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Disketten aus der Bucht und derer Annoncenseite

  • Hi, ich möcht euch fragen wie ihr das Thema "Neuzugang" gebrauchter Disketten angeht.


    Meine Erfahrung betreffend "Kellerfund" oder "Dachbodenfund" ist zuletzt (letzte drei Käufe) gegen ~50% unbrauchbar bei solchen Einkäufen gewesen.

    Oft ist ein Teil der Disks verschimmelt oder verstaubt und verschimmelt.


    Der Geruch der Datenträgerhüllen ist ebenfalls nicht zu ignorieren, ähnlich einer hochansteckenden Krankheit die durch die Luft übertragen wird und alles in unmittelbarer Nähe kontaminiert.


    Disks mit sauber glänzenden Datenträgeroberfläche bereiten dauerhaft im Einsatz keine Probleme und alles verhält sich so wie in den 80er Jahren, als alles noch annähernd neu war.


    Mit verschimmelt meine ich, daß auf der Oberfläche der Datenträgerscheibe Spuren von verdunsteter Flüssigkeit, eine Art Ablagerung deutlich zu sehen ist, oder diese Oberfläche schlicht matt ist und teilweise matt mit Abdruckschattierung von der innenliegenden Fließstrucktur überzogen.


    Mit solchen Datenträgern ruiniert man sich ohne Inspektion und Vorbehandlung mittelfristig die Floppy.

    Solche Disk konnte ich in einem Reinigungsversuch im Verhältnis 1:3 wieder brauchbar machen. Der Aufwand ist jedoch enorm und oft nach der zweiten Reinigung erst von Erfolg gekrönt. Nach der dritten Reinigung ist nichts mehr zu retten.


    Unterdessen reagieren die drei 1541 II und eine 1541 sehr unterschiedlich auf solche Datenträger betreffend der Anhaftung von Schmutz am S/L Kopf.


    Wie ergeht es euch mit solchen Datenträgern und worauf achtet ihr beim Kauf dieser gebrauchten Datenträger?


  • Ich kaufe hie und da eine Box die als in sehr gutem Zustand beschrieben wird und gebe lieber einen Euro mehr aus. Bislang hatte ich Glück damit und nur sehr wenig Ausschuss.

  • Selbst aus zuverlässiger Quelle, aktuell nur 3,5", sind nur so 60-70% Erfolgsquote zu verzeichnen. Im A1K-Forum gibt es 'Großhändler' für Disketten zum etwa halben Ebay-Normalpreis.

    Mit 5,25" hatte ich bislang mehr Glück, das ist dann wirklich schlechte Lagerung. Und dann riechen die auch. Das ist ein ziemlich untrügliches Zeichen für schlechte Ware. Da ist dann 95%

    Ausschuss, wo sonst mal 5 oder 10 % höchstens hinüber sind. Schlimmer sind die kleineren Disks vom Amiga z.B. 3,5" bekommt auch Krebs bei guter Lagerung, der dann wie Pilzmyzele aussieht.

    Das ist aber wohl so eine Art anderer Rost. Denn eigentlich ist die Diskette ja schon Eisenoxid... der wird dann nochmal umgebaut je nach Qualität des Binde- und Trägermaterials der Diskette.

    Wobei solche Disketten durchaus noch funktionieren können. Aber die Rauhigkeit möchte man dann dem SL-Kopf doch nicht antun.

  • Ich habe vor kurzem rund tausend Disketten für den Amiga gekauft.

    Es kommt offenbar wirklich hauptsächlich auf die Lagerung an.

    Der ältere Herr hatte den Kram nicht im feuchten Keller gelagert sondern im Schrank des Arbeitszimmers seines Neubaus aus den 90ern.

    Bisher keine Ausfälle, keine quitschenden schmierenden Disketten.

    Ist für mich wie ein Lottogewinn.

    Meine eigenen von damals sind komplett Schrott leider.

  • Hatte auch vor einiger Zeit sehr viele Disketten gekauft, waren in einem Zimmer gelagert, so gut wie keine Ausfälle.

  • -trb-   eisdielenbiker


    Diese Methode funktioniert nur bedingt und ist für sehr leicht verschmutzte Datenträger wohlmöglich ausreichend.

    Ich habe da schon gröbere Geschütze genutzt.

    Wattestäbchen und isopropyl Alkohol. Vorher ein Mix aus Spüli und Glasreiniger was eigentlich noch besser war.

    Wäre interessant das noch mal zur ruhigen Stunde zu wiederholen um einen Vergleich zu bekommen.


    3,5" Disketten kann man so wieder funktionsfähig bekommen.

    Ich hatte da eine kleine Box mit Original PC Software ersteigert.

    Unter anderen Dos 6.22 und Win 3.11 Installationsdisketten die fehlerhaft lesbar waren. Nach der Reinigung Tip-Top

    Ebenfalls Amiga Disketten mit WB 1.3 und 3.1 regeneriert.

  • Das mit Alkohol reinigen habe ich auch gelesen, man war sich nur nicht sicher ob die Magnetschicht dabei nicht beschädigt wird.

  • Ich habe mal eine Diskette die Schimmel hatte 5.25" knallhart mit Küchenpapier und Glasreiniger gesäubert.In eine andere Hülle gesteckt und diese auf eine andere Diskette kopiert.

    Ging auch :D


    Da waren meine C16 Basic Gehversuche von 86/87 drauf.

    Schon witzig das nach all der Zeit wieder zu entdecken.

  • Ich muss sagen, das ich bei 5 1/4 Disketten bislang nur sehr wenige hatte, die nicht lesbar waren.

    Auch aus dem großen Nachlass, den wir geerbt haben waren die meisten Disketten die seit mindestens 20 Jahre nicht optimal gelagert waren (immerhin trocken) einwandfrei lesbar.


    Eine Auffälligkeit ist bei den hier abgebildeten bunten JVC Disketten deutlich geworden!

    Hier bröselt das Material der Hüllen!

    Gelagert waren sie genauso wie, und zwischen schwarzen Disketten unterschiedlicher Hersteller.

    Die bei denen ich mich getraut habe sie noch in die Floppy zu stecken, waren die Daten auch noch lesbar. So konnte ich noch ein paar kopieren.

  • ...und ich habe neue, original verschweißte, schwarze NoName-Disketten, die sich wie Bananen verzogen haben und dementsprechend ganz fürchterlich schleifen.

    Ich vermute das waren Lagerfehler in Verbindung mit irgendwelchen Lösungsmitteln in der Werkstatt, wo sie lagerten, weil sie einem Lackierer gehörten. Oder kennt das jemand ?

  • Das mit Alkohol reinigen habe ich auch gelesen, man war sich nur nicht sicher ob die Magnetschicht dabei nicht beschädigt wird.

    Bitte kein IPA verwenden ... nur etwas Wasser. 1 Tropfen Wasser an einem Ende des Wattestäbchens ... mit dem anderen Ende trockenpolieren. Sehr zeitaufwändig ... rettet aber schon sehr viel.

  • Mit solchen Datenträgern ruiniert man sich ohne Inspektion und Vorbehandlung mittelfristig die Floppy.

    Hast du da ein konkretes Beispiel für? Ich habe hier seit inzwischen mehreren Jahren ein und dieselbe 1541-II zum Sichern von Diskettensammlungen quasi im Dauereinsatz. Und die musste wirklich viel ackern in der Zeit, denn da gingen viele hundert (wenn nicht sogar tausende) Disketten durch. Ich sortiere die vorher auch nicht - da kommt alles rein, was ich in die Finger bekomme... :D

    Wenn die nicht mehr lesen kann, wird der Kopf gereinigt und gut ist. (Deshalb liegt der Gehäusedeckel auch nur lose drauf, um da schnell ranzukommen). Der Schreib-/Lesekopf ist schon ziemlich robust.

    Was mir in letzter Zeit eher aufgefallen ist: das "C64"- Diskettensammlungen gerne mit HD-Disketten "gestreckt" werden. Druckertreiber/Maustreiber/MS-DOS etc. mag mein Laufwerk dann doch nicht lesen... ;)

  • dragon

    Wenn die Disketten auf dem Dachboden unabgedeckt Jahre lang liegen, dann findet sich alles zwischen Sand und Vogelkot.


    Ja, die S/L Köpfe sind aus Keramik und dadurch sehr haltbar. Bei Sand würde ich mich nicht auf die Haltbarkeit verlassen.


    Jetzt aktuell habe ich ein Dutzend nicht lesbare Disketten mit Q-Tip's und Spiritusglasreiniger (Frosch) gereinigt und sind wieder alle Brauchbar.

    Sie lassen sich fehlerfrei kopieren, formatieren und bespielen.


    Hier ein Bild auf dem der gereinigte und verschmutzte Bereich sichtbar ist.



    Mit Alkohol geht es auch, noch besser und schneller mit Spiritusglasreiniger.

  • Ich würde den Dachboden wechseln, Vogelkot.....


    Scherz beiseite, habe auch schon mal welche einfach unter dem Wasserkrahn gesäubert. und trocknen lassen.


    Bei losen Dreck sollte es auch mit Druckluft gehen. Ich denke beser als mit irgendetwas Druck auf die Metallschicht auszuüben.

  • Jetzt aktuell habe ich ein Dutzend nicht lesbare Disketten mit Q-Tip's und Spiritusglasreiniger (Frosch) gereinigt und sind wieder alle Brauchbar.

    Sie lassen sich fehlerfrei kopieren, formatieren und bespielen.

    Hast du dafür die Magnetscheibe aus der Hülle genommen oder nur den "Sichtbereich" gereinigt und dann immer weiter gedreht? Da ich ja nichts wegwerfen kann, habe ich hier auch noch einen Stapel dieser (bisher) unlesbaren Disketten. Da habe ich auch vor die "irgendwann" mal zu reinigen und auszulesen, um die Daten zu sichern. Weiterbenutzen würde ich die aber dann doch nicht mehr - dafür habe ich zum einen noch genügend Leerdisketten und zum anderen ausreichend viele "gute" Gebrauchtdisketten.

    "Sand und Vogelkot" hatte ich allerdings bisher auch noch nicht auf den Datenträgern... :X