stumm = kein Ton mehr. Da war ein IC kaputt, der musste getauscht werden.


    Worauf ich hinaus möchte: Cinch ist einfach nur ein Steckertyp, da kann alles mögliche daherkommen.


    Aus einer 3,5mm-Klinkenbuchse eines unbekannten Geräts muss ja auch nicht immer Musik kommen, es könnten ja z.B. auch 9V Gleichstrom sein. Da sollte man auch nicht gleich Kopfhörer dranhängen.

    Die Cinch-Buchsen liefern möglicherweise ein FBAS-Signal im CGA-Mode. Zumindest bei CGA-Karten gab es das.

    Genau davon wollte ich abraten, Cinch-Stecker auf gut Glück an Anzeigegeräte anzuschließen. Ich wollte euch vorhin die Details ersparen, aber ich habe in post-jugendlichem Leichtsinn mit genau diesen Steckern der EGA-Karte mal einen Fernseher beschädigt (der war nachher stumm).


    @Alle: Könnte es sein, dass das Board für EGA zu modern ist? Hat man denn auch die allerletzten Boards, die noch 16-Bit-ISA-Slots hatten, immer noch mit CGA-, EGA- oder Hercules-Karten betreiben können?


    ralf02: du könntest die Karte ja mit dem Euro PC ausprobieren, der funktioniert definitiv mit EGA. Im BIOS-Setup muss man dafür Videostartup auf "Special Adapter und Internes Video auf "abgeschaltet" stellen. Die Tastenfolgen zum Umschalten der Grafikkarten sollte man sich sicherheitshalber notieren, damit man das notfalls auch "blind" machen kann.

    Ich besitze zwei Exemplare der Paradise-EGA-Karte, vermutlich das auf stason.org "AUTOSWITCH EGA 350" genannte Modell (zumindest vom Layout her ist sie identisch). Siehe Foto, so sieht die aus.



    Da es sich bei deiner Karte höchstwahrscheinlich um eine EGA-Karte handelt, dürfte diese vom Vorbesitzer mit >95% Wahrscheinlichkeit für EGA konfiguriert gewesen sein.


    Was auch immer du für ein CGA-Anzeigegerät hast (einen CGA-Monitor oder einen selbstgebauten CGA-auf-SCART-Adapter): du kannst damit auch eine EGA-Grafikkarte verwenden, nur im Textmodus und im 640x350-Grafikmodus wirst du kein korrektes Bild sehen.


    Ich habe dafür zwei kleine Tools geschrieben, mit denen man blind in den 640x200 CGA- bzw. EGA-Modus umschalten kann, siehe hier. EGA am Röhren-Monitor sieht aufgrund der Scan-Lines genial aus (so wie auch CGA).


    Rein interessenshalber: in was für einem PC möchtest du die Karte verwenden?


    CGA und EGA hatte ich aufgrund von jugendlichem Leichtsinn ein paar Jahre lang gleichzeitig eingebaut (aber nur die EGA-Karte hing am Monitor). Das funktioniert "mit Nebenwirkungen": ein paar Spiele spinnen (z.B. Alley Cat), aber ansonsten funktioniert es. Das sollte man dennoch heute besser nicht nachmachen.


    P.S. Wichtiger Hinweis: wofür die Cinch-Buchsen dienen, weiß ich bis heute nicht, aber da kommt mit ziemlicher Sicherheit *kein* Composite-Videosignal heraus. Ein Versuch, hier auf gut Glück einen Fernseher anzuschließen, könnte diesem schweren Schaden zufügen.

    Siehe ganz oben Punkt 3: das vermeintliche "Killer-Netzteil" hatte ich nie in Verwendung (da mausetot), ich verwende einen Reserve-Elefantenfuß, den ich nur mittels Gleichstrom-Messung auf Funktion testen konnte. Das LED-Problem ist erst jetzt nach dem Einsetzen der Spielmodule erstmals aufgetreten, zuvor hatte ich hier keine Gefahr vermutet.


    Ich hatte aber eh vor, mir das Polen-Netzteil zu bestellen, aber eigentlich wollte ich erst mal abwarten, ob aus meinem C64 II überhaupt was wird. Aber dann mache ich besser gleich Orderowski Polski...


    Dann aber gleich die Variante "2-in-1", denn ich wollte mir irgendwann auch eine zum C64 II passende 1541-II zulegen. EUR 39,99 ist natürlich ein teurer Spaß, aber das ist wohl eine sinnvolle Investition.


    Schade, dass das C64psu-Netzteil schwarze Kabel hat, graue oder weiße Kabel hätten besser zum C64 II gepasst. Aber es ist wohl die bessere Wahl als das Protovision-Netzteil mit seinen weißen Kabeln (siehe hier).

    Ich habe jetzt noch die Module "Centipede" und "Ms. Pacman" ausprobiert. Ergebnis: kein Unterschied, schwarzer Bildschirm.

    Aber vielleicht gehören diese Module nicht zu der Kategorie, die den Kernel im Betrieb ersetzt.


    Was mir noch Sorgen bereitet, dass bei eingestecktem Modul fallweise die Power-LED nicht anging. Vielleicht lag das an einem Wackelkontakt am Stecker, aber ich wollte es nicht nochmal probieren, um nicht noch mehr kaputt zu machen.


    Dann werde ich mir ein Ersatz-Kernal/Basic-ROM bestellen und mich an das Auslöten wagen (mir graut jetzt schon davor).

    + Tolles Design

    Äh, nein... Das Design ist ziemlich kaputt. Die CPU hat nur 256 Bytes RAM im direkten Zugriff, die 16 KB sind das RAM des Videochips. ...

    im Ernst? das habe bisher noch nirgends gelesen?! Woher hast du diese Info?


    P.S.: das mit dem Design bezog sich eher auf die Optik (so habe ich das verstanden)

    Sorry, ich meinte damit natürlich das Gehäusedesign. Für mich ist der TI einer der optisch coolsten 80er-Jahre-Rechner.


    Im Gegensatz dazu war das technische Design wohl wirklich nicht das Gelbe vom Ei...


    Ich habe mein FinalGROM 99 + 32K RAM neulich von jemandem in Österreich erworben. Ich kann ja mal bei ihm nachfragen, ob er demnächst wieder einen neuen Batch produziert (falls aktuell noch jemand Bedarf haben sollte: PM an mich). Ich weiß nicht, ob ich seinen Preis hier nennen darf, aber es war nicht sooo teuer (eine Strafe für's Schnellfahren kostet mehr und davon hat man viel weniger).


    Die Unterschiede zwischen FinalGROM 99 und dem Vorgänger FlashROM 99 kenne ich nicht genau, offenbar laufen auf letzterem nicht alle Module. Beim FlashROM 99 muss man nicht SMD-Löten, somit wäre das im Eigenbau für manche Leute vielleicht interessanter.


    Bei der Auswahl eines gebrauchten TI-99/4A ist zu beachten, dass viele Geräte leider unschöne Kratzer in der Metalloberfläche des Gehäuses haben (so auch meiner). Darauf sollte man achten, wenn man bei einer Auktion mit unscharfen Fotos zuschlägt.


    Zusätzlich läuft mein TI ein wenig instabil: er hat irgendeinen Wackelkontakt, wodurch manchmal ein ungewollter Reset ausgelöst wird. Manchmal erscheint nach dem Einschalten nur ein kaputter Bildschirm, nach ein paar neuen Startversuchen klappt es dann. Und der Bereich vor dem Modulschacht wird im Betrieb manchmal ziemlich heiß, ab dann wird das FinalGROM nicht erkannt.


    Und der TV-Modulator ist auch ein wenig mühsam. Das Bild ist gar nicht mal sooo schlecht (z.B. haben die ZX Spectrums via RF ein schlechteres Bild), allerdings habe ich ständig "Interferenz-Wellen" im Bild, die durch Bewegen des Kabels stärker oder schwächer werden. Ich glaube, ich habe hier irgendein Problem mit dem TI-seitigen Kabel des TV-Modulators.

    Hier ein paar Argumente aus meiner Sicht:


    Pro:


    + Tolles Design

    + Ein wichtiger Meilenstein in der Computergeschichte

    + Große Community, vor allem in Nordamerika

    + Schön in Basic zu programmieren (z.B. kann man mit CALL CHAR, COLOR, HCHAR und VCHAR Grafiken erzeugen), allerdings ohne Sprites

    + Noch schöner in Extended Basic zu programmieren (Sprites)

    + Die Homebrews zeigen, dass man mit Assembler sehr viel aus dem Gerät herausholen kann


    Kontra:


    - Man kann von Kassette nur Basic-Programme laden (keine Maschinensprach-Programme), brauchbare Spiele gab es daher nur auf Modul

    - Die damaligen Spiele (auch die "Klassiker" wie z.B. Parsec) sind aus heutiger Sicht nicht wirkliche Renner

    - Diskettenlaufwerke waren in unseren Breiten nicht sehr verbreitet und sind daher hier nur schwer erhältlich, und der Platzbedarf für die dafür benötigte Expansion Box ist enorm

    - Für sinnvolle Basic-Programmierung braucht man das Extended Basic-Modul (oder ein FinalGROM99, siehe unten)

    - Die toll klingenden Hardware-Spezifikationen (z.B. 16 Bit-CPU) stehen in Missverhältnis zur tatsächlichen Leistung

    - Ziemlich lahmes TI Basic und Extended Basic

    - Keine einfache Möglichkeit, den TV-Modulator durch Composite oder ähnliches zu ersetzen

    - Für "Atari"-Joysticks benötigt man einen Adapter



    Fazit: ein schönes Gerät, das in einer gut sortierten Computersammlung nicht fehlen sollte, allerdings mit nicht sooo viel Potential für Langzeit-Motivation. Ich hatte auch lange vom TI-99/4A geträumt und war dann ein wenig enttäuscht, als ich mir Mitte der 90er-Jahre einen zugelegt habe.

    Man muss aber immer bedenken, dass der TI-99/4A zeitgleich mit dem VC-20 und dem ZX81 erschienen ist, daher sollte man ihn mit diesen Geräten vergleichen. Wobei das eigentliche Konzept (TI-99/4) noch aus dem Jahr 1979 stammt.


    Für einen TI-99/4A sollte man sich heutzutage ein FinalGROM99 zulegen, und auch bei der Gelegenheit unbedingt auch gleich eine 32K-RAM-Erweiterung, denn viele der neuen Homebrews benötigen 32K (und die RAM-Erweiterung ist nicht sehr teuer).

    Der FinalGROM99-Entwickler baut gerade an seinem neuen Projekt SDD 99, das auch ein Diskettenlaufwerk per SD-Karte realisieren wird (davon sind die Amerikaner natürlich begeistert).


    Mit Assembler-Programmierung habe ich keine Erfahrung, aber es gibt einen Entwickler namens Rasmus Moustgaard, der zahlreiche sensationelle neue Spiele für den TI-99 geschrieben hat, so z.B. Final Shark oder Road Hunter.

    Eine Auflistung der Homebrews findet man hier:

    http://tigameshelf.net/asm.htm


    Als Entwicklungsumgebungen am PC gibt es das ältere C99 sowie - vermutlich interessanter - "GCC for the TI", mit beiden habe ich mich aber noch nicht beschäftigt.


    Noch ein Hinweis: ich habe es bis heute nicht geschafft, in WAV-Dateien umgewandelte Basic-Programme mit dem TI zu laden, siehe hier. Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp für mich.

    Ok, also gehört U4 definitiv raus (und gesockelt und ersetzt), dann werde ich das noch probieren. Ich hoffe, der Nachbar U5 wird beim Entlöten von U4 keinen Schaden erleiden. Den Betrieb ohne SID kann ich dann auch noch probieren.


    Matthias, Capstan: Oszilloskop habe ich keines, nur ein Multimeter.


    Ich besitze nur die Module Ms. PacMan und Centipede (allerdings gerade nicht zur Hand), die kann ich mal probieren, vielleicht ergeben sich da neue Erkenntnisse.

    Quote

    Mittlerweile frage ich mich aber, wenn was mit dem Netzteil war... dann könnten wohl so einige Chips "dahin" sein.

    Was habe ich da nur für ein Wrack erworben... ?(


    Naja, vielleicht liegt es ja wirklich nur noch an U4.

    Ich habe jetzt die Temperaturen nochmal gemessen. Die RAMs haben jetzt eine normale Betriebstemperatur, ein wenig über 30 Grad.


    U5 wird nun interessanterweise nicht mehr so heiß, nur noch 45 Grad an der heißesten Stelle.


    Dafür wird U4 jetzt brennend heiß (so, dass ich mir den Finger verbrenne), ich habe 65 Grad gemessen.


    Die restlichen ICs sind alle im normalen Temperaturbereich.


    Wie sieht es bei U4 mit der Ersatzteilversorgung aus, ist dieser Chip gut erhältlich?

    So, neues RAM ist drinnen, und der Bildschirm ist immer noch schwarz. :(



    Möchte sich jemand von euch vielleicht das Board ansehen? Vielleicht jemand aus Österreich, um Portokosten zu sparen?

    Natürlich gegen ein kleines Entgelt, und die Materialkosten und das Rückporto würde ich natürlich auch übernehmen.


    Das war das erste Mal, dass ich ICs ausgelötet habe, und so bald möchte ich das nicht mehr machen. Ich hoffe, ich habe dabei nicht noch mehr kaputt gemacht, bei den Pins an den Masseflächen musste ich bis 400 Grad gehen, aber mit der Standard-Toolcraft-Entlötpumpe war ich absolut chancenlos. Erst mit einer besseren Entlötpumpe (mit Silikonspitze) habe ich die ICs irgendwie herausbekommen.


    P.S. Ich sehe gerade, dass ich diesen Thread im falschen Unterforum begonnen habe. "Bastelecke" passt zwar auch irgendwie, aber vielleicht kann ihn ein Admin in die "Reparaturecke" verschieben.

    Abblendlicht-Lampe rechts vorne bei meinem Auto getauscht.


    Die Metall-Klammer hätte mich fast in den Wahnsinn getrieben: kaum hatte ich ihre beiden Flügel vorne eingehakt, war sie am hinteren Ende jedes Mal wieder rausgesprungen. Und dabei hatte ich die Lampen früher schon 2x beidseitig erfolgreich getauscht.


    Erst durch einen Vergleich meines Fotos mit einem Youtube-Video bin ich auf die Ursache gekommen: ich hatte bei meinen ersten Versuchen die hintere Halterung versehentlich ein wenig nach vorne gebogen. Also mit einer Zange wieder zurückgebogen, und jetzt hält die Klammer bombenfest.

    Wenn es keine weiteren Vorschläge mehr gibt, dann werde ich mir jetzt die RAMs bestellen, und wenn es dann immer noch nicht laufen sollte, dann schauen wir weiter, ok?


    Auf Ebay gib es ein Angebot für zwei getestete NEC DRAM 41464-10 18pin 100ns und zwei IC-Sockets im Set um 7,90 - das ist wohl ein guter Preis, da werde ich zuschlagen.


    Zur Diskussion im anderen Thread, dass Chips bestimmter Marken evtl. defektanfälliger sind: meine sind markenlos ("JAPAN") und auch kaputt geworden - ich glaube, das spielt keine Rolle.

    Vermutlich ging christianlucio davon aus, dass die MiST-Besitzer eh wissen, dass die Standard-Cores immer auf


    https://github.com/mist-devel/mist-binaries


    veröffentlicht werden. Wobei der 64er-Core in letzter Zeit öfters aktualisiert worden ist.


    Erfreulich für mich: der einzige mich betreffende Bug im 64er-Core ist vor Kurzem endlich behoben worden, nämlich im Spiel 5th Gear beim Durchfahren einer Unterführung (da ist das Auto bisher sichtbar geblieben).

    Kontrollier doch mal die Versorgungsspannung direkt an den IC's. Was bekommst Du da als Ergebnis?

    Bei allen dreien knapp unter 5V, das müsste wohl OK sein.


    Das RAM ist definitiv tot. Das würde auch das kaputte NT erklären.

    Aha, totes RAM essen Seele auf...


    Der Elefantenfuß hat es bei meinen kurzen Tests *noch* überlebt.


    Hier ein Foto der Rückseite.

    Ich habe mir nun meinen ersten 64er überhaupt zugelegt (ich habe seit Jahrzehnten einen C128 + 1571, einen VC-20 und eine 1541er habe ich auch noch). Ich wollte unbedingt einen der früheren C64 II mit den Grafikzeichen auf der Vorderseite der Tastatur. Bekommen habe ich ein äußerlich schönes, aber leider defektes Gerät mit zumindest drei Problemen:


    1. defekte Tastatur (bei der Pfund-Taste war der Tastaturstempel abgebrochen und die Feder fehlte) -> repariert.

    2. Das Netzteil ist mausetot (die Sicherung aber in Ordnung) -> ich verwende stattdesssen einen Elefantenfuß.

    3. Power-Led leuchtet, ein TV-Signal via Antenne ist vorhanden, allerdings bekomme ich nur ein schwarzes Bild. Und um dieses Problem geht es hier in diesem Thread.


    Zum Fragenkatalog:


    _________________________________


    Punkt 1:

    Die Platinenversion ist sehr Wichtig für korrekte Hilfe. Bei Commodore Platinen steht meist ASSY gefolgt von einer Nummer drauf, die wollen wir wissen.

    ASSY NO.250469

    PCB NO.2523II REV.3


    Punkt 2:

    Ist das Gerät modifiziert oder noch Orginal? eventuell andere ROM´s drin?

    Das Board sieht unbehandelt aus. ALLERDINGS dürfte das Board laut C64-Wiki niemals zu diesem frühen C64 II-Gehäuse passen. Es war aber sehr viel Staub drinnen - wenn das Board wirklich mal getauscht worden ist, dann muss das schon lange her sein. Auf den ICs ist zäher weiße Kleber zur Befestigung der Abschirmblech-Kühl-Zungen vorhanden (die am Foto ersichtlichen Wisch-Spuren stammen von mir).

    Ich frage mich, wer das Board wann getauscht haben könnte. In den 1990ern und frühen 2000ern hätte man einen defekten 64er wohl eher entsorgt und durch ein anderes Gerät praktisch zum Nulltarif ersetzt.


    Punkt 3:

    Ist das Netzteil Orginal oder schon mal durch ein anderes ersetzt worden?

    Kein Original-Netzteil, dieses ist mausetot (die Sicherung ist aber ok). Ich habe stattdessen ein Elefantenfuß-Netzteil (das war mal bei einem Konvolut dabei) verwendet, bei dem ich aber nicht zu 100% weiß, ob es korrekt funktioniert. Ich habe kein weiteres Gerät mit diesem Anschluss zum Testen (ich habe sonst nur einen C128 und einen VC20), die 5V Gleichstrom an Pin 5 habe ich erfolgreich mit dem Multimeter gemessen. Mit dem Messen von Wechselspannungen habe ich keine Erfahrung. Mein einfaches Multimeter kann man zwar auf Wechselspannungs-Messung bis 200V oder 600V einstellen, aber da zeigt es mir bei den Pins 6 bzw. 7 nichts an.


    Punkt 4:

    Tritt der Fehler nur auf wenn Zusatzhardware angeschlossen ist?

    Nein, immer.


    Punkt 5:

    Tritt das Problem sporadisch auf oder ständig?

    Offenbar ständig.


    Punkt 6:

    Werden irgendwelche Chips besonders heiss? so das man sich fast die Finger dran verbrennt?

    Ja: U10 (RAM): 67 Grad (am vorderen Ende des Chips in Richtung CPU). Der zweite RAM-Chip U11 hat nur 41 Grad.

    Weiters ist auch U5 auffällig: 60-70 Grad.


    Punkt 7:

    Hat der Fragesteller ein Multimeter und weiss wie das benutzt wird?

    (Die billigen 5-Euro Multimeter reichen für diesen Job aus)

    Ja.


    Punkt 8:

    Hat der Fragesteller irgendwelche Erfahrungen im Löten? wenn nicht gleich sagen.

    Ja, löten kann ich grundsätzlich. Das Entlöten eines ICs wird mir allerdings wenig Spaß bereiten (ich habe eine Lötstation und eine "Kugelschreiber"-Entlötpumpe).


    Punkt 9: Reagieren Laufwerke korrekt auf Ladebefehle, mit LED-Blinken oder gar nicht?

    Nein, wenn man blind LOAD"$",8 eintippt, passiert nichts. Das Laufwerk reagiert aber auf das Aus- und Einschalten des 64ers mit dem üblichen Verhalten.


    _________________________________


    Hier noch die schlecht lesbaren Beschriftungen der ICs mit den Kleber-Resten:


    U6: 8500R4 / 0787 24

    U7: 8565R2 / 0487 22

    U9: 8580R5 / 0787 25


    Ich habe laut diesem Video...



    ...Messungen durchgeführt, die Spannungen dürften alle OK sein:


    C63 Pluspol: 12.60 V

    "Voltage Regulator" Q5 (?): 8.97 am linken Pin E, 9.61 am rechten Pin B

    Tape Port Voltage: 4.90

    SID: 8.98 V

    CPU: 4.87 V

    VIC: 4.90 V (ebenso an Pin 13, bei diesem Board gibt es hier keine 12V)

    RAMs U10 und U11: beide 4.88 V


    Und hier noch die mit einem IR-Thermometer gemessenen Temperaturen nach 10-15 Minuten Betrieb:


    U1: 26 Grad

    U2: 45 Grad

    U3: 30 Grad

    U4: 46 Grad

    U5: 60-70 Grad !

    U6 (CPU): 40 Grad

    U7: 38 Grad

    U8: 36 Grad

    U9: 30 Grad

    U10 (RAM): 67 Grad ! (am vorderen Ende in Richtung CPU)

    U11 (RAM): 41 Grad

    U18: 23 Grad

    U19: 39 Grad

    U20: 29 Grad

    U21: 27 Grad

    U22: 29 Grad

    U23: 39 Grad


    Wie tulan hier geschrieben hat, dürfte es beim Board 250469 wohl oft am RAM liegen - das wäre gut, denn diese ICs sind gut erhältlich und günstig.


    Sorge bereitet mir aber die hohe Temperatur von U5 - was sagt ihr dazu?


    Weiters habe ich gehört, dass man auch den Ein/Ausschalter testen soll. Hier weiß ich allerdings nicht, was man da testen kann. Als Laie hätte ich angenommen, der Schalter wäre entweder offen oder geschlossen, und nachdem die Power-LED leuchtet, müsste er eigentlich funktionieren.


    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!