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Killer-Applikationen für den C64

  • Ich bin ja etwas spät, erst mit einem Amiga eingestiegen -

    und habe erst gegen ´97 meinen EIGENEN C64 bekommen.


    Während ich meine heißgeliebten Arbeitsprogramme für den Amiga

    noch alle besitze, habe ich beim C64 zwar eine riesige Auswahl-

    aber keine Ahnung.


    Zum Texten scheint mir StarTexter echt gut geeignet.

    Läuft auch prima mit meinem MPS1270A.


    Welchen Vorschlag hättet Ihr für Datenbank / Adressprogramm / Zeichenprogramm /

    BannerDruck ...und was fällt Euch noch so an Arbeitsprogrammen ein, die Ihr gerne

    und häufig genutzt habt?


    Ich bin sehr gespannt auf Eure Vorschläge.


    Stefan

  • Mastertext Plus, Giga-Paint, Star-Paint, HI-Eddi, PrintShop, Superbase (Datenbank-Programm), Giga-Cad Plus

    und nicht vergessen Geos und dessen Programme .

    Fuffzehn Mann auf des toten Manns Kiste, Ho ho ho und 'ne Buddel mit Rum. :bgdev


    " Der Mensch ist die dümmste Spezies. Er verehrt einen unsichtbaren Gott und tötet eine sichtbare Natur, ohne zu begreifen daß diese Natur, die er vernichtet dieser unsichtbare Gott ist ."
    -Hubert Reeves, kanadischer Atom- und Astrophysiker. (*1932)

    Edited once, last by 1Byte ().

  • Ich finde, dass die Anwendungsprogramme auf dem C64 größtenteils "schlecht gealtert" sind, wie man so sagt. Sowas wie Datenbank oder Adressverwaltung z.B. macht nicht mehr wirklich Sinn, weil das Erfassen einfach umständlich ist und die Daten nur schlecht mit anderen Devices geteilt werden können. Da würde ich mir moderne Umsetzungen wünschen, die auf einen gemeinsamen Cloud-Datenbestand zugreifen können oder wenigstens irgendwie die Daten aufs Handy zaubern könnten.


    Ich hatte mir damals™ eine Adressverwaltung, die teils in Basic geschrieben war (ich meine, die kam von Data Becker) auf 80 Zeichen (in grün auf schwarz) umgemodelt, um sie mit einer Soft-80Z-Darstellung betreiben zu können. Das sah so schön "professionell" aus. ;)


    Bei Textverarbeitung war früher neben Startexter sicherlich auch Vizawrite sehr beliebt. Recht modern kommen die Programme von Franz Kottira rüber: Jasword (80Z-Textverarbeitung) und Datatool (Tabellenkalkulation). Aber auch hier: Ein Markdown-fähiger Editor mit ISO8859-Unterstützung wäre mir lieber.


    Früher habe ich Newsroom zum Drucken von irgendwelchem Kram verwendet, vor allem wegen der ansprechenden Cliparts. Als Grafikeditoren waren Hi-Eddi+ und Amica-Paint wahrscheinlich recht weit vorne. Als "Hi-Eddi+ kombiniert mit Vizawrite" könnte man PrintFox beschreiben – und natürlich auch den Nachfolger PageFox (nur als Modul). Aber ob man heutzutage wirklich DTP auf einem 1MHz-Rechner machen will? Aber zum Rumspielen kann man das gerne mal antesten.

  • Ich finde, dass die Anwendungsprogramme auf dem C64 größtenteils "schlecht gealtert" sind, wie man so sagt.

    Natürlich, wie auch sehr viele Spiele. Sobald technische Überlegenheit greifen kann (Massenspeicher, RAM, CPU, Grafikausgabe,...), stösst man beim C64 sehr schnell an relativ klar definierte Grenzen, an denen auch Mittel und Wege diese zu überwinden schnell zu lästigen Krücken werden, so dass ein echter "Nutzwert" kaum noch bleibt. Viel mehr als Nostalgie (die für sich genommen natürlich völlig legitim ist) ist da kaum zu erwarten.

  • Natürlich, wie auch sehr viele Spiele.

    Och, bei Spielen würde ich das nicht so unterschreiben. Natürlich gibt es da welche, bei denen man sich denkt: Was fand ich damals daran spaßig? Aber sehr viele alte C64-Games machen immer noch eine Menge Spaß, auch wenn sich die Sehgewohnheiten natürlich geändert haben.


    Viel mehr als Nostalgie (die für sich genommen natürlich völlig legitim ist) ist da kaum zu erwarten.

    Klar, wenn ich von "Nutzwert" fabuliere, dann natürlich im Rahmen dessen, was auf dem C64 vorstellbar ist. Niemand wird seine Dissertation auf einem C64 schreiben wollen – aber Anwendungen sollten nicht mehr Arbeit verursachen, als unbedingt nötig. Ich mache ja gerne irgendwelche Dinge auf dem C64 – aber vor allem, weil der Datenaustausch dank SD2IEC so einfach geworden ist. Sonst hätte ich die alte Hardware vielleicht schon eingemottet und würde mich auf Emulation beschränken. Die Nutzung der alten Hardware darf also nicht ZU sperrig sein. Dieses ewige Konvertieren von Grafiken, Texten und Daten nervt z.B. einfach nur. Ich glaube, man könnte den (nostalgischen) Nutzwert des C64 durchaus erhöhen, wenn es Anwendungen gäbe, die sich weniger sperrig gäben. Warum nicht mal einen kleinen Text auf dem C64/C128 verfassen – wenn man ihn dann einfach durch Umstecken der SD-Karte in den PC weiterverarbeiten könnte (ohne dass dann wieder die Umlaute nicht stimmen oder was auch immer).

  • Ich finde, dass die Anwendungsprogramme auf dem C64 größtenteils "schlecht gealtert" sind, wie man so sagt.

    Natürlich, wie auch sehr viele Spiele. Sobald technische Überlegenheit greifen kann (Massenspeicher, RAM, CPU, Grafikausgabe,...), stösst man beim C64 sehr schnell an relativ klar definierte Grenzen, an denen auch Mittel und Wege diese zu überwinden schnell zu lästigen Krücken werden, so dass ein echter "Nutzwert" kaum noch bleibt. Viel mehr als Nostalgie (die für sich genommen natürlich völlig legitim ist) ist da kaum zu erwarten.

    Einschneidender als die eingeschränkten Ressourcen sind die nicht vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten. Eigentlich müsste es eine verbreitete Standard-Ethernet-Lösung geben für es E-Mail und Chat-Software geben.

    Das ist der Vorteil bei unseren ollen Fernschreibern im i-Telex-Netz. Die sind zwar bis zu 90 Jahre alt, aber wir könnten uns damit Nachtrichten schreiben und chatten. Jeder Teilnehmer kann mit jedem anderen per Fernschreiber kommunizieren. Und das wird natürlich auch genutzt. Inzwischen habe wir sogar einen Chat-Server für die Kisten.


    Auch bei Treffen und Stammtischen kann man C64 & Co nicht vernetzen und gemeinsam zocken. Das wäre für mich die Killerapplikation.


    Klar, es gibt Wlan-Modems- und Ethernet-Lösungen und z.B. den Superkernal mit WLAN. Aber damit kann man bestensfalls Programme und Kernals laden und Dateien hin- und herschrieben. Kommunikation geht damit eher weniger.

  • Für mich war eine der besten Applikationen das BASIC selbst,

    sofern man da von Applikation sprechen kann. Und das inkl.

    der einfachen Ein- und Anbindung an die Hardware: Einschalten

    und loslegen.


    Zur Schulzeit, so ab der 8. Klasse, hatte ich etliche Programme

    zu den Bereichen Mathematik, Physik und Chemie geschrieben.

    Für den Unterichtsstoff waren die Einschränkungen, Speicher

    und Rechengeschwindigkeit, nie ein Hindernis. Daneben hatte

    ich mich noch in Grundlegendes der Informatik eingearbeitet.


    Und auch Heute noch, ich entwickle viel im Bereich FPGA, weiss

    ich den C64, hier natürlich als Emulation, als Entwicklungshilfe

    für etliche Devices zu schätzen: Einfach Tastatur ranklemmen,

    Device per MemoryMap in den C64 einbinden und loslegen,

    dh. lospoken. Für einfache Sachen geht's kaum einfacher.


    Ich hatte in der Vergangenheit auch andere Retro-Computer

    ausprobiert, so gut wie der C64 hat mir in dieser Hinsicht

    kein anderer Computer gefallen.

  • "Damals" waren bei mir natürlich Spiele die Killerapplikation für den C64.

    Aber ich habe tatsächlich mal einen Text für die Schülerzeitung mit Vizawrite geschrieben. Dann gab es noch unsere Programmverwaltung. Die Ur-Version gab es mal in der 64er zum Abtippen. Ein Freund und ich haben die dann weiterentwickelt und verbessert. Damit konnte man dann Listen drucken, die essentiell wichtig waren fürs Tauschen auf dem Schulhof.

  • Och, bei Spielen würde ich das nicht so unterschreiben. Natürlich gibt es da welche, bei denen man sich denkt: Was fand ich damals daran spaßig?

    Klar, die gibt's. Und natürlich viele Klassiker, die zu spielen so nur in der C64-Fassung das nostalgische Erlebnis wiederspiegeln. Wie es sich anfühlt, wie es aussieht, etc. Aber wenn es ums "schlecht gealtert" geht: ich bin von Haus aus (auch) simulationsaffin, und fand damals Simulationen (Fahr, Flieg) auf dem C64 genial. 3D-Grafik, mit Joystick, ist ja wie im Flugzeug. Aber sobald man einen PC mit gescheiter Grafik und analogem Joystick parat hatte, konnte keine Sim auf dem C64 dem zwangsläufig mehr das Wasser reichen. Wenn ich sowas heute anstarte, denkt man sich sehr sehr schnell "Herrschaftszeiten ist das schlecht" (gealtert...). Oder Thema Textadventures drüben - warum mich heute mit Nachladezeiten und 40-Zeichen rumärgern wenn ich das auch in schnell und schön auf anderen Plattformen haben kann? Hin und wieder mal aus Nostalgiegründen anstarten "wie es sich damals angefühlt hat", klar, aber so richtig "machen"? Nee lass mal. Und wenn ich heute meinetwegen Zak McKracken reinschmeisse, dann sicher nicht auf dem C64 mit klappriger Grafik und umständlicher Joystickbedienung, sondern unter ScummVM die Version vom FM-Towns mit 256 Farben und Mausbedienung, da habe ich inhaltlich das exakt gleiche Spiel nur eben in gut. Die Grenzen des C64 machten viele Dinge eben wirklich umständlich und unbequem, das war bei Anwendungsprogrammen nicht wirklich anders.

  • Die Nachladezeiten oder 40 Zeichen bei Textadventures stören mich tatsächlich garnicht mal. Mich nervt's eher das manche Textadventures irgendwie Eingabemasken haben, bei denen man betont langsam tippen muss, damit die Zeichen auf dem Bildschirm auch wirklich erscheinen. Dazu gehört z.B. leider auch das neuere Hibernated 1. Ich weiss nicht woran das liegt. Manche Textadventures haben das einfach, und das nervt wenn "mal wieder" ein Buchstabe beim tippen geschluckt wurde.


    Aber was ernsthafte Anwendungen angeht, würde ich heute einen einfachen Text Editor benutzen, welcher ohne besondere Formatierungen eine einfache ASCII Datei speichert. Auf wunsch auch als PRG direkt mit Leseprogramm eingebaut. Ohne Schmancy-fancy wie Musik, fonts, oder "zuschauen wie's geschrieben wurde".


    Gibt's den? Und wenn ja, welchen nehme ich da?

    Ich finde nur 1001 versionen von Office Lösungen mit jeweils eigenem Format.

  • Einschneidender als die eingeschränkten Ressourcen sind die nicht vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten. Eigentlich müsste es eine verbreitete Standard-Ethernet-Lösung geben für es E-Mail und Chat-Software geben.

    Ja, das wäre ein wichtiger Schritt, wenn man den C64 wirklich mal wieder anwerfen will, ohne ausschließlich spielen zu wollen.


    Aber was ernsthafte Anwendungen angeht, würde ich heute einen einfachen Text Editor benutzen, welcher ohne besondere Formatierungen eine einfache ASCII Datei speichert.

    Das ist im Prinzip das, was ich oben schon gewünscht hatte. ASCII sollte man heutzutage aber nicht mehr nehmen, da gibt es besseres, wie ISO8859-15 – da hat man in 8 Bit ganz Westeuropa mit abgedeckt. Und mit rudimentärer Markdown-Unterstützung könnte man die Texte sogar grob formatieren, ohne den C64 zu überfordern.


    Solche Anwendungsfälle (und mehr) hatten wir nach einer gewissen Diskussionsphase im Visier, als wir in diesem Thread über ein neues OS (für manche nur GUI-Aufsatz) für den C64 nachdachten.


    Denn preisgünstige und Ressourcen-schonende TCP/IP-Anbindung, moderne Textkodierung, flexible Massenspeicher-Unterstützung, einfacher Datenaustausch, Formular-Masken, Copy & Paste, Instant-On etc. sind für viele denkbare "Anwendungen" eine Notwendigkeit (oder zumindest sinnvoll) – warum sollte man diese Services also nicht zentral vorhalten, sodass Anwendungs-Entwickler nicht jedesmal das Rad neu erfinden müssen?


    Wie gesagt, die meisten alten Anwendungen taugen nur noch als Museum-Objekte, um zu gucken, wie es früher mal war – aber "machen" kann/möchte man damit eigentlich nicht mehr viel (lobenswerte Ausnahmen ausgenommen). Ich kann mir aber nach wie vor vorstellen, dass man mit einer neuen Generation von kleinen Anwendungen den C64 vielleicht doch mal die eine oder andere Stunde pro Woche anwirft und damit "was macht". (Ich habe aber von anderen gehört, dass das bei ihnen anders wäre, man sich also nicht zu viel davon versprechen sollte).

  • Startexter 5.02 benutzte ich heute noch für meine private Kommunikation.

    Druckst du die Texte dann aus und verschickst sie als Brief oder wie kommen die Texte aus dem C64 in die Außenwelt?

    Ausdrucken - > Faxgerät.... ;)


    Ich habe relativ gutes PC Equipment, mit dem ich meine private Post erledige.

    Das ein oder Andere wird auch heute noch per Brief versende.

    Klaro erledige ich 90% 'digital'. Aber aus den restlichen 10% mach ich mir nen Spaß.

    Da ist ein handgeschriebener Brief genau so dabei, wie einer auf Endlospapier vom C64.


    Ich möchte eine SD fertig machen, mit 5 bis 6 "seriösen" Programmen.

    Zum Mitnehmen und Zeigen.

    Eure Vorschläge sehe ich mir an- und freue mich jetzt schon drauf.



    Stefan