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Amiga 600 startet erst nach ein paar Minuten - Nur Caps Lock leuchtet

  • Hallo,


    da ich neu im Forum bin möchte ich mich kurz vorstellen.

    Ich bin männlich 37 Jahre alt, wohne im Unterallgäu und besitze seit 1993 einen Amiga 600.

    Dieser wird auch von zeit zu zeit zum zocken herausgekramt.


    Nun zu meinem Problem.

    Wie ihr euch denken könnt, geht es um eben diesen Amiga.

    Er lief all die Jahre Problemlos, bis ich ihn nach circa einem Jahr Ruhepause letzte Woche einschalten wollte.

    Die Caps Lock Lampe leuchtete und sonst machte er keinen Mucks.

    Nach mehreren versuchen lies ich ihn mal 5 Minuten an und siehe da er startete.

    Nach etwas Recherche vermutete ich, dass es die Kondensatoren sein könnten.

    Ich habe nun alle, außer die großen Elkos ersetzt, diese sehen jedoch auch noch sehr gut aus.

    Ich muss dazusagen, ich hatte bisher keine Erfahrung beim löten solcher Kerkos, daher sind diese auch alles andere als professionell verlötet :S

    Das Problem ist nun, dass Fehlerbild hat sich nicht verändert, bzw. vielleicht geringfügig.


    -Ich schalte ihn ein

    -Nur die Caps Lock leuchtet

    -Es dauert 2-3 Minuten, dann fängt die Caps Lock an zu blinken und Sekunden später startet er

    -Es leuchtet aber weder Power, noch Floppy, sonst scheint aber alles zu funktionieren


    Schalte ich ihn danach aus und gleich wieder an, so läuft er sofort.

    Warte ich zehn Minuten, so braucht er wieder 2-3 Minuten.


    Hat jemand einen Rat für mich woran dies liegen könnte?

  • Torben1991

    Hallo Torben,


    anbei das Foto. Bitte nicht zu genau auf die Kerkos schauen, dass ist echt peinlich.

    Da er aber grundsätzlich noch läuft, scheinen sie ja wider erwartend doch zu funktionieren.

    Bei dem LM555 sehen tatsächlich einige Beinchen etwas vergammelt aus.

    Könnte das die Ursache sein?

    Könnte man das Bauteil testen?

    Einen Spannungsprüfer hätte ich da.

    Wenn es defekt ist, kann man dieses noch kaufen oder sieht es mit Ersatz eher schlecht aus?


    Wizards71 nein habe ich noch nicht gemacht.

    Wie sehen die korrekten Werte aus?


    Vielen Dank euch.

  • Für mich sieht es so aus das die ausgelaufenen SMD Elkos bereits diverse Lötstellen und Bauteile angegriffen haben. Das ist unter anderem daran zu erkennen das die Lötstellen nicht mehr glänzen. An all diesen Stellen müssten die Bauteile runtergekommen werden, die Stellen gereinigt, inspiziert, das alte Lötzinn entfernt, Leiterbahnen geprüft und nach gearbeitet werden, Durchkontaktierungen überarbeiten usw.

    Das ist leider ein Fall für Profis.


    Edit

    Das dir das Kerkos einlöten nicht gut von der Hand gegangen ist wird warscheinlich daran liegen das die SMD Elko Suppe dort noch gestört hat.

  • Also bei EBay kriegt man die LM555 10 Stück für 1,60+1,80 Porto.


    Grundsätzlich kann bei einem Amiga viel dazu führen das er verzögert startet, aber 2-3 Minuten deutet schon auf den LM555 hin.


    Kaputte Floppy sind eher so 10 Sekunden, fehlende Festplatte 30 Sekunden Verzögerung.


    Das weder Power noch Floppy LED leuchten könnte daran liegen das sich auf dem LED Träger ein Kabel gelöst hat oder in dem Bereich auch etwas im Argen ist.


    Torben

  • Wofür ist der LM555 zuständig und passt das Fehlerbild, nämlich das wenn er einmal läuft und ich ihn danach kurz ausschalte und wieder an, dass er dann sofort läuft, wirklich dazu?

    Ich möchte ihn ungern umsonst auslöten, da mir das einlöten, nicht gerade simpel erscheint.

    Kann man ihn irgendwie brücken, so dass der Amiga dann anspringen müsste, sollte es daran liegen?

  • War da nicht mal was wenn das Diskettenlaufwerk defekt ist dauerts auch gefühlt ne ewigkeit bis der startet?


    Hast ein ersatzLaufwerk zum Testen? Bevor du da wild drauf los Lötest :)

    Das Laufwerk hatte ich schon mal getauscht. Ich hatte aber noch das alte hier rumliegen und es mal mit dem getestet. Leider besteht das Problem damit weiterhin, bzw. ist gefühlt sogar schlimmer.

  • Wofür ist der LM555 zuständig und passt das Fehlerbild, nämlich das wenn er einmal läuft und ich ihn danach kurz ausschalte und wieder an, dass er dann sofort läuft, wirklich dazu?

    100%ig kann ich Dir das auch nicht sagen aber der LM555 bestimmt die Zeit die der Amiga zum starten bzw. zum Reset benötigt. Wenn da was nicht passt gibt er das Signal verzögert, zu früh oder auch garnicht frei. Wenn die Lötstelle des einen Kondensators den du da eingelötet hast nicht 100%ig ist kann das schon die Ursache sein oder das IC hat einfach eine Macke.


    Es gibt sicher noch zig andere Möglichkeiten aber man sollte eine nach der anderen abarbeiten.


    Du kannst ja mit einem Oszilloskop an den Collector von Q511 gehen und kucken was sich dort nach dem Eionschalten tut.


    Torben

  • Wie MalleB bereits erwähnte schrint da wohl elkosiff schon sein unwesen getrieben zu haben. Paar leiterbahnstellen sind schwarz, evtl. ist darunter schon das kupfer angefressen. Ich würde die kerkos erstmal wieder runterwerfen und säubern, dann mal ihne kerkos die bahnen messen ib das noch alkes astrein ist. Nunja, besser du gibts das jemandem der versteht was er da genau tut. Deine lötkünste sind doch noch sehr verbesserungswürdig. Die großen elkos auch tauschen. Netzteil aber vorher nal ein anderes testen. Der tip mit dem LM555 ist auch gut :)

  • Na ja ich hatte mit diesen drei Kerkos angefangen und noch dazu den Elko Siff trotz Alkohol nicht richtig wegbekommen. Daher sehen die Lötstellen auch so aus. Die übrigen sehen besser aus.

    Noch dazu habe ich noch nie vorher so etwas filigranes gelötet.


    Das Board von einem Fachmann überholen zu lassen habe ich auch schon überlegt. Es ist nur die Frage ob sich das bei einem Amiga 600 mit wohl nicht gerade geringer Beschädigung lohnt.

  • Das Board von einem Fachmann überholen zu lassen habe ich auch schon überlegt. Es ist nur die Frage ob sich das bei einem Amiga 600 mit wohl nicht gerade geringer Beschädigung lohnt.

    Naja sehen wir die Sache realistisch.


    So ein 600er ist um die 100-150 Euro Wert. Wie ein Totalschaden hört sich das bei Dir nicht gerade an.


    Reparieren kostet Dich sicher 2x6 Euro Porto plus 30 Euro Taschengeld für den der das Dir macht.



    Torben

  • Hi, auf dem Bild sieht man wie das Elektrolyt schon die umliegenden Bauteile und Lötstellen geschädigt hat.

    Das wird auch in den anderen Bereichen so aussehen. Bau das Board erst mal aus und reinige das ordentlich mit isopropanol.

    Der „Fischgeruch“ beim löten kommt nicht von ungefähr. :P


    Leiterbahnen und VIAs sind da im schlimmsten Fall schon so geschädigt, dass die Kiste irgendwann einfach nicht mehr an geht.
    Aus welcher Gegend kommst denn du?

  • Hallo,

    bevor Du "herumdoktorst", miss erstmal alle durchkontaktierungen durch , beidseitig. Diese können zerfressen sein, auch wenn mit bloßen Auge nichts zu sehen ist, dafür reicht ein Multimeter. UND der Kerko über U14 prüfen, der ist schon verfärbt, sowie beide Pads vermutlich verbrannt, die dunklen Stellen am Mainboard sehen stark danach aus. Vor weiterem Lötkolbeneinsatz: Flussmittel kaufen, z.b. Lötfett von Stannol. Du hast beim löten zuviel Hitze eingestellt oder warst zu lange drauf... deswegen sieht das auch so bescheiden aus. Bei Lötfett kannst Du zur not auch die Lötkolbenspitze eintunken und direkt an so einen Lötpunkt dran, das Lot schmilzt besser, früher und glänzt hinterher auch so wie es soll, klappt auch mehrfach hintereinander. Lötkolbenspitze: angeschrägt oder notfalls meisselförmig... bleistiftspitz ist eher was für Leute die damit umgehen können

    MfG

    Jan

  • Hallo.

    Wenn ich etwas dazu beitragen könnte.

    Ich hatte vor 2 Wochen das gleiche Problem.

    Mein 600er lag 5 Jahre im Schrank.

    Beim ersten einschalten alles Top.

    Nach ca. 5 Minuten schwarzes Bild.


    Alle anschließenden Startversuche verliefen wie bei NCC1701.

    Nach einiger Zeit Aus ließ er sich sofort starten. Dann wieder ging er erst nach 5Minuten an.

    Capsloc Dauerleuchten und schwarzes Bild.


    Hatte dann alle Ellis gegen Kerkos getauscht.

    Keine Besserung. Der 555 sah ähnlich angegammelt aus.

    Habe dann gegoogelt wofür der 555 gut ist.

    Soll als Zeitglied einen kurzen Reset beim Start geben.


    Hatte noch ein NE555 DIP rumliegen und hab da mal Lackdraht an die Beine gelötet und testweise mit dem Board verbunden. Den alten 555 natürlich vorher raus.

    Und siehe da , der 600er startet wieder wie eine Eins.


    Muss mir noch einen 555 in SMD besorgen.

    Allerdings dabei ich jetzt noch ein Bildproblem.

    Rot Grün flackern.

    Hatte herausbekommen das der C459 nicht immer als Kerko funktioniert.

    Also einen normalen 22uF Elko rein. Das Bild war wieder Top.

    Jetzt nach ein paar Tagen flimmert es wieder wenn ich die Maus bewege. Bei statischem Bild ist das rot flimmerfrei.

    Ist der Elko Mist oder hat jemand noch eine Idee?


    Danke für Ideen.

  • Hallo,

    vielen Dank für die Tipps.


    Es lag, wie viele schon vermutet haben am LM555CM.

    Ich habe nun einen NE555 eingelötet und er startet wie am ersten Tag.


    Nun habe ich noch einige Fragen zu den Kondensatoren.

    Wie ihr ja festgestellt habt, sind diese nicht gerade perfekt verlötet.

    Ich möchte aber auch ungern wieder neue Baustellen aufreisen, besonders weil schon ein paar Lötpads nicht gerade mehr perfekt fest waren und ich diese nicht gänzlich verlieren möchte.

    Ich habe hier im Forum gelesen das der A600 auch ohne Kondensatoren läuft.

    Was hat es also für Auswirkungen sollte einer der Kondensatoren nicht richtig Kontakt haben?

    Kann man im verbauten Zustand prüfen ob einer der Kondensatoren nicht funktioniert?

    Einen einfachen Spannungsprüfer hätte ich.


    Vielen Dank.