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64 Tuning Board

  • Ok, eigentlich geht es nur noch darum an welchen Video-Buchsen Pins des C64 die YPbPr Signale geroutet werden sollen.


    Ich vermute mal:


    Pin 1 (Luminace): Y

    Pin 4 (Video Out, Composite): Pb

    Pin 6 (Chrominance): Pr



    Denkbar wäre auch (YPbPr + durchgeschliffenes S-Video, Composite (Pin 4) fällt flach):


    Pin 1 (Luminace): Luminace

    Pin 2 (GND): GND

    Pin 3 (Audio Out): Audio Out

    Pin 4 (Video Out, Composite):Y

    Pin 5 (Audio In):Pb

    Pin 6 (Chrominanz): Chromninaz

    Pin 7 (N/A): Stereo SID Out

    Pin 8 (N/A):Pr


    Wahrscheinlich mache ich dann auch gleich noch eine 2. Modulator Platine, mit der alten S-Video-Schaltung. So kann man dann einfach eine andere Modulator-Platine "stecken".


    Die große Frage ist dann... sollen auf dem Tuning-Board die Modulator-Bauteile verschwinden, und nur die Modulator-Connectoren bleiben, oder nicht? Stören tun die Löcher nicht auf der Platine :-)

  • Ich schreib heute Abend was zusammen, bin jetzt schon in der Arbeit. Sorry für die Verwirrung, klang für mich so als würdest Du schon mehr über das FPGA-Board wissen als ich.

    Ich hatte die Anleitung sowie die Schaltung überflogen. Eigentlich dachte ich nur daran das Board in der Größte etwas zu reduzieren, also ein paar Stunden Schaltungsarbeit, fertig :-) Deshalb war internes Wissen nicht unbedingt notwendig.


    Als dann klar wurde der Platz reicht nicht, und irgendetwas weggelassen werden muss, war die Frage S-Video oder YPbPr (analoges RGB). Es sollte Y/C sein (S-VIDEO)... was aber nicht geht (nach dem ich mir mal die Schaltung genauer angesehen hatte) ;-)


    Mittlerweile ist mir vieles klarer. Cool wäre natürlich wenn man den FPGA Code so umschreiben würde, dass S-Video am Ende rauskommt, oder HDMI. YPbPr nützt nicht wirklich etwas, weil man dazu wiederum einen Fernseher haben muss der YPbPr kann (hat auch nicht jeder) oder wieder einen Zwischenadapter verwenden muss. S-Video ist zwar genauso rar, aber zumindest hat man ein standard S-Video-Kabel-Adapter für den C64 und einen extra Pin für einen Stereo-SID (Pin 7).

  • ich denke diese Schaltung sollte eigentlich alles tun, was wir uns so wünschen

    analog only

  • @dukestah das ist die Schaltung die 1:1 auf dem FPGA Board existiert.

    Die Y/C/Composite Signale gehen in den Amplifier (THS7316) und wieder raus.


    Könnte jemand der das FPGA Video Enhancement Board im Einsatz hat einmal nachmessen wieviel Strom die Platine zieht?


    Vor allem könnte jemand ein paar Vergleichsbilder vom S-Video posten (ohne FPGA Board, und mit). Dann könnte man mal sehen was der THS7316 leistet.



    Wenn das Tuning Prototype-Board da ist, werde ich mir in Ruhe die Video Signale ansehen von dem was auf dem Board bereits vorgesehen ist, und dann die eine oder andere Schaltung ausprobieren (auch die mit dem THS7316, dazu habe ich mir ein paar davon bestellt).


    Ich werde erstmal die Planungen an dem Beta Board vorantreiben. Das mit dem FPGA Board kommt danach, und wenn der PCB Hersteller wieder den Lötdienst für SMD-Bauteile anbietet. Bis dahin heißt es abwarten ;-)

  • Damit ich das FPGA Video Enhancement Board für das Tuning Board erst einmal zur Seite legen kann, habe ich noch die letzten kleinen Änderungen vorgenommen.


    C64 Video-Buchse (S-Video und Composite stehen mit dem FPGA Board dann nicht zur Verfügung):


    Pin 1 (Luminace): Y

    Pin 4 (Video Out, Composite): Pb

    Pin 6 (Chrominance): Pr


    Einen zusätzlichen externen Stecker braucht es also nicht, da alle Signale auf der C64 Video-Buchse liegen. Mit dem Jumper J1 (Scanlines) kann man die Scanlines im RGB Bild ein oder ausschalten.


    Da das Board OnTheFly steckbar ist, kann man schnell auch zu einem anderen Modulator-Board mit S-Video greifen (das baue ich noch :-) )


    Das FPGA Board hat eine Größe von 65x33mm




    Weiter geht es mit dem Tuning Board :-)

  • Wie versprochen hier mal mein Kenntnisstand/meine Sicht der Dinge...


    Disclaimer 1: Wenn ich nachfolgend etwas Negatives über den C64 schreibe, dann ist mir bewusst, dass das 40 Jahre nach dem Design etwas überheblich ist. Die eingefleischten Fans mögen mir das verzeihen.

    Disclaimer 2: Der C64 ist erst seit ca. 3 Monaten wieder mein Hobby und ich bin Informatiker, kein Elektroniker. Wenn etwas sachlich falsch ist, bitte einfach korrigieren.


    Das Video-Signal, das aus dem VIC kommt, ist aus heutiger Sicht ziemliche Grütze. Vermutlich war es auch gar kein Design-Ziel, ein NF-Signal auszugeben, das irgendeiner Norm entspricht, sondern vorrangig, ein brauchbares Eingangssignal für den HF-Modulator zu haben. Da ein analoges HF-Signal aus S/W- und Farbträger besteht, reichte also Y und C, und vermutlich sind auch die enthaltenen Sync-Anteile auf PAL/NTSC abgestimmt. Aus damaliger Sicht war es bestimmt auch (kosten-)vernünftig, das möglichst alles im IC unterzubringen, wenn da noch Platz war. Das grundsätzliche Problem heute ist jetzt aber, dass bereits aus dem IC Matsch kommt und es wohl prinzipiell unmöglich ist, diesen so aufzubereiten, dass etwas herauskommt, das irgendeiner Norm entspricht, die ein halbwegs aktueller TV unterstützt. Es gibt diverse Modulator-Replacements, die das Signal verbessern (teilweise scheinbar auch den Sync), aber normgerecht ist das dann trotzdem nicht. Insofern halte ich Kommentare wie "genau das braucht >man< und nicht mehr" für egoistisch - es gibt noch andere Wege als krampfhaft das Original-Analog-Signal verwenden zu wollen, und von "richtig" zu sprechen halte ich bei diesem Hobby allgemein für gewagt.


    Wir stehen jetzt also unabänderbar mit einem Video-Signal da, mit dem die meisten aktuellen TVs nicht zurechtkommen. Zu diesem Problem gibt es zwei Lösungswege:


    Viele verwenden ein Gerät, das das C64-Video-Signal eben doch akzeptiert:

    - Alte analoge Monitore/TVs (vielleicht sogar von Commodore...), die das alte Signal bedingt durch ihre Funktionsweise halt noch akzeptieren (Norm hin, Norm her) oder evtl. sogar noch einen PAL/NTSC-Empfänger drin haben

    - Neue Monitore/TVs, die das alte Signal mehr oder weniger zufällig unterstützen

    - A/D-Wandler mit HDMI-Ausgang, die entweder relativ teuer oder qualitativ relativ bescheiden sind.

    Für die Puristen, die darauf bestehen, dass ausschließlich Original-ICs das analoge Bild erzeugen müssen ist das sicherlich der "richtige" Weg.


    Der zweite Weg ist, dass man einen Teil des VICs nachbildet. Dazu reicht es, am System-Bus passiv mitzulauschen, sich VIC-Register und Video-RAM-Inhalt zu merken und dann selbst das Bild zu erzeugen. Und das macht z.B. das FPGA-Board. Gegenüber einer kompletten VIC-Nachbildung spart das immer noch eine Menge Arbeit (Takterzeugung, RAM-Refresh, Interrupt-Handling, Sprite-Collisions, ...). Evtl. ist das ganze dann nicht 100% kompatibel (d.h. man sieht dann ein kaputtes Bild), aber ich denke c0pperdragon hat das schon im Griff.


    Was ich nicht wusste, ist dass das FPGA-Board auch einen YC-Ausgang hat, der aber in der Funktionsweise einem einfachen Modulator-Ersatz entspricht. Und als dann jemand im Thread aufgebracht hat, dass das FPGA-Board auch YC hat, dachte ich, dass dieses ebenfalls vom FPGA erzeugt wird und habe deswegen geschrieben "klar, YC reicht auch". Aber wenn das nicht vom FPGA kommt, könnte man sich den FPGA auch gleich ganz sparen. Ich schau mal, ob ich c0pperdragon kontaktieren kann, ob er einen YC-Ausgang für den FPGA noch nachrüsten würde...


    PS: Der dritte Weg ist der von androSID reverse-engineerte VIC-Ersatz, bei dem statt YC etwas digitales rauskommt. :D

  • Das faßt es ganz gut zusammen.


    Wie auch immer, die aktuelle Lösung ist die, dass ich alles rausgeworfen habe was nicht unbedingt für YPbPr (RGB) notwendig war, und die Signale Y, Pb, Pr wurden auf die C64 Video-Buchse gelegt (kein externer zusätzlicher Stecker). Falls das FPGA Board irgendwann einmal S-Video generieren kann, dann mache ich einfach noch ein FPGA-Modulator-Board. Wahrscheinlich mache ich eh noch ein analoges Universal-Modulator-Board mit zig Optionen, einfach um mal alle Lösungen auf einem Modulator zu haben, und dann fröhlich hin- und her zu schalten ;-)


    Was an dem FPGA Modulator Board natürlich wunderbar ist, sind die fehlenden AEC/BA/PHI0 Streifen im Bild bei bestimmten VIC II Chips :-)

    Quote

    Ich schau mal, ob ich c0pperdragon kontaktieren kann, ob er einen YC-Ausgang für den FPGA noch nachrüsten würde...

    Du kannst ja mal nach HDMI Output Support fragen :whistling:

  • Wie auch immer, die aktuelle Lösung ist die, dass ich alles rausgeworfen habe was nicht unbedingt für YPbPr (RGB) notwendig war, und die Signale Y, Pb, Pr wurden auf die C64 Video-Buchse gelegt (kein externer zusätzlicher Stecker).

    Achso - das hatte ich gar nicht kapiert!! So isses ja quasi exakt meine Wunschlösung. :thumbsup:


    Ich denke die Frage nach HDMI verkneife ich mir besser. Das wird er selbst wissen und ich mache mich nur unbeliebt...

  • Nee, aber - Wandlung von Komponenten direkt nach RGB?

    Rechnerische Methode wie hier beschrieben: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/YUV-Farbmodell.html

  • Weiter geht es mit dem Tuning Board :-)

    Na dann mache ich weiter mit Ideen, die Dir Arbeit machen. ;)


    Irgendwer ( kinzi ??) im Forum hat mal herausgefunden, dass es beim 469er Board prinzipiell vorgesehen ist, mit einem einzigen EEPROM auszukommen. Ich glaube das war nur das setzen einer Brücke o.ä.. Kennst Du das zufällig? Ansonsten müsste ich mal suchen...

  • Irgendwer ( kinzi ??) im Forum hat mal herausgefunden, dass es beim 469er Board prinzipiell vorgesehen ist, mit einem einzigen EEPROM auszukommen.

    Ja, das wurde schon besprochen. Ich habe darauf meinen Einwand gebracht, dass 20K (8K + 8K + 4K) nicht so schön sind, da mit einem 256er Eprom (32K) keine Umschaltung mehr möglich ist. Denn dafür wären 40K notwendig. Also bräuchte es mindestens ein 512 Eprom. Was mir gerade auffällt ist, dass mit einem 512er Eprom (64K) 3 alternative Kernels schaltbar wären. Das wäre ok. Ich dachte mit einem 512er Eprom gehen nur 2 Kernels. Oder irre ich mich da? Denn ich denke 20K lassen sich von den Adressen nur schwer schalten... weil A15 (High/Low Addressbereich). Also mit einem 512 Eprom doch nur 2 Kernels?


    Aber auch so finde ich es irgendwie praktischer... denn wenn nur mal eine andere Schrift geschaltet werden soll, reicht eine Umschaltung des Character-Eproms. Hat auch was ;-)

  • Habe eben noch mal die Video-Schaltung auf einem Steckbrett getestet, die auf dem Tuning Board verbaut ist, und das Bild mit einem alten C64 407 Board verglichen, um Welten besser :-) Der Wow Effekt war da. Anders ausgedrückt "Crisp" ;-)


    Ich verwende den S-Video to HDMI Konverter:

    https://www.amazon.de/Tendak-Composite-S-Video-Konverter-Unterstützt-zu-HDMI/dp/B07F1SRXR4


    Jedoch sieht es so aus als wenn der Konverter nur 60Hz kann (obwohl in der Beschreibung steht das für PAL/NTSC geeigent), denn das Bild ruckelt mit einem PAL 8565 VIC II (Shadow of the Beast). Mit einem NTSC 8562 VIC II (8701 Ersatzschaltung mit PAL/NTSC Switch) scrollt alles Butterweich.


    Kann man den Konverter intern irgendwie dazu bewegen auf 50 Hz umzuschalten? Mein Dell LCD Monitor kann 50 Hz (mit Android Box ausprobiert).


    Ansonsten würde ich den hier kaufen:

    https://www.amazon.de/Ligawo-6…ler-Schwarz/dp/B00JLGPLAI


    Dieser Konverter hat extra einen Schalter für PAL/NTSC :-)


    Oder den hier:

    https://www.amazon.de/gp/produ…?smid=AZV1Z18ZCU603&psc=1


    Der soll PAL/NTSC können. Wahrscheinlich hilft nur ausprobieren ^^

  • und aufgrund des vsp bugs des vic könnte man sich das dram sparen und nur sram einsetzten 8o

    Das ist richtig, jedoch ich finde es besser, wenn man das und das kann :-) So hat man mehrere Optionen. Vor allem aber kann man auch mal vergleichen, und den Bug im Detail analysieren. Das funktioniert ohne DRAM nicht ;-)


    Und wie @i u s richtig anmerkt, betrifft das nicht jedes System.

  • Hier mal aktuelle News...


    Habe die Boards gestern bekommen und sofort das 1. Board teilbestückt, Spannungen an den Messpunkten sowie an jedem IC Sockel überprüft. Spannungen nach Jumper-Umstellungen überprüft (VIC II, SID).


    Power On: funktioniert, Einschaltbild ist da

    Easy Flash 3: funktioniert

    1541 Floppy: Funktioniert

    Tape: funktioniert nicht (muss mir mal die Pins anschauen, vielleicht muss der 2SD313 andersrum)


    Habe ein bisschen Gyruss gezockt, funktioniert einwandfrei.

    Giana Sisters habe ich auch kurz mal laufen lassen, auch keine Probleme.


    Störeinflüsse was das Gesamtsystem betrifft, wenn man Lasten auf der Netzleiste schaltet, konnte ich nicht feststellen. Läuft also soweit stabil.


    Tja, bin begeistert das alles soweit erst einmal funktioniert. Werde die Tage weitere Tests durchführen sowie SRAM ausprobieren. Auch den SID muss ich noch testen.


    System benötigt ca. 590mA bei 7.5V Eingangsspannung (~4,5 Watt).



    Aktuell warte ich noch auf die Verpackungen, die wohl Montag/Dienstag kommen werden. Dann gehen die Boards spätestens Mittwoch raus :-)