Amiga 1200 Rev 1.4D Kondensatoren E123C, E125C, E121C und E122C entfernen ACA1233n-26 MMU

Es gibt 21 Antworten in diesem Thema, welches 4.568 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (3. August 2020 um 15:11) ist von Offline.

  • Hallo zusammen,

    ich habe vor kurzem einen Amiga 1200 bekommen, bei dem die Kondensatoren bereits getauscht wurden.

    Jetzt ist mir noch eine ACA1233n-26 MMU "zugeflogen".

    Diese habe ich gestern eingebaut und musste feststellen, dass zweimal beim Öffnen von Ordnern das System eingefroren ist.

    Nach einem Neustart lief alles wieder stabil. Mit WHDLoad hatte ich keine Probleme feststellen können. Habe aber auch nur ganz kurz gestern Abend getestet.

    Habe bis jetzt auch noch nicht nachgesehen, ob die Kondensatoren E123C, E125C, E121C und E122C verbaut sind.

    Dies habe ich auf der Seite von icomp im Wiki nachgelesen, dass dies zu Problemen führen kann

    Wenn ja, müssen diese ausgelötet werden, oder können die auch einfach mit einer spitzen Zange abgedreht werden?

    Mit Löten kenne ich mich leider nicht aus.

    Ich habe auch noch keine weitere Software (ACATool, etc.) installiert.

    Mein Amiga 1200:

    - Mainboard Rev 1.D4

    - Recaped

    - Kickstart 3.0

    - ClassicWB ADVSP (Workbench 3.1 Upgrade)

    - CF-Adapter als HDD-Ersatz

    - Amiga 500 Netzteil mit 4,5 A (leichte Version) => noch keine Kondensatoren getauscht

    Für eine kurze Info wäre ich euch sehr dankbar.

    Gruß Thomas

  • Hallo!

    Hast du vlt. noch ein anderes Netzteil? Es ist durchaus möglich, dass durch den Mehrverbrauch der ACA1233 dein NT zu wenig, bzw. unregelmäßige Spannung liefert.

    Die Kondensatoren kannst du nicht abdrehen!!! Die müssten ausgelötet werden.

    Probiere die Karte auf jeden Fall mit einer WB, die von Diskette gestartet wurde. Ohne irgendwelche Modifikationen.

  • Hallo,

    danke Dir schon einmal für die Infos.

    Leider habe ich kein anderes Netzteil, welches ich zum Testen nehmen könnte.

    Hmm, das mit dem Auslöten der Kondensatoren traue ich mir ehrlich gesagt nicht zu, da noch nie gemacht.

    Ich kann die Workbench mal von Diskette starten, und da mal versuchen, ob der Fehler hier auch auftritt.

    Gibt es hier evtl. irgendwelche Tools, damit ich mal ein paar Tests fahren kann?

    Habe hier noch eine CF-Karte mit einer ziemlich "nackten" Worbench-Installation. Die kann ich auch nochmal testen

    Kann es evtl. auch am Kickstart 3.0 liegen? Habe hier noch den Kick 3.1 liegen, aber noch nicht verbaut.

    Gruß Thomas

  • Es scheint ja ein sporadisches Problem zu sein, oder kannst du die Abstürze reproduzieren?

    Den Kick kannst du ausschließen und die Kondensatoren wäre erstmal das letzte was ich auslöten würde ohne konkretes Ergebnis. Starte mal von Floppy und teste die Sache.

  • Werde dies am Wochenende mal testen.

    Noch eine andere Frage, wo könnte ich am besten das Netzteil überholen lassen?

    Gibt es hier eine gute Adresse?

  • Ich habe mehrere originale 4,5 Ampere Netzteile die alle noch mit den alten Elkos gut funktionieren. Das einzigste was war: 2 zu schwach dimensionierte Widerstände habe ich durch welche mit mehr Leistung ersetzt. Die Widerstände kann man gut an ihrer ausgeblichenen Farbe und den verkohlten Leiterbahnen auf der Unterseite erkennen.

    Der Hersteller der Netzteile ist Ismet. Poste mal nen Bild von dem Label auf der Unterseite deines Netzteils.

  • Danke, es handelt sich hierbei nicht um das Ismet Netzteil "Made in Germany".

    Ich kenne mich bei diesem Netzteil nicht aus was z.B. die Langlebigkeit der Elkos angeht.

    Einige beurteilen die Güte der Netzteile anhand von Messungen. Insbesondere mit einem Oszilloskop die Restwelligkeit, Ripple bzw. Rauschen messen. Z.B. kann das Rauschen zu Störungen auf dem Bus von Computern führen was sich in Instabilität äußert. Das kann nach meiner Meinung von zu sehr gealterten Elkos kommen.

    Edit

    Gerade noch mal was im A1k gelesen. Da hat es geholfen die Kontakte im Stecker vom Netzteil hin zum Amiga zu reinigen.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Meine Reparier-Erfahrung zeigt mir immer wieder das gerade Kontaktprobleme zu vielen Fehlerbildern führen.

  • Hallo zusammen,


    hat jetzt etwas gedauert, aber aktuell leide ich etwas an Zeitmangel.


    Folgendes habe ich die Woche über getestet:


    1. CF–Card ausgebaut und direkt von Diskette die Workbench geladen. Hat zwar lange gedauert, aber nach etlichem klicken und Ordner öffnen ist das System wieder eingefroren.


    2. Die Kontakte des Netzteils mit Alkohol blitzeblank geputzt. System friert wieder ein.


    3. Den Steckplatz am Mainboard komplett gereinigt, hat auch nichts gebracht.


    4. Die Karte mal 1 – 2 mm herausgezogen, funktioniert auch nicht.


    5. Den Kickstart von 3.0 auf 3.1 getauscht, gleiches Fehlerbild.


    Timing Probleme kann ich ausschließen. Wenn die Karte mal ein Stück gelaufen ist, habe ich mit AIBB mal den TG–Test durchlaufen lassen (lt. einem Thread hier im Forum). Hat wunderbar funktioniert. Die restlichen Tests liefen auch fehlerfrei durch.


    Ab und an kommt auch ein Software Failure mit Error 8000 0004 und Task 4000BD70 (wenn ich mich nicht verlesen habe).


    Habe auch eine CF–Karte mit Workbench aufgesetzt und mal MadTV installiert. Ohne Turbokarte läuft das Spiel wunderbar und mit der ACA friert es meistens dann ein, wenn der Schwierigkeitsgrad ausgewählt werden soll.


    Also kurz und knapp: Ohne ACA keine Probleme, mit ACA Abstürze und Einfrieren.


    Leider habe ich kein weiteres Netzteil. Gibt es eines aus dem Zubehör – keine „Bastellösung“ – welches jemand empfehlen kann? Möchte ungern eines aus der Bucht oder sonst woher kaufen. Wer weiß, ob das dann funktioniert. Haben halt alle schon ein paar Jährchen auf dem Buckel.


    Hat vielleicht von euch noch jemand eine Idee?

    Gruß Thomas

  • Ab und an kommt auch ein Software Failure mit Error 8000 0004 und Task 4000BD70 (wenn ich mich nicht verlesen habe).

    Kommt das direkt nach dem Kaltstart vor, oder muß der Amiga da eine Weile gelaufen sein? Sprich eine gewisse Temperatur haben. Speziell die Turbokarte. Ich denke zu 80% ist die ACA1233 defekt. Hast du da Garantie drauf? Error 8000 0004 hat was mit dem FastRAM zu tun.

  • Das kommt direkt nach dem Einschalten. Wenn es jetzt die Turbokarte sein sollte, beiß ich mir gleich sonst wohin. Habe sie mir gebraucht gekauft. Neu war sie leider bei icomp nicht mehr zu kaufen. Der Preis war für mich ok. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich lieber die ACA1221lc genommen. Aber das mehr an RAM war für mich ausschlaggebend. Ich werde mal bei icomp anfragen, ob das Teil vielleicht dort mal geprüft werden kann. Ob Garantie noch drauf ist, weiß ich leider nicht.

  • Es besteht immer noch die Hoffnung, dass es vlt. doch das Netzteil ist. Hast du keinen Kollegen, wo du die Karte mal testen kannst oder ein NT leihen kannst?

  • Momentan habe ich leider keinen im Bekanntenkreis, der einen A1200 hätte, wo ich die Karte testen könnte. Ich habe aber jetzt jemanden online gefunden, der noch ein 4,3A NOS Netzteil hat, welches ich nun kaufen werde. Damit kann ich die Karte nochmals testen.

    Des Weiteren habe ich bei icomp im Forum einen Thread gestartet, und Jens Schönfeld hat mir bereits geantwortet. Er meint auch, es sei das Netzteil. Es kann aber auch bei dem NOS Netzteil sein, das auch hier die Kondensatoren im Eimer sind. Es sollte das alte Netzteil mit neuen Kondensatoren bestückt und korrekt eingestellt werden. Dies ist aber eine Aufgabe für einen Radio- und Fernsehtechniker, der sich mit sowas auskennt und auch das entsprechende Equipment besitzt. Hier habe ich aber keinen im Bekanntenkreis.

    Auch kann es der CF-Adapter oder das IDE-Kabel sein, welches die Probleme verursacht. Das muss ich aber erst noch testen.

    Ich kann ja hier im Forum ober bei A1K mal eine Anfrage starten, ob es jemanden gibt, der ein Amiga-Netzteil entsprechend "reparieren" / "upgraden" kann.

    Super wäre auch ein komplett neues Netzteil, welches ja irgendwann auch bei icomp zu kaufen gibt. Aber so lange möchte ich nicht warten, da der Rechner nur darauf wartet, genutzt zu werden. Aber mit einem Standard-A1200 kann man halt nicht wirklich viel anfangen.

  • Um den CF Adapter auszuschließen einfach von Diskette eine WB starten. Adapter halt ab stöpseln. Aber ich denke dann wäre das Problem auch ohne Turbokarte da.
    Ich drücke dir mal die Daumen, dass es das NT ist.

  • So, habe jetzt jemanden, der sich meinem Netzteil annimmt und es komplett überholt.

    Mal sehen, ob dann alles funktioniert. Ich halte euch auf dem Laufendem.

  • So, das Netzteil ist diese Woche aus der Reparatur / Überholung zurückgekommen und habe alles getestet. Soweit funktioniert alles einwandfrei. Auch sind einige Störungen von Ton und Bild behoben. Aber mein Problem mit der Turbokarte ist nach wie vor vorhanden.

    Am Netzteil kann es aber m. E. nach nicht liegen. Wenn der Rechner mit der Karte ca. 30 Minuten läuft, friert er immer wieder ein. Lässt man alles 1–2 Stunden abkühlen und startet den Rechner neu, läuft wieder alles normal bis wieder alles auf Betriebstemperatur ist. Hatte zwischenzeitlich noch weitere Netzteile getestet. Alles ohne Erfolg. Ohne ACA läuft der Rechner ohne Probleme.

    Ich werde die Turbokarte nächste Woche zur Überprüfung an icomp senden. Mal sehen, was dabei raus kommt.


    Gruß Thomas

  • So, gestern ist die ACA von icomp wieder zurück gekommen. Jetzt funktioniert alles.

    Fehler war, dass ein Pin am CPLD beschädigt war, der hatte nur sporadisch Kontakt.

    Bin froh, dass sie jetzt läuft.

  • Habe heute 3 Stunden mit dem Amiga etwas gearbeitet. Beim Einrichten der Workbench (Ordner und Icons anpassen) ist es wieder passiert: Das System friert ein.


    Jetzt soll ich lt. Jens mal die Spannung an der Stromversorgung des Diskettenlaufwerks testen. Meine Frage: Wie soll ich da am besten vorgehen?

  • So, jetzt habe ich das Netzteil gegen mein altes, schweres 2,5A A500 Netzteil getauscht, sobald das System eingefroren ist. Dann läuft alles einwandfrei. Sobald ich das überholte 4,5A wieder nehme, friert das System wieder ein. Aber nur, wenn das 4,5A Netzteil für 1 – 2 Stunden gelaufen und warm geworden ist.


    Werde mich mal an den Kollegen wenden, der das Teil überholt hat. Ich bin froh, wenn Jens endlich sein Netzteil auf den Markt bringt.

  • Also war die Turbokarte defekt und ein Problem mit dem 4,5A NT besteht auch. Das ist natürlich der Gau.

    Jetzt soll ich lt. Jens mal die Spannung an der Stromversorgung des Diskettenlaufwerks testen. Meine Frage: Wie soll ich da am besten vorgehen?

    Das bedeutet, dass er auch die Spannungsversorgung in Betracht zieht. Nimm ein Multimeter und prüfe die Stabilität von VCC am Floppy Stecker auf Schwankungen. (Linker pin 5V 2. 3. Pin sind Masse, der Rechte PIN 12V)