C64 Assy 250407 Problem

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  • Hallo,

    ich habe ein merkwürdiges Problem mit meinem C64, Assy 250407. Den Rechner habe ich schon länger im Einsatz, er ist im Originalzustand bis auf einen Kernal-Umschalter (IEEE488 und Original).

    Er funktioniert auf den ersten Blick normal, Einschaltbild kommt.

    Als ich meinen fertig aufgebauten Retro Arcade Joystick mit dem Modul Wizard of Wor testen wollte, ist folgendes passiert: Das Spiel startet nur manchmal, meist kommt nur ein "Blank screen" mit Rahmen ( in den normalen Farben blau, hellblau). Wenn es startet, bleibt es z.T. hängen. Wenn das Spiel vollständig läuft, fehlt beim Sound eine "Stimme" (Schussgeräusch).

    Ich habe dann folgende Testprogramme durchlaufen lassen:

    SID Test: keine Fehler

    ---------

    Ultimax RAM Check: keine Fehler

    --------

    C64 Diagnose 586220 Kinzi:

    Zeigt Cass.Port, Userport, Serial Port und Joyports sowie die beiden 6526 als Bad an, allerdings gehören da wohl Prüfstecker dazu, die fehlen mir.

    Aber: 6581 und Interrupt: Bad

    -------

    DOC 64:

    JMP ($xxff) failed

    SID env failed (Tick-Geräusch)

    A/D conv. failed

    Cass. Port failed

    CTRL Ports failed

    Userport failed

    (allerdings fehlen mir auch hier die 4 Prüfstecker)

    ------

    Diagnose64 324517-02 (dafür habe ich die Prüfstecker):

    Läuft meist beim ersten mal bei allen Positionen "OK" durch, beim zweiten Durchlauf dann z.B. Ram "Bad", beim 3. Durchlauf dann wieder alles okay usw.

    Irgendwann schaltet das Bild dann auf den abgebildeten Screenshot um (schwarzer Hintergrund, rechts unten eine ganz kleine Pixelgrafik. Das Test-Programm inkl. Testsound läuft im Hintergrund weiter:

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    Was könnte das sein ? Kann ein sterbender SID das verursachen ? (ich habe keinen Ersatz SID zum Testen).

    Grüße,

    Ralf

  • C64 Diagnose 586220 Kinzi:

    Zeigt Cass.Port, Userport, Serial Port und Joyports sowie die beiden 6526 als Bad an, allerdings gehören da wohl Prüfstecker dazu, die fehlen mir.

    Aber: 6581 und Interrupt: Bad

    Ohne Prüfstecker ist das normal, auch das SID:Problem, weil die Paddle-Eingänge nicht getestet werden können. Daher ist das Diag ohne die Dongles nicht aussagekräftig.


    [edit]

    Als ich meinen fertig aufgebauten Retro Arcade Joystick mit dem Modul Wizard of Wor testen wollte,

    Sagt mir beides nichts, gibt's da 'ne Info (Fotos, Schalptlan, ...) dazu, dass man sich ein Bild machen kann?

    Passiert das auch, wenn du einen "normalen" Joystick nimmst?

    Hast du das Spiel auch als "Nicht-Modul-Version"? Was passiert da?


    [/edit]

  • Klingt ganz nach dem, was dein Modul dir sagt, nämlich nach einem sporadischen RAM-Fehler. Ich würde dann mal das angemeckerte RAM tauschen. Meckert der Tester nur das eine RAM an oder mehrere/unterschiedliche? Dann würde ich mich auf die Multiplexer konzentrieren.


    Edit: Ich habe eben überlesen, dass du es von einer Cartridge startest. Ist die denn ok und funktioniert in einem anderen C64? Ist die Cartridge im Ultimax-Mode?

  • Hi,

    es handelt sich um dieses Joystick - Projekt:

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    Das Problem bleibt bestehen, wenn ich einen normalen Competition pro nehme. Als nicht - Modul Version habe ich Wizard of War leider nicht.

    Wenn ich das Wizard of Wor Modul an einem anderen C64 betreibe, ist der Sound normal, keine "Hänger".

    Das Diagnose64 324517-02, welches einmal ein RAM-Fehler angegeben hat, sagt nicht, welches RAM IC betroffen ist. Allerdings haben alle anderen RAM Tests (DOC64, Ultimax RAM Check, C64 Diagnose 586220 Kinzi) keine RAM-Fehler angezeigt.

    Grüße,

    Ralf

  • Als nicht - Modul Version habe ich Wizard of War leider nicht.

    Aber ein SD2IEC oder sowas wirst du doch haben ?, oder eine Möglichkeit eine WOW .prg Datei aus csdb etc., wenn kein SD2IEC vorhanden, ggf. auf eine reale Diskette zu überspielen ?

    Ein SID Test erkennt (u.U.) keine toten Kanäle, könnte ich mir vorstellen. Also vlt. ist nur eine der drei Stimmen im SID defekt, das kommt vor. Hatte ich auch schonmal bei einem, von einem auf den anderen Tag.

    Oder falls der Soundeffekt mit Filter programmiert abgespeilt wird, möglicherweise einfach nur ein zu doll schließender Filter. Dann ist der Sound da u. wird abgespeilt, nur nicht hörbar halt.. :) .

    Das ist dann normal, die alten SIDs varrierten da schon vom Herstelltag an stark in der Filterstärke.

    Edited 2 times, last by CommieSurfer (December 22, 2019 at 6:19 PM).

  • Hi,

    die Möglichkeit das über die Zoomfloppy auf DIsk zu kopieren habe ich, das werde ich als nächstes ausprobieren.

    Grüße,

    Ralf

  • So ich habe jetzt Wizard of Wor von Disk geladen, gleiches Symptom auf dem Problem-C64, auf dem anderen C64 ist der Sound okay.

    Das mit den SID-Filtern könnte natürlich auch das Problem sein. Ich weiß nicht, ob diese Technik bei Wizard of Wor eingesetzt wird. Auf der anderen Seite werden bei dem SID Test die Songs perfekt abgespielt (aber vielleicht werden dort die Filter nicht getestet ?)

    Aber kann ein (Teil)defekter SID den JMP ($xxff) failed und SID env failed (Doc64) und den "Black Screen" beim Diagnose 64 324517-02 verursachen ?

    Grüße,

    Ralf

  • Auf der anderen Seite werden bei dem SID Test die Songs perfekt abgespielt (aber vielleicht werden dort die Filter nicht getestet ?)

    Den SID inkl. Filter kannst du mit "SIDbench" überprüfen.

    Aber kann ein (Teil)defekter SID den JMP ($xxff) failed und SID env failed (Doc64) und den "Black Screen" beim Diagnose 64 324517-02 verursachen ?

    Da lehne ich mich mal ganz weit raus und behaupte: "Nein!"

    Was das Teil bei "JMP($xxxx)" genau testet wäre interessant. Hast du da ein D64 oder PRG davon?

  • @7: Ja, ein bischen willkürlich das Auftreten (nicht das SID-Phänomen, das andere), daher muss wohl wirklich (auch noch) 'was anderes mit dem C64 nicht mehr ganz stimmen.

    (aber vielleicht werden dort die Filter nicht getestet ?)

    Kann gut sein. Aber auch nur so eine Vermutung. So richtig krass wird da bei den Testtracks aber sicher kein Filter im Einsatz sein. (Soll dabei ja um grundlegende Tests gehen, da bringt's nichts wenn eine Stimme oder Sound für manche SIDs ganz ausgefadet würde für so einen Test.)

  • Heute habe ich das SID-Bench durchlaufen lassen. Auf dem anderen C64 sind alle Testtöne mehr oder weniger gleich laut, auf dem Problem-C64 sind einzelne Sequenzen kaum zu hören. Außerdem ist bei einem Testsound so eine Art "gepolter" mit zu hören, welches auf dem anderen C64 nicht zu hören ist.

    Das DOC64 Test-Programm ist auf dem Diagnosemodul von ADAC mit dabei:

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    Ich denke da ich hier noch genügend C64 liegen habe, werde ich den Problem-C64 günstig auf dem Marktplatz anbieten, vielleicht kriegt ihn ja jemand wieder instandgesetzt.

    Grüße,

    Ralf

  • Hab ich das jetzt richtig gelesen, du hast den SID immer da gelassen, wo er ist? Also immer den bzw. die Rechner "im Ganzen" getestet? Falls nicht, tausch doch mal die SIDs und überprüfe, ob er der polternde SID im anderen Board auch poltert.

  • Welche ICs, außer VIC und SID sind denn gesockelt? CPU vielleicht?


    Edit, Probier mal folgendes:

    Code
    10 FOR I = 1 TO 1000
    20 PRINT I,
    30 NEXT I
    RUN

    Mal schauen, ob er da Probleme hat

  • Das Programm zählt ohne Probleme bis 1000 hoch. Die CPU ist nicht gesockelt, außer dem SID und dem VIC sind die PLA, Kernal-Rom und eine CIA sowie 2 klein-ICs beim VIC gesockelt.

    Den SID habe ich in einem anderen C64 geprüft, dort zeigt er die gleichen Probleme.

  • Das ist gut, dann kann die CPU bleiben, wo sie ist.

    Sind denn die Probleme ohne den SID noch die gleichen oder verschwinden sie mit dem aus dem Board? CIA und PLA können noch solch komische Effekte hervorrufen... Vielleicht gab es da schon mal Probleme

  • Definitiv! :thumbup:

    Aber da fällt mir noch was ein! Sind PLA und VIC definitiv Original von diesem Board, wenn nicht, wurden die Kondensatoren angepasst?

  • DOC 64:

    JMP ($xxff) failed

    Was das Teil bei "JMP($xxxx)" genau testet wäre interessant.

    Damit kann doch eigentlich nur der bekannte CPU-Bug gemeint sein: Bei JMP ($xxff) wird der Pointer nicht von $xxff und $xxff+1 geholt, sondern von $xxff und $xx00. Wenn dem so ist, wäre "failed" aber völlig in Ordnung, denn alle in NMOS gefertigten 6502 und Derivate haben diesen Bug, erst beim CMOS-Redesign 65c02 wurde er beseitigt.

    Die besagte Diagnosesoftware an einem anderen Rechner (oder im Emulator) auszuprobieren, sollte da Klarheit schaffen.

    Yes, I'm the guy responsible for the Please login to see this link. cross assembler. And some Please login to see this link..

  • Hi Zusammen,

    Ich hatte das Glück den Cevi seinerzeit zu bekommen, danke an ralf02 für das echt faire Angebot!

    Jetzt da ich mal ein wenig Zeit hatte, habe ich auch die Auflösung des Rätsels:

    SID und PLA hatte ich ausgiebig im Testboard mittels Diag und Super Zaxxon getestet. Auch hatte der SID bei Wizard of Wor keine Auffälligkeiten.

    Wizard of War hat sich oftmals nicht starten lassen mit diesem Board und ich hatte Phänomene wie diese:

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    Interessant war, das beim prüfen des Boards mittels Diag Moduls, unterschiedliche Fehler angezeigt wurden, je nachdem welche PLA ich eingesetzt hatte. Ich habe mit der (Original)-PLA und einer XCPLA getestet.

    Die Original-PLA wurde offensichtlich schon mal gewechselt. Es gab auch diverse Leiterbahn Flicken unterhalb des Boards.

    Wenn die Original-PLA eingesetzt war, hat sich der Diag Test häufig ganz aufgehängt.

    Die Ersatz PLA hat meistens RAM TEST1 BAD gezeigt:

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    DEAD Test lief immer durch ohne RAM Fehler zu zeigen.

    Der Ultimax RAM Checker hat allerdings folgendes angezeigt:

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    Das Schachbrett Muster hat den Bildschirmcode 127 also 1111111 womit dann Datenbits 0-6 defekt wäre. Wenn ich das richtig interpretiere vorausgesetzt.

    Brachte mich auch nicht so richtig weiter.

    Da ich sonderbar fand, dass sich die Ergebnisse im Diag Test beim Wechsel der PLA's unterschieden, habe ich mal ein wenig rumgedrückt und festgestellt, das das Board an der PLA druckempfindlich ist und es auch erfolgreiche Läufe gab mit Daumen auf der PLA.

    Also PLA runter und vom Sockel aus alle Leitungen durchgeklingelt.

    PLA PIN 7 -> CPU PIN 28 (HIRAM) war dann der Kandidat welcher auch bei der Messung erst mit ein wenig Druck Durchgang zeigte.

    Eine genaue Betrachtung lies mich dann eine Leiterbahnunterbrechung fast unter dem Sockel entdecken:

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    Der Unterschied zwischen den PLA's ist die Breite der Pins....Die XCPLA hat ja Sockelleisten die wesentlich breiter sind die regulären IC Beinchen der original PLA. Ich denke das durch den fehlenden Druck im Sockel die original PLA die Leiterbahnunterbrechung überhaupt nicht schließen konnte und der test deswegen ganz fehlschlug.

    Nach dem Flicken läuft das Board ohne Probleme - Auch Wizard of Wor lässt sich ohne Auffälligkeiten spielen.

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    Damit ist das Thema dann geschlossen :D

    Aktuelle Angebote von mir im Marktplatz:

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