[OT] Linux hat sich nicht durchgesetzt

Es gibt 446 Antworten in diesem Thema, welches 55.072 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (15. Januar 2020 um 20:48) ist von TheRealWanderer.

  • Abschließend möchte ich nur sagen: wir brauchen Windows und wir brauchen Linux. Jedes System hat einige ganz klare Vorteile und einige Nachteile - schön wäre aber mehr MITEINANDER, als immer dieses GEGENeinander...

    Dafür gibt es meinen Daumen.

  • Schnarch, ich benutze Windows, Linux und MacOS in etwa gleichen Teilen. Jedes kann manche Dinge besonders gut, andere Dinge nerven dafür ohne Ende. Kommt halt Windows auf das Gaming-Notebook, Mac auf den Audio-PC und Linux auf den Cloudserver. Ich bin überzeugt, dass jemand, der sich ernsthaft mit allen dreien auseinandersetzt zum selben Schluss kommt.

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  • Ist halt alles eine Konfigurationssache, genau wie bei Linux.

    Richtig. Und bei jedem "Halbjahresupdate" darfst du das wieder neu konfigurieren. Und bitte erzähl mir noch schnell, wie man das Startmenü für 400 User richtig vorkonfiguriert, dann bist du mein Held. Danach suchen ich und und eine größere Zahl anderer Leute nämlich seit dem Erscheinen. (Nein, das, was Microsoft als offizielle "Lösung" bietet ist keine.) :)

    Auf welchen Eintrag im Startmenü soll ich klicken um Werbung zu sehen?

    Mach einfach einen Screenshot von einem Windows 10-Startmenü bei einer Standard-Installation, dann male ich dir die "X" drauf, wenn du es nicht selbst erkennst. ;)

    Deine Gegenfrage kann ich nicht beantworten, da ich Windows10 noch nie nackt installiert habe.

    Siehst du, und bei mir ist das mein täglich Brot. So unterschiedlich sind die Bedürfnisse. :P

    Die Beantwortung meiner Frage ist noch offen ;)

    Siehe vorvorigen Absatz.

  • Seit fast 20 Jahren daheim Linuxer, davon vermutlich so um die 12 Jahre mit Ubuntu Linux. Auf der Arbeit (Bildungseinrichtung) auf Windows 10, aber immer mit einer Linux-VM im Hintergrund.

    • Pro Windows: Im Team wird langweiliges Zeugs halt mit Microsoft Office geschrieben. Exchange-Kalender sind das Lebensblut für Abstimmungen. Studierende können auf viele Weisen gelangweilt werden, aber häufig ist es halt ein PowerPoint-Foliensatz, insbesondere wenn sich unter Lehrenden austauscht. Nichts davon ginge nicht prinzipiell auch unter Linux (und man könnte prinzipiell umsatteln), aber für normales Bürozeugs läuft halt auch Windows.
    • Contra Windows: Das ganze Thema Softwareinstallation und -update fühlt sich sehr holperig an, wenn man es gewohnt ist, normalerweise mit "apt get install" bzw. "apt get update && apt get upgrade" alles in einem Rutsch zu erledigen. Wenn ich die Kiste hochfahre, möchte ich nicht auf Updates warten, ich habe in drei Minuten Vorlesung. Wenn die Kiste runterfahren soll, will ich keine Updates, ich muss das Notebook gleich in die Tasche packen. Ich möchte kein Popup, welches androht, die Kiste runterzufahren, wenn ich nicht bald reagiere. Warum haben Chrome/Firefox/Notepad++/IDEs eigene Updater, die auf kreative Weise nerven? Warum muss ich einen fünf Jahre alten Herstellertreiber für einen USB-UART-Konverter eines Entwicklerboards installieren, wenn Linux das Gerät direkt nach dem Einstecken einbindet? Warum findet die Suchfunktion im Startmenü regelmäßig alles - nur genau das nicht, was gesucht wird? Warum ist die Systemsteuerung in Win10 so verdammt unübersichtlich? Warum scheint so einiges an Datenübermittlung erstmal "opt-out" zu sein, statt "opt-in"?

    Vermutlich lässt sich beim "contra" noch was besser einstellen - aber wenn ich "frickeln" muss, dann ist ja ein Hauptverkaufspunkt von Windows ("alles läuft, und zwar sofort") für mich ein bisschen entwertet.

    So, das nochmal für Linux:

    • Pro Linux: Softwareinstallation und -update über einen zentralen Mechanismus. Passend gewählte Hardware wird erkannt und funktioniert (wenn es nicht klappt sind wir aber beim Contra). Hardware, die läuft, läuft in der Regel auch über viele Jahre, selbst
      wenn der Hersteller keinen Bock mehr auf Pflege der eigenen Treiber hat. Egal ob Softwareentwicklung oder Hardwareentwicklung: Die allermeisten von mir benötigten Tools sind nur wenige Tastenanschläge entfernt. Ich habe eine Wahl bei den Desktopumgebungen (ich setze GNOME ein und auf schwächeren Rechnern XFCE). Ich kann ohne Lizenzierungshampelei mal eben einen weiteren Rechner installieren oder updaten. Es gibt vom Start weg Kommandozeilentools, die leistungsfähig sind und skriptbar. Sollte der Hersteller meiner Distribution versuchen, mir irgendeinen Kack anzudrehen, den ich nicht will, dann wechsle ich halt zu einer anderen Distribution und kann i.d.R. dieselbe Software weiterverwenden. Ich kann entfernte (Server)Rechner praktisch ab Installation über ssh steuern, was auch mit einer schäbigen Internet-Leitung funktioniert. Ich hatte in der Regel keine Schwierigkeiten, irgendwelche obskuren Dateisysteme lesen zu können (ja, selbst Amiga-Dateisysteme sind noch drin).
    • Contra Linux: Wenn Hardware nicht nach dem Einstecken funktioniert, dann hat man schonmal eine aufregende Reise vor sich. Für manche Anwendungszwecke sind die Standardtools nur für Windows verfügbar - entweder man findet passenden Ersatz, oder Wine funktioniert - oder Pech gehabt. Viele AAA-Spiele erscheinen nur für Windows - wer für sowas Zeit hat, wird bestimmt unter Linux was vermissen. Manche finden die Auswahl an Distributionen erschlagend oder stolpern über die Unterschiede zwischen Distributionen oder Desktop-Umgebungen (aber Leute wechseln ja auch nicht dauernd die Windows-Distribution, also warum sollten sie sich um andere Linux-Distributionen bzw. Oberflächen scheren?).

    Unterm Strich: Hat beides eine Vorzüge und Nachteile. Manchen Vorzug habe ich bestimmt jeweils jetzt vergessen, manchen Nachteil auch. Die Nachteile lassen sich bestimmt auch durch etwas Einarbeitung und Cleverness jeweils abmildern oder lösen sich in Luft auf. Rein persönlich: Ich fühle mich mit Linux wohl und vermisse Windows nicht. Bei anderen Anforderungen oder anderem Geschmack kann man aber auch mit Fug und Recht sagen "Ich fühle mich mit Windows wohl und vermisse Linux nicht". In Zeiten von Virtualisierung finde ich ein absolutes "Entweder - Oder" eh nicht zwingend notwendig.

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    Einmal editiert, zuletzt von maik (11. Januar 2020 um 17:50)

  • . z.B. die Stadt München rudert jetzt ja von Ihren Linux PCs ja zu Windows zurück, die angeblich User Akzeptanz war halt nicht gut.

    Da war wohl eher die "Akzeptanz" der Politiker gegenüber Zuwendungen bei Wieder-Verwendung von M$-Produkten besser.

    Das ist mindestens seit Windows 7 vorbei.

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass die Argumente von Linuxusern auf Informationen beruhen, die mehrere Jahre alt und längst obsolet sind.

    Das Problem war mindestens bis Oktober 2018 real existent, siehe z. B. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    MS hat es jahrelang nicht gebacken bekommen*, weswegen Leute wie der Betreiber der genannten Seite zur Selbsthilfe gegriffen haben.

    Ich hatte dutzende PCs, die damals vier oder fünf Jahre alt und durch dieses Problem praktisch unbenutzbar waren. Ja, ich weiß, ich kenne mich nicht aus ... :rolleyes:

    [edit]

    * bzw. wurde von bösen Verschwörungstheoretikern vermutet, es war ihnen sogar recht, um die Leute so zu Windows 10 zu treiben. Ich würde natürlich so etwas nie behaupten. ;)

    [/edit]
  • Richtig. Und bei jedem "Halbjahresupdate" darfst du das wieder neu konfigurieren. Und bitte erzähl mir noch schnell, wie man das Startmenü für 400 User richtig vorkonfiguriert, dann bist du mein Held. Danach suchen ich und und eine größere Zahl anderer Leute nämlich seit dem Erscheinen.

    Gaaaanz einfach: starte alle relevanten Programme im Autostart und entferne das Startmenü... Du kannst es eh nie allen recht machen, von daher kannst Du es Dir auch einfach machen und das Gemecker überhören. Ob Du nun 1h investierst, oder 100h - gemeckert wird trotzdem, also würde ich die 1h nehmen und 99h entspannen, das beruhigt ungemein und der Rest perlt dann an Dir ab... :D:D:D

    Atari 800XL / Atari 1040 STF(M) / VIC20 / C64 / C128(D) / C16/+4 / Amiga 500(+) / Amiga 2000 / Amiga 1200 / Amiga 4000 / CD32 / PSone / PS2 / PS3 / PS4 / PS5 / N64 / GameCube / Wii / WiiU / Switch - hab ich!

  • Richtig. Und bei jedem "Halbjahresupdate" darfst du das wieder neu konfigurieren. Und bitte erzähl mir noch schnell, wie man das Startmenü für 400 User richtig vorkonfiguriert, dann bist du mein Held. Danach suchen ich und und eine größere Zahl anderer Leute nämlich seit dem Erscheinen.

    Gaaaanz einfach: starte alle relevanten Programme im Autostart und entferne das Startmenü... Du kannst es eh nie allen recht machen, von daher kannst Du es Dir auch einfach machen und das Gemecker überhören. Ob Du nun 1h investierst, oder 100h - gemeckert wird trotzdem, also würde ich die 1h nehmen und 99h entspannen, das beruhigt ungemein und der Rest perlt dann an Dir ab... :D:D:D

    geht viel einfacher: -> shell = %windir%\solitair.exe

  • Mach einfach einen Screenshot von einem Windows 10-Startmenü bei einer Standard-Installation, dann male ich dir die "X" drauf, wenn du es nicht selbst erkennst. ;)

    Okay, mein Srennshot ist hier.

    Und wo ist da jetzt deine Werbung?

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  • Bei den Einstellungen für das Startmenü gibt es einen Punkt: Gelegentlich Vorschläge im Startmenü anzeigen.

    Das ist der Punkt der manchmal Vorschäge/Werbung anzeigt.

    Schmeißt das hier in Google rein und klickt auf Bilder:

    win10 werbung startmenu

  • Mach einfach einen Screenshot von einem Windows 10-Startmenü bei einer Standard-Installation, dann male ich dir die "X" drauf, wenn du es nicht selbst erkennst. ;)

    Okay, mein Srennshot ist hier.

    Und wo ist da jetzt deine Werbung?

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Dein angepasstes Startmenü ist keine Standardinstallation. Ich rede von so etwas:

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  • Das ist übrigens besagter Dialog mit "Werbung ein/aus" ...

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    ... damit ist wohl klar, dass Windows 10 im Gespann mit Edge eine Werbeplattform für gezielt angebrachte Werbung ist, für die M$ natürlich auch mehr abgreifen kann, da personalisierte Werbung mehr kosten darf, weil sie "mehr bringt".

    Beim Rest der Einstellungen kommt einem auch das Kotzen. Man sollte M$ zwingen, diese Dinge per Default AUS zu stellen und nur per opt-in aktivierbar zu machen. Weiters müsste man sie zwingen, diese Optionen bei jedem Update beizubehalten. Bisher (bis mindestens 1803) wurden diese Einstellungen immer wieder zurückgesetzt beim "Halbjahresupdate". Und das Tolle ist, dass die Gruppenrichtlinien, die solche Dinge steuern sollte, bei jeder Version andere Dinge tun, oder sie tun es gar nicht mehr und es kommen neue dazu, die die alten "irgendwie" ersetzen, aber nur teilweise usw.

    Aber ich will niemanden bekehren. Windows in Version 7 war ein ganz gutes Betriebssystem (abgesehen von dem oben erwähnten Update-Desaster), danach wurde es unbenutzbar (8) bzw. zur Datenkrake (10). Ich hatte von der Katastrophe Vista (2006) weg bis 7 (2010) schon einmal persönlich nur Linux im Einsatz und seit Ende 2018 wieder, und dieses Mal bleibt das so. :) Mir ist auch egal, wenn sich Linux "nicht auf dem Desktop durchsetzt", weil bei mir hat es sich das längst. :P

  • Boulderdash64 Sorry aber Dein langer Post faengt auch gleich mal mit extrem polemischen Argumenten an, obwohl Du ja zu Beginn sagst, wir wollen die Sache nun mal realistisch sehen. Wenn Du der Meinung bist, dass man unter Linux nur Doom spielen kann, dann bist Du da auch ein wenig hinterm Mond. Aber nur weil Du vorher sagst dass jetzt die realistische Sichtweise kommt, macht das die Argumente leider nicht wahr ;)

    Fakt ist dass z.B. Steam auf Linux existiert und Valve einiges dafuer getan hat, dass dies von Entwicklern auch honoriert wird. Sicherlich gibt es noch nicht alle Spiele unter Linux, aber einige schon (eher die Indie-Titel, vermutlich weil Entwickler halt selbst auch Freaks sind und Linux nutzen), zumal heutzutage auch oft Engines wie Unity genutzt werden, die problemlos unter Linux laufen, und fuer andere Faelle gibt es "Proton", habe jetzt den Namen extra mal gegoogelt, das ist das von mir angesprochene WINE welches von Valve genutzt wird um Spiele Linux-kompatibel zu machen, die bislang noch keine native Linux-Version kennen. Auch hat Valve versucht das SteamOS zu etablieren (auch ein Linux), und ja, das ist mit Sicherheit noch nicht ganz so gelaufen wie sie es gerne haetten, aber Fakt ist, es tut sich was. Und auch die Grafiktreiber sind zumindest was NVIDIA angeht immer recht aktuell, wir benutzen das haeufig auf Arbeit und da hatte ich nie das Gefuehl dass Linux vernachlaessigt wird was Treiber angeht. Auch da klingt Deine "Argumentation" sehr stark nach Halbwissen.

    - neue Spiele für den C64 -
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  • Jeder findet immer wieder die PRO's für sein Lieblingssystem und natürlich überwiegend die CONTRAS seines "Feindes" - bitte jetzt nicht ZU wörtlich nehmen!!

    Aber betrachten wir es doch mal HALBWEGS realistisch - da kommen Linux-seitig Einwürfe: Ich spiele unter Windows schon lange nicht mehr, inzwischen gibts unter Linux auch richtig gute Spiele. sogar die ganzen Doom-Quellen und ähnliches... - Also sorry, DOOM? Wann war das gleich nochmal? 1995? Oder so um die Zeit? Und das gibts als Quellen unter Linux... WOW!! Ich will nicht lästern, ist wirklich nicht so gemeint, aber wer Spiele spielt, der tut das zu über 90% am PC und alles, was Rang und Namen hat, entwickelt für den PC oder Konsolen.

    Das diese Doom Quellen dank der Weiterentwicklung der Commumity, inzwischen zu modernen Spiele Engines mutiert sind, die Sachen wie z.b. PBR physikal based rendering können

    und Spiele wie

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    oder

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    ermöglichen

    und dass sind nur zwei Beispiele von tausenden,

    ist an Dir anscheinend komplett vorbei gegangen.

    und täglich gibt es neue Entwickler die sich anschließen und neue tolle Spiele entwickeln

    und Doom Source ist ja bei weitem nicht die Einzige Spieleengine unter Linux


    aber wer will, kann ruhig weiter CallofDuty zocken😃

  • Valve ist aber nicht Richtung Linux gegangen, weil Linux sowas tolles ist und man auch die Linux-Fans mit Spielen versorgen wollte...

    Das Ziel war, ein eigenes OS für ein eigenes Ökosystem auf einer quelleoffenen, lizenzfreien Plattform zu entwickeln.

    Und das nicht aus Gutmenschentum, sondern um den möglichen Gewinn zu maximieren ohne irgendwohin was abgeben zu müssen.

    Aber das geht jetzt vom Kern der Diskussion weg...

  • Ist doch egal warum, Punkt meiner Aussage war dass es außer Doom noch andere Spiele unter Linux gibt.

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  • Für den privaten Gebrauch:

    Gibt es eigentlich noch große Unterschiede zwischen den Betriebssystemen? Ich meine die Win10-GUI kann noch mithalten und die alten Linux-GUIs immer noch, sind ja mit Liebe gemacht. Und der Rest des OS hat einfach zu funktionieren, ohne daß man genau weiß warum?