Reine Kopfsache - 1541-II - Mitsumi D500 - Kopfdefekt

Es gibt 263 Antworten in diesem Thema, welches 43.466 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (22. Juli 2024 um 22:45) ist von banman.

  • Hmm, ich will nicht stänkern, aber es ist schon sehr interessant, dass gerade Capstan, der sich heute über meine angebliche "Geheimniskrämerei" in einem sehr ähnlichen Thema aufgeregt hat, hier nur einen "Teaser" in Form von 2 Fotos einstellt, aber die Nachfragen -interessanterweise ebenso des gleichen Users wie bei mir- NICHT beantwortete, nichtmal ein ja oder nein zu dessen Vermutung abgab...

    "Kleines Welt"-Syndrom oder wie nun?

  • Ich glaube nur die Blende ist vom Chinon FR-502, das eigentlich Laufwerk ist dann von einer 1541-II ("Samkyo" Chinon FZ-501M)

    (das Chinon FR-502 ist ein 360k-DD-Laufwerk, hat also 2 Schreib/Leseköpfe, oben/unten)

    ob er dass dann mit der Plaine der 1541-II betreibt, oder aber mit der 1541C-Platine sieht man nicht, könnte beides sein.

    Diese Frage(n) hat Ezeyer schon treffend beantwortet.

    Man kann das Ganze mit allen Platinen betreiben, welche ein Mitsumi D500 steuer(n)-ten.

  • Hmm ... ich muss diesen Thread mal hochholen, denn mir ist etwas sehr Interessantes aufgefallen. Dazu vorab mal eine Frage:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Dieses Bild stammt aus dem Service-Manual der 1541. Weder sind die Pins durchnummeriert noch irgendwelche Werte angegeben, ABER: Kann es sein, dass die Schreiblesespule (R/W-Coil) unsymmetrisch ist? Oder ist das nur ein Darstellungsfehler?

    Ich habe mal eine JPN Corp. DS-50F, die gerade offen herumlag gemessen:

    R/W1 gegen COM = 10,4 / 10,0 Ohm

    R/W2 gegen COM = 9,8 / 9,8 Ohm

    Jeweils in beide Richtungen gemessen mit dem Multimeter. Die Angabe von Zehntelohm ist vermutlich relativ sinnfrei, da Kontaktwiderstände usw. und die Messgenauigkeit des Multimeters (letztes Digit) reinspielen. Ich würde mal sagen: Nein, die sind gleich.

    Hat da jemand andere Erfahrungen?

  • Es fällt auf, daß die Ummantelung des funktionierenden (?) Löschkopfes noch schön glänzt, während die Ummantelung der defekten Schreib-Lesespule sehr grün / oxidiert ist.

    Der für solchen Draht verwendete Lack ist in verschiedenen Farben zu bekommen, unter anderem auch in grün.

  • Dieses Bild stammt aus dem Service-Manual der 1541. Weder sind die Pins durchnummeriert noch irgendwelche Werte angegeben, ABER: Kann es sein, dass die Schreiblesespule (R/W-Coil) unsymmetrisch ist? Oder ist das nur ein Darstellungsfehler?

    Mit einer ohmschen Messung lässt sich das meines Erachtens nach nicht sinnvoll nachweisen oder widerlegen, zu eng liegen die Werte hier und werden auch je nach Messgerät und Umgebung noch verfälscht.

    Bei den Messungen, die ich im Rahmen meiner Recherchen im Januar/Februar gemacht habe, hatte ich bei rein ohmschen Messungen starke Exemplarstreuungen und driftende Absolutwerte zu verzeichnen und habe dann auch mal Mess-Strom und -Spannung meines Ohmmeters nachgemessen, um auszuschliessen, dass sich die Spule durch die Messung erwärmen und möglicherweise sogar an Engstellen, wie sie durch Vibration, thermische Spannungen und Oxidation entstehen könnten, bei der Messung selbst durchbrennen könnte.

    Ich bin daraufhin auf eine Messung mit einem recht günstigen, aber brauchbaren Hand-LCR-Meter umgestiegen (U1733C von Keysight/Agilent) und habe bei 1KHz, 10KHz, 100KHz und abschliessend mit einem alten HP-HighEnd-LCR (HP 4271A) auch bei 1Mhz mal gemessen.

    Beide gehören zu meinen Aktiven Geräten und werden regelmäßig - LCRs generell extern- kalibriert, da ich diese auch beruflich einsetze.

    Die Exemplarstreuungen in absoluten Werten blieben dominant, aber waren auf beiden Spulen-Hälften zu sehen, d.h. keine "geplante" Asymmetrie.

    Zudem stellte ich fest, dass kurz vorangegangene ohmsche Messungen zu einer magnetischen Remanenz geführt hatten, d.h. änderte sich der dann mit Wechselstrom gemessene Wert die ersten Sekunden lang, was bei länger stromlos gelagerten Köpfen so nicht zu sehen war.

    Eine gewollte Asymmetrie kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, da die Ansteuerung symmetrisch erfolgt und somit keine sich z.b. durch PNP vs. NPN ergebenden Unterschiede ausgeglichen werden müssen. Welchen Sinn sollte das haben, es würde das Bestreben, mit der Kodierung im Mittel ein DC-freies Signal zu erzeugen konterkarieren und die Kopfspule leichter in die Sättigung schicken, was unbedingt zu vermeiden ist, da es teilweise Löschvorgänge im "Überflug" zur Folge hätte!

    Speziell bei den D500 Mitsumi Köpfen resp. deren Spulen, die ich mir unter dem Mikroskop angesehen hatte, kann ich aber sagen, dass diese verdrillt gewickelt sind, d.h. sich die Symmetrie dadurch automatisch ergibt. Sieht man am Mittelabgriff, dort kommen die unterschiedlich gefärbt (dunkelgrün vs rot-orange=farblos) lackierten Drähte verdrillt an und die oberste Lage sieht -durch die Vergussmasse hindurch- auch verdrillt aus, das würde fertigungstechnisch wie physikalisch ja auch Sinn machen...

    Und: JA, ich weiß, ich schulde hier noch schöne Fotos, aber mit meinem brillentauglichen Mantis-Stereomikroskop ging das nicht so wie ich wollte und in die Firma kam ich corona-bedingt die letzten Monate nur recht wenig und dann mit vollem Kalender nur...

  • Interessante Frage, warum man das so gezeichnet hat. Es legt deine Vermutung ja nahe. Aber dann hätte ich dein Meßergebnis genau andersherum erwartet. Also COM gegen RW2 mit höherem ohmschen Widerstand, da mehr Windungen.

  • Dieses Bild stammt aus dem Service-Manual der 1541. Weder sind die Pins durchnummeriert noch irgendwelche Werte angegeben, ABER: Kann es sein, dass die Schreiblesespule (R/W-Coil) unsymmetrisch ist? Oder ist das nur ein Darstellungsfehler?

    Ich denke schon, dass alle Spulen verschieden sind und die Darstellung schon auch so gewollt ist.

    Vielleicht hat das was mit den "Halftracks" zu tun ...

  • Interessante Frage, warum man das so gezeichnet hat. Es legt deine Vermutung ja nahe. Aber dann hätte ich dein Meßergebnis genau andersherum erwartet. Also COM gegen RW2 mit höherem ohmschen Widerstand, da mehr Windungen.

    Na ja, da keine Pin-Nummern angeführt sind, ist es schwierig sicherzustellen, was RW1 ist ...

    Grund meiner Frage: Die 1541-II und die 1571@C128DCR verwenden beide den Sony CX-20185 R/W-Amp. Aber beim Stecker für den Kopf wurde offenbar das Pinout verdreht (RW1 und RW2 vertauscht). Das brachte mich auf die Idee, dass es vielleicht eine (gewollte und/oder erforderliche) Asymmetrie im Kopf gibt/geben muss.

    Wenn nun weiters bei manchen Mechaniken die beiden Anschlüsse bei der Kabelkonfektion (irrtümlich) vertauscht wurden, wäre das eine Idee, warum manche Köpfe sterben und manche nicht. Dagegen sprichtr, dass die Ansteuerung aus dem R/W-Amp symmetrisch zu sein scheint laut Datenblatt.

    Aber was weiß ich ... man muss ja in alle Richtungen denken, und seien es noch solche Sackgassen ... ^^

  • Ich glaube trotzdem eher an eine Art Korrosion, da das Kopfsterben erst Jahrzehnte später auftritt und alle 3 Spulen (RW1/RW2/EH) betroffen sind...

  • Ich glaube trotzdem eher an eine Art Korrosion, da das Kopfsterben erst Jahrzehnte später auftritt und alle 3 Spulen (RW1/RW2/EH) betroffen sind...

    Ich schon auch, nur sollte man wie gesagt alle Möglichkeiten mal andenken. Wenn sich's dann als Nonsens rausstellt - auch prima, dann ist das ausgeschlossen. ^^

  • Ich glaube trotzdem eher an eine Art Korrosion, da das Kopfsterben erst Jahrzehnte später auftritt und alle 3 Spulen (RW1/RW2/EH) betroffen sind...

    Schon mal wirklich Jemand einen Kopf mit ausschliesslich defekter Löschspule gehabt?

    Hab ja nun einige zugesandt bekommen und auch einige zusammengekauft auf ebay, aber zu rund 80% war die eine Hälfte der R/W-Spule betroffen, in allen anderen Fällen die andere Hälfte, die aber offensichtlich bei den 1571 wiederum häufiger ausfällt.

    Hatte bislang weder defekte Löschspulen noch Spulen mit hochohmiger Mittelanzapfung.

    Wer so was bei sich rumliegen hat: wäre sehr interessant, die zu zerlegen und zu sehen, wo genau der Defekt dann sitzt.

    Bei den o.g. Spulen war es -bei den mir vorliegenden Exemplaren- IMMER im sichtbaren Bereich, entweder knapp ausserhalb der Vergussmaße oder direkt am Anschluss.

  • Hab hier ein Laufwerk, bei dem die Spule mit dem roten Kabel noch intakt ist und der Rest offen!

    Hatten alle deine Exemplare eine Vergussmasse (Silikon)? Oder gab es auch welche ohne Vergussmasse, wo die Spulen freilagen?

  • Interessante Frage, warum man das so gezeichnet hat. Es legt deine Vermutung ja nahe. Aber dann hätte ich dein Meßergebnis genau andersherum erwartet. Also COM gegen RW2 mit höherem ohmschen Widerstand, da mehr Windungen.

    Na ja, da keine Pin-Nummern angeführt sind, ist es schwierig sicherzustellen, was RW1 ist ...

    Grund meiner Frage: Die 1541-II und die 1571@C128DCR verwenden beide den Sony CX-20185 R/W-Amp. Aber beim Stecker für den Kopf wurde offenbar das Pinout verdreht (RW1 und RW2 vertauscht). Das brachte mich auf die Idee, dass es vielleicht eine (gewollte und/oder erforderliche) Asymmetrie im Kopf gibt/geben muss.

    Wenn nun weiters bei manchen Mechaniken die beiden Anschlüsse bei der Kabelkonfektion (irrtümlich) vertauscht wurden, wäre das eine Idee, warum manche Köpfe sterben und manche nicht. Dagegen sprichtr, dass die Ansteuerung aus dem R/W-Amp symmetrisch zu sein scheint laut Datenblatt.

    Aber was weiß ich ... man muss ja in alle Richtungen denken, und seien es noch solche Sackgassen ... ^^

    Kinzi, alles gut. Ich finde deine Überlegung gut.

    Und ICH habe mal wieder gelernt, daß ich noch genauer lesen sollte. Hab deinen Post mehrfach gelesen, ob ich vielleicht falschrum denke. Dabei habe ich vollkommen überlesen, daß die Pins nicht nummeriert sind. Asche auf mein Haupt. :Peace:bia

  • Capstan : Ja, die waren alle vergossen, allerdings unterschiedlich hoch, mal sah die Spule fast noch raus, mal bis oben hin.

    Interessanterweise habe ich aber einige noch voll funktionstüchtige, die NICHT vergossen sind!

  • Schade dass die 1541 keine Aufzeichnung der Betriebsstunden macht.

    Sonst könnte man das auch in die Überlegungen statistisch einfließen lassen.


    Ich hatte ein interessantes Gespräch mit einem Liebhaber alter Tonbänder.

    Er sagt die Betriebsstunden kann man deutlich am Kopf ablesen.

    Die Köpfe sind "abgeschliffen".

    Und tatsächlich, die Tonköpfe sind vom Band abgeschliffen, es ist deutlich erkennbar auch ohne Hilfsmittel und auch für jemanden wie mich deutlich sichtbar.


    Allerdings scheint dieses Phänomen nur bei Tonbandköpfe aufzutreten.

    In keinem meiner Floppy Laufwerke sieht man da was an den Köpfen.

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  • Und tatsächlich, die Tonköpfe sind vom Band abgeschliffen, es ist deutlich erkennbar auch ohne Hilfsmittel

    Richtig, habe ich auch schon gesehen. Dies kann man bei feststehenden Bolzen, z.B. im Videorekorder, ebenso feststellen - nach soundsovielen Betriebsstunden...

    In keinem meiner Floppy Laufwerke sieht man da was an den Köpfen.

    Hmmm... Vielleicht schleift er sich gleichmäßiger ab? So dass man es nicht auf den ersten Blick erkennen kann. (Nur im direkten Vergleich mit einem NOS Kopf.)

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