[OT] Linux hat sich nicht durchgesetzt

Es gibt 446 Antworten in diesem Thema, welches 55.064 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (15. Januar 2020 um 20:48) ist von TheRealWanderer.

  • Ich weiss dass manche hier in der "glücklichen Lage" sind, dass sie auch beim Arbeitgeber Linux verwenden.

    Ich glaube aber nicht dass dies der Normalfall ist.

    Ich habe noch in keinem Jobumfeld, wo ich seit den End-90ern in der IT gearbeitet habe, Linux als Hauptbetriebssystem gehabt. Es war immer Windows.

    Auch im letzten Job in der Schweiz hatten wir für die Geschäftsleitung MacBook Pro Modelle, die wir mit max. RAM, 2x SSDs und Windows hochrüsteten. MacOSX wurde für den Hausgebraucht drauf gelassen.

    Linux wurde immer wieder hier und dort mal verwendet und probiert im Umfeld wo ich arbeitet, hauptsächlich für spezielle Sachen, aber als Enduser System in einem zentral von einer IT verwaltetem Umfeld nicht erwünscht.

    Je nach Anwendungsfall hatte es praktische, betriebswirtschaftliche aber manchmal auch emotionale Gründe dagegen.

    Es ist schwierig genug die Userbasis, die eher lernresistent ist (haben wir im Forum hier ja auch viel), von einer Applikation und Windows Version auf die nächste zu migrieren.

    Soeben erlebt von GMail Suite auf O365 Enterprise umgestellt.

    Die User sind aufgeschmissen und motzen für jeden Pixel, der anders platziert ist - aber Linux wäre ein Harakiri für die IT Abteilung würden wir alles auf Linux umstellen.

    Geht nicht immer von Euch selbst aus - der Durchschnittsuser ist unflexibel und lernresistent. Hier in Australien noch viel mehr als ich es in der Schweiz erlebt habe.

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  • Ist so.. ich habe keine Lust mehr,mich mit Linux oder MacOS zu beschäftigen.

    Linux könnte so schön sein,wenn es einfach Benutzerfreundlicher wäre..

  • maik Sehr schön zusammengefasst! :thumbup:

    Ein Riesenvorteil [des Unix-Konzepts] fällt mir grade noch ein: Bei einem PC-Wechsel kann man entweder einfach die Platte mitnehmen (System läuft sofort wieder), oder wenn man neu installieren will/muss einfach das Home-Verzeichnis kopieren - fertig! Sämtliche Anwendungen sind für den Benutzer wieder konfiguriert.

  • Ich habe auf unserem HTPC Linux laufen. Das installierte Windwos 8.1 hat die kleine quaderförmige Kiste (ein Lenovo IdeaPC mit nicht all zu schnellem Porzessor) hat ewig+3 Tage gebraucht um hochzufahren und Updates zu installieren.

    Wie hier auch so treffend beschrieben wurde, hatten wir das oft, dass beim Hochfahren erstmal Updates installiert wurden und wir ewig warten mussten, bis Windows dann mal so weit war, dass wir gucken "durften".

    Linux Mint fährt hoch und ist da - sofort benutzbar.

    Was mich richtg nervt: sehr häufig verweigert VLC es, irgendwelche MP4-Dateien abzuspielen. Dann muss ich VLC über die Paketverwaltung deinstallieren und sofort neu installieren - dann funzt es. Gerne mal auch NICHT - dann muss ich Opera (!) benutzen um die Datei abzuspielen.

    DAS ist einer der Punkte, wo ICH PERSÖNLCIH gar kein Verständnis habe: VLC läuft auf jeder Windows-Installation - und spielt ALLE Formate ab, so wie es eigentlich auch typisch für den VLC ist.

    DAS ist das einzige, was mich an Linux nervt - alles andere bekommt man hin. Gewisse Programme bin ich einfach von Windows gewöhnt und will sie auch nicht missen. Auf meinem HomePC, der auch richtig Dampf hat, läuft Win10 ordentlich schnell, auch die Updates sind schnell erledigt.

    Auf etwas langsameren Geräten ist Linux erste Wahl - besonders die Updaterei ist hier so vorbildlich gelöst, besser geht es nicht. Selbst der Kernel wird im laufenden Betrieb ohne Neustart aktualisiert.

    Was auch doof ist: seit einem Update haben wir auf dem TV im Vollbild (sowohl bei Streams von Amazon wie auch beim Abspielen von Filmdateien) komplett eine weiße Linie am oberen Bildschirmrand. Nicht schlimm, war aber "vorher" nicht.

    Es bleibt für mich dabei: Windows ist Standard und die Hersteller und M$ halten sich selbst am Kacken:

    1. M$ ändert das OS so, dass es immer mehr Ressourcen braucht, um normal zu laufen. Das merke ich im Moment besonders an den Firmen-Rechnern, die ich auf W10 upgedatet habe. Alle laufen - aber deutlich langsamer als zuvor noch mit W7.

    2. es wird immer leistungsfähigere Hardware entwickelt, auf welcher das OS (also Windows) dann ordentlich läuft.

    Linux hat diese Ansprüche nicht. Es ist kein Consumer-OS und nicht an die Gegebenheiten des "Marktes" gebunden. Es gibt keine Einflüsse von außen (die Hardware-Macher).

  • Was mich richtg nervt: sehr häufig verweigert VLC es, irgendwelche MP4-Dateien abzuspielen. Dann muss ich VLC über die Paketverwaltung deinstallieren und sofort neu installieren - dann funzt es. Gerne mal auch NICHT - dann muss ich Opera (!) benutzen um die Datei abzuspielen.

    DAS ist einer der Punkte, wo ICH PERSÖNLCIH gar kein Verständnis habe: VLC läuft auf jeder Windows-Installation - und spielt ALLE Formate ab, so wie es eigentlich auch typisch für den VLC ist.

    Ich habe seit Jahren einen Media-PC im Wohnzimmer mit einem stinknormalen Lubuntu und hatte diese Probleme noch nie. Möglicherweise liegt das an Mint - vielleicht sind die da (ähnlich Debian) der Meinung, dass nicht gar alles an VLC open source bzw. rechtefrei ist und schnippeln da immer wieder dran rum? Wenn eine Paket-Neuinstallation das Problem behebt kann es ja nicht viel anders sein.

  • Auf welchen Eintrag im Startmenü soll ich klicken um Werbung zu sehen?

    Mach einfach einen Screenshot von einem Windows 10-Startmenü bei einer Standard-Installation, dann male ich dir die "X" drauf, wenn du es nicht selbst erkennst.

    So gut wie niemand hat eine Standardinstallation. Jeder hat schon selber Programme installiert und Einstellungen gemacht. Hier mein Startmenü. Und jetzt bin ich gespannt. ;)

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  • So gut wie niemand hat eine Standardinstallation. Jeder hat schon selber Programme installiert und Einstellungen gemacht. Hier mein Startmenü. Und jetzt bin ich gespannt. ;)

    Ich habe nur Standard-Installationen auf meinen 400 Rechnern. Du verstehst den Punkt nicht. Es geht mir nicht darum. dass ich das nicht kann - die Kacheln entfernen, die ich nicht will usw. Ich möchte das aber automatisiert machen, weil ich das nicht andauernd wieder manuell machen will. Und das verhindert M$ zuverlässig bzw. macht es einem sehr schwer. Geh doch mal von deiner Ein-User-und-ein-PC-Sicht weg.

    Außerdem hat jeder eine Standardinstallation, wenn er seinen PC das erste Mal startet. Und diese Standardinstallation ist zugepflastert mit Werbemüll für Xbox und anderen Plunder.

    [edit]

    Außerdem möchte ich genau das - Kacheldreck entfernen usw. - eben nicht wieder jedes halbe Jahr erneut machen müssen. Das geht mir auf den Zeiger. M$ ist da aber wurscht, es wird der Standard.Kacheldreck drübergezogen. Und das ist nur eines von hunderten Beispielen über und unter der Haube, wo das bei Windows 10 so ist. Viel schlimmer sind Einstellungen (z. b. über Gruppenrichtlinien) zum Verhalten von Windows bei Telemetrie usw. Ja, dich interessiert das nicht, ich weiß. Mich aber schon, mir geht (zwangsläufig und persönlich) der Datenschutz nicht hintenrum vorbei.

    [/edit]

    [EDIT 2]

    Und hier noch ein Beispiel dafür:


    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    So oder so ähnlich sieht das aus.

    [/EDIT 2]

  • Ich schlage mich privat und beruflich seit den 90ern mit Unix Like OSs und Microsoft OSs rum.

    In meinem derzeitigen Job halte ich ein Windows/Linux Netzwerk mit ca. 30 Servern und ca. 300 Clients am laufen.

    Privat bin ich vor über 15 Jahren komplett auf Linux umgestiegen. Ich kenne beide Welten bis ins Detail.

    Mir ist vor allem die Freiheit wichtig, zu wissen was meine Kiste tut.

    Ich kann nicht verstehe, dass so viele Menschen, die mit dem C64 aufgewachsen sind, heute Windows benutzen.

    Es würde mich wahnsinnig machen, meine Maschine nicht runter bis auf die unterste Ebene verstehen zu können.

    Erst danach kommt der Komfort:

    - schlanke Systeme

    - Paketmanager

    - freie Wahl des Desktops

    - freie Wahl des Dateisystems

    - freie Wahl des Cryptosystems

    - Automatisierung durch bash/python Scripte

    - keine Zwangsupdates

    - keine Feature Upgrades die jedes mal Workflows brechen

    - keine Telemetrie

    Ich will meine Software so nutzen, wie ich es für richtig halte und für so lange, wie ich es für richtig halte.

    Wenn ich sehe, welchen Zwängen und Kosten mein Chef ausgeliefert ist, bin ich immer froh, dass mich das privat nicht betrifft.

    Beispiel:

    In der Firma hatten wir Windows LTSB 2016 im Einsatz. Feine Sache: Keine Kacheln, kein Edge, kein Cortana, deutlich weniger Telemetrie.

    Plötzlich lief diese Software nicht mehr auf neuen PCs weil es keine neue Treiber dafür gab.

    Also Upgrade auf LTSC 2019. Soweit so gut.

    Plötzlich sagt Microsoft, dass die LTSC Version nur noch für Geldautomaten o.Ä. zertifiziert ist und stellt die Office Unterstützung ein.

    Also müssen wir jetzt innerhalb von 2 Jahren zum dritten mal das OS bei 300 Clients wechseln. Diesmal auf Windows Professional Enterprise SAC.

    Mal gucken wie lange das hält. Mir kann das egal sein, ich werde nach Zeit bezahlt :thumbup:

    P.S.

    Alle Mitarbeiter in meiner IT Abteilung nutzen privat Linux :huh:

    Once you get locked into a serious ROM collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...

    Hesmon

  • Hesmon: Du sprichst mir aus der Seele.

    In meinem Fall sieht es so aus, dass ich mit Linux beruflich mein Geld mache. Wir (Linuxabteilung) betreuen ca. 2000 Linuxserver.

    Ich habe zu Hause nur einen Windows-PC (so gut wie nicht benutzt), der Rest ist ausschließlich unter Linux oder BSD am Laufen.

    Meine Meinung nach sind die meisten Computer-User einfach zu faul sich einzuarbeiten. Da hat Windoof definitiv die Nase vorn. Installieren von Viren und Würmern ist überhaupt kein Problem. Sorry für den Sarkasmus. :smile:

    Jetzt mal ernsthaft: Die Stärke von Linux liegt eher im Serverbetrieb. Allerdings hat sich Linux auch extrem stark weiterentwickelt für den Desktopbetrieb seit 1993 (mein Beginn mit Linux). Ubuntu/Mint bekommt so ziemlich jeder installiert. Wer das nicht hinbekommt sollte wahrscheinlich auch die Finger von Windoof lassen.

    Ich selbst bevorzuge Gentoo und Archlinux. Schwieriger zu installieren, aber dennoch kein Hexenwerk. Im professionellen geschäftlichen Umfeld kommt man meist an SuSE Linux Enterprise und RedHat Enterprise aufgrund von Geschäftslösungen nicht vorbei. Bin kein Freund von SuSE. Definitiv nicht. Aber es ist Linux und die Firma will es so. Damit kommt man auch klar. RedHat wird bei uns eingesetzt, wenn SELinux zum Einsatz kommt (mein Hauptpart im Moment).

    Linux hat sich nicht durchgesetzt? Würde ich so nicht sagen. Im Serverumfeld mehr als etabliert. Für private Desktopnutzer, die es wirklich wollen mehr als möglich und wahrscheinlich.

    Wer sich aber überfordert fühlt, soll doch einfach bei Windoof bleiben. Das steht jedem Frei.

    Mein Geschäftsarbeitsrechner läuft unter Archlinux. Ich denke aber auch, dass es eher die Ausnahme ist, dass man geschäftlich Linux verwenden darf/kann.

    Ich für meinen Teil bin froh meist (mehr als 99%) ohne Windoof klar zu kommen. Windows hat mich einfach zu viel verärgert, als dass ich es noch mal haben will. Mir reicht Linux vollkommen.

    Gruss Sewulba

  • Im Endeffekt ist doch alles Geschmackssache. Ich liebe es wenn ich meine Aufgaben am PC ohne maus und GUI, sondern in der Shell ausführen kann. Deswegen habe ich ca. 2006 mich von Windows verabschiedet und auf Linux umgestiegen. Mit der Vorliebe bin ich aber sicher ein Exot (oder Nerd) und es entspricht nicht der Masse.

    Was mich beim Umstieg auf Linux am meisten gefehlt hat war die Recht dürftige Spieleunterstützung. Unter wine liefen eigentlich nur openGl Titel vernünftig, DX Sachen eher Performance mässig dürftig.

    Aber da hat sich in den letzten 2 Jahren massig getan. Da hat Steam mit Proton , auch wenn es natürlich kommerziell getrieben ist, alles massig voran getan und wine profitiert auch von der Entwicklung. Dazu kommt noch dxvk , damit laufen dx spiele unter wine/Proton mit gleicher Performance wie unter Windows.

    Und wenn man gerne auch Mal ältere Titel am PC spielt dann ist wine unter Linux viel kompatibler als ein Windows 10.

    Und wenn Mal etwas nicht läuft, dann fummle ich gerne auch herum bis es läuft.

    Beruflich entwickle ich Mensch Maschine Interfaces . Und bei und in der Firma und auch bei allen anderen, mit denen ich zusammengearbeitet habe setzen auf Open source Systeme. Und damit läuft auf allen den System ein Linux.

    Naja, ich könnte hier noch weiter über persönliche Beweggründe und Begeisterung zu Linux schreiben.

    Letztendlich ist es nur meine Ansicht. Ich will auch niemanden zu Linux bekehren. Das ist am Ende immer die gleiche Diskussion zwischen den Linux, Apple und Windows lagern. Ist genauso also wollte ich meine Frau die Vorteile von Linux schmackhaft reden. Die schaut mich da auch nur mit großen Augen an. Also jedem das seine.

    Mit bietet es einfach ein gutes gefühl wenn ich privat und beruflich unabhängig von Microsoft und Apple sein kann.

    Und Fakt ist, dass Linux auf verdammt vielen Geräten, die wir im Alltag benutzen, läuft. Z.b. Kaffeemaschinen, Navis im Auto, Fernseher, WLAN Router usw.

  • auf meinem pioneer navi läuft windows ce. ich weiß das, weil das ab und zu mal abstürzt :thumbsup:

    C64 + TC64-2 / C128 + 1MB REU + RTC + TAPECART / 1541 / 1541-II / 1570 / 1571 / 1581 / SD2IEC

  • Mir ist vor allem die Freiheit wichtig, zu wissen was meine Kiste tut.

    Ich kann nicht verstehe, dass so viele Menschen, die mit dem C64 aufgewachsen sind, heute Windows benutzen.

    Es würde mich wahnsinnig machen, meine Maschine nicht runter bis auf die unterste Ebene verstehen zu können.

    GENAU dieser Gedanke mit den C64-Usern ist mir vor kurzem auch gekommen, ich konnte ihn aber nicht festhalten und habe ihn wieder vergessen. Ich unterstreiche diese Sätze zu 100 %.

    Windows hat mich einfach zu viel verärgert, als dass ich es noch mal haben will. Mir reicht Linux vollkommen.

    Auch bei diesem Satz: Full Ack. :thumbup:

    Im Endeffekt ist doch alles Geschmackssache.

    Das sowieso. :)

    Es gab bei uns mal einen Fall, wo in einem Haubenlokal der Chef Wein aus dem Tetrapak von Aldi (Hofer bei uns) in teurere Flaschen umgefüllt und verkauft hat. Das ist in einem Prozess, den er vor dem Arbeitsgericht gegen seinen Koch geführt hatte nebenbei ans Tageslicht gekommen.

    Ich stelle mir immer vor, wie die Gäste den Wein für 100 Euro die Flasche genossen haben. Er hat sicherlich gut geschmeckt, sonst hätten sie ihn nicht getrunken, sondern reklamiert. Hätte er ihnen auch geschmeckt, wenn sie gewusst hätten, was da falsch läuft? Kann jeder mal für sich selbst überlegen und entscheiden.

    So ähnlich geht es mir mit Windows (10).

  • Ich kann nicht verstehe, dass so viele Menschen, die mit dem C64 aufgewachsen sind, heute Windows benutzen.

    das hat meine Frau auch vorhin verwundert gefragt. Sie hatte immer die Vorstellung dass C64 User gleich Linux nerds sind 😀

    ( Sie hat wohl mich als Klischee Vorlage genommen... )

  • Außerdem hat jeder eine Standardinstallation, wenn er seinen PC das erste Mal startet. Und diese Standardinstallation ist zugepflastert mit Werbemüll für Xbox und anderen Plunder.

    Da bin ich mal froh eine PC-Manufakrur zu haben, die mich das noch nie sehen lassen haben. Die haben das wohl bei ihrer Installation damals weggelassen. Ich habe das wirklich noch nie zu Gesicht bekommen.

    Außerdem möchte ich genau das - Kacheldreck entfernen usw. - eben nicht wieder jedes halbe Jahr erneut machen müssen.

    Ich habe W10 jetzt seit irgendwas wie 1709 oder ähnlich. Selbst bei Upgrades wurde mir von Seiten M$ noch nie mein Startmenü durcheinander gebracht.

    Zu Linux, da habe ich keine Erfahrung außer einem Raspbian auf dem RaspberryPi3. Das läuft tadellos, mit Apache und PHP zum Test von meinem Webspace. Ich hätte aber niemals von alleine alles einrichten können. Allein die Berechtigungen und Samba waren für mich ein Graus. Bei Windows (ich arbeite damit seit W3.11 fW) ist es intuitiv machbar. Erst Recht wenn man damit groß wurde. Das wird anderen bei Linux ebenso gehen, wenn sie jahrelang dabei sind.

    Beide BS haben ihre Daseinsberechtigung.

  • Mir ist vor allem die Freiheit wichtig, zu wissen was meine Kiste tut.

    Ich kann nicht verstehe, dass so viele Menschen, die mit dem C64 aufgewachsen sind, heute Windows benutzen.

    Es würde mich wahnsinnig machen, meine Maschine nicht runter bis auf die unterste Ebene verstehen zu können.

    Das ist vermutlich genau der Anspruch, der die WIndows und Linux-Welt trennt und wohl bei den Desktopsystem die Windows/Linux-Verteilung widerspigelt: Die Windows-User (77%) interessiert es einfach nicht, wie ihr Betriebssytem im Innersten funktioniert und die Linux-User (1,8%) wollen alles genau verstehen.

    Ich selber bin Softwareentwickler, aber eben für Anwendungen und nicht für Betriebssysteme. Daher interessiert es mich wenig, wie das Betriebssystem funktioniert. Und daher arbeite ich ausschließlich unter Windows. Beim Betriebssystem interessiert mich nur, welche Funktionen es mir bietet und dass ich die leicht nutzen kann. Und da ist Windows für mich im Vorteil. Das gilt sowohl beruflich als auch privat.

    Ich fahre übrigens auch Auto ohne genau zu wissen, wie das funktioniert. Und ich habe eine Heizungsanlage im Haus, ohne zu wissen, wie die im Detail arbeitet.

  • Ich kann nicht verstehe, dass so viele Menschen, die mit dem C64 aufgewachsen sind, heute Windows benutzen.

    Es würde mich wahnsinnig machen, meine Maschine nicht runter bis auf die unterste Ebene verstehen zu können.

    Das liegt einfach an den Prioritäten. Manchmal wird von uns Computer-Nerds vergessen, dass 95% der Menschen da draußen (und von den ü50-Leuten hatten auch einige einen C64) überhaupt nichts mit Computern zu tun haben wollen. Die haben den obligatorischen Computer nicht, weil sie Computer cool finden, sondern weil man bestimmte Dinge nur mit einem Computer tun kann (Video-Spiele, eBay, Amazon, YouTube ...). Und wenn man den Kunden Geräte gibt, mit denen sie die gewünschten Aufgaben auch tun können bei gleichzeitig weniger störender Komplexität, dann nehmen sie die natürlich. Wenn du einem Berufs-Pendler die Auswahl lässt zwischen einem Oldtimer inkl. Reparatur-Werkzeug und einem modernen Elektroauto mit allem Komfort, wird sich der Nicht-Auto-Narr auch für das moderne Auto entscheiden. Der will nicht schrauben, der will fahren.

    Und die überwiegende Mehrheit will nicht bis in die Tiefe der Technik vorstoßen, die will die Geräte eben einfach nur benutzen. Ein Arzt, der einen Computer verwendet, will dort die Patienten-Akten pflegen und nicht wissen, wie ein Druckertreiber funktioniert. Der Computer-Nerd, der sein IT-Gerät zum Beruf oder Hobby erhoben hat, ist nun mal krass in der Unterzahl, war er immer und wird es auch bleiben. Andere Leute haben andere Prioritäten, Hobbys und Berufe – die haben keine Lust und Zeit, ihr Werkzeug (den Computer) auseinander zunehmen oder ihn zu verstehen.


    Die Ausgangs-Behauptung des Threads wird hier meistens gar nicht berührt. Es gibt hier viele Erfahrungsberichte darüber, wie toll Linux (oder auch Windows) funktioniert. Natürlich funktioniert Linux gut, wie auch macOS und Windows gut funktionieren. Die meisten gängigen Tasks (SoHo, Internet, Digital-Hub) wird man mit jedem dieser Systeme wohl ganz gut erledigen können und der Rest ist oft Geschmacksache oder Priorität (z.B. Windows für Spiele, Mac für Kreativität, Linux zum Coden).

    Aber gerade deswegen ist es doch spannend, darüber nachzudenken, warum die Thread-Aussage stimmt: Linux hat sich (auf dem Desktop) nicht durchgesetzt. Nochmal die Statistik (Quelle Statcounter): Auf Desktop-Rechnern (da zählen Notebooks dazu) hat Linux 1,8% Marktanteil (unter allen Internet-Devices sogar nur 0,8%). Selbst die teuren und hier als Exoten angesehenen Apple-Computer haben auf dem Desktop einen 5 bis 10 mal so hohen Marktanteil (und das ist nur EINE Firma). Die Frage, die sich also stellt, ist doch: Wenn Linux so toll ist (oder zumindest auch nicht schlechter als die Konkurrenz), warum dümpelt der Marktanteil unter 2% herum – und zwar recht stabil, also ohne große Zuwächse? Und das bei einem Preis von rund Null Euro. An der Qualität der Software kann es (nach den Beschreibungen hier) ja nicht liegen – also liegen die Gründe woanders. Die Einschätzungen DAZU fände ich interessant und die wären auch am ehesten on topic.

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  • Die Frage, die sich also stellt, ist doch: Wenn Linux so toll ist (oder zumindest auch nicht schlechter als die Konkurrenz), warum dümpelt der Marktanteil unter 2% herum – und zwar recht stabil, also ohne große Zuwächse? Und das bei einem Preis von rund Null Euro. An der Qualität der Software kann es (nach den Beschreibungen hier) ja nicht liegen – also liegen die Gründe woanders. Die Einschätzungen DAZU fände ich interessant und die wären auch am ehesten on topic.

    Also, 2% Marktanteil OHNE Werbung, das ist doch schon was.

    Vergiß nicht: Micro$oft und Apple sind so gut wie täglich werbetechnisch vorhanden.

    Dazu kommt noch Vorinstallationen. In der Regel wird ein PC mit Windows vorinstalliert verkauft. Selbiges gilt für MacOS.

    Bei Linux muß man schon selber nachfragen.

    Löblich war mal als Ausnahme das EEE-PC 704, obwohl die eingesetzte Linux-Version suboptimal war.

    Micro$ofts Vorsprung liegt vor allem darin begründet, weil M$ all Konkurenten (nicht immer mit sauberen Mitteln) ausgebootet haben.

    Dazu kommt die Vorinstallationen und die dauerberieselung mittels Werbung.

    Dazu kommt dann die 'Faulheit' des Volkes hinzu: Watt de bur nit kennt, datt freit er nit.

  • Retrofan was bitte sind "Internet-Devices"? Zählen da auch Server und Handys dazu? Wenn ja, dann liegt der Linux-Anteil mit Sicherheit nicht bei 0,8% (wenn man zudem bei Android berücksichtigt, dass es einen Linux-Kernel benutzt und man bei "Linux" nicht nur an volle Distributionen denkt). Meine Aussage war, Linux hat sich längst durchgesetzt, nur eben nicht im Desktop-Bereich. Aber es steckt in tausenden Geräten, die einem jetzt vielleicht gar nicht alle einfallen. Und was Server angeht brauchen wir mit Sicherheit gar nicht groß drüber reden.

    Sogar im THEC64 steckt Linux ;)

    - neue Spiele für den C64 -
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  • Die Einschätzungen DAZU fände ich interessant und die wären auch am ehesten on topic.

    Ich hatte dazu schon eine m.M.n. abschließende Antwort gegeben, fand zwischen den ganzen Administrator-Geschichten dann aber keine Resonanz dazu.

    Stichworte: Schneeball-Effekt oder Run-away-Effekt, Rekursion, Hype, Teufelskreis, Viral, Schwarm-Verhalten, etc.

    Man könnte genauso gut fragen, warum eBay mit 10% Provision ein Monopol ist und Hood völlig ohne Provision nicht, sondern den meisten sogar völlig unbekannt. Weil man zu Hood nicht geht, da dort die Nachfrage fehlt. Und die Nachfrage fehlt, weil die Angebote fehlen. Es ist bei beiden Portalen eine Rekursion, die sie am jeweiligen Ende festhält.

    Oder warum wird im B.I.B. BGbach, dem größten privaten IT-Ausbilder Deutschlands, Word und Excel gelehrt und nichts anderes? Weil es dann im Büro gefragt ist. Und warum ist es da gefragt? Weil die Verantwortlichen auch nichts anderes gelernt haben und es eben als Quasi-Standard sehen. Dabei handelt es sich oftmals um ganz einfache Anwendungsaufgaben ohne spezielle Anforderungen an das Anwendungsprogramm. Auf diese Weise schließt sich der Kreis, und alles bleibt wie's ist. Meine Ex wollte nicht mal von Vista auf Win7 umsteigen, weil sie dieses Vista ja auch im Büro hätten. Das sind solche Gründe. Ob das jemand falsch oder dumm findet, ändert daran gar nichts.

    Mein letztes Stichwort war Schwarm-Verhalten. Da kann man zwischen Schwarm-Intelligenz (siehe Fische, Vögel, u.a.) und Schwarm-Dummheit unterscheiden. Wenn Linux die Oberhand gewänne, würde es sicherlich noch besser und noch besser berücksichtigt, und MS könnte einpacken. Leider kommt man da aber nicht hin.

    Wiki: Der Mensch - Homo sapiens, lateinisch „verstehender, verständiger“ oder „weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch“ ROTFL

  • Beispiel:

    In der Firma hatten wir Windows LTSB 2016 im Einsatz. Feine Sache: Keine Kacheln, kein Edge, kein Cortana, deutlich weniger Telemetrie.

    Plötzlich lief diese Software nicht mehr auf neuen PCs weil es keine neue Treiber dafür gab.

    Also Upgrade auf LTSC 2019. Soweit so gut.

    Plötzlich sagt Microsoft, dass die LTSC Version nur noch für Geldautomaten o.Ä. zertifiziert ist und stellt die Office Unterstützung ein.

    dito genau wie bei uns auf Arbeit. Die Beschneidung bei LTSC wegen Office ist rein künstlich um die Firmen zum Wechsel zu zwingen. Und sowas kann tägich passieren, wenn MS was nicht passt. Wir haben hier viele spezielle Fachanwendungen und die Mühlen mahlen langsam bei Softwareumstellungen. Wir können es weder stemmen, noch uns finanzell leisten, alle halbe Jahre unsere Anwendungen an das jeweis aktuelle Win10 anzupassen. Scheiß was auf das "besondere Benutzererlebnis", was uns bei LTSB/LTSC entgeht. Unsere Kollegen wollen/sollen nur Arbeiten mit dem Rechner.