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Problem mit der Fluxengine, hat jemand so ein Teil ?

  • Hallo,


    ich habe ein Problem mit meiner gerade aufgebauten fluxengine. Es handelt sich dabei um eine Hardware, mit der man (ähnlich kryoflux) am PC Disketten alter Systeme mit PC-Floppies auslesen kann.

    Siehe hier: http://cowlark.com/fluxengine/index.html


    Das Flashen der Firmware hat problemlos funktioniert, die an USB angeschlossene Fluxengine wird auch erkannt und ich habe eine funktionierende 3.5" PC-Floppy angeschlossen.


    So wie ich das verstanden habe, muss am PC nichts weiter installiert werden, sondern man öffnet mit CMD ein "Dos"-Fenster, wechselt in das Verzeichnis, wo die exe "fluxengine" liegt und kann dann z.B. mit


    fluxengine rpm


    die Drehzahl des Laufwerks prüfen oder mit


    fluxengine testbulktransport


    die USB Bandbreite messen.


    Wenn ich diese Befehle eingebe, erhalte ich aber nur Fehlermeldungen. Das Laufwerk und Flachband-Floppykabel sind richtig angeschlossen. Natürlich erhält die Floppy auch Spannung von einem PC-Netzteil.


    Hat evtl. jemand auch eine Fluxengine und kann mir sagen, was bei mir falsch läuft ? Muss am PC evtl. doch noch etwas installiert werden?


    Grüße,

    Ralf

  • Das ist ja eine geniale Alternative zu Kryoflux. Weil komplett open-source. Und das Controllerboard gibt es bei Amazon für 25 Euro.

    Kann die Fluxengine C64-Disketten lesen? Hast du das mal ausprobiert?


    Ich mag diese closed-source Projekte nicht, wo Know-how aufgebaut wird, das dann mit der Einstellung des Projektes dann wieder komplett in der Versenkung verschwindet.

  • Die FluxEngine kann - unter anderem - lesen: Amiga-DD-Disks 3.5" (habe ich getestet), 3,5"-DD-Disketten für die 1581 (habe ich getestet und den Entwickler David Given via Bugtracker Issue auf github auf Probleme hingewiesen - die Bugs hat er vor ein paar Tagen superschnell gefixt). 5,25"-Disketten für die 1541 (d64) sollen seit kurzer Zeit auch gehen, kann ich aber nicht testen, weil ich kein 5,25" PC-Laufwerk für den Shugart-Anschluss habe (sondern nur 1541er). IEC-Geräte kann man an Fluxengine nicht anschließen, da ist dann OpenCBM weiterhin die einfache Lösung.


    Das Schreiben auf Diskette kann Fluxengine momentan nur für sehr wenige ausgewählte Geräte (Brother). Das Projekt ist aber noch sehr jung.


    Das Controllerboard sollte man sich besser von einem spezielleren Shop bestellen. Man kann es mit Geduld für etwas unter 20 Euro bekommen.

  • Das Controllerboard sollte man sich besser von einem spezielleren Shop bestellen. Man kann es mit Geduld für etwas unter 20 Euro bekommen.

    Warum das? Der Preis bei Amazon ist inkl. Versand. Bei speziellen Shops sind die Versandkosten oft sehr hoch. Aus dem Ausland ist man sogar schnell mal mit 10-20 Euro nur für den Versand dabei.


    Ich werde mir das Projekt mal vormerken, schon mal ein Controller-Board bestellen und mich in den Wintermonaten damit beschäftigen.

    5 1/4" Laufwerke habe ich zum Glück hier.


    Ich hatte vor einigen Monaten selber so ein Projekt begonnen. Mit dem Teensy 3.4. Ich konnte auch einige Tracks einer C64-Diskette lesen, hatte aber zuviele Lesefehler. Das lag vermutlich auch am Hardwareaufbau (Spannungsversorgung usw.). Und das Timing war wohl nicht ausgefeilt genug. Dann ist das erstmal wegen anderer Projekt liegen geblieben.


    Die FluxEngine wäre eine super Alternative zu einem eigenen Projekt.

  • Das Controllerboard sollte man sich besser von einem spezielleren Shop bestellen. Man kann es mit Geduld für etwas unter 20 Euro bekommen.

    Warum das? Der Preis bei Amazon ist inkl. Versand. Bei speziellen Shops sind die Versandkosten oft sehr hoch. Aus dem Ausland ist man sogar schnell mal mit 10-20 Euro nur für den Versand dabei.

    Jeder soll da bestellen, wo er glücklich wird. :) Von einem deutschen Technik-Shop kann man das Board im 5er-Pack inklusive Versand für unter 20 Euro pro Gerät bekommen. Ich selbst habe es mir für 19 Euro inklusive Versand aus China bestellt. Der Marketplace-Händler, der bei Amazon.de das Gerät anbietet, sitzt in Schottland und verschickt aus UK, da sollte man sich beeilen und vor dem Brexit (der ja eh nicht kommt) bestellen...

  • Hallo,


    ich erhalte folgende Fehlermeldung:


    fluxengine rpm

    Error: missing mandatory modifier 't' in fluxspec ':d=0'


    Hier zwei Fotos von meinem Aufbau:



    Die Stromversorgung der Floppy habe ich über ein separates PC-Netzteil gelöst. Die Problematik mit den ggf. unterschiedlichen Massepotentialen habe ich durch ein Massekabel (2. Foto rechts) gelöst.


    Als Flachbandkabel habe ich ein normales Floppykabel verwendet (Anschluss am Ende nach der Kabeldrehung).


    Grüße,

    Ralf

  • Das sieht erstmal alles gut aus auf den Fotos.


    Meine Vermutung: Dein Kabel hat eine Kabeldrehung. Da die Floppy nach der Drehung angeschlossen ist, musst Du sie meiner Meinung nach als "Device 1" ansprechen, also mit Parameter -s=":d=1".

    Wenn Du ein Kabel hast, dass keine Drehung hat oder eine Buchse vor der Drehung, kannst Du dort eine Floppy als "Device 0" haben (default-Wert). So kannst Du zwei Floppies anschließen und sie getrennt ansprechen. (Die Fehlermeldung scheint mir auf einen kleinen Bug in FluxEngine hinzudeuten. Dazu später evtl. mehr.)


    Der Parameter -s will dann meiner Erfahrung nach auch noch gleich die Werte von t und s dazu wissen, auch wenn das manchmal keinen Sinn macht. Du musst glaube ich derzeit immer alles komplett angeben. So ungefähr:


    Bei einer doppelseitig zu lesenden 3,5" Diskette mit 80 Tracks:

    Code
    1. fluxengine rpm -s ":d=1:t=0-79:s=0-1"

    EDIT: TIppfehler korrigiert.


    Bei mir in der Bastelkiste sieht es momentan so aus (auf dem Breadboard eine Abwandlung von Robert Smith's Amiga Floppy Disk Reader/Writer, hat nichts mit FluxEngine zu tun.): 63748825-62da9b00-c8aa-11e9-8c8d-011481cb7e48.jpg

  • Ich habe die Floppy jetzt mal an den mittleren Anschluss des Flachbandkabels angeschlossen und wieder eingegeben:


    fluxengine rpm

    Error: missing mandatory modifier 't' in fluxspec ':d=0'


    Dann habe ich folgendes eingegeben und das funktioniert:


    fluxengine rpm -s ":d=0:t=0-79:s=0-1"

    Rotational period is 200 ms (300 rpm)


    Ist also nur die Kommando-Syntax, die etwas eigen ist.


    Grüße,

    Ralf

  • Prima! Berichte gern weiter von Deinen Erfahrungen, das interessiert mich. Mein Eindruck ist, dass es für den Anfang komplizierter wäre, mit d=1 zu arbeiten, weil man dann ständig diese Parameter übergeben muss. Dazu könnte man nochmal eine Issue aufmachen auf GitHub. Ich teste Deinen Befehl heute Abend mal bei mir, ob ich die gleiche Fehlermeldung bekomme. Bist Du nur unter Windows unterwegs?

  • Ja ich habe nur Windows. Ich habe schon viele Jahre das kryoflux und habe dann auf der Maker Faire in Hannover die Fluxengine gesehen. Den Aufbau und das Flashen der Firmware nach der dortigen Anleitung fand ich eigentlich unproblematisch. Nur das Kommandozeilen-Interface könnte noch etwas komfortabler werden, aber das schreibt er ja selbst, dass "the tools aren’t very user friendly."


    Grüße,

    Ralf

  • So jetzt habe ich mal eine Amiga DIsk ausgelesen mit


    fluxengine read amiga


    Das hat einwandfrei geklappt (ohne zusätzliche Parameter), es wird im Verzeichnis wo die fluxengine.exe liegt, eine Datei amiga.adf erzeugt. Außerdem wird eine graphische Übersicht mit belegten, nicht belegten und schlechten Sectoren angezeigt.


    Richtig interessant wird es, wenn man Daten vom PC auf Diskette (zurück)schreiben könnte, das funktioniert aber wohl erst nur bei Dateien im "Brother" Format.


    Grüße,

    Ralf