Posts by MontyMole

    Wir bleiben in Oberhausen. Ich mag die Stadt und die Mieten sind auch noch bezahlbar Aber da die alte Wohnung zu klein wurde für zwei Personen - ich bin ja vor zwei Jahren mit meiner Lebensgefährtin zusammen gezogen - und die Bahnverbindung zur Arbeit auch ziemlich umständlich war, sind wir ans andere Ende der Stadt gezogen. Hier werden wir auch die neue Rübenzentrale einrichten. Einen erheblich größeren Raum habe ich schon. :)

    Ehrlich gesagt halte ich wenig von dem Super Mario Bezug. Wir haben während des Leveldesigns ohnehin schon versucht die Vorzüge der Giana Sisters Engine hervor zu haben - Felsbrocken; die man aktiv nutzt und häufiger Einsatz der Bröselplattformen, sowie ergänzende Grafiken - damit es weniger nach Super Mario aussieht.

    Erinnert mich an Rastan.

    Stimmt es dass es da ein Bug gibt dass man das Spiel nicht fertig zocken kann?

    Sonst würde ich mir das mal vorküpfen ^^

    Ja, das stimmt leider. In Level 4 gibt es eine Wassergrube die man mit einer Liana überqueren müsste. Leider hängt die Liane zu niedrig weshalb man, selbst wenn man die richtig greift, durchs Wasser geschleift wird.
    Und das bedeutet leider Instant Death. Ich habe das selber mal eine Weile recht intensiv gespielt. Aber selbst mit massivem Einsatz von emulatorengestützten Savestates / Slowdowns etc. nie geschafft.

    wird es eine Box geben und vielleicht über Protovision raus kommen? =)

    Das haben wir eine Weile tatsächlich recht intensiv verfolgt und uns diesbezüglich sogar mit Lutz Osterkorn unterhalten. (Nebenbei ein sehr angenehme Mensch :) )
    Lutz schien diesbezüglich sogar recht interessiert gewesen zu sein. Allerdings verwaltet er die Rechte nicht selber und es ist ist etwas schwierig an den Rechteinhaber zu kommen. Unser Plan war es eigentlich mi dem Projekt auf der nächsten Gamescom aufzutauchen und dem Rechteinhaber das Spiel einfach direkt mal vorzuführen. Aus bekannten Gründen ist das Thema Ganescom leider vom Tisch und die Rechte zu bekommen ist tatsächlich ziemlich knifflig.
    So gerne wie echt einen physischen Release gehabt hätten - wäre ziemlich cool zu sagen, man hätte den offiziellen C64-Giana Sisters Nachfolger gebastelt - desto unwahrscheinlicher ist dieses Unterfangen.
    Sollte sich da irgendwas ändern und Genosse "extremes Glück" bei uns mal Hallo sagen, wäre das eine ziemlich coole Sache. Ich persönliche rechne nicht mehr damit. Zumal weder Merlin noch Ich das Spiel noch länger zurück halten wollen als nötig. Sobald die Endsequenz und die Steuerung steht, wollten wir das endlich raushauen. Wenn wir schon kein offizielles Release schaffen, dann wenigstens ein verdammt gutes Fanspiel, dass locker als offizieller Nachfolger durchgehen könnte.
    Unser Anspruch an das Projekt war; Das Giana Sisters zu erschaffen, für das wir selber in den 80er Jahren 50 - 60 DM bezahlt und keinen Pfennig bereut hätten. :)

    Nach dem momentanem Stand fehlt meines Wissens nach nur noch die Endsequenz und eine zusätzliche Joypadunterstützung.
    Die restliche Zeit nimmt einem leider die üblichen Verpflichtungen des Alltags weg. :( Aber keine Bange. Das Projekt ist nicht eingeschlafen.

    Mich wundert etwas, dass du hier schreibst, du bist froh, dass wir die 80er hinter uns gelassen haben. Oder meintest du das im Bezug auf die Zensur?

    Ich meinte wirklich die Zensurmaßstäbe in den 80er Jahren. Abgesehen von Video- Computerspielen war ja grade das Filmmedium massiv eingeschnitten. Im Action- Horrorgenre gab es ja kaum Filme die nicht geschnitten, wenn nicht gar beschlagnahmt waren. Da bin ich echt dankbar, dass das Augenmaß da heute erheblich kompetenter ist.
    Wobei ich in vielen Punkten natürlich auch froh bin, dass wir seit den 80er Jahren erheblich mehr technische Möglichkeiten haben.

    Aber die Video- und Computerspielindustrie fand ich damals trotzdem interessanter. Ob es wirklich besser war, kann ich nicht mal sagen. Aber es war auf jeden Fall innovativer und frischer.

    MIt der Meinung stehe ich vermutlich jetzt ziemlich alleine da. Aber das halte ich ehrlich gesagt gar nicht für verkehrt. Klar; brutale Spiele machen jetzt keine brutalen Menschen. Aber ich finde es schon in Ordnung, wenn Spiele mit fraglichem Hintergrund auch hinterfragt werden.

    Damals war allerdings etwas speziell, dass es keine klare Linie gab und die Punkte, an denen das festgemacht wurde sind aus heutiger Sicht oft nicht einfach nachzuvollziehen.


    Ich muss zugeben dass ich es auch schwierig fände, da eine Linie zu finden. Ich persönlich empfinde selbst heute noch Spiele wie "Beach Head II" oder "Commando Lybia" als thematisch sehr unangenehm, habe aber wenig Probleme mit der grafisch weitaus härteren Gewaltdarstellung in Mortal Kombat. EInfach weil letzteres eher ein B-Movie/ Fantasysetting hat, während Ich realistisch dargestellte Kriegsthematiken nicht mag. Andere Spieler setzen da vielleicht andere Maßstäbe und empfinden die aktuellen Mortal KOmbat Spiele als zu hart, während sie wenig Probleme mit jedem x-beliebigem Kriegsshooter haben.
    Das ist generell ein schwieriges Thema. Dennoch lehne ich eine zu unreflektierte Berichterstattung über gewalttätige Medien ab. Das sollte nicht in Zensur ausarten. Ich bin froh dass wir diesbezüglich die 80er- 90er Jahre hinter uns gelassen haben. Allerdings sollte Gewalt in Medien durchaus hinterfragt, analysiert und auch diskutiert werden.

    Gleiches wage ich mal etwas abgeschwächt auch über Last Ninja 1 auf dem C64 zu sagen. Die ASM gab "Werner -mach hin" zum Beispiel imho 10/10 Punkten (!), die Powerplay irgendwas unter 50%. Eine Zeitschrift, die schlechte Spiele gut bewertet halte ich am Ende für weniger geeignet als eine Zeitschrift, die gute Spiele auch mal verkennt/schlechter bewertet. Wobei ich nicht sagen möchte, die ASM sei unserös gewesen! Da gab es ganz andere...


    Wobei ich da einmal Barbarian II gegen halten möchte. Das Spiel ist, selbst nach damaligen Maßstäben, ziemlich unspielbar und wirft einen ununterbrochen in zufällig generierte unpassierbare Stellen. Zumal das Kampfsystem wenig bis gar keine Kontrolle über Sieg und Niederlage gibt. Das hat die Power Play seinerzeit ziemlich gut bewertet, obwohl die argen Mängel im Gameplay bereits damals offensichtlich waren.

    Dafür hat die ASM seinerzeit die NES-Version von Probotector als knapp überdurchschnittlich bewertet. Auf Anhieb fiele mir nichts vergleichbares im Run`n`Gun Genre ein, dass sich so flüssig und fair balanciert spielte wie Probotector. Es hat seinen Grund warum dass seinerzeit Höchstwertungen abstaubte - außer bei der ASM - und bis heute als Klassiker gilt. Komplett verfehlte Wertungen - sei es zu hoch oder zu niedrig - hatte vermutlich jedes Magazin seinerzeit.


    Die Powerplay, die bei vielen hier ja anscheinend gut ankam, war auch nicht schlecht, aber immer recht "brav" im Vergleich. War ein Spiel echt gut, aber gleichzeitig auch recht brutal, kam es in der Powerplay schonmal von Haus aus eher schlecht weg, weil ständig auf der Brutalität des Gameplays herumgeritten wurde. Konnte ich nie so ganz nachvollziehen damals und mal ehrlich, was erreichten die Redakteure GENAU DAMIT?

    MIt der Meinung stehe ich vermutlich jetzt ziemlich alleine da. Aber das halte ich ehrlich gesagt gar nicht für verkehrt. Klar; brutale Spiele machen jetzt keine brutalen Menschen. Aber ich finde es schon in Ordnung, wenn Spiele mit fraglichem Hintergrund auch hinterfragt werden. Zum einen war das Medium ohnehin neu und die Immersion war damals intensiver als es heute der Fall ist. Im Laufe der letzten Jahre hat sich unsere Medienerfahrung eben auch entwickelt. Zum anderem darf man nicht vergessen, dass der durchschnittliche Videospieler damals noch sehr jung war. Man muss solche Spiele jetzt nicht direkt verdammen, aber ich finde es schon okay wenn sowas hinterfragt wird.

    Auch die Formulierung "bescheidenes Spielprinzip" im Wertungskasten bleibt schuldig, warum es eigentlich bescheiden ist. Es wurde die Kritik nicht begründet

    Man könnte aber auch sagen, diese Formulierung bringt es auf den Punkt. Mehr brauche ich prinziepiell gar nicht an Info, denn ich kann u. konnte mir da (in die Redaktion hineindenkend) schon vorstellen wie sie das und dies gerade so meinen.. (wenn man sie oder ihre Art kennt*). Denn das Spielprinzip ist dies auch, v.a. viel auswendig lernen, pixelgenau nötige Boxorgien, (daher) kein Flow. Die ber der PP waren halt etwas puristisch beim Schreiben.


    *Das war auch immer so das Personen bezogene Feeling u. Unterhaltungsfaktor, als man noch sagen konnte: der und der lusige Typ (mit Bild) schreibt das gerade von dem bin ich Fan, oder so halt, was heute fehlt.

    Ich habe mir den Test jetzt auch nochmal angesehen. Und da ich Shadow Of The Beast kenne, stimme ich dem Review der Power Play auch zu.
    Aber, wie Veto schon anmerkte, sind die Tests für Leute geschrieben die das Spiel eben nicht kennen. Und da finde ich die Analyse des Gameplays auch sehr sehr dünn.
    Klar, die Steuerung wirkt verzögert weil die geschmeidige Animation offenbar wichtiger war als ein flüssiges Gamedesign. Die Gegnerformationen sind arg unfair, weshalb man eher dazu tendiert sich immer nur schrittweise zu bewegen. Und die Kollisionsabfrage ist auch eine Katastrophe. Die Bezeichnung "bescheiden" ist für den spielerischen Aspekt durchaus angemessen. Allerdings kann ich dieses auch nur nachvollziehen, weil ich das Spiel eben kenne. Aufgrund des Testes wüsste ich jetzt nicht WARUM dieses Spiel denn so bescheiden ist. Kritik zur Kollision, Steuerung etc. sind im Test nicht erwähnt. Und diese sind arg offensichtlich.

    Und ein "bescheidenes Spielprinzip" ist ein sehr weitläufiger Begriff. Viele Actionklassiker sind vom eigentlichem Spielprinzip "bescheiden".
    Vom Spielprinzip her waren auch Spiele wie "Super Mario 3", "Turrican", R-Type", "Ghouls`n`Ghosts" etc. bescheiden. Dennoch stachen diese durch ein gutes Leveldesign und ein flüssiges Gameplay hervor. Die eigentlichen Spielprinzip war aber bereits Ende der 80er Jahre nicht das umfangreichste.

    Ich habe jetzt ehrlich gesagt nicht mehr allzuviele Power Play Tests im Kopf. Aber das Shadow Of The Beast Review wirkt schon, als hätte der Redakter generell wenig Erfahrung mit Actiontiteln oder - wo ich bei Henrik eher von ausgehe - bekam zu wenig Freiraum oder Platz für den Test.

    Bei der ASM hatte ich seinerzeit auch eher das Gefühl, dass da irgendwelche Nerds komplett aus dem Bauch ein Magazin gestalten, weil sie da Bock drauf hatten. Das ganze wirkte irgendwie chaotischer und impulsiver. Die PP hatte zweifelsohne auch Interesse an dem Medium, wirkten mir aber immer zu seriös und erwachsen. Als damaliger Teenie gefiel mir das eher locker-chaotische der ASM besser.

    Für mein Empfinden wurde auch Komplexität und intellektueller Anspruch von Spielen übertrieben gewichtet. Die kleine Redaktion war Segen und Fluch zugleich, denn bei einigen Genres fehlten halt Spezialisten. Für mein Empfinden wurden Systeme etwa drei Jahre früher als bei der ASM für tot erklärt, Umsetzungen fehlerhaft deklariert und auch nicht mehr gemäß der Hardwarebasis bewertet.

    Das war auch einer der stärksten Punkte, die mir bei der Power Play negativ auffielen. Ich hatte auch oft das Gefühl, dass niemand in der Redaktion ernsthaft Interesse an actionlastigeren Spielen hatte, weshalb die immer ziemlich abgestraft wurden. Ungeachtet der Qualität. Damit meine ich jetzt nichtmal den moralischen Aspekt - Spiele mit Kriegsthematiken wurden generell sehr häufig abgewertet, was ich noch nachvollziehbar finde - sondern schlichtwegs dass Spiele offenbar als minderwertig aufgefasst wurden, die nicht 20 Seiten Spieleanleitungen voraussetzten.

    Ebenfalls hatte ich gegen Ende der 80er Jahre auch das Gefühl, dass man die 8-Bit Rechner lediglich als Altlasten verstand die man als systemübergreifendes Magazin eben mitnehmen muss, aber eigentlich gar keinen Bock mehr drauf hat. Das man mit einer Spielewertung mal daneben liegt kann durchaus passieren. Aber beim C64 fiel das schon deutlich auf.

    Die PP wirkte auf mich schon wie ein Magazin, dass sich kritischer und umfangreicher mit den Spielen auseinander setzte als die ASM. Allerdings auch zu sehr von vermeintlich anspruchsvollen Spielen überzeugt und eher arcadelastigeren Spielen generell abgeneigt.

    Angefangen habe ich damals mit der Happy Computer, wovon mich ehrlich gesagt immer nur der Spieleteil interessierte. Da war es naheliegend später auf die Power Play und die ASM zurück zu greifen. Rückwirkend gesehen war die Power Play zweifelsohne das kompetentere Magazin. Ich persönlich habe allerdings immer die ASM vorgezogen, weil ich den völlig bunten Anarchostil immer sehr mochte. Auch waren die Redakteure erheblich redseliger wenn es um ihre private Person ging. Klar; das hatte oft nur entfernt mit Computer/ Videospielen zu tun, hat mir die Menschen dahinter aber immer näher gebracht. Gemocht habe ich aber beide Magazine.

    Später habe ich die recht kurzlebige "Joystick" eine Weile gelesen. Die hatten Ende der 80er Jahre noch einen recht starken C64-Schwerpunkt. Die meisten anderen Magazine haben den zu dem Zeitpunkt ja schon recht stiefmütterlich behandelt. Die ist aber leider sehr schnell eingestellt worden. Ich war letztens selbst erstaunt dass ich offenbar alle erschienenden Magazine davon hatte. Das müssten knapp 10 Ausgaben gewesen sein.

    Die Magic Disc und Game On habe ich mir ebenfalls recht lange geholt. Da aber weniger wegen dem Magazin selbst, sondern eher wegen den Spielen. Da waren teilweise echte Schätzchen bei. :)