Joystick kaufen oder bauen?

Es gibt 19 Antworten in diesem Thema, welches 3.024 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (31. Januar 2020 um 00:29) ist von AW182.

  • Hi Jungs,

    Amgerade bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Joystick für den U64E.

    Rechner es sich noch einen aus den 80ern/90ern zu kaufen gegebenenfalls zu reparieren oder funktioniert auch ein Umbau des Speedlink CP einwandfrei?

    Ich su h zwei Joysticks, bin mir nur unsicher das über eBay und Co zu versuchen.

  • Ist halt immer Geschmackssache.

    Meine persönlichen Empfehlungen bei Standard-Joysticks wären "Competition Pro (irgendeines der 9Pin Modelle)", "Zipstick" oder "Suzo The Arcade".

    Und von den nicht standardisierten, dann halt die bekannten Arcade Marken wie Sanwa, Hori oder Seimitsu. Da muss man sich halt die Teile zusammenkaufen, oder schauen, ob man zu einem vernüntigen Preis einen kompletten mit Gehäuse irgendwo findet.

  • Dachte jetzt nicht dass es schon so schlimm ist mit der Seltenheit.

    Ich hatte früher den Competition Pro und einige QUICKSHOTs.

    Was anderes habe ich nie gesehen.

  • Von Atari gibt es auch Joysticks. Aber man kann sich auch selbst etwas bauen. Von der elektronischen Seite her ist das sogar sehr einfach. In einem normalen Joystick oder Joypad steckt nichts besonderes drin. Das kann man auch heute noch alles aus Standardbauteilen aufbauen.

  • Das Problem ist, dass aus dem Kunststoff der Original-Joysticks inzwischen sämtlicher Weichmacher verdampft ist - weswegen die Gehäuse spröde geworden sind und nicht mehr so viel aushalten wie früher. Auf den Gebrauchtkauf von Quickshots oder Quickjoys würde ich dementsprechend verzichten - die waren ja noch nie übermäßig haltbar oder stabil.

    Wenn Gebrauchtkauf, dann die damals schon stabiler gebauten Sticks mit Mikroschaltern (Competition Pro, The Arcade, Zipstick), und nach dem Kauf gleich alle Mikroschalter wechseln.

    Die Speedlink-Neuauflage ist ihr Geld nicht wert, das ist billig produzierter Schrott. Mit etwas Glück (beim Auseinanderschrauben und wieder zusammenbauen bricht nichts) hält ein gebrauchter Competition mit neuen Mikroschaltern deutlich mehr aus.

    Andere neue Joysticks mit brauchbarem Formfaktor sind mir gar keine bekannt, weswegen ich persönlich mir schon lange einen Joystick mit ordentlicher Arcade-Mechanik selbst bauen will.

  • Ich kann den Eigenbau-Joystick von edge-records sehr empfehlen:

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    Ich habe meinen gerade fertig gebaut. Ist zwar viel Arbeit, und auch anspruchsvoll, aber hinterher ist man umso stolzer auf sich.

    Und da hat man dann auch was, das hält. Da spielen noch die Enkel mit.

  • Da bin ich gerade auch dran.

    Wenn so ein Joystick 100% kompatibel ist und weder Lag't noch Übersteuert, dann wäre das für mich eine Option.

    Habt ihr folgende Möglichkeit msl ausprobiert?

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    Wäre interessant

  • Der Ultimate 64 hat doch DB9 Joystickports (wie der C64)?

    Dann kannst die Monsterjoysticks schon mal vergessen. Die brauchen USB.

    Der zweite Link zu dem Heise-Artikel ist das, was hier schon empfohlen wurde.

    Mit Direktanschluss an historische Computer und an USB.

    Macht halt mehr Mühe als einen Joystick zu kaufen.

  • Also..

    nachdem ich damals wie heute mit wechselhaftem Erfolg einige Modelle durchprobiert hatte, habe ich vom Fame des TAC-2 gehört. Mir ist dann einer in die Hände gefallen, und ich dachte erstmal, was für ein furchtbares Labberteil. Aber, wenn man innen die Kontaktflächen säubert und hauchdünn mit Vaseline bestreicht, ist das tatsächlich im C64-Bereich der am genausten zu steuernde Joystick, den ich je in der Hand hatte. Noch besser als der blaue Competition Pro, aber ganz anders. Die Konstruktion ist atemberaubend simpel, er prellt prinzipbedingt auch im Bereich der Kontaktauslösung, aber das ist völlig egal, damit komme ich jedenfalls bei Giana Sisters verläßlich unter dem Drachen durchgerannt, ohne Joystick oder Handgelenk zu zerstören. Hier würde ich also für 'Kaufen' plädieren, neu gibt es die aber nicht. Meinen habe ich billig in einem Haufen Schrottsticks mitgekauft..... und der war sogar mit Autofeuer nachgerüstet! :biggrin:

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    '°'°'°'°'°'°'°'°'°Oo.~>| BASIC programmers never die! They just GOSUB without RETURN! |<~.oO°'°'°'°'°'°'°'°'°'

  • Entschuldige...

    Aber der Monster Joystick hat die richtige Verbindungsmöglichkeit.

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    Der TAC-2 sieht gut aus.

    Aber 80 Euro bei Ebay ist für meine Verhältnisse extrem.

    Dann gebe ich das Geld lieber für einen Eigenbau aus.

    Aber ich wetteder TAC ist richtig gut.

    Einmal editiert, zuletzt von Florian82 (30. Januar 2020 um 18:53)

  • Bei den Monsterjoysticks ist die Deckplatte vergleichsweise dünn - gibt ein paar Reviews auf Youtube, wo man das gut sehen kann. Ich hab Leute gehört, die da etwas skeptisch waren - aber jemanden, der es tatsächlich ausprobiert hat, kenne ich nicht.

    Wenn Monsterjoysticks, dann die Variante mit Sanwa-Mechanik. Die ist zwar gut 20 Euro teurer - aber Sanwa ist das Feinste vom Feinen, was Joystick-Mechaniken angeht. Und du kannst es mit Nachkauf-Teilen weiter deinem Geschmack anpassen (maximaler Hebelweg, Form des "Knaufs"). Wenn das Gehäuse des Monsterjoysticks Nichts sein sollte, einfach nach Alternativen umsehen.

  • "Wenn das Gehäuse des Monsterjoysticks Nichts sein sollte, einfach nach Alternativen umsehen."

    Das ist eine gute Idee!

    Ich wusste nicht was Sanwa-Mechanik ist.

    Jetzt muss ich mir das genau anschauen.

  • Den "Suzo the Arcade" 9Pin-Joystick kann ich auch empfehlen. Lenkt sehr präzise und liegt gut in der Hand. Findet man aber auch nur noch gebraucht und ebenfalls zumeist nicht gerade billig. Andere Möglichkeit, "Florian82" - du holst dir zwei Sachen, einmal entweder einen "TOM" oder einen "RYS-MK II" USB-zu-9PIN Joystick-Adaper und dazu dann das neue Anniversary Modell des USB Competition Pro.

    Die alten Speedlink Modelle des USB Competition haben ein paar Schwachstellen, zu schwacher Sprengring, Feuerbuttons können nach unten durchgedrückt werden wenn's blöd kommt und man bisschen fest drückt in der Hektik, die Sache mit dem Input-Lag usw usw. Aber beim Anniversary Modell konnte ich bislang noch keinen dieser Schwachpunkte feststellen und ich hab meinen jetzt seit einem halben Jahr in intensiver Benutzung. Weiß nicht, ob da noch was kommt, aber bislang sieht's jedenfalls gut aus. Da scheint mehr verbessert worden zu sein, als nur die Sache mit dem Input-Lag. Nur die Feder ist etwas strammer als bei den alten USB Competition Pro Modellen. Das neue Modell lenkt sich eher wie die früheren "Competition Pro Star", während sich die alten USB Modelle eher wie die damaligen "Competition Pro 5000" lenkten. Aber man kann die Feder ja auch wechseln theoretisch, wenn einem das besser behagen sollte. Irgendein altes Competition Pro Modell oder Teile davon, wird ja fast jeder noch zuhause rumliegen haben, denke ich mal.

    Weiterer Vorteil dieser Variante mit dem Adapter und dem USB-Joystick - du kannst den Stick dann nebenbei auch noch am PC unter USB nutzen für die ganzen verschiedenen Emulatoren und da er vier verschieden beschaltete Buttons hat, kann man in den Emu's gut andere Funktionen auf die restlichen Buttons mappen, wie etwa SPACE, F-Tasten oder was auch immer. Ausserdem kannst du dann viele deiner USB Controller auch am U64 nutzen, sie müssen halt mit dem jeweiligen Adapter (TOM, RYS usw) kompatibel sein. Von all meinen USB Controllern funktioniert ungefähr die Hälfte mit meinem RYS MK-II dann auch an 9Pin Retro-Hardware.

  • Also, ich habe den Tom-Adapter, und auch den USB Competition Pro Extra (20 years anniversary edition).

    Am C64 lief die Kombination nicht. Der Tom ist aber nicht kaputt: Ein PC-Gamepad konnte ich damit einwandfrei betreiben...

  • Der TAC-2 sieht gut aus.

    Aber 80 Euro bei Ebay ist für meine Verhältnisse extrem.

    Das wäre mir auch deutlich zuviel gewesen.

    Aber tatsächlich zahlt sich hier Geduld und emsiges Auflauern in eBay sowie Kleinanzeigen aus.

    Irgendwann ist man gerade im richtigen Moment online, in dem jemand preiswert was Gammeliges anbietet,

    das man sich dann schön machen kann.

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  • Also, ich habe den Tom-Adapter, und auch den USB Competition Pro Extra (20 years anniversary edition).

    Am C64 lief die Kombination nicht. Der Tom ist aber nicht kaputt: Ein PC-Gamepad konnte ich damit einwandfrei betreiben...

    Das stimmt, da hatte ich im Moment gar nicht dran gedacht, dass die Kompatibilität zum neuen Anniversary Modell noch nicht integriert wurde. Wird aber vielleicht, oder hoffentlich, noch angepasst. Früher ging es schneller mit Firmware-Updates, sowohl beim TOM als auch beim RYS Adapter, so scheint mir?

    Auch mit dem "RYS MK-II" geht die neue Anniversary Version des Competition Pro noch nicht, die alte USB Version geht schon ewig damit. Aber dem Hersteller des RYS ist das bekannt, auch ich hatte schon vor Monaten mal eine Mail hingeschrieben zu "Retro-7bit" und nachgefragt zwecks Unterstützung der neuen USB Comp Pro Version.

    Dann hieß es: "die Firmware wird demnächst aktualisiert und dann geht auch die Anniversary Edition mit dem RYS". Bisher ist aber komischerweise noch nichts passiert in der Richtung und das war schon vor einem Vierteljahr. Keine Ahnung warum die da jetzt solange brauchen?

  • Hab eben denen von Retro 7-Bit nochmal ne Email wegen der Sache geschrieben. Mal sehen, ob Antwort kommt. Falls ja, berichte ich. WILLCOX, ich hab selbst keinen TOM Adapter, aber du könntest vielleicht mal den Hersteller des TOM darauf ansprechen per Email, bei Gelegenheit. Kann nie schaden, bisschen zu nerven mit irgendwas, dann kommt's meistens schneller. :)