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Wie Festplattengröße beim Synology NAS vergrößern?

  • ich wünsche dir viel Glück und Erfolg mit der synology und der Platte noch.


    Welche Festplatten hast du bestellt?


    in der Arbeit habe ich beobachtet, dass die WD Red Serie nichts taugt. Haben dort eine Synology mit 10x WD Red 3 TB. Pro Jahr fallen zwei Stück aus.
    zu Hause läuft eine 413j Synology mit 08/15 Seagate Platten. Seit Jahren ohne Ausfall. Auch 24/7...

    ich habe in einer meiner Synos 8x3tb WD Red seit 4,5 Jahren im Einsatz ohne einen einzigen Ausfall :nixwiss:

  • Hier laufen insgesamt 6x Seagte mit 32TB seit Jahren ohne Probleme.

    Gerade die 2x6 TB sind schon echt alt, laufen aber ohne zu mucken.

    Generell scheine ich wirklich ein gutes Händchen zu haben was das angeht..


    Und ich kann auch nur sagen, das ich mit Synology sehr zufrieden bin, und auch hier schon seit Jahren von einem Model zum nächsten hoppe..

  • Ich bin auch total happy mit Synology. Hatte bisher auch immer nur WD Red drin und auch keine Ausfälle, das schon seit Jahren. Bin jetzt wie pcollins auch immer mal auf eine neuere Version gehoppelt und finde das System sehr zuverlässig.

    oobdoo viel Erfolg mit allem. Du machst das schon :thumbsup:


    LG

    Entchen

    :winke:

  • Bei Festplatten ist es eigentlich egal, von welchem der namhaften Hersteller man kauft. Der eine macht die Erfahrung, der andere die. Ist ein wenig wie die Marke beim Autokauf: der eine bleibt sein Leben lang treu, der andere nicht, weil z.B. die Karre abgebrannt ist oder die Diesel-Hochdruckpumpe sich in Einzelteile zerlegt hat und überall Metallspäne hinterlassen hat.


    Es gibt bei jedem Hersteller mal die ein oder andere Serie - welche über die Jahre betrachtet - prozentual leicht höher von Ausfällen betroffen ist.

    Was Ende der 90er, anfang 2000er bei IBM die Deskstar (aka Deathstar) Serie war, war vor einigen Jahren bei Seagate die ersten 3TB Platten mit lustiger firmware (gelegentliches lautes klackern des Kopfes beim Parken => übermässige mechanische Belastung => sehr viele Ausfälle).


    Nach firmware Upate war dann Ruhe. Zwei davon werkeln nach, uhm 6 Jahren immer noch einwandfrei als Backup-Platten und müssten mittlerweile an die 50000 Betriebsstunden haben.


    Auch WD hatte in den ersten WD 3TB green Laufwerken Probleme mit einer lustigen firmware: Diese schrieb in bestimmten Szenarien (keine Ahnung, welche das waren) auf die ersten, nur für die firmware reservierten Sektoren der Festplatte (nicht der MBR); somit hat die firmware sich teilweise selbst überschrieben => Platte unbenutzbar. Hiervon hatte ich mehrere.

    Da WD freundlicherweise dem Kunden keine firmware updates bereitstellt und diese auch gar nicht durch den Normal-Nutzer einspielbar sind, waren diese Platten nutzlos, sofern kein RMA möglich war. (firmware-update ist auch dort grundsätzlich möglich, funktioniert aber nur mit zusätzlicher Hersteller-Hardware.)


    Da ich vorher auf Seagate geschworen habe und anschliessend auf WD, ist es mir nach diesen beiden Aktionen furzegal, welcher Hersteller es ist ;)

    Für mich gilt nur: Solange man nicht die allerneueste Generation kauft, sondern welche, die schon ein wenig länger auf dem Markt erhältlich ist. Damit bin ich seit den firmware-Debakelze sehr gut gefahren.


    Was den 24/7 Betrieb im NAS angeht: hier spare ich mir die Mehrkosten für RED/Enterprise/Black (also herstellerseitig für Dauerbetrieb freigegebene Platten) und kaufe lediglich Desktop-Platten. Allerdings nur, weil die Platten nach einer Stunde Inaktivität in den Ruhemodus versetzt werden und nicht mehr drehen.

    Also 24/7 unter Strom, aber nicht mechanisch dauerhaft beansprucht.

    Aber das muss ein Jeder für sich selber entscheiden, ob er 24/7 freigegebene Platten nutzt oder nicht.


    Berücksichtig werden sollte auch, dass man beim Kauf mehrerer Platten nicht alle aus der gleiche Charge kauft:

    Hier kann es aufgrund Fertigungstoleranzen/Qualitätsunterschiede vorkommen, dass man Pech hat und dann alle Platten kurz nacheinander abrauchen. Zugegeben: ist zwar ein Extremfall, aber möglich. Daher den Kauf aufteilen und von unterschiedlichen Händlern und zeitlich versetzt kaufen - sofern möglich.


    Zum Plattentausch: wenn die SMART-Werte einer Platte auffällig werden oder bei kompletten Defekt und diese getauscht wird, so kann man diese eine gut durch eine grössere Platte ersetzen. Im RAID-Verbund nutzt einem der Mehrplatz erstmal nichts, weil er nicht benutzt werden kann (Limitierender Faktor ist die kleinste Platte im gesamten Verbund).

    Die neue Platte sollte sich dann erstmal ein paar Wochen "beweisen", denn wenn neue Platten defekt gehen, dann sehr, sehr oft bereits in den ersten Wochen. Danach kann man dann eine weitere Platte ersetzen, etc., sodass wenn alle Platten ersetzt wurden, einem der Mehrplatz endlich zur Verfügung steht.

    Will sagen: alle Platten eines RAID-Verbundes kurz hintereinander auszutauschen kann gut gehen, erachte ich aber für keine gute Idee.


    Man sollte auch keine white-label kaufen, die sind i.d.R. umgelabelte Schrott-Platten (platt formuliert).


    Zu guter letzt gilt: Ein RAID (auch nicht mit ZFS) ersetzt kein Backup!

    Daher bei einem kleinen NAS gelegentlich eine (verschlüsselte) USB-Platte anstöpseln und z.B. mittels rsync die Daten sichern und wieder abstöpseln. Im Idealfall diese Platte noch off-side (bei Kumpel, auf der Arbeit, o.ä.) lagern und schon ist man gegen die vier Datenhengste der Apokalypse gewappnet.


    Falls jemand abseits der NAS-Fertiglösungen mal schauen will, so kann ich als Tip XigmaNAS (vormals NAS4Free) oder FreeNAS nennen, womit ich seit mittlerweile 12 Jahren gute Erfahrungen gemacht habe.

    Falls jemand hierzu Fragen hat, gerne via PM, da es anderfalls hier zu OT werden könnte.


    Auf diese beiden Systeme beziehen sich auch meine o.g. Erfahrungen, inwiefern diese auf Fertig-NAS-Kisten übertragbar ist, vermag ich nicht zu sagen.


    Ist schon wieder mehr geworden, als ich eigentlich dachte, schreiben zu wollen... ;)

    Und ganz wichtig: Ich wünsche dem OP viel Erfolg und drücke die Daumen, dass alles gerettet werden kann! :)

  • Berücksichtig werden sollte auch, dass man beim Kauf mehrerer Platten nicht alle aus der gleiche Charge kauft:

    Hier kann es aufgrund Fertigungstoleranzen/Qualitätsunterschiede vorkommen, dass man Pech hat und dann alle Platten kurz nacheinander abrauchen. Zugegeben: ist zwar ein Extremfall, aber möglich. Daher den Kauf aufteilen und von unterschiedlichen Händlern und zeitlich versetzt kaufen - sofern möglich.

    Genaugenommen sollte man im privaten Umfeld - wo meist nur zwei Platten aktiv sind, also nur gespiegelt - sogar von unterschiedlichen Herstellern kaufen

  • Die neuen Platten sind eingebaut und nach einigem hin und her habe ich das DSM neu installieren müssen.

    Wer Synology kennt weiß wie schnell das gemacht ist. Das Backup zurück wollte nicht sauber funktionieren.

    Ich vermute ein Problem beim Erstellen des Backups, weil sie die Plattengesundheit sehr schnell verschlechtert

    hatten.


    Es waren teilweise einige installierte Pakete defekt und reparieren klappte auch nicht mehr. Selbst das

    Backup einiger Daten wollte Hyperbackup nicht mehr vollständig durchführen, so das ich die Daten von

    Hand abgeglichen und kopiert hatte. Aktuell kopiere ich die Daten wieder zurück ins NAS.


    Ausgebaut habe ich eine Seagate Ironwolf NAS (von 2012) und eine WD Caviar Green (einige Jahre jünger),

    weil die eine Seagate Ironwolf NAS ersetzt hatte.


    Die WD war die Problemplatte über einen längeren Zeitraum und produzierte im DSM Meldungen, wenn der

    Speicherplatz im NAS zu Neige ging. Bei der Seagate bin ich mir im Moment gar nicht sicher ob die wirklich

    einen Schaden hat oder ob das DSM nur gesponnen hatte, denn die war durchgehend immer Ok gewesen.


    Die werde ich beide in nächster Zeit in einem alten Rechner testen und berichten.