Posts by schnurzel

    Vorserie oder Prototyp vom Z9001? Die Herstellungsdaten der bestückten Schaltkreise (1982-83), der fehlende Anschluss für -12V und die nicht vorgesehenen Lastwiderstände für +12V und -5V deuten in die Richtung. Kennern fällt da bestimmt noch mehr auf...


    MfG

    Es ist ein Z84C0020. Das ist bereits ein CMOS Typ. Warm wird der aber trotzdem wie ein 6502.

    Hallo,


    wenn der bei 4Mhz warm wird, dann ist der "refurbished" mit der Qualitätsstufe "counterfeit" und würde niemals 20Mhz packen. Bei eBay bekommt man fast nur diese chinesischen Ü-Eier zu kaufen (Pins begradigt, Lötbad, egalisiert, neues Finish aufgesprüht, Typenbezeichnung mit Farbe/Laser oder CNC). Es gibt einen undokumentierten/illigalen Z80-Befehl ("EDh 71h ---> OUT (C),f") zur Portausgabe (Port definiert über Register C), mit dem man prüfen kann ob NMOS (Ausgabe -> 00h) oder CMOS (FFh) unter der Haube steckt.


    Sollte irgend ein Programm diesen Befehl von Haus aus benutzen, hättest Du aber eh ein mögliches Kompatibilitätsproblem mit CMOS...


    MfG

    Quote

    Hatte es etwas mit SD und DD Disketten zu
    tun oder wie? FM oder MFM wird doch in Controller chip gewaehlt und hat
    mit dem Laufwerk eigentlich nichts zu tun oder irre ich mich dort?

    Das hängt nicht nur von der Homogenität des Diskettenmaterials ab.


    Der Datenseparator vom Floppycontroller muss anhand des Timings der Flusswechsel Takt- und Datenimpulse auseinanderhalten. Diese werden versetzt zueinander aufgezeichnet, bzw. belegen unterschiedliche Zeitfenster.
    Bei FM-Codierung haben zwei Taktimpulse etwa einen Abstand von 4µs und dazwischen (in einem Zeitfenster von etwa 2µs) kommt ein Datenimpuls ("1") oder eben nicht ("0").
    Bei MFM dagegen kann aber auch eine Reihe von Taktpulsen (ohne Datenpulse) im Abstand von 2µs auftreten (steht für eine Serie Nullen) oder eine Reihe von nur Datenpulsen (steht für eine Serie Einsen) vorkommen. Das Zeitfenster zur Unterscheidung ob es nun eigentlich Takt- oder Datenpulse sind schrumpft auf 1µs. Die Fehlertolleranz ist jetzt kleiner, obwohl die Abstände der Flusswechel auf der Diskette nicht kleiner geworden sind.


    Warum klappt MFM beim MF3200 evtl. nicht?
    Vermutlich sind die Gleichlaufschwakungen des Motors zu groß und der Datenseparator vom Floppycontroller kommt so zu leicht aus dem Tritt. Vielleicht ist der Schreibstrom nicht linear genug/zu stark, das hat zur Folge, dass benachbarte Flusswechsel beim Lesen leicht Phasenverschoben erscheinen. Vielleicht sind die Reaktions-,Anspech- und Abfallzeiten der Lese-/Schreibverstärker im Laufwerk unzureichend. Vielleicht arbeitet der Lese-/Schreibkopf zu ungenau etc.


    MfG

    Im JKCEMU kann man unter DATEI->DATEIBROWSER eine Datei (*.kcc/*.sss/*.tap) auswählen und sagen "Wiedergeben im KC-Format". Geht wie KCLOAD ohne WAV. Kann nur manchmal Probleme machen wenn der PC zu langsam oder mit mehreren Sachen beschäftigt ist. JAVA-Apps taugen nicht immer für Echtzeitanwendung oder müssen mit speziellen Parametern gestartet werden.


    Das die generierten WAV-Dateien vom KCEMU voll ausgesteuert sind kann ich mir gut vorstellen, sind ja digital generiert. Übersteuern sollte aber mit den Reglern am Audiomixer zu verhindern sein. Da muss man heutzutage leider immer schauen ob wirklich alle Features (autom. Lautstärkeausgleich/3D-Effekte/Equalizer etc.) im Audiotreiber und im Player deaktiviert sind, damit das Ausgangssignal nicht zu sehr verfälscht wird.


    MfG

    Sicherungen sind ziemlich langsam, da würde sich eher eine Schaltung zur Latchup-Erkennung anbieten. Am besten sollte die bei Erkennung nicht nur die Stromversorgung des SIDs komplett ausschalten sondern es sollten noch alle Digital-Signale über Pufferchips geführt werden, die im Fehlerfall die zum SID führenden Leitungen tristaten, damit sich der Chip auch auf dem Weg nicht noch irgendwoher Strom holt.

    Bustreiber reagieren auch falsch wenn die Pegel aushalten sollen, die einen SID gebraten hätten und gefährden dann genauso den SID. Dann eher würde ich ne arg hochohmige Serienterminierung in die Leitungen setzen, wobei die Schutzdioden gegen Masse aber eigentlich schon genügen sollten.


    Lieber eine Suppresordiode, die sind für diesen Zweck gedacht und haben eine steilere Kennlinie als Zener-Dioden.

    Danke, stimmt.

    Kleine Adapterplatine basteln wo der SID draufkommt. 5V + 12V zum SID mit selbstrückstellenden PTC-Sicherungen versehen, falls es wie auch immer zu Fehlströmen kommt. Adress-, Daten- und Steuerbus inkl. Joystickleitungen mit üblichen Überspannungsschutzdioden versehen. Evtl. den Audio-Out am Chip mit Kondensator entkoppeln. 5V + 12V im Netzteilbereich mit kräftigen Zenerdioden gegen Masse versehen, damit bei Überschreitung die Sicherung fliegt und nichts anderes. Man bräuchte mal das Datenblatt vom SID.


    Am Ende kommt so'ne Bastelei aber teurer als ein neuer (alter) SID oder Cevi. Hängst Du aus welchen Gründen auch immer an einem speziellen C64, wäre es wiederum Frevel ihn zu verbasteln.


    Wenn Du willst kannst Du den SID sogar mittels AD/DA-Wandler und ein paar Mediaconverter in einen brandgeschützten Safe auslagern... :anonym

    Aus irgendwelchen Gründen traue ich neuen Elkos keine 30Jahre mehr zu, die Gehäuse sind dünner/wabbelicher und dichten dadurch schlechter am Gummipfropfen im Boden, sie haben Sollbruchstellen und dort gerne mikrofeine Risse, wenn das Alu bissl oxidiert wars das schon. Die Elektrolyten sind hochgezüchtet für kleinere Gehäuse und LOW-ESR und entspechend reaktiver. Kleinere Gehäuse, weniger Elektrolyt -> weniger Reserve beim Austrocknen.


    Die Zeit wird zeigen ob von Haus aus trockene Polymer-Aluminium-Elektrolytkondensatoren besser durchhalten. Die kommen aber im Normalfall recht teuer und sind nur für kleine Spannungsbereiche. Ich fische die wenn dann von alten Server-Platinen.


    Filterkondensatoren waren und sind i.d.R Metall-Papier-Kondensatoren (und wenn man Pech hat ist das Papier noch mit PCB-haltigem Öl getränkt), mit den Jahren kann da Feuchtigkeit reinkommen...die man auch nur mit viel Hitze wieder rausbekommt. Aber das ist eher ein Problem der Lagerung.


    MfG

    Das Tool zum SD HxC Floppy Emulator bekommt so ziehmlich alles ins eigene *.hfe konvertiert.


    In *.td0 (Teledisk) und *.cqm (CopyQM) findet man für gewöhnlich passende Images zum Download (http://kc-club.de/ + http://susowa.homeftp.net etc.). Die DOS-Programme zum Einlesen gehen dafür erfahrungsgemäß auch am zuverlässigsten. Man kann aber z.B. auch Images in *.imd (ImageDisk) oder *.dsk (Disk image) erstellen/probieren, die können auch die KC-Formate abbilden.


    Was mich am HxC etwas stört, ist die nicht abschaltbare Werbung auf dem Display und die etwas seltsame Firmware-Politik. Die Firmware auf meinen ist neuer als die aktuell zum Download stehende. Nirgenswo ein Hinweis, ob die wegen Bugs zurückgezogen wurde...

    Hatte den damals an meinen KC85/5 gehängt und im RT-Forum Erfolg vermeldet. Seitdem steht der KC auf der Support-Liste...


    Funktioniert natürlich nur mit D004 - Floppy Disk Basis, dessen Anschluss zum Floppy Disk Drive ist im Grunde Shugart-Bus aber das Pinout und die DDR-Steckverbinder sind anders -> bedeutet basteln / nix ganz Plug & Play.


    Habe mich voll an das Ding gewöhnt. Echte Disketten rotieren bei mir nur noch zur Datensicherung. :thumbup:


    MfG
    Kai

    Nuja, denkbar ist alles.


    Der "Osten" ist verspätet in die Halbleiterproduktion eingestiegen, die Miniaturisierung hinkte hinterher und damit auch die Chip-Ausbeute am Ende der Produktionsstraßen und die Mittel im Allgemeinen. Dazu kommt noch die geringe Verfügbarkeit an Spezial-ICs. Für die Bestückung in DDR-Computern wurde alles genommen was beschaffbar war. Wo 1982 bis 86 meist noch russische ICs die Oberhand hatten (darunter auch die braunen frost- und lichtempfindlichen "Karamellbonbons"), waren 88 bis 90 schon fast hauptsächlich DDR-Typen vertreten. Hochintegrierter RAM wie 41256 und besser musste aber meist noch teuer "sonstwo" besorgt werden (Samsung, Texas Instruments, Siemens).


    Ein C64 enthält etwa 30 Schaltkreise, ein KC85/4 dagegen etwa 100 für vergleichbarem Funktionsumfang. Dementsprechend komplexer ist die Platine und die Zahl der Lötstellen. Ich müsste stolz sein, wenn der KC85 unter ähnlichen Bedingen genauso lange durchhält.


    Meine Problemkiste mit den vielen def. Schaltkreisen war übrigens eine P8000, ein etwas größeres Fossil. Mir selbst geht nur selten was kaputt, aber alles was aus dubioser Quelle neu zur Türe hinein kommt hat die Marotte defekt zu sein.


    MfG

    Ich bin und bleibe der Meinung das neben unformierten Kondensatoren, Feuchtigkeit in ICs eine der häufigsten Ausfallursachen ist. Alles was lange genug auf Dachböden oder in feuchten Kellern gelagert wurde ist prädestiniert dafür. Was im Sommer bei 60°C auf dem Dachboden als trocken stehend angesehen wird und in die ICs hineindiffundiert, hat bei 20°C in der Wohnstube plötzlich Sättigungstemperatur. Dann kommt der sogenannte Popcorn-Effekt zustande. Kurz nach dem Einschalten funktioniert das Gerät noch bis die Fehlströme überhand nehmen, die Verkappung das Schwitzen anfängt oder die Chips simulieren gleich von Anfang an ihren Scheintot mit verqueren Logikpegeln.


    Ich hatte mal bei einem DDR-Computer zehn "defekte" Schaltkreise wegen Feuchtigkeit getauscht, einen nicht beschaffbaren Elften konnte ich wiederbeleben durch langsames Erwärmen auf 120°C (bzw. da hatte ich angefangen zu begreifen...) und ein Zwölfter (Floppy-Controller-IC) hatte im Selbsttest sporadisch Timingprobleme gemacht (allerdings zu selten um mich zur Reparatur zu bewegen), das ging über Monate und ist jetzt nach einem Jahr beheizter Lagerung verschwunden.
    Das Dumme ist, es war dem Rechner voher nicht anzusehen und hätte ich die Kiste vor Inbetriebnahme im Backofen behandelt, hätte ich vermutlich garnichts tauschen müssen.


    wenn man die Leistungsaufnahme mehr als halbiert, wird sich sicher die Lebensdauer eines 30 Jahre alten Geräts noch deutlich verlängern lassen.


    Die Annahme, dass eine einzelne 30W-Glühlampe mit nur 15W betrieben länger hält ist ok, aber nur solange ich nicht gegen eine Sparlampe mit unklarer Lebenserwartung und diffusen Nebeneffekten tausche oder die Lampe gar Teil einer komplexen Schaltung ist.
    Du nimmst also den R-785 als Schaltregler mit 3A Spitzenstrom und harte Shottky-Dioden als Gleichrichterbrücke. Ein normaler 7805 macht eigentlich bei 1,5A dicht. Soviel zum Softstart der unformierten Kondensatoren nach längerer Standzeit und dem Rest der Schaltung. Dazu noch die neuen stromsparenden ICs ringsrum, wenn jetzt ein altersschwacher IC kurzzeitig einen leicht verqueren Arbeitspunkt einnimmt hat er schonmal mehr Strom zur Verfügung sich und andere zu rösten. :)


    Bei Betrieb ohne Kühlkörper hast du auch eine Verspannung, nur eben in andere Richtung.


    Ja, welche Richtung ist nun die schonendste? Vermutlich wenn gleichmäßig nach allen Seiten...
    Keine thermische Leitung leitet ohne Temperaturgefälle. Mit dem aufgeklebten Kühlkörper stellen wir örtlich eine erhöhte Temperaturdifferenz her und klar wird das Die dadurch auch besser gekühlt. Aber wie bei einem Kolben im Motor tun wir mangels direktem Kontakt gut daran die Laufbahn mit warm werden zu lassen, damit sich nichts verklemmt.


    MfG

    Nur mal kurz zum Nachdenken, ich will keinesfalls die baulichen Leistungen des Threaderstellers, den Erfahrungsgewinn dabei oder die Freude am Husten schlecht machen. So ein Umbau auf China-64 hat sicher seinen Reiz. ;)


    Das sich bei 10°C mehr die Lebensdauer halbiert ist durchaus denkbar, wenn ich ich ein und denselben Schaltkreis beobachte. Aber wenn ich von einem 30 Jahre alten IC des Herstellers Nostalgietraumfabrik auf einen 5 Jahre alten IC des Herstellers Selteneerdenspardepot wechsel?


    Da steckt im Gehäuse des neueren Baujahres ein Die, das nichmal viertel so groß ist, mit filigraneren Strukturen. Das Die wird auf Grund seiner Kleinheit und der Plastikmantelung nicht unbedingt weniger warm, auch wenn Gehäusetemperatur und Stromaufnahme dagegen sprechen. Es ist empfindlicher gegen ESD (oder enthält Bauteile für integrierten ESD-Schutz...die wiederrum zusätzlich ausfallen könnten), ist empfindlicher gegen eindringende Feuchtigkeit und andere Fehlstromauslöser wie Dotierungswanderung, Gammastrahlung, elektromagn. Störsender. Bleifrei verzinnte Pins können Wisker ansetzen...


    Ein alter EPROM braucht eine höhere Programmierspannung (offenbar bessere Isolation) und das größere Floating-Gate bzw. das dort gehaltene Elektronen-Reservoir verspricht auch längeren Datenerhalt.


    Dann werden die Chips durch Aufkleben eines Kühlkörpers mechanisch verspannt (kalte Seite, warme Seite oder je nach Raumtemperatur). Bei steinalten rüssischen ICs ist z.B. bekannt, dass bei Lagerung unter 0°C gern die Drahtbondungen abreißen, weil Gehäuse und Die sich ungleichmäßig ausdehnen. Mit zusätzlichem Kühlkörper wird im Betrieb die Temperaturdifferenz zw. Die und Gehäuse größer und ein kaltes Gehäuse ist weniger flexibel als ein warmes. Das führt eher zu Spannungsrissen, die Feuchtigkeit kann besser eindringen und mangels Hitze lässt die sich nicht so schnell wieder vertreiben....


    Einen 7805 der ersten Stunde im TO3-Gehäuse kann man 20 Jahre durchgehend bei 100°C schwitzen lassen, juckt den nicht und wenn die Kondensatoren ringsrum etwas an Kapazität verlohren haben ist dem das auch egal. Ein moderner Schaltregler dagegen enthält mehr Bauteile die ausfallen können, wirft mit Spannungsspitzen um sich und kommt dank modernster Technik (Eingesetzt zur Preis-Optimierung) doch viel schneller in's Alter.


    MfG