Reine Kopfsache - 1541-II - Mitsumi D500 - Kopfdefekt

Es gibt 263 Antworten in diesem Thema, welches 43.787 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (22. Juli 2024 um 22:45) ist von banman.

  • So, ich muss sagen, der Ruudi versteht seine Sache. Er schrieb "rot und gelb tauschen, dann kann es wieder lesen". Und schau mal hier:

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    Und guck mal da:

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    Ich vermute mal, dass ich nicht mehr schreiben kann...

    C64C mit 8580, C64 mit 6581 und C64G mit ARMSID,

    C16, VC20, PET3016+32K, 3x1541, 2x1541-II, Pi1541, Philips CM8833-II, 1084S

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    Naja, du schaltest die "Erase Coil" damit so, dass sie die untere Hälfte der "R/W Coil" ersetzt, die durch den Verlust des roten Drahtes unbrauchbar wurde.

    Damit fehlt dir aber die Löschmöglichkeit. Da schreibst du dann halt nichts mehr.

  • Ja genau. Aber wenn der Kollege nur alte Disketten sichten will, mal ab und an ein Spiel (ohne Saves) oder Demos schauen... dann wäre das ja schon mal möglich. Ansonsten muss er das Geld für nen Kopf investieren...

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  • Ja genau. Aber wenn der Kollege nur alte Disketten sichten will, mal ab und an ein Spiel (ohne Saves) oder Demos schauen... dann wäre das ja schon mal möglich. Ansonsten muss er das Geld für nen Kopf investieren...

    Der R/W-Kopf wird dadurch asymmetrisch, der Widerstand der "Erase Coil" ist zu klein. Ob das der Kopf und die Elektronik auf Dauer mitmachen, müsste man mal genau durchüberlegen.

    Aber ja, wenn man nix zu verlieren hat ...

  • Ja genau. Aber wenn der Kollege nur alte Disketten sichten will, mal ab und an ein Spiel (ohne Saves) oder Demos schauen... dann wäre das ja schon mal möglich. Ansonsten muss er das Geld für nen Kopf investieren...

    Der R/W-Kopf wird dadurch asymmetrisch, der Widerstand der "Erase Coil" ist zu klein. Ob das der Kopf und die Elektronik auf Dauer mitmachen, müsste man mal genau durchüberlegen.

    Aber ja, wenn man nix zu verlieren hat ...

    Karpott ist es ja schon!

    Wenn das kein Problem wäre hätte ich mich sonst gefragt ob man nicht eine Schaltung bauen kann, die dynamisch umverdrahtet, je nachdem ob RW oder Erase Coil angesprochen wird...

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  • Das Problem wird sein, so niederohmige Schalter zu finden.

    Sind Transistoren zu hochohmig? (Bin nur Informatiker, kein Etechniker)

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  • Ob das der Kopf und die Elektronik auf Dauer mitmachen, müsste man mal genau durchüberlegen.

    Im Lesebetrieb ist das absolut unkritisch, denn dort wirkt der Kopf ja als SignalQUELLE und ob die nun symmetrisch ist oder nicht, das macht der Elektronik nun überhaupt nix aus, zu Überspannungen kommt es dadurch sicher nicht, aber selbst da wäre durch die relativ hochohmige Auslegung des Eingangs einiges verkraftbar.

    Der Spule selbst schadet es sicher auch nicht, zudem ist der Kopf ja defakto eh schon defekt, aber es gibt auch physikalisch/elektrisch keinen Grund für die Annahme, das es den Verfall beschleunigen könnte.

    Was man allerdings UNBEDINGT vermeiden sollte, sind jegliche Schreibzugriffe, d.h. sollte man den Schreibschutzschalter manipulieren, allerdings in genau der anderen Richtung, wie früher üblich, nämlich auf dauerhaften Schreibschutz. (was auch einfacher geht, z.b. schwarzer Aufkleber über Empfangsseite im LW kleben)

    Dann kann auch ein in Spielen ab und an vorhandener Schreibzugriff, z.b zum Speichern von Zwischenständen, Highscores oder Ähnlichem hier nix anstellen (da fehlerhafte Schreibzugriffe (insb. aufs Directory!) die DISK unlesbar machen können!!!)

    Insgesamt war mein Beitrag aber eher als Warnung gedacht, das es Zeitgenossen geben könnte, die - auf diesen Trick könnte JEDER Elektroniker kommen, insbesondere aber (Amateur-)funker, die mit Baluns, Induktivitäten und dergleichen vertraut sind - derart geflickte Floppies zum Kauf anbieten, man also auf jeden Fall als Test mal ne Disk formatieren sollte, wenn das klappt, geht in der Regel auch der Rest, am Kopf jedenfalls liegt es dann nicht mehr und andere Schäden sind in der Regel behebbar.

    Ich hatte damals gezögert (wie man nachlesen kann!), das überhaupt zu veröffentlichen, weil das natürlich dazu führen könnte, das Leute überhaupt erst auf diese Idee kommen, allerdings hat man mich hier "überredet" und zu dieser Zeit waren auch funktionstüchtige 1541, insb. die "guten" 1541-II auch für unter 20 EUR auf ebay und vermutlich noch weniger anderswo zu bekommen, d.h. der Anreiz hier zu beshicen recht gering.

    Wer nur mal schnell mit PC-Kabel etc. ein paar alte Disketten retten oder auch nur am C64 "einsehen" will, dem wäre mit der Lösung aber sicherlich geholfen, WERTVOLLE d.h. seltene oder gar Disketten, die eigenprogrammierte Sachen oder eigene DATEN enthalten, würde ich aber auf KEINEN Fall mit dieser Lösung einlesen, da eben jeglicher versehentlicher Schreibzugriff zum -ohne weitere Hilfsmittel- kompletten Datenverlust führen könnte!

  • So, ich muss sagen, der Ruudi versteht seine Sache. Er schrieb "rot und gelb tauschen, dann kann es wieder lesen". Und schau mal hier:

    DANKE! :saint:

    Wenn das kein Problem wäre hätte ich mich sonst gefragt ob man nicht eine Schaltung bauen kann, die dynamisch umverdrahtet, je nachdem ob RW oder Erase Coil angesprochen wird...

    Ich befürchte, das die Zugriffe beim Schreiben/Formatieren gleichzeitig stattfinden, aber das müsste Jemand beantworten, der sich mit der Funktion der Floppy im Detail auskennt.

    OT: Beim Kassettenrecorder ist es defakto so, aber dort liegt der Löschkopf ja auch (aus Sicht des Bands) VOR dem R/W-Kopf, hier in der Floppy ist es eine Einheit, allerdings ist der Magnetspalt, d.h. die Wirkung beim Löschkopf ZWISCHEN den Spuren, aber wirkt natürlich auch auf die Spur dazwischen.

    Meine damaligen Schreibversuche gingen jedenfalls ALLESAMT daneben und hatten auch meist fatale Wirkung auf die bisher gespeicherten Daten, da eben damit die Daten auch neben der Spur landen, resp. räumlich falsch magnetisiert werden, von der Asymmetrie ganz zu schweigen...

    Transistoren wären hier im Speziellen für genannten "Hack" eher ungeeignet, da diese ja auch voll durchgeschaltet ca. 0,7V "abknabbern" vom Nutzsignal, für so was nimmt man MOSFETs, die gibt es auch optisch gekoppelt als sog. SSRs/PhotoMos, d.h. potentialfrei schaltbar, also fast wie ein Relais, nur deutlich schneller und verschleissärmer :wink:

  • Das Problem wird sein, so niederohmige Schalter zu finden.

    Sind Transistoren zu hochohmig? (Bin nur Informatiker, kein Etechniker)

    MOSFETs gibt es in sehr niederohmigen Ausführungen, die normalerweise als Schalter bei hohen Strömen verwendet werden um die Verlustleistung gering zu halten. Bei denen liegt der Rdson im sehr kleinen einstelligen mOhm-Bereich.

  • Wenn es möglich wäre auf einen speziellen Löschkopf zu verzichten, hätte Comodore das vermutlich gemacht. Immerhin wurde an jeder möglichen Stelle gespart. Generell wäre das für die Hersteller jedes Disk Laufwerks eine super Einsparung gewesen. Immerhin war das für viele Jahre in jedem PC und anderen Computern die wichtigste Peripherie. Da wären, durch Einsparungen am Kopf, viele Millionen drin gewesen.

    Also ist das sicher ein cooler Trick im Notfall, aber keinesfalls eine Lösung.

    Auf lange Sicht wird es keine Teile mehr geben um ein mitsumi-Laufwerk zu retten. Jetzt gibt es new old stock, noch...

  • Wenn es möglich wäre auf einen speziellen Löschkopf zu verzichten, hätte Comodore das vermutlich gemacht. Immerhin wurde an jeder möglichen Stelle gespart. Generell wäre das für die Hersteller jedes Disk Laufwerks eine super Einsparung gewesen. Immerhin war das für viele Jahre in jedem PC und anderen Computern die wichtigste Peripherie. Da wären, durch Einsparungen am Kopf, viele Millionen drin gewesen.

    Also ist das sicher ein cooler Trick im Notfall, aber keinesfalls eine Lösung.

    Auf lange Sicht wird es keine Teile mehr geben um ein mitsumi-Laufwerk zu retten. Jetzt gibt es new old stock, noch...

    Es kann aber auch sein, dass eine Spule mehr günstiger ist, als sich mit zusätzlichen Bauelementen eine trickreiche Umschaltmöglichkeit zu überlegen. Heute kann das anders aussehen, da die Ersatzteile teurer sind und anderer Mehrwaufwand weniger ins Gewicht fallen könnte. Das gilt aber im Allgemeinen.

  • Auf lange Sicht wird es keine Teile mehr geben um ein mitsumi-Laufwerk zu retten. Jetzt gibt es new old stock, noch...

    Ach wer weiß ob nicht doch irgendjemand eine Kopf-Manufaktur aufmacht. :) Ist zwar Mikro-Feinmechanik, aber keine Raketenwissenschaft. Ein Sowjetisches Bastlermagazin aus den 50ern hat damals wohl auch Anleitungen veröffentlicht wie man sich seinen eigenen Tonbandkopf baut. Ja, das ist eine Größenordnung simpler, und immer noch knifflig, aber ich denke das ist alles nicht komplett unmöglich, nur sehr, sehr schwierig. :biggrin:

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  • Im Lesebetrieb ist das absolut unkritisch, denn dort wirkt der Kopf ja als SignalQUELLE und ob die nun symmetrisch ist oder nicht, das macht der Elektronik nun überhaupt nix aus,

    Da hast du natürlich absolut recht. Ich war schon wieder beim Punkt, wo Strom aktiv durch den Kopf fließt, also beim Schreiben.

    Transistoren wären hier im Speziellen für genannten "Hack" eher ungeeignet, da diese ja auch voll durchgeschaltet ca. 0,7V "abknabbern" vom Nutzsignal, für so was nimmt man MOSFETs, die gibt es auch optisch gekoppelt als sog. SSRs/PhotoMos, d.h. potentialfrei schaltbar, also fast wie ein Relais, nur deutlich schneller und verschleissärmer :wink:

    Eigentlich ist es UCEsat, und die ist nur 0,2 ... 0,3 V bei Bipolartransistoren. Aber ob man hier den Transistor voll in die Sättigung treiben will, ist frsglich; dann dauert das Umschalten "ewig".

    MOSFETs gibt es in sehr niederohmigen Ausführungen, die normalerweise als Schalter bei hohen Strömen verwendet werden um die Verlustleistung gering zu halten. Bei denen liegt der Rdson im sehr kleinen einstelligen mOhm-Bereich.

    Da sind dann aber meist auch wieder größere Bauformen.

    Die integrierten MOSFET in den 4066 z. B. haben ca. 150 Ohm rDSon (WIMRE), und das ist hier definitiv zu viel. Ein BS170 hat typ. 2 Ohm, das wären hier 20% des Kopfwiderstandes.

  • Auf lange Sicht wird es keine Teile mehr geben um ein mitsumi-Laufwerk zu retten. Jetzt gibt es new old stock, noch...

    Ach wer weiß ob nicht doch irgendjemand eine Kopf-Manufaktur aufmacht. :) Ist zwar Mikro-Feinmechanik, aber keine Raketenwissenschaft. Ein Sowjetisches Bastlermagazin aus den 50ern hat damals wohl auch Anleitungen veröffentlicht wie man sich seinen eigenen Tonbandkopf baut. Ja, das ist eine Größenordnung simpler, und immer noch knifflig, aber ich denke das ist alles nicht komplett unmöglich, nur sehr, sehr schwierig. :biggrin:

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    :thumbup: Cool, wenn das geht, kann sicherlich jemand auch das andere.

  • Naja, wie gesagt ich denke ein Floppykopf ist eine Größenordnung schwieriger. Ist einfach auch viel kleiner. Aber in der Nachkriegszeit haben wohl etliche Bastler sich ihre Tonköpfe selber gebaut.

    C64C mit 8580, C64 mit 6581 und C64G mit ARMSID,

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  • Da sind dann aber meist auch wieder größere Bauformen.

    Na ja, den meisten werden die heutigen Bauformen eher zu klein sein, 10mOhm mit 20V Spannungsfestigkeit gibt es z.b. bis runter zu 0603 (!) "Sandkorn", hier im Forum herrscht ja manchmal richtiggehend SMD-Phobie...

    OT: wobei das, wenn es historisch begründet wird schlicht falsch ist, die SMD-Bauformen wurden bereits in den 1960ern genormt (fürs Militär und industrielle Großrechner) und sind somit teils sogar älter als die DILs, jedenfalls aber nicht deutlich jünger. Auch die Quad-Packages "QFP" etc. waren schon zur Zeit des C64 etabliert, nur eben nicht im europäisch geprägten Consumerbereich...

    Hier der Link zum 0603 großen Mosfet: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Aber egal ob N- oder P-Mosfet: damit hängt man sich ansteuerungstechnisch an einen Pegel und muss dann über Spule und Gatetreiber arbeiten, wenn das wie hier beim Kopf "floatend" ist. Daher mein Tipp, PhotoMOS zu nehmen, sind auch nicht extrem teuer und gibt es als DIL6 oder DIL8, d.h. gut bearbeitbar auch in unserem Alter und ohne 3D-Mikroskopie-Löt-Platz ...

    Stellt sich eben nur die Frage, ob die Floppy-Firmware wirklich zunächst (min.) einen Sektor löscht und dann erst schreibt, oder wie beim Tonband einfach mit überlagerter resp. auf den Löschkopf wirkender HF-"Bias" Beides in einem Durchgang macht. Wenn das sequenziell erfolgt, könnte man aus dem Löschstrom das Schaltsignal zum Umschalten generieren, das dürfte schnell genug gehen, um nichts zu versaubeuteln... Allerdings bleibt das Problem, das dann immer noch -wie u.a. von kinzi schon richtig dargestellt, die Symmetrie wie auch die mechanische Magnetisierungsrichtung bei einer Halbwelle unpassend ist.

    Auch dafür gibt es eine Lösung, die ich nun schon seit 2 Jahren auch bei mir verbaut habe, aber noch nicht veröffentlich habe, da ich nicht dazu gekommen bin, einen Dauertest dafür zu etablieren. Das Stichwort für Interessierte heißt "Balun", damit wäre das Thema Symmetrie und mech. Ausrichtung vom Tisch und der Löschkopf wieder frei für seine eigentlichen Aufgaben...

    Natürlich kann man auch elektronisch die Richtung umschalten im Sinne einer Vollbrücke und mit der einen Kopfhälfte (hier sogar egal welcher, auch eine (sehr selten vorkommende) abgerissene Mittelanzapfung -bei Durchgang durch den ganzen Kopf- wäre dann kein Problem mehr...) beim SCHREIBEN dann wieder vollständig arbeiten.

    Allerdings wird die Ansteuerung dieser Vollbrücke im Lesebetrieb sehr komplex werden, daher eben besser BALUN und eventuell Anpassung von Schreibstrom und/oder Leseverstärkung.

  • Kann man ja alles heutzutage fertig montiert bei JLC und Co kaufen… wenn man Heißluft hat ist SMD auch kein so großes Problem und oft deutlich schneller montiert als Durchloch.

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