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Assy 250407, Rev B - nur schwarzer Bildschirm, auch Module gehen nicht

  • bei mir herrscht lange Stille zwischen den Sync-Pulsen.

    Logisch... bei einem BlackScreen.


    Du solltest folgendes sehen: H-Sync (deutlich unter BlackLevel), einen ColorBurst, eine kurze sog. Schwarzschulter (Signal auf BackLevel) und einen Spike auf WeißLevel (den macht der VIC immer, liegt aber im Overscan, ist also am Bildschirm nicht zu sehen). Der Rest sollte auf BlackLevel liegen bis zum nächsten H-Sync.


    Das Rauschen auf dem Chroma sind diese AEC-Streifen

    auf den geschilderten schwarzen Bildschirm mit vertikalen Streifen.

    Wie gesagt: das sind wohl AEC-Streifen.


    Also: die Kiste macht ein Bild, wenn auch nur ein schwarzes. Aber du kannst ja mal Bilder von deiner Messung machen.


    Cooles Vintage-Scope btw . ;)

    Danke ;)

    Ich hab auch andere (so 3-4 :D ) aber auf die schnelle kein passendes Bild auf der Platte gefunden.


    Ich hab aber noch ein von einem Siemens Oszillarzet. Im Prinzip das gleiche: schwarzer Bildschirm mit hellgrauer Einschaltmeldung:

  • So, ein paar schnelle Messungen. Zuerst SYNC/LUM und COLOR am VIC:

       

    Die Frequenzmessung von Kanal im ersten Bild scheint stimmig: 15.64KHz entspricht ziemlich genau 25Hz bei 625 Zeilen.

    Wie gesagt: keine Aktivität zwischen den Sync-Pulsen außer dem kurzen Burst auf dem COLOR-Ausgang.


    Und ab und zu sieht man halt die vertikale Abtastlücke:

       


    Auf der DIN-Buchse an Pin 1 und 6 sieht das Signal praktisch identisch aus, nur der Pegel ist deutlich niedriger:


    Also wie gesagt: der VIC gibt ein Bild aus, aber es ist (ziemlich) komplett schwarz.


    Ansonsten sind die ersten Lieferungen eingetroffen, also kann ich am Wochenende zumindest die PLA tauschen.

  • Also ich denke, die VIC-Untersuchung kannst du jetzt beenden, der VIC läuft ... :)


    [EDIT] Vielleicht doch noch nicht ganz :D ... /RAS und /CAS würde ich noch schnell anschauen. [/EDIT]


    Wenn die CPU nicht anläuft und aus dem Kernal die Reset-Routine lädt, wird der VIC nicht initialisiert -> schwarzes Bild.


    Ich würde jetzt auch nicht am Dead Test Cartridge den Fehler suchen, sondern mich dem PLA widmen, das ist der heißeste Kandidat. Möglich wäre noch ein RAM oder ROM, das den Bus blockiert, aber dann werden die allermeistens auch heiß. Daher: PLA auslöten und mal einen Ersatz, z. B. EPROM-PLA aus dem Marktplatz einbauen.

  • OK, noch ein paar Messungen.


    RAS/CAS am VIC - sieht für mich OK aus

      


    CS und RW am VIC - mal abgesehen von den garstigen Signalen auf RW: auf CS sehe ich nichts außer Übersprechen. Das ist wohl eher nicht so gut, oder?
      


    Soweit ich sehe, kommt der CS von U15 / 74LS139 - bei mir ja ein MOS 7711.

    Der ist eh gesockelt und war ein Tauschkandidat fürs Wochenende.


    Spaßeshalber Bilder von DB0 und DB1 der CPU. Die Pegel finde ich teils etwas beunruhigend, aber definitiv Aktivität.

       


    Last but not least noch CS des Kernal-ROMs und Phi0 (Pin1) der CPU:

    Würde ich jetzt mal als "vermutlich OK" einstufen.


    Also ist der Plan: U15 tauschen, dann die PLA und wenn es dann immer noch nicht tut, die anderen MOS 77xx-Kandidaten.

    Wenn es dann immer noch schwarz sehe (was bei meinem Glück zu erwarten ist), muß ich ernsthaft darüber nachdenken, noch weiter Geld und Zeit zu versenken.

    Wenn ich so weiter mache, hätte ich mir auch gleich einen Ultimate 64 bestellen können.

  • Wenn der C64 nicht läuft, wird der VIC nicht angesprochen, daher kann kein /CS kommen. /RAS und /CAS sehen normal aus. Das verbogene /WR kann ich mir im Moment nicht erklären, würde mich aber jetzt nicht beruhigen beunruhigen.


    Aktivität auf Daten- und Adressbus der CPU ist normal - die CPU versucht, den Reset-Vektor zu lesen und scheitert offensichtlich damit (crasht oder loopt dabei) - und die CPU macht bei jedem Takt einen Bus-Zugriff (hardcodiert), ob erforderlich oder nicht, daher siehst du da was. Dazu passt auch der Kernal-ROM-Zugriff - der Reset-Vektor wird ja aus dem Kernal gelesen.


    Bzw., was es auch sein könnte: VIC-Zugriffe auf den Datenbus in der VIC-Phase von Phi2.


    Wie sind die /CS der anderen ROMs?


    {EDIT]

    Wenn es dann immer noch schwarz sehe (was bei meinem Glück zu erwarten ist), muß ich ernsthaft darüber nachdenken, noch weiter Geld und Zeit zu versenken.

    Die PLA kostet nicht alle Welt, schon gar nicht als EPROM-PLA zum Test. Die TTLs auch nicht. Maximal eine CPU musst du anschaffen, falls diese wirklich der Grund sein sollte (glaube ich nach den Bildern zu urteilen eher nicht).

    Wenn ich so weiter mache, hätte ich mir auch gleich einen Ultimate 64 bestellen können.

    Das wäre dann aber ein billiges U64, selbst wenn du das komplette Board durchtauschen müsstest. ;)


    [/EDIT]

  • Und die PLA (wie auch CPU) ist auch gerne mit dabei, wenns um defekte IC's geht..

    Also wenn das DeadTest schon nix macht, dann ist die PLA auch ein ganz heißer Kandidat.

    What ADAC says

    sondern mich dem PLA widmen,

    :rolleyes::whistling::D


    [EDIT: Aus der Zukunft ... ]

    einfach mal die PLA tauschen.

    :thumbsup:


    [/EDIT]

  • Auf das Basic-ROM sollte ja nicht zugegriffen werden, oder? Und an das Character-ROM komme ich nicht gut ran, solange es vom Kernal-Adapter verdeckt ist.

    Leider zieht sich der Kernal-Austausch wohl noch länger hin und ganz ohne Kernal müßte ich wieder dem Dead-Test vertrauen. Ich könnte derzeit auch das Character-ROM nicht ersetzen, also lohnt sich das Forschen in diese Richtung nur begrenzt.
    Die PLA und die ganzen 74LS-ICs habe ich übrigens schon. Insofern steht einem Austausch zumindest der PLA und von U15 morgen nichts außer meiner Trägheit im Weg.

    Ich habe zumindest noch einen Funken Hoffnung, daß ich nach dem Tausch der PLA und/oder einiger MOS 77xx-Zombies den Dead-Test zum Laufen kriege.


    Was den/das U64 angeht: bislang habe ich für ICs, Sockel, Kondensatoren, Adapter usw. noch keine Unsummen ausgegeben, aber mit Porto usw. kommt da auch schon was zusammen. Falls ich noch VIC, CPU, CIAs, RAMs und SID ersetzen müßte, würde es langsam echt teuer. Und dann habe ich immer noch keine Möglichkeit, Programme zu laden und mein Netzteil ist über kurz oder lang ein Todeskandidat. Also noch SD2IEC, eventuell ein EasyFlash und ein neues Netzteil und dann bin ich mit Sicherheit in der Größenordnung eines U64. Ich rede mir halt ein, daß man das so nicht sehen darf. Es wäre vermutlich so oder so vernünftiger gewesen, mir einen funktionierenden C64 zu kaufen, aber ich wollte halt "meinen" nochmal zum Laufen kriegen.

  • Auf das Basic-ROM sollte ja nicht zugegriffen werden, oder? Und an das Character-ROM komme ich nicht gut ran, solange es vom Kernal-Adapter verdeckt ist.

    Wenn das PLA defekt ist unter Umständen eben schon.

    Leider zieht sich der Kernal-Austausch wohl noch länger hin und ganz ohne Kernal müßte ich wieder dem Dead-Test vertrauen. Ich könnte derzeit auch das Character-ROM nicht ersetzen, also lohnt sich das Forschen in diese Richtung nur begrenzt.

    Das wäre ja geradezu ideal, wenn mit Dead Test trotzdem der Kernal angesprochen würde -> 99,9 % PLA.

    Ich habe zumindest noch einen Funken Hoffnung, daß ich nach dem Tausch der PLA und/oder einiger MOS 77xx-Zombies den Dead-Test zum Laufen kriege.

    Ich setze fünf Euro drauf, dass das klappt. :D

  • Falls ich noch VIC, CPU, CIAs, RAMs und SID ersetzen müßte, würde es langsam echt teuer. Und dann habe ich immer noch keine Möglichkeit, Programme zu laden und mein Netzteil ist über kurz oder lang ein Todeskandidat.

    ... das sind schon seit Jahren die üblichen *Probleme* ... nix Besonderes also. ;)

  • Ich setze fünf Euro drauf, dass das klappt. :D

    Da gehe ich mit.:thumbup:


    Falls ich noch VIC, CPU, CIAs, RAMs und SID ersetzen müßte

    Das glaub ich eher nicht.


    mein Netzteil ist über kurz oder lang ein Todeskandidat.

    Kann man relativ einfach auf Schaltregler umbauen (hab ich auch hier). Dann wird das auch nicht mehr so heiß.


    Gruß, Gerd

  • Da gehe ich mit. :thumbup:

    Ich wette 5 €, dass ein anderes Einschaltbild kommt.

    Komisch, keiner setzt dagegen. :bgdev

    mein Netzteil ist über kurz oder lang ein Todeskandidat.

    Kann man relativ einfach auf Schaltregler umbauen (hab ich auch hier). Dann wird das auch nicht mehr so heiß.


    Gruß, Gerd

    Regler R-78Bxx-1.5 für C64 Umbau

    :thumbsup:

  • Kann man natürlich machen, aber der Trafo ist dann immer noch für 220V ausgelegt und ein Schaltregler für 5V ohne entsprechenden Ausgangsfilter speist halt noch mal mehr hochfrequente Störungen ein. Und da herrscht ja in der ollen Kiste eh kein Mangel. Davon abgesehen erzeugen viele dieser Dinger Spannungsspitzen beim Ein- und/oder Ausschalten bzw. regeln die Spannung erst ab einer bestimmten Last einigermaßen. Und wenn man sich ein vernünftiges Netzteil mit Filter, Sicherungen, Überspannungsschutz usw., zusammenbaut und ganz ehrlich zu sich selber ist, spart man nicht viel im Vergleich zu den Angeboten diverser polnischer eBay-Anbieter - von der Arbeitszeit ganz abgesehen.

    Ehrlich gesagt habe ich eh einen Haufen von Projekten, die ich in diesem Leben wohl nicht mehr abgearbeitet bekomme. Aber egal, erst mal will ich meinen ranzigen Brotkasten nochmal laufen sehen.

  • aber der Trafo ist dann immer noch für 220V ausgelegt

    Dem ist das sowas von Latte....


    Davon abgesehen erzeugen viele dieser Dinger Spannungsspitzen beim Ein- und/oder Ausschalten bzw. regeln die Spannung erst ab einer bestimmten Last einigermaßen.

    Hast du Erfahrungen damit? Also IRL?

  • Spannungsspitzen bei Schaltnetzteilen beim Einschalten oder Abschalten der Versorgungsspannung sind ein allgemeines Problem. Das Thema kommt immer mal wieder hoch, meistens wenn Leute mit China-Labornetzteilen eine Schaltung abgefackelt haben.

    Ich erinnere mich an diverse Diskussionen bei Mikrocontroller.net, EEVBlog usw.

    Und das sind in der Regel mmerhin noch Labornetzteile und nicht irgendwelche Module, die nicht unbedingt dafür entworfen wurden, empfindliche Elektronik zu versorgen.

    Einfach mal nach "Spannungsspitze Schaltnetzteil" oder so googeln.

  • Spannungsspitzen bei Schaltnetzteilen beim Einschalten oder Abschalten der Versorgungsspannung sind ein allgemeines Problem.

    Ist beim C64 aber kein wirkliches Problem. Da sind genügend dicke Elkos drin die das abfangen.

    Mir ist kein Fall bekannt bei dem ein C64 aufgrund dessen kaputt gegangen ist.

  • Spannungsspitzen bei Schaltnetzteilen beim Einschalten oder Abschalten der Versorgungsspannung sind ein allgemeines Problem. Das Thema kommt immer mal wieder hoch, meistens wenn Leute mit China-Labornetzteilen eine Schaltung abgefackelt haben.

    Ich erinnere mich an diverse Diskussionen bei Mikrocontroller.net, EEVBlog usw.

    Und das sind in der Regel mmerhin noch Labornetzteile und nicht irgendwelche Module, die nicht unbedingt dafür entworfen wurden, empfindliche Elektronik zu versorgen.

    Einfach mal nach "Spannungsspitze Schaltnetzteil" oder so googeln.

    Ja, statt einem China-Labornetzteil nehme ich viel lieber einen solides Netzteil von Gossen, das auch gerne älter sein darf.

    Hier ein Beispiel:

    https://www.ebay.de/itm/Gossen…91e066:g:hTkAAOSwDyRdyofl


    Da bekommt man was gutes für kleines Geld.