Schaltnetzteil(?) vom Apple IIgs klackert nur und springt dann doch an

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 1.970 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (27. September 2019 um 18:18) ist von Jannis94.

  • Was kann das sein? Ich habe mir mal die Platine des 1989er Vulkan-AE_Netzteils (mit integrierter Festplatte) angeschaut. Total eng und zugerammelt mit Elkos, die alle noch i.O. aussehen,

    dann sind aber noch 3-4 fette Transistoren(3-Beiner) drauf. Eigentlich wollte ich eben nur mal den Fehler im Monitor einmessen, und da sprang auf einmal der Rechner nicht mehr an.

    Beim 4. Versuch hat es dann geklappt... Elkos komplett tauschen ? Ein klaasisches Netzfilter ist an der Kaltgerätesteckerbuchse nicht zu sehen, ist alles diskret aufgebaut: mit Spule etc.

    Macht es Sinn, das Ding im Leerlauf durchzumessen? Ein einfaches analoges Oszi hätte ich ja.

    Sammle Desktops und Exoten ... und löte mich so durch Stapel von Elektroschrott.

  • Löte mal die Elkos aus... Ich hatte hier vor einiger Zeit einen Mac Classic bei dem auf der Netzteilplatine alle großen Elkos ausgelaufen waren. Sah man kaum, die meiste Sauerei war unter den Elkos versteckt.

    Achja... die damaligen Schaltnetzteile mögen es nicht unbedingt ohne Last betrieben zu werden, das kann sie u.U. zerstören.

  • Beim 4. Versuch hat es dann geklappt... Elkos komplett tauschen ?

    Das deutet auf ein Elko Problem hin.... die zu wechseln kann ja nicht schaden.

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  • Okay, danke für die Hinweise. Ich habe erstmal 'schnell' die Festplatte spannungsseitig totgelegt und die Klappe wieder zu gemacht. Und ein paar Fotos von den dicken Halbleitern.

    Das wird dann doch eine größere Aktion mit Nieten bohren etc., die ich jetzt nicht im Programm gebrauchen kann. Die Hoffnung ist, dass das NT noch ein paar Monate durchhält ohne die fette Platte aus '89.

    Leiser ist's ja mit der CF-Lösung dann endlich sowieso.

    Allerdings stand jetzt auch das ganze Haus dank FI-Schutz 2-mal im Dunkeln, weil wohl beim zu zügigen Zusammenbau eine Schraube übrigblieb, ich aber das Gegenstück nicht mehr gesehen oder im NT habe klappern hören :strom:

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    Sammle Desktops und Exoten ... und löte mich so durch Stapel von Elektroschrott.

  • Vermutlich ist ein Kondensator nicht mehr in Ordnung. Ob alle defekt sind, ist aber fraglich. Das bekommst Du nur heraus, in dem Du sie durchmisst.

    Beim 4. Versuch hat es dann geklappt... Elkos komplett tauschen ?

    Das deutet auf ein Elko Problem hin.... die zu wechseln kann ja nicht schaden.

    Alle zu wechseln, ist meist nicht notwendig.

  • Schicke HDD.... XT-IDE? So liegt hier auch noch rum, aber leider defekt.

    Zu den Elkos: wenn du dich schon mal da ran machst würde ich da kein großes Federlesen mach, sondern gleich Nägel mit Köpfen (wir reden ja nicht über Hunderte Euro an Materialkosten)

    Die hier würde ich alle tauschen (ich hoffe, ich habe keinen übersehen):

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    Die kleinen (in grün markiert) vllt. auch gleich mit. Schaden wirds nicht.

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  • Die beiden großen könnte man auch gleich tauschen. Wenn die nicht mehr genug Kapazität haben bricht dem Netzteil beim Anlaufen der HD die Spannung zusammen.

  • Die beiden großen könnte man auch gleich tauschen.

    Ja, aber da hatte ich noch nie einen defekt. Aber wer weiß... Pferde... Apotheken.

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  • Ja, aber da hatte ich noch nie einen defekt.

    Ich schon... ATX-Netzteil lief nicht gerne an und ging alle paar Minuten (5-30) wieder aus. Tausch der Elkos auf der Sekundärseite brachte nichts. Die Primärelkos (680µF/200V) hatten laut Messgerät noch passende Kapazität, aber erst deren nach Tausch lief es wieder stabil.

  • Oft starten die Schaltnetzteile mit einer kleinen Bootstrap Schaltung. Der Kondensator der dafür zuständig ist hat daher eine wichtige Funktion, um das Netzteil zustarten. Wenn dieser je nach Freuquenz mit der er angestuert wird eine abweichende Kapazität hat gegenüber der Messung, kann es zu obigem Problem kommen.

    Testest Du den Kondensator also mit einer Frequenz die nicht zu der der Schaltung passt, kann es sein, das du Werte angezeigt bekommst, die Ok scheinen, aber innerhalb der Schaltung nicht mehr ausreichend sind.

    Die Elkos auf der primären Seite erfahren ja meistens nur 50-120Hz mit der die Ladungen da reingepumpt werden. Auf der Sekundendären Seite kannst du aber schon mal 1k+ Hz haben. Daher haben diese Kondis dann deutlich mehr Stress und altern daher auch schneller. Das führt dann dazu, das oft alle Elkos auf der primären Seite noch Ok sind auf der Sekundären Probleme machen.

  • Auf der Sekundendären Seite kannst du aber schon mal 1k+ Hz haben.

    Das sind deutlich mehr, selbst Schaltregler aus dieser Zeit liegen typischerweise bei über 20 kHz. Allerdings braucht man beim Ersetzen der Elkos in Netzteilen aus dieser Zeit keine besonderen Elkos nehmen, normale low ESR mit 105 Grad reichen. Bei manchen Schaltungen können zu gute Elkos sogar Ärger machen.


    Der Kondensator der dafür zuständig ist hat daher eine wichtige Funktion, um das Netzteil zustarten. Wenn dieser je nach Freuquenz mit der er angestuert wird eine abweichende Kapazität hat gegenüber der Messung, kann es zu obigem Problem kommen.

    Dann startet es normalerweise gar nicht. Das Klackern wird eher von der HD kommen. Die stellt beim Einschalten, wenn der Spindelmotor anläuft, eine hohe Last auf +12V dar. Wenn das Netzteil das jetzt nicht mehr schafft, z.B. weil die Primärelkos nicht mehr genug Kapazität haben, dann bricht die Spannung mehrfach zusammen bis es, mit Glück, dann doch mal reicht.

  • Oooookay, der 'Kurzschluß' der zum Fehlerstrom und zum FI-Auslöser führte ist beseitigt. Falscher Zusammenbau mit elektrisch zu isolierenden Kühlfahnen auf dem NT-Käfig.

    Jetzt, ganz ohne HD die gleichen Startschwierigkeiten, erst beim 4.Mal. Dann irgenwann nach Hochbooten (von CF-Card) aus- und wieder anschalten ist gar kein Problem.

    Das Geklacker ist wohl auch der interne Lautsprecher am Board. Der knackt normal natürlich nur einmal und gut ist.

    Also ist Elkos wechseln angesagt, Mist. Aber das kriege ich hin. Schon 1-2 mal gemacht. Ich hätte ja vielleicht nur stumpf die großen erledigt.

    Ja, die Festplatte ist goldig, so laut wie alte SCSI-Teile dann doch nicht, aber auch nur 20 MB groß :wink:

    WD93024A IDE-AT 40-polig doppelte Bauhöhe

    Sammle Desktops und Exoten ... und löte mich so durch Stapel von Elektroschrott.

  • doppelte Bauhöhe

    Ne, das ist schon halbe Höhe. Noch nie so nen alten Trümmer in 5 1/4" und voller Höhe gesehen?

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  • Von der Fehlerbeschreibung würde ich auch auf einen Kondensator tippen, da knickt bei den Lastwechseln in gelegentlichen Fällen die Spannung ein.

    Noch nie so nen alten Trümmer in 5 1/4" und voller Höhe gesehen?

    Die findet man ja heutzutage auch echt selten.

    Und trotzdem finden so alte Schätze bei mir auf der Arbeit immer noch ihre Anwendung. Im Forschungsbereich werden alte Messinstrumente (solange sie plausible Ergebnisse liefern) für einfache Aufgaben auch heute noch eingesetzt und da findet man bei uns dann doch auch immer mal DOS-Rechner, SUN-Workstations oder ähnliches, die noch im Betrieb sind.

    Ein IBM Xt zum Beispiel mit den vollformat Festplatten steht aber zumeist nur noch zu Ausstelungszwecken unter anderem in meinem Büro :whistling: